Neun bewohnte Inseln, die unterschiedlicher nicht sein könnten, machen eine Reise zu den Kapverden unabdingbar. Erfahrt hier, warum die Kapverden zu den Inseln der Glückseligkeit gehören und lasst euch von ihren unterschiedlichsten Charakteren verzaubern.

Der Ausdruck „Inseln der Glückseligkeit“ lässt hellhörig werden, nicht wahr? Doch habe ich mir diese schöne Umschreibung nicht ausgedacht, sondern möchte euch heute die berühmt berüchtigten Kapverdischen Inseln im Zentralatlantik vorstellen, die aufgrund ihrer Vegetation geografisch betrachtet zur Gruppe Makaronesien gehören. Und Makaronesien bedeutet nichts anderes als „Inseln der Glückseligkeit“. Klingt viel versprechend, oder? Ist es auch – so viel sei vorweg gesagt. Während zu den Kapverden, wie sie im Volksmund bekannt sind, insgesamt 14 Inseln gehören – darunter größere sowie kleinere – stelle ich euch heute die neun wichtigsten und zugleich bewohnten Inseln vor. Lest hier alle Kapverden Tipps auf einen Blick.

Alle Kapverden Tipps auf einen Blick

Wissenswertes | Sal | Boa Vista | SantiagoSão Vicente | Santo Antão

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Kapverden

Wissenswertes über die Kapverden

Wenn man bedenkt, dass Kap Verde ein afrikanischer Inselstaat ist, der heutzutage vierzehn Inseln zählt, so fragt sich der ein oder andere vielleicht, wieso keine der Inseln jemals mit dem afrikanischen Festland verbunden war. Die Erklärung ist aber ebenso simpel wie genial: Rund 135 Millionen Jahre ist es her, dass sich die Inseln aus dem Meer erhoben. Grund dafür war aufsteigendes Magma vulkanischer Eruptionen im Meer. Eine Verbindung zum Festland ist daher definitiv ausgeschlossen. Doch das ist nicht alles. Aufgrund klimatischer Einwirkungen gleicht heute keine Insel der anderen – flache Wüstenlandschaften und weiße Sandstrände gelten als ebenso kennzeichnend wie auch Vulkan- und Berglandschaften. Ihr ahnt bereits, dass ein Urlaub auf den Kapverden abwechslungsreich und für jeden Typ von Urlauber attraktiv ist. Dass ihr mit dieser Vermutung Recht behalten sollt, werdet ihr im Laufe des Artikels erfahren. Doch vorab habe ich noch einige Informationen, die euch einen groben Überblick über die Kapverden verschaffen:

  • Klima: Wann immer ihr einen Urlaub auf den Kapverden plant, könnt ihr euch über hohe Temperaturen freuen. Während das Thermometer am Tage zwischen 23 und 30°C anzeigt, fällt die Temperatur bei Nacht auf durchschnittlich 24°C im Sommer und 18°C im Winter. Grundsätzlich kann man sagen, dass in den Monaten von Oktober bis Mitte Juli die Zeit der Winde (Tempo das brisas) und von August bis September die Regenzeit (Tempo das chuvas) herrscht.
  • Flora: Wie bereits erwähnt, sind auf den Kapverden unterschiedliche Vegetationen vorzufinden. Eine facettenreiche Flora bietet sich aber nicht nur von Insel zu Insel, sondern kann auch von Region zu Region auf ein und der selben Insel variieren. Freut euch also auf Palmen, Bananen-, Mango- und Zitrusbäume sowie Zuckerrohr, Dünen und Glasflure.

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  • Sprache: Um euch auf den Kapverden verständigen zu können, ohne Hände und Füße ständig zum Einsatz zu bringen, solltet ihr gute Portugiesisch-Kenntnisse mitbringen. Portugiesisch gilt hier nämlich als Amtssprache, während die Einwohner unter sich eher Kapverdisches Kreol sprechen, die Nationalsprache.
  • Kulinarik: Ich hoffe, ihr seid Fan von Hausmannskost, genauer gesagt von deftigen Eintöpfen – die sind nämlich das Leibgericht aller Inselbewohner. An so gut wie jeder Ecke werdet ihr das Nationalgericht Cachupa serviert bekommen: Ein kulinarisches Zusammenspiel von Mais (gestampft), Zwiebeln, grünen Bananen, Maniok, Süßkartoffeln, Kürbis, Yams, Tomaten, Kohl und Speck. Der Eindruck, hier seien alle Reste des Vortages zusammengemischt worden, mag vielleicht nicht zu Unrecht aufkommen. Doch die Würzung aus Lorbeerblättern, Knoblauch und Piment kreiert ein wirklich leckeres Gericht. Nicht selten kommt es vor, dass dieser Eintopf durch die Zugabe von Fleisch bereichert wird. Ebenfalls ausgefallen sind die Nachspeisen, in denen die verschiedensten Früchte der jeweiligen Insel verarbeitet werden. Von Kreationen wie der Doce de Papaya über den Käse- und Kaffeepudding bis hin zur Doce de Coco sollte man sich hier einmal durch die Dessertkarte probieren.
  • Nachtleben: Was das abendliche Programm angeht, kommt es ganz darauf an, wo genau ihr euch befindet. Während in den größeren Städten der Insel einige Bars und Discotheken gegen Abend ihre Pforten öffnen, herrscht in den ländlichen Gebieten häufig ab 22 Uhr Nachtruhe. Ausgelassene Stimmung versprechen vor allem die Sommermonate sowie Weihnachten, Neujahr und andere Feiertage.

Wer nun neugierig geworden ist und Gefallen an dem bisher gewonnenen Eindruck der kapverdischen Gewohnheiten gefunden hat, darf gespannt sein, was die einzelnen Inseln versprechen.

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Sal: Sonne, Strand und Surferparadies

Da ihr sehr wahrscheinlich mit dem Flugzeug anreisen werdet, könnt ihr euch bereits bei einem Blick aus dem Fenster Luftlöcher in den Bauch freuen: Was euch nämlich erwartet und direkt aus der Höhe ins Auge sticht, ist eine mit goldgelben Sand übersäte Insel – ja, man könnte beinahe sagen, ein großer, aufgeschütteter Sandkasten inmitten des türkisblauen Meeres. Was ihr jedoch nicht unbedingt bereits aus dem Flugzeug erkennen könnt, ist die artenreiche Vegetation, die sich allein auf der Insel Sal ausbreitet: Denn neben wüstengleichen Sandgebieten verewigen sich hier ebenfalls Oasen und Vulkane. Nicht zu vergessen sind auch die Salinen – womit wir uns der Namensgebung nähern. Da die Insel lange Zeit als Zentrum des Salzabbaus galt, taufte man sie auf den Namen Sal = Salz. Ob diese Insel das richtige Urlaubsziel für euch ist, kommt ganz darauf an, was ihr euch von einem Urlaub auf den Kapverden erhofft. Seid ihr auf der Suche nach einem Strandurlaub, ist wohl kaum eine andere kapverdische Insel besser geeignet. Da Sal im Gegensatz zu manch anderen Destinationen, die ich euch im Folgenden vorstellen werde, eine sehr ebene Landschaft auszeichnet, werdet ihr hier kaum dunkle Regenwolken findet und könnt mit Sonne pur rechnen. Hinzu kommen kilometerlange Sandstrände, die besonders gerne von Surfern angesteuert werden – aufgrund des Passatwindes, der von November bis Juli sehr stark zu spüren ist, befindet sich hier ein wahres Surferparadies.

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Die schönsten Strände findet ihr in Santa Maria, ebenso luxuriöse Hotels, die euch nach Strich und Faden verwöhnen werden. Auch das Ambiente drum herum lässt keine Wünsche offen: Gemütliche Restaurants laden zum Verweilen ein, pastellfarbene, kleine Häuschen bieten dem Auge einen romantischen Mehrwert. Boutiquen und Geschäfte bieten sich zum Flanieren an, während das Waagehaus am Hafenkai einen Blick in frühere Zeiten gewährt – hier wurde nämlich damals das Salz abgewogen. Wer das Meer nicht nur zum Relaxen und Entspannen nutzen möchte, sondern lieber in die Tiefen abtaucht, um unterseeische Höhlen und Riffe zu erkunden, der ist auf der Insel Sal ebenfalls richtig. In der Nähe Palmeiras, einer Stadt, die ebenfalls durch Bars und Restaurants für gute Stimmung sorgt, findet ihr zum Beispiel das Ohol azul. Vor allem aber in Espargos, im Landesinneren, tobt das Leben. Nicht umsonst wird diese Stadt auch als Zentrum Sals bezeichnet, denn hier gibt es so gut wie nichts, was es nicht gibt: Banken, Geschäfte, Restaurants und ein Gesundheitszentrum erfüllen die Bedürfnisse eines jeden Touristen sowie Einheimischen. Falls ihr euch nun fragt, ob es in einer Stadt, in der jahrelang Salz abgebaut wurde, keine Salzseen zum Baden mehr gibt: Doch, die gibt es auch heute noch. Und zwar in Pedra de Lume. Allerdings müsst ihr hier Eintrittsgelder zahlen, um in einer der Salinen baden zu gehen. Wer bereits mal ein Salzbad genommen hat, weiß aber, dass sich dieses Ereignis durchaus lohnt.

Boa Vista: Ein Geheimtipp unter Touristen

Während die Insel Boa Vista momentan touristisch noch relativ unerschlossen ist, geht die Prognose steil nach oben, dass sich der Andrang schon im Laufe weniger Jahre erhöhen wird. Daher solltet ihr unbedingt zeitnah auf die Kapverden reisen und Boa Vista in ihrem nahezu ursprünglichen Zustand genießen. Potenzial, der Insel Sal Konkurrenz zu machen, besteht nämlich allemal: Auch auf Boa Vista liegen euch wunderschöne Strände zu Füßen und es herrschen ähnlich gute Wetterverhältnisse, die einen Bade- und Strandurlaub somit perfekt machen. Generell ist die Landschaft auch hier überwiegend sandig, abgesehen von kleinen Gebirgszügen, die für eine Unterbrechung sorgen. Wollt ihr bei einem zeitnahen Besuch aber trotzdem nicht in einer Stadt unterkommen, die den Bär sprichwörtlichen begraben hat, solltet ihr die Hauptstadt Sal Rei aufsuchen.

Am Praça de Santa Isabel, dem Hauptplatz der Stadt, trefft ihr auf viele afrikanische Händler, die ihre Kunst und Waren ausstellen und verkaufen. Eine bunte Mischung aus Batiken, Kunstwerken und frischen Lebensmitteln macht diesen Markt zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt. Farbenfrohe Blumen und Pavillons sorgen für ein wirklich angenehmes und gemütliches Flair, sodass man sich hier gerne auch etwas länger aufhält. Doch Boa Vista weiß auch in puncto Sightseeing zu überzeugen und beherbergt verschiedene Kirchen, allen voran die in Sand- und Blautöne getauchte Igreja da Santa Isabel, direkt am Praça de Santa Isabel. Selbstverständlich bietet sich Boa Vista auch für einen Strandurlaub an. Aufgrund ihres Windschutzes sind die Buchten in Sal Rei sehr beliebt, aber auch südlich der Hauptstadt befindet sich der wunderschöne Strand Praia do Estoril.

Santiago: Gegensätze ziehen sich an

Santiago ist die größte Insel der Kapverden und weiß daher erst Recht mit einer artenreichen Landschaft zu überzeugen. Getreu dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“ liegen euch hier sowohl dürre Steppengebiete als auch fruchtbare Täler, wunderschöne Sandstrände sowie hohe Gebirge zu Füßen. Ein wilder Mix aus naturellen Einflüssen hat sich hier verewigt und sorgt für eine gehörige Portion Abwechslung. Touristisch erschlossen ist Santiago aber wenig. Vor allem in der Hauptstadt Praia herrscht statt idyllischem und gemütlichem Flair eher eine raue, laute und vor allem hektische Atmosphäre. Hauptsächlich versammeln sich hier gut Betuchte, im Fokus stehen Geschäftsleute und Diplomaten, die sich im Villenviertel Prainha niedergelassen haben. Doch das sollte euch von einem Besuch dieser Stadt nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: In der Altstadt könnt ihr Bauten aus der Kolonialzeit bewundern, die Kirche Nossa Senhora da Graca und die Festung Bateira, von der aus ihr übrigens einen herrlichen Blick über das Meer erhaschen könnt. Um am Abend noch ein bisschen Stimmung zu genießen, seid ihr auf Santiago ebenfalls richtig. An der Praia Gamboa zum Beispiel findet jährlich das größte Musikfestival der Insel statt. Wohingegen das ganze Jahr über etwas los ist, ist in den Bars, Restaurants und Nachtclubs, die ihr im Viertel Achada de Santo António findet.

Hübsch anzuschauen ist hingegen die ehemalige Hauptstadt Cidade da Ribeira Grande de Santiago. Bereits im Jahr 2009 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die entzückenden kleinen Häuschen der Rua Banana erinnern nicht nur an den typisch portugiesischen Baustil, sondern wurden allesamt auch im Rahmen des UNESCO-Projekts dem Original entsprechend neu gebaut. Von Menschenhand unberührt hingegen ist der Ribeira da Prata, ein Badestrand, dessen Lavastrand bei Sonnenlicht zu glitzern anfängt. Kokospalmen zieren diese ca. 5 Kilometer von Tarrafal entfernte Bucht und laden zum Zelten ein. In Tarrafal selbst findet ihr hingegen weiße mit Palmen umsäumte Strände, die vor einer herrlichen Bergkulisse für ein einzigartiges Bild sorgen.

São Vicente: Nicht grün sondern rot

Etwas anders sieht es auf São Vicente aus: Landschaftlich wird die gesamte Insel vom Monte Verde sowie von zwei weiteren Gebirgszügen dominiert. Entgegen eurer Vorstellung ist der Monte Verde jedoch nicht grün, sondern besteht aus rötlich-braunem Gestein. Seid ihr gut zu Fuß und möchtet euch in eurem Urlaub gern sportlich betätigen, kann ich euch eine Wanderung wärmstens empfehlen. Vom Monte Verde habt ihr einen unglaublichen Blick über die gesamte Insel, ja, bei gutem Wetter sogar bis zu den Nachbarinseln Santo Antão, Santa Lucia, Branca und Raso. Die letzten drei sind allerdings unbewohnt. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich ein Urlaub auf São Vicente lohnt. Euch erwartet eine bunte Mischung aus Sightseeing und Flaniermeilen in Mindelo, während ihr in São Pedro hingegen ein wahrhaftiges El Dorado für Windsurfer findet. Selbst dem Verlangen nach einem ganz klassischen Bade- und Strandurlaub kann hier nachgegangen werden, nämlich in Baía das Gatas an der Praia do Norte. Genießt zum Beispiel ein paar gemütliche Stunden am Hafen von Mindelo und schlendert über den Fischmarkt. Macht ein paar Erinnerungsfotos vom Torre de Belém (der übrigens dem Abbild des Torre in Lissabon in nichts nachsteht) und genießt das herrliche Ambiente an der Uferstraße. Vor allem aber solltet ihr die Rua Lisboa keinesfalls auslassen: Liebevoll wird sie als Seele Mindelos bezeichnet – wie wäre es also mit einem ausgiebigen Frühstück zur Stärkung in einem der kleinen Cafés? Vielleicht sogar in der Altstadt, denn die befindet sich direkt am Meer.

Kapverden
Foto: tripadvisor

Santo Antão: Facettenreiches Landschaftsbild

Die zweitgrößte Insel der Kapverden, Santo Antão, zeigt uns wieder ein Bild, das wir mittlerweile von dieser Inselgruppe gewöhnt sind: Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während im Süden und Westen eher Dürre herrscht und sich kein Blümchen traut dort zu wachsen, liegt die volle Blütenpracht im Norden und Osten der Insel: Neben dichten Wäldern findet ihr hier ebenso Dattel- und Kokospalmen vor, selbst Mango- und Affenbrotbäume sowie Zitrus- und Mandel-, ja sogar Papaya und Orangenbäume wachsen dort. Hübsch anzuschauen ist aber nicht nur die Landschaft auf Santo Antão, sondern vor allem die Hauptstadt Ribeira Grande. Kleine, verwinkelte Gässchen mit den unterschiedlichsten Geschäften laden hier zum Flanieren ein, Restaurants füllen sich. Aber auch in Vila das Pombas scheint es, als wäre die Schönheit zu Hause: Pastellfarben zieren die Gebäudefassaden und sorgen an der palmengesäumten Strandpromenade für ein entzückendes Panorama.

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São Nicolau: Im Ursprung der Natur

Mountainbiker und Wanderer unter euch sollten jetzt ganz genau die Ohren spitzen, denn nun möchte ich euch São Nicolau vorstellen. Ein wahrhaftiges Naturparadies liegt euch zu Füßen, geprägt von schroffen Berghängen und -formationen, kleine verlassene Dörfchen laden zu einer abenteuerlichen Entdeckungstour ein. Nur die Strandurlauber unter euch kommen hier nicht so leicht auf ihre Kosten – die Küstenabschnitte sind nämlich nicht einfach zu erreichen. Ebenso wie die facettenreiche Landschaft scheinen auch die farbenfrohen Häuser charakteristisch für die Kapverden zu sein. Denn in Ribeira Brava, der Hauptstadt der Insel, findet ihr genau diese vor – umgeben von den wunderschönen Bergen. Gepflasterte Gässchen laden zum Bummeln ein, Schaufenster zahlreicher Geschäfte preisen ihre Ware an. Doch im Fokus scheint die Ursprünglichkeit der Insel zu stehen. Während im Stadtteil São João noch aus Stein gebaute Häuser inklusive Strohdächer stehen, sorgt ein kleiner mit Blumen gezierte Park für ein paar entspannte Stündchen der Ruhe. Um ein wenig Sonne zu tanken und gemütlich im Sandbett zu liegen, empfehle ich euch die Praja da Luz. Allerdings handelt es sich dabei um schwarzen Sand – gefärbt durch Titan und Jod, die übrigens sehr gut bei Beschwerden in den Gelenken helfen.

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Fogo: Vom Vulkan dominiert

Der Name Fogo kommt nicht von ungefähr her: Benannt ist die Insel nach dem Vulkanberg Pico de Fogo, dem höchsten Vulkan auf den Kapverden. Ihr könnt euch vorstellen, dass die Landschaft auf Fogo dementsprechend geprägt ist. Doch das sollte euch nicht davon abhalten, einen Aufstieg zu wagen. Wenn ihr vom Ort Chã das Caldeiras aus startet, liegen etwa 6 Stunden Fußmarsch vor euch, je nachdem, wie schnell ihr seid, um stolze 1000 Meter Höhendifferenz zu bewältigen. Nichts desto trotz werdet ihr hier natürlich auch wieder wunderschöne Ortschaften finden. São Filipe zum Beispiel trumpft zudem mit einem Lavastrand an der Küste. Lange Spaziergänge bieten sich hier durchaus an – zum Baden empfehle ich euch eher Ponta da Salina sowie Porto de Vale de Cavaleiros.

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Maio: Wenn die Zeit still zu stehen scheint

Wer es lieber ruhiger mag, der ist auf Maio definitiv auf der richtigen Insel der Kapverden. Die Orte sind ruhig, Häuser sind mit farbenfrohen Blumen geschmückt, alles erweckt den Anschein einer friedlichen Idylle. Und das ist Maio auch – hier scheint die Zeit wahrhaftig still zu stehen. Während die Bewohner gerne vor ihren Häusern sitzen und die Ruhe genießen, nehmen Ziegen die Straße für sich ein und laufen munter umher. Auch die Strände sind eher einsam als überfüllt. Von Vila do Maio zieht sich ein kilometerlanger Sandstrand über Morro bis hin nach Calheta. Ungestört baden kann man auf Maio also allemal.

Brava: Entdeckt die schönste Stadt der Kapverden

Woran ich als erstes denken muss, wenn ich meine Erinnerungen an Brava zurückrufe? An Dattel- und Kokosplamen sowie knallbunte Oleanderbüsche und andere farbenfrohe Blütenprachten. Nicht ohne Grund wir Vila Nova Sintra als schönste Stadt der Kapverden bezeichnet. Auch über ein gewisses Prestige wird hier gemunkelt, gemessen an wohlhabenden zweistöckigen Häusern, die ansonsten eher untypisch für die kapverdischen Inseln sind.

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Tipp: Denkt an euer Visum für die Kapverden

Für welche Insel ihr euch letztendlich entscheidet, liegt ganz an euch und euren persönlichen Vorstellungen von einem erholsamen Urlaub. Ihr lest ja selbst, über manche Inseln gibt es mehr, über andere hingegen weniger zu erzählen. Beantragt euch nur rechtzeitig ein Visum und beachtet, dass euer Reisepass auch noch sechs Monate nach eurer Reise gültig ist. Direktflüge werden von Köln-Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und München angeboten, sodass ihr nach gut sechs Stunden Flugzeit schon auf den Kapverden ankommt. Worauf wartet ihr also noch? Mit diesen Kapverden Tipps seid ihr bestens gerüstet.