Kennt ihr die Cinque Terre? Hier, in den fünf buntesten Dörfern Italiens, könnt ihr durch die Gassen schlendern, einen Espresso trinken und die Aussicht auf die bunten Häuser und das Meer genießen. La dolce vita in Bestform.

Cinque Terre – aus dem Italienischen übersetzt „fünf Ortschaften“- ist ein etwa zwölf Kilometer langer Küstenstreifen der italienischen Riviera. Wie der Name schon sagt, bestehen die Cinque Terre aus fünf kleinen, bunten Ortschaften: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, die sich alle an der steil abfallenden Küste befinden. Sie liegen in der Region Ligurien, die etwa 7000 Einwohner hat und als Nationalpark unter Naturschutz steht. Seit 1997 gehören die Cinque Terre sogar zum UNESCO Weltnaturerbe. Alle fünf Ortschaften locken mit ihren bunten Häuserfassaden, zahlreichen kleinen Fischerbooten und schicken Straßen und Wanderwegen, die auf einen gemütlichen Spaziergang einladen.

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Die fünf bezaubernden Orte der Cinque Terre

Monterosso al Mare

Das Fischerdorf an der ligurischen Küste ist mit 1479 Einwohnern der größte Ort der Cinque Terre und somit auch Teil des Nationalparks. Monterosso erstreckt sich über 1,5 km und besteht aus zwei Teilen. Die Altstadt und das neuere Viertel Fegina werden durch einen ins Meer ragenden Felsen voneinander getrennt. Auf dem Felsen befindet sich der Wachturm Torre Aurora und durch ihn hindurch führt ein ca. 100 Meter langer Fußgängertunnel. Ein Highlight des Dorfes ist der Gigante, eine Steinfigur, die aus dem Felsen gehauen wurde und früher eine Tanzterrasse hielt. Während einer Sturmflut 1966 wurde sie aber teilweise beschädigt. Besonders gut essen und trinken könnt ihr übrigens im Ristorante Miky – hier bekommt ihr ausgezeichneten Service und total leckeres Essen!

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Vernazza

Vernazza hat 879 Einwohner und ist das zweitnördlichste aller Dörfer der Cinque Terre. Es ist eines der noch erhaltenen Fischerdörfchen an der italienischen Küste. Vernazza hat eine kleine Halbinsel um das Hafenbecken und viele schöne, antike Burgtürme. Das Dorf gilt als das Symbol für die faszinierende Schönheit der Cinque Terre, besonders, weil Vernazza das elegante Aussehen und die Charakteristik am besten bewahrt hat. Besonderes sehenswert ist die Verteidigungsburg Castello Doria, von dort aus hat man den perfekten Ausblick auf Vernazza. Falls euch der Hunger packt, geht am besten ins Belforte und genießt neben dem köstlichen Essen auch noch einen schönen Ausblick.

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Corniglia

Mit 250 Einwohnern ist es das kleinste Dorf der Cinque Terre. Corniglia liegt, als einziges der fünf Dörfer, nicht direkt am Meer, sondern auf einem Bergvorsprung in 100 Metern Höhe. Corniglia liegt genau in der Mitte der Cinque Terre und bietet, dank des hohen Bergvorsprungs, einen herrlichen Ausblick nach rechts und links über die anderen vier Dörfer. Das kleine Dorf ist bekannt für seinen Weinanbau in den steilen Hanglagen. Selbst im Winter tragen die Bäume Orangen und Zitronen und bringen gemeinsam mit den bunten Fassaden der Häuser, Farbe in das Leben der Cinque Terre. Im Zentrum von Corniglia könnt ihr euch im Caffe Matteo eine Pause gönnen.

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Manarola

Manarola ist der älteste Ort der Cinque Terre. Die Grundsteinlegung der Kirche San Lorenzo ist nämlich auf das Jahr 1160 datiert. Nach Corniglia ist es das zweitkleinste Dorf. Die Menschen hier leben vor allem vom Fischfang und Weinanbau. Bekannt in Manarola ist der berühmte Via dell’Amore (Liebesweg), der bis zu Riomaggiore führt und die beiden Dörfer verbindet. Er wird so genannt, weil man vom Weg aus eine herrlich romantische Aussicht auf die Natur hat und dort auch viele Liebesschlösser hängen. Besonders eignet sich das für die frisch Verliebten unter euch, alle anderen dürfen diese Aussicht aber natürlich auch genießen. ;-) Beachtet, dass Teile dieses Weges gesperrt sein könnten, das kommt leider immer wieder vor. Nach einem Spaziergang erwartet euch im Trattoria Dal Billy eine ausgezeichnete Küche, die euren Hunger delikat stillen wird.

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Riomaggiore

Über der Hafenbucht von Riomaggiore erheben sich die farbenprächtigen Häuser und schmiegen sich an den steilen Hang der Küste. Umgeben von den kleinen bunten Häuschen befindet sich auch die Kirche San Giovanni Battista, die 1340 entstand und später, im Jahr 1820, einen gotischen Stil bekam. Im Inneren der Kirche sind drei Mittelgänge, die mit Spitzbögen voneinander getrennt sind. Das kunterbunte Leben des Ortes und der Bewohner spielt sich hauptsächlich entlang der aufwärts führenden Straße ab. Hier findet man Restaurants, Cafés und Geschäfte. Ein empfehlenswertes Restaurant ist hier das Enoteca Dau Cila, von wo aus man einen tollen Ausblick direkt auf’s Meer hat.

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Die Bilder von den fünf hübschen Dörfern sind schon wirklich ein echter Hingucker! Noch schöner wird es, wenn ihr es mit eigenen Augen anschaut. Also auf nach Italien und erkundet die wunderschöne ligurische Küste. Die Cinque Terre sollten auf jeden Fall auf die Liste mit den Orten, die man unbedingt mal gesehen und besucht haben muss! Wart ihr schonmal dort? Erzählt mir doch in den Kommentaren, was ihr erlebt und gesehen habt. Ich bin schon ganz neugierig!