Mallorca macht einfach glücklich. Und das aus vielerlei Gründen. Der Duft der Insel ist einzigartig und ihre Größe einfach perfekt für Ausflüge mit dem Mietwagen geeignet. Wer nur in seiner Hotelanlange bleibt, ist selbst schuld. Denn dann bleibt die Sicht auf die wunderschöne Insel so beschränkt wie ein Blick mit Scheuklappen.

Die schönsten Orte findet man dort, wo man die ausgetretenen Touristenpfade verlässt und sich seine eigene Route sucht – so auch auf Mallorca. Ich habe euch bereits viele Highlights der schönen spanischen Insel vorgestellt, euch die Vorzüge der Inselhauptstadt Palma de Mallorca und die Serra de Tramuntana gezeigt sowie die zwei Gesichter des mallorquinischen Südens zwischen dem berühmten Ballermann und endloser Naturstrände. Deshalb darf natürlich ein wichtiger Teil der Insel nicht fehlen: Drachenhöhlen, abwechslungsreiche Wochenmärkte und versteckte idyllische Strände gibt es für euch im Nordosten Mallorcas zu entdecken.

Der Nordosten von Mallorca

Sehenswertes

Cap de Formentor | Wochenmärkte | Historie | Coves del drac | Sportliche Hotspots

Strände & Buchten

Son Serra de MarinaS’IllotCala Mesquida | Cala MolinsCala MurtaPlaya de Alcúdia

Hotspots im Überblick

Sehenswertes in Mallorcas Nordosten

Ob interessante Geschichte und Einblicke in die Vergangenheit, langjährige Tradition auf Mallorcas Märkten oder wunderschöne idyllische Orte: Im Nordosten gibt es so viel zu entdecken und erleben, dass es mir wahrlich schwer fiel mich auf die Highlights zu fokussieren. Trotzdem möchte ich euch natürlich einen Einblick verschaffen, was es in diesem Teil der Insel alles zu sehen gibt. Hier kommen also meine persönlichen Hotspots im Nordosten Mallorcas.

Beste Aussichten am Cap de Formentor

Das Cap de Formentor bietet eine fantastische Aussicht

Endlos ziehen sich die Serpentinen an den Klippen der Halbinsel Formentor entlang. Wer mit dem Auto hier unterwegs ist, braucht starke Nerven, denn die Straßen sind eng und es kämpfen sich nicht nur die für Mallorca so typischen Radfahrer die Berge hinauf. Es kann durchaus passieren, dass man um eine Kurve biegt und sich plötzlich einem riesigen Reisebus gegenüber sieht, der mitsamt einer Reisegruppe gerade auf dem Weg zurück ins Tal ist. Teilweise gibt es keine Leitplanken, sondern nur kleine Mauern, die das Auto vom Abgrund trennen, doch das ist das große Glück für jeden Beifahrer, der während der Fahrt einfach dasitzen und die fantastische Aussicht über die Mauern hinweg genießen darf. 20 Kilometer sind es bis zum nördlichsten Ende der Insel und zum bekannten Leuchtturm am Cap de Formentor. Hier sind nicht nur jede Menge Touristen unterwegs, sondern auch ein paar Ziegen, nehmt also die Kurven auch hier nicht zu sportlich.

Wenn das Wetter gut ist, könnt ihr sogar bis zu Mallorcas kleiner Schwesterinsel Menorca schauen. Dieser Ausflug eignet sich besonders für vormittags, wenn die meisten anderen Urlauber noch beim Frühstück sitzen. Dann habt ihr auch keine Probleme, einen Parkplatz zu finden. Auf dem Rückweg müsst ihr nach etwa 11 Kilometern unbedingt einen Badestopp in der Cala Pi de la Posada einlegen. Wenn ihr den Strand einige hundert Meter entlang geht, wird es immer einsamer, bis ihr euch am Fuße des Hotels Barcelo Formentor ganz entspannt in die kleine Bucht legen und in der Sonne baden könnt.

Mallorcas Märkte – Tradition und Kultur

Top Wochenmärkte im Nordosten:

Puerto Pollensa:

  • Miquel-Capllonch-Platz
  • Mittwochs von 8 – 13:30 Uhr
  • Kleidung, Schuhe, Kunsthandwerk, Lebensmittel

Bauernmarkt Sineu:

  • Hauptplatz neben der Kirche
  • Mittwochs von 8 – 13:30 Uhr
  • Kleider- und Lederwaren, Lebensmittel, Schmuck, Tiere (Tiermarkt)

Alcúdia:

  • Altstadt
  • Jeden Dienstag und Sonntag von 8 – 13:30 Uhr
  • Kleidung, Schmuck, Lebensmittel

Wochenmärkte haben auf Mallorca und in den meisten anderen spanischen Orten eine große Bedeutung. Sie gehören zur Tradition der Mallorquiner und bieten wesentlich mehr als nur Nahrungsmittel. Neben frischem Obst und typischen spanischen Lebensmitteln, gibt es oft auch Kleidung, Lederware, Schmuck, Antiquitäten und Trödel- oder Kunsthandwerksschätze sowie manchmal sogar Live-Musik und Entertainment.

Am Hafen von Puerto Pollensa solltet ihr auf jeden Fall an einem Markttag vorbeischauen: Neben den guten Fischrestaurants, die hier zu finden sind, lohnt sich der Markt am Mittwoch, wo ihr nicht nur Kleidung, Schuhe und Kunsthandwerk findet, sondern vor allem wunderbar frische Früchte. Viel von dem Obst und Gemüse, das ihr hier finden könnt, kommt auch tatsächlich direkt von der Insel. In einem der Orte im Norden ist eigentlich immer gerade Markttag. Besonders empfehlenswert ist der Bauernmarkt von Sineu, einer der ältesten Bauernmärkte, der jeden Mittwoch stattfindet. Hier werden wie in alten Zeiten Obst, Gemüse und verschiedene Nutztiere angeboten und wem beim letzten Pflügen der Traktor kaputt gegangen ist, der kann sich hier helfen lassen. Die Atmosphäre ist einfach ganz besonders und mit ein bisschen Fantasie könnt ihr euch fühlen wie in einer anderen Zeit.

Gegenüber des Puerto Pollensa befindet sich der schöne Ort Alcúdia, in dem jeden Dienstag und Sonntag ein sehr beliebter Wochenmarkt stattfindet. Er ist einer der größten Wochenmärkte Mallorcas und zieht sich quer durch die Altstadt Alcúdias. Frisches Gemüse, Gewürze und die verschiedensten Olivensorten sind hier zu finden und machen direkt Hunger auf eine große Portion spanische Tapas. Aber auch in den vielen anderen schönen Orten Mallorcas findet ihr solche Märkte. Am besten informiert ihr euch vorab im Internet, denn auf diese Weise lernt ihr die spanische und besonders die mallorquinische Kultur direkt ein bisschen besser kennen.

Historische Einblicke im Nordosten Mallorcas

Jährlich im Mai gibt es am Castell de Capdepera einen Mittelaltermarkt

Nordöstlich von dem Künstlerdorf Artà und ganz in der Nähe des beliebten Ferienortes Cala Ratjada liegt Capdepera. Hier auf dem Hügel liegt das 700 Jahre alte Castell de Capdepera. Die strategische Lage der Burg sollte die Bewohner der Region vor Piratenangriffen schützen. Es ist eine Burg und Befestigungsanlage aus dem 14. Jahrhundert, oder das was davon übrig geblieben ist. Um euch diese spannende Burgruine anzuschauen, müsst ihr allerdings erst auf den knapp 160 Meter hohen Puig de Capdepera steigen – aber ihr werdet nicht enttäuscht, denn dank Ausstellungen und Museen bekommt ihr nicht nur einen interessanten Einblick in die Vergangenheit Mallorcas, sondern als Krönung sogar noch einen fantastischen Ausblick über die Ostküste. Wer im Mai vor Ort ist sollte den Mittelaltermarkt mitnehmen, der jährlich am dritten Wochenende im Mai stattfindet. Das Castell kann das ganze Jahr über besichtigt werden und wenn ihr die Zeit findet, kann ich euch einen Abstecher nur wärmstens empfehlen.

Ein weiteres historisches Highlight findet ihr einige Kilometer nördlich von Palma: den Walfahrtsort Santuari de Lluc im Serra de Tramuntana Gebirge. Er erfreut sich großer Beliebtheit, was die jährlichen Besucherzahlen zeigen, die knapp eine Million betragen. Vor allem Pilger verschlägt es hierher und das nicht ohne Grund. Die faszinierende Architektur der Gebäude verspricht eine spannende Geschichte und man wird förmlich ins 13. Jahrhundert Mallorcas zurückversetzt. Überhaupt gibt es auf Mallorca einige alte Ruinen von Klöstern und Burgen, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt!

Coves del Drac – die Drachenhöhlen

Im Gemeindegebiet Manacor findet ihr ein wunderschönes Höhlensystem, die sogenannten Coves del Drach, die Drachenhöhlen von Porto Cristo. Rund 1.700 Meter winden sich die Höhlen durch den Berg und im Inneren findet ihr sogar einen der tiefsten Seen der Welt. Mitten auf dem See findet jeden Tag mehrmals ein kurzes Livekonzert statt, dass sich insgesamt 1.100 Besucher gleichzeitig anschauen können. Das Quartett wird währenddessen mit einem kleinen Boot über den See gefahren. Der Eintritt ist nicht ganz günstig, jeder Erwachsene zahlt 15€, Kinder nur etwa die Hälfte. Ich kann euch aber sagen, die Höhlenwelt unter der Erde ist etwas, was jeder einmal erleben muss. Das Konzert und die besonders beeindruckende Beleuchtung erschaffen eine ganz einzigartige Stimmung. Auch Besucher haben übrigens die Möglichkeit, sich mit dem Boot über den See fahren zu lassen.

Sport und Outdoor-Action

Sicher habt ihr schon davon gehört, dass Mallorca nicht nur wunderschöne Strände für Entspannung bietet, sondern auch Action für Sportler und Outdoor-Freunde. Über die ganze Insel verteilt findet ihr schöne Wanderwege und Routen für Mountainbikes sowie ein breites Wassersportangebot, über das ihr ja schon einen kleinen Einblick bekommen habt. Am Torrent de Pareis führt ein Sturzbach durch eine Schlucht, die ein absolutes Wanderparadies beinhaltet. Vielfalt und beeindruckende Natur werden den Wanderern geboten und der Pfad erfordert gleichzeitig Geschick und Wandererfahrung, sodass es definitiv zum Highlight wird. Die Gesamtdurchquerung dauert bis zu fünf Stunden, aber ein hoher Schwierigkeitsgrad verspricht euch ein Abenteuer der Extraklasse. Die atemberaubende Panoramaaussicht ist schließlich die Krönung des Ganzen.

Wem eine Wanderung durch die Schlucht zu heikel ist, dem empfehle ich den Stausee Cúber wenige Kilometer südlich des Torrent de Pareis. Auf 750 Metern Höhe befindet sich der größte Stausee der Insel, unweit des höchsten Bergs von Mallorca, dem Puig Major. Sowohl der Berg als auch der Stausee bieten euch wundervolle Outdoor-Erlebnisse: Bei Mountainbikern, Rennradfahrern und Wanderern ist die Region gleichermaßen beliebt, denn dieses Bergpanorama muss man einfach gesehen haben. Den Gipfel des Puig Major könnt ihr zwar leider nicht erklimmen, da er als militärisches Sperrgebiet gilt, aber Rennradfahrer kämpfen sich immerhin schon auf bis zu 900 Höhenmeter des 1.445 Meter hohen Inselriesen.

Paradies der Buchten und Strände im Nordosten

Mallorca ist der Himmel auf Erden, wenn es um schöne Strände und Buchten geht und der Nordosten Mallorcas ist das absolute Mekka der Buchten. Weder im Süden noch im Westen habt ihr die Möglichkeit, so viele unterschiedliche Strände und kleine versteckte Paradiese zu erkunden. Ich habe euch meine Favoriten zusammengetragen.

Playa Son Serra de Marina

Hier in der Bucht von Alcudia ist es selbst im Hochsommer nicht zu voll und vor allem nicht touristisch. Wer von den Strandzugängen einfach ein paar Meter nach rechts oder links läuft, hat sehr bald jede Menge Platz zum Sonnenbaden und Beachvolleyball spielen. Der Strand ist vor allem bei Einheimischen und Freunden des Wassersports sehr beliebt: Wellenreiten oder Stand-up-Paddling bringen jede Menge Action und Spaß in einen entspannten Strandtag.

S’Illot

Die kleinen Buchten von S`Illot haben einen großen Vor- oder Nachteil, – je nachdem wie man es sieht – denn es gibt keinen so feinen und wunderbar weichen Sandstrand, sondern Kies. Das ist vielleicht nicht ganz so gemütlich und auch nicht so hübsch anzusehen, doch meiner Meinung nach überwiegen zwei große Vorteile: Erstens kommen gerade deshalb nicht so viele Leute hierher und zweitens ist das Wasser sehr viel klarer und eignet sich deshalb perfekt zum Schnorcheln. Badeschuhe sind hier allerdings auf jeden Fall zu empfehlen, denn hier könntet ihr euch an den Felsen verletzen oder aber auch in einen der Seeigel treten. Wer vom Schnorcheln k.o. ist sollte sich noch ein mediterranes Menü in einem der Restaurants unweit der Buchten gönnen.

Cala Mesquida

Am östlichsten Zipfel der Insel findet ihr die schöne Bucht Cala Mesquida. Der Strand ist noch naturbelassen und wird auch von einem Dünengebiet, das zum Teil unter Naturschutz steht, umgeben. Das glasklare blaue Wasser schimmert einfach himmlisch in der Nachmittagssonne und sorgt für eine paradiesische Atmosphäre.

Cala Molins

Eigentlich ist es nicht nur einer, sondern gleich vier Strandabschnitte, die hier zum Baden und Entspannen einladen. Es gibt sogar einige Strandbars, an denen ihr euch einen kleinen Mittagssnack und vielleicht sogar ein kühles Bier vom Fass gönnen könnt. Allerdings werdet ihr in der Cala Molins auch in der Nebensaison niemals alleine sein.

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Cala Murta

Auch die Cala Murta ist ein Stein- und Kieselstrand, der mit seinem glasklaren türkisfarbenen Wasser einfach glücklich macht. Auf nur 80 Metern Breite könnt ihr Natur pur genießen, denn auch hierher verirren sich nur die, die 25 Minuten Fußweg vom Parkplatz auf sich nehmen wollen. Der Weg führt vom Parkplatz an einem Haus vorbei durch ein Tor bis zum Strand. Habt ihr den Fußmarsch hinter euch gebracht, werdet ihr mit klarem Wasser in türkis-blauen Farbtönen belohnt. Die Ruhe und Idylle an der Cala Murta sowie Möglichkeiten zum Picknicken runden das Ambiente perfekt ab.

Playa de Alcúdia

Der Port D‘Alcudia an sich ist kein besonders spannender Ort. Wenn ihr aber mit dem Auto durch den Ort fahrt und euch einen Parkplatz in der Carrer de la Cinestra oder in einer der Nebenstraßen sucht, könnt ihr schon durch die duftenden Pinienbäume hindurch den endlos langen Strand sehen. Hier könnt ihr meterweit ins Wasser waten, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Gerade dieser Strand ist für Familien perfekt geeignet, da eure Kinder hier im Schatten unter den Pinien spielen und im seichten Wasser planschen können.

Überblick über Mallorcas Nordosten

Damit ihr eure Reise in den Nordosten Mallorcas gut planen könnt, bekommt ihr hier noch mal einen Überblick, wo ihr was findet: Buchten, Strände, Outdoor Hotspots, Märkte und sonstige Orte von denen ich euch berichtet habe, findet hier alle auf dieser Karte:

Ich hoffe, ich konnte euch zeigen, dass es nicht übertrieben ist, wenn man die Viefalt der Insel und seine unterschiedlichen Facetten über alle Maßen lobt. Wenn ihr mich fragt, ist Mallorca perfekt für alle Urlauber geeignet. Egal ob ihr feiern wollt, das Wandern auf Mallorca für euch entdeckt habt oder natürliche, kleine Buchten und türkisblaues Meer sucht – hier werdet ihr glücklich. Versprochen!

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