Kölner Dom

Eines der bedeutendsten Bauwerke Deutschlands

Der Kölner Dom ist das berühmteste Wahrzeichen Kölns und eines der beliebtesten Touristenziele Deutschlands.

Das dritthöchste Sakralbauwerk der Welt

Die im gotischen Stil erbaute Bischofskirche wurde über Jahrhunderte hinweg immer größer – heute gilt der Kölner Dom als dritthöchstes Sakralbauwerk der Welt. Aber das ist nicht das Einzige, was die Kathedrale so besonders macht. Erfahrt jetzt spannende Fakten über den Kölner Dom!

 

Blick auf den Kölner Dom

Kölner Dom - Daten & Fakten

Besonderheiten des Kölner Doms

Die Hohe Domkirche St. Peter und St. Maria, kurz gesagt der Kölner Dom, ist neben dem Karneval in Köln und dem Kölsch Bier das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Mit täglich bis zu 30.000 Besuchern gilt die Kathedrale des Erzbistums Köln als die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Daten & Fakten

  • Erbauung: 1248-1880 (300 Jahre Baustop)
  • Baustil: Gotik
  • Höhe: 157,38 Meter
  • Länge: 144,58 Meter
  • Breite: 86,25 Meter
  • Bischöfe: bis heute 96 (der Erste im Jahr 313)
  • Besucher: 20.000 – 30.000 täglich

Zum einen sticht der Kölner Dom bei einem Besuch der Stadt mit seiner Höhe von rund 157 Metern und einer Länge von fast 145 Metern natürlich sofort ins Auge. Aber auch von der Bauart her kann die Kirche punkten. Sie wurde nach dem Vorbild der Kathedralen Frankreichs im gotischen Stil errichtet und besticht vor allem durch ihre großen, bunten Glasfenster, die Skelettbauweise, die Spitzbögen und die vertikale Ausrichtung der Turmspitzen, die den Anschein machen, als würden sie in den Himmel ragen. Außerdem beherbergt der Kölner Dom angeblich den Dreikönigsschrein, in dem die Gebeine der Heiligen Drei Könige liegen sollen. Ein Grund, der die Kathedrale zu einer beliebten Anlaufstelle für Pilger macht.

Bau des Kölner Doms im Gotik Stil
Den Stil der Gotik erkennt man an der Skelettbauweise und den Spitzbögen

Weltkulturerbe seit 1996

Im Jahr 1996 ernannte die UNESCO den Kölner Dom, in dem rund 4.000 Menschen Platz finden, zum Weltkulturerbe. Sein Patron ist der Heilige Petrus. Ein weiteres Highlight, das das Wahrzeichen Kölns bereithält, ist die Turmbesteigung des Kölner Doms. 533 Treppenstufen führen hinauf zu der ungefähr 97 Meter hohen Aussichtsplattform, von der aus ihr einen herrlichen Rundumblick über die schöne Stadt am Rhein genießen könnt.

Fun Fact: Immer wieder müssen Ausbesserungen am Kölner Dom vorgenommen werden. Im 20. Jahrhundert waren die Bildhauer dabei besonders kreativ: Sie hauten unter anderem sich selbst und ihre Kollegen in den Dom und auch Fußballspieler wurden von ihnen verewigt.

Während des Aufstiegs kommt ihr an der Glockenstube vorbei, die die größte, freischwingende Kirchenglocke der Welt beherbergt. Die von den Kölnern liebevoll der dicke Pitter genannte St. Petersglocke hat einen Durchmesser von 3,22 Metern und wiegt ganze 24.000 Kilogramm. Nur elf Mal im Jahr wird sie zu besonderen Anlässen wie Weihnachten und Ostern geläutet. Die dunkle Fassade, die den Dom so besonders macht, ist erst mit den Jahren entstanden. Die Bischofskirche wurde einst mit hellem Grünsandstein erbaut. Mit der Zeit haben sich immer mehr Rußpartikel auf der Fassade abgelagert, wodurch der Dom immer dunkler wurde – eine Reinigung wäre extrem aufwändig und auch nicht ungefährlich, da viele Teile der Kirche nicht mehr richtig fest sind.

Wahrzeichen Kölner Dom
Das Wahrzeichen der Stadt ragt rund 157 Meter in die Höhe

Geschichte des Kölner Doms

Die Erbauung über sechs Jahrhunderte

Der Platz, auf dem der Kölner Dom heute steht, war bereits im 9. Jahrhundert mit einer Kirche, dem Karolingischen Dom, bebaut. Im Jahr 1248 wurde dann allerdings, anlässlich der Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige durch Erzbischof Rainald van Dassel, beschlossen, einen größeren Dom im gerade angesagten gotischen Stil zu bauen. Der Neubau wurde allerdings schon im Jahr 1560 wieder eingestellt, da das Geld zum Weiterbau fehlte und die gotische Architektur längst nicht mehr aktuell war. Fast drei Jahrhunderte später nahmen sich die Preußen dem unfertigen Kölner Dom an. Am 15. Oktober 1880, über sechs Jahrhunderte nach Beginn des Baus, wurde die Kathedrale fertiggestellt und mit einem anschließenden Fest gefeiert. Einen Rückschlag erlitt die Stadt während des Zweiten Weltkriegs, als 14 Bomben in den Dom einschlugen. Die Schäden wurden bis 1956 wieder repariert. Seither prägt das Bild des Kölner Doms das Stadtbild Kölns und ist ein wahrer Touristenmagnet.

bunte Fenster des Kölner Doms
Der Kölner Dom beeindruckt vor allem auch durch seine vielen bunten Glasfenster

Öffnungszeiten & Tickets

Der Kölner Dom gilt als die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Jedes Jahr strömen zwischen sechs und acht Millionen Menschen zu der Kathedrale, die angeblich die Gebeine der Heiligen Drei Könige beherbergt.

Reguläre Termine Dom-Besichtigung (Abweichungen möglich):

  • Nov-Apr: täglich 6-19.30 Uhr
  • Mai-Okt: täglich 6-21 Uhr
  • So & feiertags: 13-16.30 Uhr

Die Türen stehen täglich für Besichtigungen offen. Mehrmals am Tag finden hier auch Gottesdienste und Andachten statt. Dann ist die Kirche meist nur zum Teil zu besichtigen, manchmal bleibt sie während einer Feier für Besucher aber auch komplett geschlossen. Für genaue Informationen schaut am besten auf der offiziellen Webseite des Kölner Doms vorbei. Dort findet ihr alle Infos zu Messen und Öffnungszeiten im Detail.

Besichtigung des Kölner Doms

Bei einer Besichtigung des Kölner Doms könnt ihr zwischen verschiedenen Touren wählen. Allein der Innenraum hat Einiges zu bieten und ruft unterschiedliche Führungen auf den Plan.

So gibt es zum Beispiel eine eigene Führung für Kinder oder Blinde und sehgeschädigte Menschen. Außerdem wird eine Nacht Raum Dom Führung angeboten, in der man die Kathedrale abseits des Massentourismus erkunden und die ganz besondere Atmosphäre spüren kann.

Reguläre Termine Turmbesteigung (Abweichungen möglich):

  • Jan-Feb & Nov-Dez: 9-16 Uhr
  • Mrz-Apr & Okt 9-17 Uhr
  • Mai-Sept 9-18 Uhr

Ein echtes Highlight ist die Schatzkammer-Führung. Hier werdet ihr in die heiligen Hallen des Doms gelassen, in denen bedeutende Stücke wie beispielsweise der Petrusstab und die Petruskette aufbewahrt werden. Aber Achtung: Aktuell bleibt die Domschatzkammer vorerst wegen erheblichen Sturmschäden geschlossen. Der Kölner Dom blickt auf eine über 2.000-jährige Baugeschichte zurück, die natürlich auch einige höchstinteressante Ausgrabungen mit sich bringt. Seid ihr an der Geschichte des Kölner Doms interessiert, kann ich euch die Führung zu den Ausgrabungen empfehlen. Alle Führungen und Tickets findet ihr auf der Homepage des Veranstalters. Wollt ihr den Dom ohne einen geführten Rundgang besichtigen, ist das für euch kostenlos. Die Turmbesteigung kostet 4€ pro Person oder mit Ermäßigung (für Schüler, Studenten und Behinderte) 2€.

Kölner Dom Innenraum
Der Innenraum des Kölner Doms ist definitiv einen Besuch wert

Lage & Anfahrt

Wie komme ich zum Kölner Dom?

Der Kölner Dom bildet den Mittelpunkt der Stadt und steht unmittelbar neben dem Hauptbahnhof Kölns. Aufgrund seiner Höhe ist der Dom bereits auf weite Sicht zu erkennen und daher auch nicht zu verfehlen. Um ihn herum wurde die Domplatte errichtet, die heute einen zentralen Treffpunkt für Einheimische und Touristen darstellt.

Adresse:

  • Domkloster 4, 50667 Köln

Anfahrt:

  • Stadtbahn/U-Bahn: 5, 16, 18 bis Dom/Hauptbahnhof
  • Bus: 132, 133, 250, 260, 978 bis Dom/Hauptbahnhof
  • S-Bahn/DB-Bahn: S6, S11, S12, S13 bis Dom/Hauptbahnhof

Von der Kathedrale aus gelangt ihr in nur wenigen Minuten zur „Hohen Straße“, der Fußgängerzone, und zur Hohenzollernbrücke. Der Kölner Dom bildet also den perfekten Startpunkt für eine Sightseeingtour durch Köln.

Mit dem Auto zum Kölner Dom

Wenn ihr mit dem Auto nach Köln fahrt und in der Nähe des Kölner Doms parken wollt, bieten sich der ampido Parkplatz Kölner Dom und das Parkhaus Am Dom am besten an. Von hier aus seid ihr in nur wenigen Minuten am Wahrzeichen der Stadt. Den ampido Parkplatz findet ihr unter der Adresse Unter Golfschmied 6 in 50667 Köln. Hier kostet das Parken für eine Stunde 1,50€, für einen ganzen Tag bezahlt ihr nur rund 17€. Das Parkhaus am Dom kostet 24€ pro Tag und befindet sich auf dem Kurt-Hackenberg-Platz 2 in 50667 Köln.

Der Kölner Dom im Sonnenuntergang
Der Kölner Dom im Sonnenuntergang

seitlicher Blick auf den Kölner Dom
Blick auf den Kölner Dom von der Domplatte aus

Besucht die schöne Metropole am Rhein

Den Kölner Dom muss man in seinem Leben einmal gesehen haben. Hier habe ich passende Angebote für einen Städtetrip nach Köln, den ihr wunderbar mit einem Besuch der Kathedrale verbinden könnt. Lasst euch von der lebenslustigen Art der Kölner anstecken und genießt ein paar Tage am Rhein – die Stadt überrascht mich immer wieder. Braucht ihr weitere Tipps für die Metropole, schaut doch mal in meinen Köln Reiseführer. Ich wünsche euch eine wundervolle Zeit!

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