Eine beeindruckende Reise – Leserin Thea ist erst in Südafrika und dann in Namibia und Botswana unterwegs. Letzte Station ihrer Afrika-Reise – das wunderschöne Sambia.

Theas Reisebericht zu Afrika geht in die finale Runde. Nach tollen Erlebnissen in Südafrika, Namibia und Botswana entdeckt sie mit ihrer Reisegruppe im letzten Teil das wunderschöne Sambia. Während in Botswana vor allem die Tiere im Vordergrund standen, geht es nun wieder in eine Stadt. Begegnungen mit Elefanten und Affen und ein Besuch der berühmten Victoria-Fälle stehen jetzt noch auf dem Plan.

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Sambia: Die große Afrika-Rundreise geht zu Ende

Auf geht’s zu unserer letzten Station in Afrika. Um von Botswana nach Sambia zu gelangen, muss der Zambesi River überquert werden – mithilfe einer Fähre. Allein dieser Grenzübergang ist daher schon ein Abenteuer für sich. Unser Ziel in Sambia ist Livingstone, die Stadt der Victoria Fälle.

Zunächst bekommen wir einen kurzen Überblick über Livingstone, das an sich nicht sehr groß ist. Uns wird auch erzählt, dass es sich um eine relativ sichere Stadt handelt, da es niemand riskieren möchte ins Gefängnis zu kommen, da es hier so strenge Auflagen gibt, dass es annähernd unmöglich ist, dieses wieder zu verlassen.

Afrika Reisebericht

Wenn Elefanten die Straße versperren…

Am Abend steht ein letztes gemeinsames Abendessen mit der Gruppe an, dazu haben wir uns Taxis gebucht, die uns vom Campingplatz in die Stadt bringen sollen. Die Fahrt dauert ungefähr 10 Minuten. Bis wir jedoch losfahren können, dauert es ein Weilchen, da eine Horde Elefanten die Straße zwischen Campingplatz und Hauptstraße versperrt. Die Taxifahrer haben einen riesigen Respekt vor diesen Tieren, sodass wir erst mal auf dem Campingplatz warten, bis wir grünes Licht bekommen. Nach einiger Zeit bekommen wir das Zeichen, dass wir losfahren können.

Auf halber Strecke erscheint dennoch aus dem Gebüsch ein riesiger Elefant. Der Taxifahrer bleibt sofort in einem sicheren Abstand stehen und wartet bis das Tier den Straße überquert hat. Nicht mal eine Woche ist es her, so erzählt uns der Taxifahrer, da hat ein Elefant vor Schreck ein Taxi angegriffen und so demoliert, das mehrere Insassen ums Leben kamen.

Elefant in Sambia

Die Geschichte erschreckt uns ein wenig, sodass wir froh sind, die Elefanten unbeschadet passiert zu haben. Übrigens: Ein kleiner Insider Tipp von mir, falls ihr mal in Livingstone sein solltet –  im Cafe Zambezi auf jeden Fall die riesigen Burger probieren.

Ein Besuch bei den berühmten Victoria-Fällen

Die Victoria Fälle kann man sowohl von Sambia als auch von Zimbabwe sehen. Die Hauptfälle befinden sich auf der Zimbabwe Seite, jedoch macht es bei Regenzeit keinen Unterschied auf welcher Seite man steht. Als ich im September in Sambia bin, ist leider Trockenzeit, dennoch haben wir uns dazu entschieden, die Victoria Fälle nur von der Sambia-Seite zu bestaunen.

Victoriafälle in Sambia

Um in die Nähe der Fälle zu kommen, muss man in den dafür angelegten Nationalpark, bestehend aus vielen Wanderwegen und Aussichtspunkten, fahren. Von unserer Seite kann man zwar die Fälle sehen, jedoch haben wir auch die Simbabwe Seite gesehen und wahrscheinlich war der Blick von der Seite besser, da man dort direkt frontal vor den Fällen steht. Da wo normalerweise das ganze Wasser runter fällt, herrschte nun Trockenheit, selbst die sogenannte Livingstone Island konnte zu Fuß erreicht werden. Dennoch konnte man sich gut vorstellen, wie die Landschaft sich wohl ändert, wenn erst wieder Regenzeit ist.

Tierische Diebe am Werk

Auf unserem Rückweg aus dem Nationalpark drohte uns noch eine böse Überraschung. Generell muss ich dazu sagen, dass in Livingstone sowohl auf unserem Campingplatz, als auch in diesem Nationalpark viele, viele Paviane rumlaufen. Uns hat man erzählt, dass die Paviane durchaus näher kommen können, sich jedoch leicht verscheuchen lassen, wenn man sich groß macht und laut schreit.

Als wir also auf dem Weg zum Ausgang sind, sitzt uns ein riesiger Pavian im Weg. Zunächst denken wir uns das sei kein Problem, nehmen wir halt einen anderen Weg. Der Pavian hat allerdings schon sein Ziel anvisiert und geht schnurstracks auf ein Mitglied unserer Gruppe zu, immer deren Tasche im Visier. Der Pavian lässt sich jedoch nicht von unserem Lärm und Geschrei beeindrucken und reißt so lange an der Tasche, bis die Nähte nachgegeben haben und zwei riesige Löcher in der Tasche dort klaffen, wo vorher die Henkel gewesen sind. Mit seiner Beute rennt der Pavian erst mal unter den nächsten Baum, öffnet gekonnt den Reißverschluss und kippt den gesamten Inhalt auf den Waldboden auf der Suche nach was Essbaren. Da sich jedoch nichts zum Essen darin befindet, verlässt ihn relativ schnell das Interesse und er zieht weiter auf Streife. Sämtliche Wertsachen sind noch vorhanden, nur die Tasche hat der Pavian unbrauchbar gemacht.

Reisebericht Südarfika

Tauschgeschäfte auf dem Markt in Livingstone

Nachdem wir uns alle von diesem kleinen Zwischenfall erholt haben, beschließen wir noch einen Bummel durch Livingstone zu unternehmen. Fast jede afrikanische Stadt hat einen typisch traditionellen Markt, wo Händler ihre Kunstwerke und Schmuckstücke verkaufen.

Dieser Markt in Livingstone ist jedoch ein wenig anders, da die Händler oftmals ihre Ware gegen Gebrauchsgegenstände statt für Geld eintauschen möchten. Ich habe staune nicht schlecht, als ein Händler auf mich zu kommt und unbedingt mein Haargummi haben will. Im Gegenzug soll ich mir irgendeinen Gegenstand von seinem Stand aussuchen.

Aus europäischer Sicht scheint das ein schlechter Handel für den Verkäufer zu sein. Uns hat man jedoch erklärt, dass diese Händler in Dörfern wohnen, die keine Geschäfte haben. Wenn sie also zurück in ihr Dorf kommen und außergewöhnliche Gegenstände präsentieren können, sind sie so etwas wie die Helden des Dorfes.

Mein Haargummi habe ich übrigens trotzdem nicht eingetauscht, stattdessen habe ich dem Händler unser Mückenspray überlassen, da wir am nächsten Tag zurück nach Deutschland geflogen sind.

 

Das war der letzte von vier Teilen zu Theas Reisbericht zu Afrika. Unten findet ihr noch einmal alle anderen Teile der großen Reise zum Immer-mal-wieder-herein-Schauen. ;)