Die Kultur der Ureinwohner, Nationalparks, das Outback und das Rote Herz Australiens – eine Reise in das Northern Territory verspricht unzählige spannende Abenteuer. Was bietet sich da besser an, als die schönsten Routen und Orte als Selbstfahrer zu erkunden? Praktische Tipps für Roadtrips durch das Northern Territory habe ich hier für euch zusammengestellt.

Kaum ein Kontinent löst größere Sehnsüchte bei vielen Reisenden aus als Australien. Euch geht es genauso? Dann folgt mit mir dem Ruf der wilden Ursprünglichkeit, der endlosen Weite und der verheißungsvollen Outdoor-Abenteuer ins Northern Territory. Ich stelle euch drei Selbstfahrer Routen vor, die euch Australien von seiner ursprünglichsten Seite zeigen.

Drei Routen für Roadtrips durch das Northern Territory

Natures Way | Red Centre Way | Explorers Way

Tnorala Conservation Reserve
Foto: Tnorala Conservation Reserve | Tourism NT

Der Natures Way ab Darwin

Ich empfehle euch, eure Australien Reise in Darwin, der größten Stadt des Northern Territory, zu starten, denn das Tor zu Asien, wie die multikulturelle Großstadt auch genannt wird, bietet euch nicht nur ideale Flugverbindungen ab Südostasien, sondern auch etliche Highlights direkt vor den Toren der Stadt. Um diese zu erkunden, könnt ihr einfach dem 735 Kilometer langen Natures Way folgen, auf dem ihr innerhalb von wenigen Tagen gleich drei der schönsten Nationalparks des Northern Territory entdecken könnt. Ich habe euch eine praktische Grafik erstellt, dank der ihr einen guten ersten Überblick über den Natures Way und seine Sehenswürdigkeiten bekommt.

Von Darwin zum Kakadu Nationalpark

Der erste Abschnitt des Roadtrips führt auf etwa 250 Kilometern von Darwin nach Jabiru, einem kleinen Örtchen, das inmitten des Kakadu Nationalparks liegt und somit den perfekten Ausgangspunkt für Touren durch einen der schönsten Nationalparks in Australien darstellt. Wer sich nicht in eines der Hotels in Jabiru einmieten möchte, kann seinen Camper oder sein Zelt alternativ auf einem der 26 Campingplätze aufschlagen. Einige von ihnen sind kostenfrei, andere bieten gegen ein faires Entgelt sanitäre Anlagen auf dem Platz. Eine tolle Möglichkeit, der Natur Nordaustraliens auf dem Roadtrip noch näher zu sein, findet ihr nicht auch?

Kakadu National Park
Foto: Nadab Lookout, Ubirr Rock, Kakadu Nationalpark | Shaana McNaught, Tourism NT
Der Kakadu Nationalpark ist einer der schönsten in ganz Australien

Das im Jahr 1978 zum Nationalpark ernannte Areal wird seit zehntausenden Jahren von den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, bewohnt, die heute Besitzer des Parks sind und sein kulturelles sowie ökologisches Erbe schützen. Dieses ist so wertvoll, dass der etwa 20.000 km² große Kakadu Nationalpark sogar sowohl den Titel des UNESCO Weltnaturerbes als auch Weltkulturerbes trägt. Sicher seid ihr nun gespannt, was euch in einem solch wichtigen Nationalpark erwartet, deshalb möchte ich euch meine drei persönlichen Highlights vorstellen.

  • Felsformation Ubirr: Nur 40 Kilometer von Jabiru entfernt, erwartet euch an der Ubirr Felsformation ein echter kultureller Schatz. Auf einem etwa 1 km langen Rundweg können Felszeichnungen der Aborigines bewundert werden, die zu den bedeutendsten ihrer Art gehören. Bleibt danach unbedingt noch etwas länger und schaut euch den Sonnenuntergang an. Dieser ist hier einfach wunderschön.
  • Jim Jim Falls: Dieser 200 Meter hohe Wasserfall ist sowohl in der Trocken- als auch Regenzeit ein echtes Highlight. Während der Weg zu den Jim Jim Falls in der Trockenperiode zu den lohnenswerten Wanderung innerhalb des Kakadu Nationalparks gehört, könnt ihr den imposanten Wasserfall in der Regenzeit am besten aus einem Helikopter heraus bestaunen. Möchtet ihr mit eurem Mietwagen zu den Jim Jim Falls fahren, sollte dieser unbedingt einen Allradantrieb besitzen.
  • Yellow Water: Es gibt in der Trockenzeit keinen besseren Ort, um die hiesige Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten, als das Feuchtgebiet Yellow Water, durch das sich unzählige Billabongs – so werden in der Sprache der Aborigines Flussarme und Wasserlöcher genannt – ziehen, die zu geführten Bootstouren einladen. Bei solchen Touren könnt ihr einige der hier lebenden Vögel und Krokodile beobachten. Aufregend!

Natürlich gibt es im Kakadu Nationalpark noch vieles mehr zu entdecken, sodass ihr euch im besten Fall gleich zwei Tage Zeit für eine intensive Erkundung nehmen solltet, bevor euch der Roadtrip entlang des Nature Ways weiter Richtung Süden führt.

Vom Kakadu Nationalpark nach Katherine

Könnt ihr euch von der Schönheit des Nationalparks trennen, wartet ein insgesamt etwa 300 km langer Abschnitt des Nature Ways auf euch, die Strecke vom Kakadu Nationalpark bis nach Katherine, der viertgrößten Stadt im Northern Territory. Die Stadt ist ein toller Ausgangspunkt für Erkundungen ins nähere Umland, das von zahlreichen Highlights gespickt ist, und Roadtrips ins Outback. Durch Katherine führt außerdem der Explorers Way, eine Route, die durch das Rote Zentrum des Landes, von Süd- nach Nordaustralien, führt und die ich euch später noch genauer vorstellen möchte.

Katherine Gorge im Nitmiluk Nationalpark
Foto: Katherine Gorge im Nitmiluk Nationalpark | Tourism NT
Unterkunft & Startpunkt

Nehmt euch am besten eine Unterkunft in Katherine, die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Touren ins Umland.

Zuerst wartet nämlich noch der Nitmiluk Nationalpark – ehemals Katherine Gorge Nationalpark – auf euren Besuch. Die begeisterten Wanderer unter euch sollten hier unbedingt das Auto gegen die Wanderschuhe tauschen und den Nationalpark mit seinen 13 atemberaubenden Schluchten auf dem 62 km langen Jatbula Trail erkunden. Doch nicht nur tiefe Schluchten erwarten euch hier, sondern auch grüne Regenwälder, tosende Wasserfälle, die in natürlichen Pools münden, und die Jahrtausende alte Kunst der Aborigines, die ihr in ähnlicher Weise schon aus dem Kakadu Nationalpark kennt. Tipp: Ein besonderes Highlight sind die Edith Falls, kleine Wasserfälle, die in Pools fließen und eine wohlverdiente Abkühlung nach der Wanderung versprechen. Habt ihr etwas weniger Zeit mitgebracht, könnt ihr die schönsten Ecken des Nitmiluk Nationalparks alternativ auch mit einem Boot oder Kanu erkunden. So oder so solltet ihr euch die landschaftliche Schönheit keinesfalls entgehen lassen!

Northern Rockhole, Jatbula Trail im Nitmiluk Nationalpark
Foto: Northern Rockhole, Jatbula Trail im Nitmiluk Nationalpark | Peter Eve, Tourism NT

Von Katherine zum Litchfield Nationalpark

Dass der Natures Way seinem Namen mehr als gerecht werden kann, zeigt sich auch am nächsten Stopp des Roadtrips, dem Litchfield Nationalpark. Der Nationalpark, der sich nur etwa 120 km von Darwin entfernt befindet und somit einen schönen Abschluss des Roadtrips darstellt, kann das ganze Jahr besucht werden, und auch die Campingplätze an den Wangi und Florence Falls stehen euch sowohl in der Trocken- als auch Monsunzeit zur Verfügung.

Ein herrlicher Ort für Camping inmitten der Natur

Campt ihr hier, seid ihr einigen der Hauptsehenswürdigkeiten des Parks schon sehr nah, denn die Stars von Lichtfield sind die Wasserfälle und Flüsse, die sich durch die sattgrüne Natur schlängeln. Sehr fitte Wanderer können den Nationalpark in der Trockenzeit bei einer Wanderung entlang des knapp 40 km langen Tabletop Tracks kennenlernen, alle anderen erfreuen sich einfach an den gut zu erreichenden Wasserfällen, Badestellen und Seen. Ein herrlicher Ort für Camping inmitten der Natur, bevor es wieder zurück in die Großstadt Darwin geht, findet ihr nicht?

Florence Falls, Litchfield Nationalpark
Florence Falls, Litchfield Nationalpark | Peter Eve, Tourism NT

Auf dem Red Centre Way durchs Outback

Ihr habt Lust auf ein Abenteuer? Dann ist der nächste Roadtrip im Northern Territory wie für euch gemacht! Der Red Centre Way führt euch auf über 1.100 Kilometern zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Roten Zentrum, wie Uluru. Der Roadtrip startet in Alice Springs, der mit knapp 27.000 Einwohnern größten Stadt im Zentrum des Kontinents. Alice Springs erreicht ihr entweder mittels eines Fluges von Darwin oder – wenn ihr mehr Zeit habt – nach einer etwa 1.500 km umfassenden Fahrt. Die folgende Grafik zeigt euch, wo das Rote Zentrum Australiens liegt und welche Highlights euch auf dem Red Centre Way erwarten. Tipp: Für einen unbeschwerten Roadtrip entlang des Red Centre Ways empfehle ich euch einen Mietwagen mit 4WD. Mit Allradantrieb könnt ihr alle Orte unkompliziert ansteuern.

Von Alice Springs zum West MacDonnell & Finke Gorge Nationalpark

Das erste Ziel auf dem Red Centre Way, der West MacDonnell Nationalpark, ist nur etwa 160 Kilometer von Alice Springs entfernt und bietet euch einen tollen ersten Einblick in die vielfältigen Landschaften des Roten Zentrums. Besonders passionierten Wanderern dürfte der Nationalpark ein Begriff sein, schließlich verlaufen hier Etappen des Larapinta Trails, einem über 220 km langen Wanderweg, der von Alice Springs zum Mount Sonder führt. Wandert doch ein wenig auf dem berühmten Trail, dabei kommt ihr an Highlights des Nationalparks wie der Simpsons Gap und dem Ellery Creek Big Hole vorbei. Mit etwas Glück seht ihr hier vielleicht sogar Felskängurus, die sich in den zerklüfteten Schluchten verstecken und nach Essbarem suchen.

Ellery Big Hole, West MacDonnell Ranges
Foto: Ellery Big Hole, West MacDonnell Ranges | Peter Eve, Tourism NT

Ebenfalls nicht weit von Alice Springs entfernt, befindet sich der bereits in den 1960er Jahren gegründete Finke Gorge Nationalpark, in dem nicht nur einer der ältesten Flüsse der Welt, der Finke River, liegt, sondern der auch das Zuhause Tausender Palmen und seltener Pflanzenarten ist – eine wahre Oase inmitten des Roten Kontinents.

Wie wäre es mit einer Wanderung durch den Finke Gorge Nationalpark?

Vom Finke Gorge zum Watarrka Nationalpark

Der Roadtrip auf dem Red Centre Way führt euch nun auf etwa 190 Kilometern vom Finke Gorge zum Watarrka Nationalpark, in dem das nächste Highlight nicht lange auf sich warten lässt. Beachten solltet ihr, dass das Campen – sei es im Zelt oder Campingvan – nur an der Kings Creek Station möglich ist. Dort stehen euch auch weitere Unterkünfte in Form von luxuriösen Safari Lodges zu Verfügung. Alternativ könnt ihr euren Ausflug zum Watarrka Nationalpark auch von Alice Springs aus planen.

Die untergehende Sonne hüllt den Canyon in ein ganz besonderes Licht

Bekannt ist der Nationalpark vor allem wegen des Kings Canyon, der größten Schlucht Australiens. Geformt von den Kräften des Kings Creek, ist der Canyon teilweise bis zu 100 Meter hoch und bietet verschiedenen Pflanzen und Tieren an seinen Felswänden ein geschütztes Zuhause. Lasst euer Auto am besten auf dem Parkplatz direkt am Kings Canyon stehen und unternehmt eine kleine Wanderung. Die drei Routen Kings Creek Walk (2,6 km), Kings Canyon Rim Walk (6 km) und der Giles Track (22 km) bieten sich dafür perfekt an. Am Ende des Kings Creek befindet sich übrigens ein Wasserloch, das Garden of Eden genannt wird und an heißen Tagen auch tatsächlich wie ein Paradiesgarten wirkt. Zahlreiche Tiere kommen zum Trinken hierher, was das Wasserloch zu einem tollen Ort zum Wildlife-Spotting macht. Ein besonders magischer Moment des Tages ist dann der Augenblick, in dem die Sonne langsam untergeht und den rot-gelben Canyon in ein ganz besonderes Licht hüllt. So stellt man sich einen Sonnenuntergang in Australien doch vor!

Der Rim Walk im Kings Canyon
Foto: Der Rim Walk im Kings Canyon | Tourism NT

Vom Watarrka zum Uluru-Kata Tjuta Nationalpark

Nur noch 270 Kilometer trennen euch nun vom Ziel und Highlight des Red Centre Way Roadtrips, dem weltberühmten Uluru-Kata Tjuta Nationalpark, der früher unter dem Namen Ayers Rock Nationalpark bekannt war. Er behütet ein großes Heiligtum der Aborigines, den Uluru, der von der UNESCO sowohl zum Weltnatur- als auch zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Zwar darf der Ayers Rock ab Oktober 2019 nicht mehr bestiegen werden, doch das macht den über 1.300 km² umfassenden National Park nicht weniger sehenswert.

Logenplatz zum Sonnenuntergang am Uluru
Foto: Logenplatz zum Sonnenuntergang am Uluru | Mitchell Cox, Tourism NT
Respekt und Sicherheit

Aus Respekt vor dem Heiligtum der Aborigines und auch zu eurer eigenen Sicherheit solltet ihr schon jetzt auf das Besteigen des 348 Meter hohen Uluru verzichten!

Unbedingt empfehlenswert ist zum Beispiel die 10 km lange Wanderung um den Ayers Rock. Nehmt am besten an einer geführten Tour teil, so erfahrt ihr viel Wissenswertes über den Nationalpark, die heimische Tier- und Pflanzenwelt sowie über die Mythen und Legenden der Aborigines, die sich um diesen ganz besonderen Ort ranken. Seid ihr nicht so gut zu Fuß, dann könnt ihr die magische Landschaft zum Beispiel auf dem Rücken eines Kameles durchqueren. Ja, auch das gibt es im Northern Territory! Nicht links liegen lassen solltet ihr auch die 36 Felsdome Kata Tjuta, die etwa 30 km vom Uluru entfernt, eine weitere, namensgebende Landmarke des Uluru-Kata Tjuta Nationalpark sind. Die Berggruppe wird auch als „die Olgas“ bezeichnet, ein Name, den die 500 Millionen Jahre alten Berge ihrem europäischen Entdecker verdanken. Tipp: Auf dem 2,6 km langen Walpa Gorge Walk und dem 7 km langen Valley of the Winds Walk könnt ihr die Olgas erkunden.

Wanderung entang der Olgas
Foto: istock.com/kokkai

Da der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark etwa 400 km von Alice Springs entfernt liegt, solltet ihr unbedingt eine Nacht im Nationalpark einplanen, bevor es zurück „in die Zivilisation“ geht. Nicht nur, weil der Weg lang ist, sondern auch weil Camping und Glamping am Fuße des Uluru wohl zu den ganz besonderen once-in-a-lifetime-Erlebnissen gehört. Mein Favorit für eine unvergessliche Nacht im Outback: das Longitude 131 Camp, das Glamping auf eine völlig neuen Stufe hebt.

Sternenhimmel über Uluru
Foto: Sternenhimmel über Uluru | Luke Tscharke

Auf dem Explorers Way durch Australien

Der dritte Roadtrip, den ich euch vorstellen möchte, kommt euch bestimmt bereits bekannt vor, schließlich habe ich ihm schon einen eigenen Artikel gewidmet. Der über 3.500 km lange Explorers Way führt von Adelaide im Süden Australiens durch das Rote Zentrum bis nach Darwin im Northern Territory. Möchtet ihr den kompletten Roadtrip machen und dabei gleich zwei interessante Ziele in Australien kennenlernen, solltet ihr dafür etwa 14, besser 21 Tage einplanen. Ob ihr den Roadtrip von Norden nach Süden oder von Süden nach Norden macht, ist eurer persönlichen Reiseplanung überlassen. Die genaue Route des Explorer Ways seht ihr auf dieser Grafik:

Von Adelaide zum Uluru-Kata Tjuta Nationalpark

Der Roadtrip entlang des Explorer Ways beginnt im australischen Adelaide und führt von dort zum 1.500 km entfernten Uluru-Kata Tjuta Nationalpark, den ich euch bereits als Teil des Red Centre Way vorgestellt habe.

Optimale Bedingungen

Der Explorers Way ist durchgehend geteert und kann zu jeder Jahreszeit befahren werden.

Natürlich könnt ihr eine solche Strecke nicht innerhalb eines Tages abreißen, weshalb ich euch Zwischenstopps in Port Augusta, Coober Pedy und Marla empfehle. Diese Ortschaften sind ein guter Startpunkt für Erkundungen in Südaustralien, bevor es schließlich ins Outback geht. Besonder cool: Die Bewohner der Ortschaft Coober Pedy leben in Dugouts genannten Wohnhöhlen, die vor extremen Temperaturen von weit über 40 °C schützen – im australischen Sommer keine Seltenheit. Während eures Roadtrips solltet ihr es also keinesfalls verpassen, euch ein typisches Dugout zu mieten und eine Nacht in der kühlen Bleibe zu verbringen.

Adelaide in Südaustralien
In Adelaide beginnt der Explorers Way

Vom Uluru-Kata Tjuta Nationalpark über den Red Centre Way

Vom Uluru könnt ihr nun entweder dem Red Centre Way folgen, um nach Alice Springs zu gelangen und gleichzeitig die schönsten Sehenswürdigkeiten der Region ansteuern, oder ihr nehmt den direkten, etwa 450 Kilometer langen Weg nach Alice Springs. Auf dem direkten Weg könntet ihr dieses Teilstück des Explorer Ways zwar an einem Tag schaffen, doch was wäre der Roadtrip schließlich ohne die zahlreichen Highlights der Region, zu denen der Watarrka und der West MacDonnell Nationalpark zählen?

Ormiston Gorge im West MacDonnell Nationalpark
Foto: Ormiston Gorge im West MacDonnell Nationalpark | Tourism NT

Von Alice Springs nach Tennant Creek

Das nächste Ziel des Roadtrips entlang des Explorer Ways ist die aufstrebende Stadt Tennant Creek. In der mit etwa 3.000 Einwohnern größere Stadt im Northern Territory könnt ihr in den stillgelegten Goldgräberstätten einiges über den Goldrausch in Australien lernen. Die Gold Stamp Battery war bis zu ihrer Schließung in den 1980er Jahren sogar die größte Goldmine des gesamten Landes. Interessiert ihr euch eher für die Kultur der Aborigines und die Natur, sind die Felsformationen Devil’s Marble ein ideales Ausflugsziel in der Region.

Ausflugsziel Devil’s Marbles

Von Tennant Creek nach Lake Woods & Daly Waters

Auf eurem Weg Richtung Darwin, dem Ziel des Roadtrips, solltet ihr unbedingt an zwei weiteren Sehenswürdigkeiten stoppen. Erstes Ziel ist der Lake Woods, der zum entspannten Camping inmitten eines grünen Waldes einlädt, bevor es weiter nach Daly Waters geht. Die Stadt hat zwar nur 6 (!) Einwohner, doch genau hier hat Entdecker John McDouall Stuart, der als erster Europäer Australien von Süden nach Norden durchquerte und dem Explorers Way so seinen Namen gab, seine Spuren – oder eher Initialen – hinterlassen. Der Baum, in den er 1862 das noch heute sichtbare S einritzte, ist heute als „Stuart’s Tree“ bekannt und ein kleiner Touristenmagnet. Anschließend solltet ihr unbedingt noch einen Abstecher in den Daly Waters Pub machen und euch ein kühles Getränk gönnen!

 

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Von Daly Waters über Mataranka nach Katherine

275 Kilometer trennen euch noch von Katherine, der viertgrößten Stadt im Northern Territory, die ihr schon kennt, wenn ihr zuvor den Natures Way gereist seid. Bevor ihr jedoch diesem folgt, solltet ihr einen Stopp in der modernen Stadt Mataranka einlegen, von der ihr einen lohnenswerten Abstecher in den Elsey Nationalpark unternehmen könnt. Der Park, der durch die Novelle „We of the Never Never“ von Jeannie Gunn eine gewissen Berühmtheit erlangte, lädt mit den Bitter Springs und dem bis zu 34 °C warmen Mataranka Thermal Pool zu entspannten Stunden inmitten der Natur ein. Ein bisschen Entspannung muss nach dem langen Roadtrip schließlich auch mal sein!

Freunde baden im glasklaren Wasser der Bitter Springs im Elsey Nationalpark im Northern Territory in Australien.
Bitter Springs im Elsey Nationalpark | Foto: Natalie Sum, Tourism NT

Von Katherine über den Natures Way nach Darwin

Von Katherine führt der Explorers Way nun auf 317 Kilometern nach Darwin an der Nordküste Australiens. Wenn ihr möchtet, könnt ihr nun noch die Sehenswürdigkeiten des Nature Ways abfahren und euren Roadtrip so um einige Tage verlängern. Es lohnt sich! Highlights wie der Kakadu und der Litchfield Nationalpark gehören definitiv auf jede Northern Territory Bucketlist.

Mit einem 4WD durch das Northern Territory

Bereit für euren Roadtrip im Northern Territory?

Na, seht ihr euch schon mit offenen Fenstern der Sonne entgegenfahren? Ob Abenteuer im Red Centre, Nationalpark-Hopping im Top End oder gleich die Durchquerung Australiens – im Northern Territory warten spannende Selbstfahrer Routen auf euch, die euch zu den schönsten Orten des Bundesterritoriums bringen. Welche ist euer Favorit? Das Tolle: Darwin ist nur einen 5-stündigen Flug von Singapur entfernt und somit das perfekte Ziel für alle, die schon immer von Australien geträumt haben. Wir sehen uns im Northern Territory!

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