Wart ihr schon mal in einem Nationalpark oder sogar auf einer Safari? Wenn nein, dann wird es mal Zeit! Heute gibt es über 2.200 Nationalparks auf der ganzen Welt und viele von ihnen sind eine Reise wert.

Ihr könnt in den schönsten Nationalparks der Welt Naturschätze entdecken, die von enormer Bedeutung für ihre Einheimischen sind und die auch euch unter Garantie beeindrucken werden. Meist abseits gelegen und kaum bevölkert findet man sie – Orte mit einer wunderschönen Flora und Fauna. Orte, an denen die wilde Natur für die Nachwelt festgehalten werden soll.

Das sind die schönsten Nationalparks der Welt

Durch spezielle Maßnahmen vor menschlichen Eingriffen und vor Umweltverschmutzungen werden die weit ausgestreckten Gebiete geschützt. Zu verdanken haben wir es der Weltnaturschutzunion, auch bekannt als IUCN, die sich um den Erhalt der großräumigen Landschaften sorgt. Allerdings gab es eine Person, durch die solche Schutzgebiete überhaupt erst entstanden sind – und zwar John Muir, der Vater der Nationalparks. 1864 wurde durch ihn der Yosemite Nationalpark in Kalifornien zum ersten Schutzgebiet erklärt. Als erster offizieller Nationalpark folgte der Yellowstone Nationalpark in Wyoming 1872.

dei schönsten Nationalparks

Erstes offizielles Schutzgebiet: Yosemite Nationalpark

Einer der schönsten Nationalparks der Welt ist der Yosemite Nationalpark in Kalifornien, der etwa 300 Kilometer östlich von der schönen Stadt San Francisco liegt. Auf einer Fläche von insgesamt 3.080 Quadratkilometern und einer Höhenlage zwischen 609 und 3.962 Metern erstreckt sich eine der faszinierendsten Landschaften Kaliforniens. Nachdem der sehenswerte Park am 1. Oktober 1890 gegründet wurde, folgte etliche Jahre später im Jahr 1984 die Erklärung zum UNESCO-Weltkulturerbe. Imposante Felsen aus Granit, Wasserfälle, klare Bäche, Haine von Mammutbäumen und eine bemerkenswerte Artenvielfalt beeindrucken jedes Jahr aufs Neue Millionen Besucher. Schwarzbären, Kojoten und Nagetiere sind in diesem ausgedehnten Gebiet zu entdecken. Wer einen Reise in den Park antreten möchte, sollte es am besten im Frühjahr oder Herbst machen, denn dann herrschen die optimalen Jahreszeiten für einen gelungenen Aufenthalt. Während sich im Frühling die Landschaft bunt entfaltet und somit seinen Reiz steigert, verspricht der Herbst tolle Ausblicke auf Grund des welkenden Laubs. Einfache Zelthütten stellen Unterkünfte für Gäste des Parks dar, die sich meistens im Yosemite Valley befinden.

USA Nationalparks Yosemite Nationalpark

Der schönste Nationalpark Südafrikas: Krüger Nationalpark

Weiter geht es mit dem wohlbekannten Schutzgebiet im nordöstlichen Teil Südafrikas, der Krüger Nationalpark. Mit einer beeindruckenden Vielfalt an Tierarten wurde der Park am 26. März 1898 gegründet, um das Wildleben im südafrikanischen Lowveld zu sichern. Die Wildpopulation der rund 20.000 Quadratkilometer großen Landschaft gilt als eine der anschaulichsten und vielfältigsten in Afrika. Neben der Big Five -Elefant, Spitzmaulnashorn, Büffel, Löwe, Leopard- können Reisende dort unter anderem verschiedenste Arten von Bäumen, Fischen, Vögeln und Säugetieren bewundern. Den Titel größter Nationalpark Südafrikas hat das Gebiet seiner Größe und den vielen unterschiedlichen Ökosystemen zu verdanken. Auf Grund des Systems können die unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten in dem Park einen optimalen Lebensraum vorfinden, sodass sich dort beispielsweise 32.000 Zebras und mehr als 11.000 Elefanten aufhalten.

Zebra Herd

Reisende werden in dem Krüger Nationalpark in Camps, umzäunte und von der Natur abgegrenzte Gebiete, untergebracht. Währenddessen beherbergen offene Gras- und Baumsavannen im Zentralteil des Parks zwischen den Flüssen Olifants und Sabie die meisten Giraffen und Gnus. Damit der Schutz des eindrucksvollen Gebiets bestehen bleibt, herrschen für Besucher dort einige Grundregeln. Unter anderem dürfen Gäste die Tiere keinesfalls stören, verfolgen, berühren oder füttern. Des weiteren ist das Verlassen des Autos während einer Safari strengstens verboten, weil Tiere irgendwo lauern könnten und sich Menschen somit einer Gefahr ausgeben.

Kakadu Nationalpark – vielfältiges Naturparadies

Kommen wir nun nach Australien zum Kakadu Nationalpark, der eine atemberaubende Landschaft ungefähr 171 Kilometer östlich von Darwin aufweisen kann. Nahezu 1.700 Pflanzenarten, darunter Eukalyptus, Wasserlilien, Lotusblumen, knapp 300 Vogelarten -unter anderem Rotbrillentauben, Spitzschwanzamadinen) und mehr als 60 Säugetierarten wie Kängurus, Wasserbüffel und Dingos sind in dem Park aufzufinden. Doch es gibt noch weit mehr von der einzigartigen Flora und Fauna auf der 19.804 Quadratkilometer großen Fläche zu entdecken. Etwa die Hälfte des Nationalparks, der 1981 zum Weltnatur- und Weltkulturerbe ernannt wurde, gehört den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens. Um in das Schutzgebiet zu gelangen, benötigen Erwachsene einen Kakadu National Park Pass für 25 Dollar. Allerdings dürfen sie sich mit diesem Pass 14 Tage in dem Gebiet aufhalten. Lediglich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren und die Einwohner des Bundesstaates dürfen kostenlos auf Entdeckungstour gehen. Unterschiedlichste Campingplätze bieten den Reisenden Übernachtungsmöglichkeiten, damit sie in aller Ruhe die schönen Landschaften bestaunen können.

Water Lillies in Kakadu National Park, Australia

 

Auf Grund der Einteilung des Gebiets in sieben Regionen, die alle spezielle Besonderheiten zu bieten haben, ist für jeden Besucher etwas dabei. Wer also ein begeisterter Fan vom Angeln oder aber von Vögeln ist, der ist bestens in der South Alligator Region aufgehoben. Die Mary River Region hingegen verspricht Reisenden tolle Buschwanderungen, Wasserfälle und Wasser-Pools. Und auch die fünf weiteren Regionen sind zweifellos sehenswert.

Galápagos Nationalpark – ältester Nationalpark in Ecuador

Das nächste schöne Schutzgebiet befindet sich Südamerika, genauer gesagt in Ecuador. Denn dort befinden sich die Galápagosinseln, die eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt aufweisen können. 97 Prozent der 8.000 Quadratkilometer ausgedehnten Fläche bestehen aus dem Nationalpark, der 1959 gegründet worden ist. Ausschließlich fünf von den 13 größeren Inseln des Archipels sind bewohnt: Santa Cruz, San Cristóbal, Floreana, Isabela und die Flughafeninsel Baltra. Ein beachtliche Vielzahl an Flora und Fauna kann hier bestaunt werden, sodass das Gebiet 1978 zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Außerdem sind zahlreiche Arten nur auf den Inseln ansässig und an keinem anderen Ort der Erde auffindbar.

Sea lions resting under the sun, Galapagos

 

Die faszinierende Tierwelt ist für die meisten Reisenden der hauptsächliche Grund für einen Aufenthalt in dem Galápagos Nationalpark. Unter anderem 15 verschiedene Arten von Schildkröten fühlen sich auf der ausgestreckten Fläche zuhause. Damit die Naturschätze geschützt werden, unterliegen sowohl Einheimische als auch Reisende strenge Auflagen. Dazu zählt mitunter, dass keine Pflanzen, Tiere oder Überreste (Holz, Muscheln, Knochen) beschädigt und mitgenommen werden dürfen oder aber das sich Besucher und Einheimische nur an speziell markierten Orten aufhalten dürfen.

Der König unter den Nationalparks – Serengeti Nationalpark

Zuletzt stelle ich euch noch den Serengeti Nationalpark in Tansania vor. Er liegt 335 Kilometer von Arusha, im Norden Tansanias entfernt und ist der älteste und beliebteste Nationalpark Tansanias. Bekannt ist er für seine jährliche Wanderungszeit, denn dann trampelt eine riesengroßen Herde an Weißbartgnus und Burchell Zebras über die offenen Ebenen der faszinierenden Landschaft. Doch auch wenn kein Fußmarsch der Huftiere ansteht, das Schutzgebiet ist zweifelsfrei das eindrucksvollste Tierschauspiel Afrikas. Darüber hinaus beheimatet das Gebiet die größte Zahl an Löwen in Afrika, neben Leoparden, Elefanten, Rhinozerosse und Büffeln. Wer allerdings die Wanderung der Gnus beobachten möchte, sollte von Dezember bis Juli in das Gebiet mit der 14.763 Quadratkilometer großen Fläche reisen. Besucher, die lieber die Raubtiere bestaunen möchten, finden den idealsten Zeitraum dazu von Juni bis Oktober.

African bush Elephant calves in Serengeti N.P. – Tanzania

Seit 1981 ist der König unter den Nationalparks Teil des Weltnaturerbes der UNESCO und das aus gutem Grund. Ab März/ April verwandelt sich die steppenartige Fläche in eine faszinierende und bunte Vielfalt an Blumen und Gräsern und bietet einen beeindruckenden Ausblick. Während im Süden des Gebiets überwiegend ausgedehnte, flache Grassteppen zu sehen sind, befinden sich im Norden die bekannten Kopjes, Inselberge. Hierbei handelt es sich um Granitfelsen, an denen sich wegen unterschiedlichsten Umständen ganz spezielle Arten von Flora und Fauna ansiedeln. Neben der Jeep-Safari wird den Reisenden zusätzlich noch eine Heißluftballon-Safari oder ein Besuch der Felsmalereien der Massai geboten. Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste sind vier Lodges, vier Luxus Zeltlager und über den Park verteilt verschiedene Campingplätze.

Das waren die schönsten Nationalparks der Welt. Naturwunder und viele unglaubliche Begegnungen warten auf euch. Worauf wartet ihr noch?