Thailand hat nicht nur traumhafte Strände, sondern auch atemberaubende Nationalparks zu bieten, die ihr auf eurer Reise keinesfalls verpassen solltet! Vom Marine Nationalpark bis zum Elefantenparadies – heute stelle ich euch meine Top 10 der schönsten Nationalparks in Thailand vor.

Wer Naturschönheiten in Thailand sucht, wird nahezu überall fündig, ganz egal, ob es euch in den mystischen Norden oder den tropischen Süden verschlägt. Doch welche Nationalparks in Thailand gehören zu den absoluten Highlights und welche sind sogar noch echte Geheimtipps? In meiner Top 10 verrate ich es euch!

Die 10 schönsten Nationalparks in Thailand

Doi Inthanon | Pha Taem Nationalpark

Kaeng Krachan Nationalpark 

Kui Buri Nationalpark

Khao Sam Roi Yot Nationalpark

Mu Ko Chumphon Nationalpark 

Surin Nationalpark | Khao Sok Nationalpark 

Khao Yai Nationalpark | Tarutao National Park

Doi Inthanon Nationalpark in Chiang Mai

Alleine ein Blick auf die Bilder des Nationalparks Doi Inthanon im Norden Thailands reicht, um sich verzaubern zu lassen. GrĂĽne Berge, die aus dichtem Nebel hervorstechen, rauschende Wasserfälle, Gibbons, die durch die dichten Baumkronen springen und geheimnisvolle Chedis mit goldenen Spitzen, die ĂĽber der gesamten Szenerie zu thronen scheinen – der Doi Inthanon Nationalpark in Thailand ist nicht nur völlig zurecht einer der meistbesuchten, sondern auch einer der schönsten.

Der gleichnamige Berg, der inmitten des Nationalparks liegt, ist sogar der höchste in ganz Thailand. Wer den etwa 50 Kilometer langen Weg zum Gipfel auf sich nimmt, wird nicht nur mit atemberaubenden Ausblicken über Chiang Mai, sondern auch mit dem Anblick der prachtvollen Chedis, die für den mittlerweile verstorbenen König Bhumibol Adulyadej und seine Königin Sirikit erbaut wurden, belohnt. Nehmt aber unbedingt eine Jacke mit, denn kalte Temperaturen von 10-15 Grad sind hier oben normal. Geführte Touren zum Nationalpark inklusive Anreise und einem Mittagessen könnt ihr bereits für etwa 45€ direkt in Chiang Mai buchen.

Doi Inthanon Nationalpark in Chiang Mai
Die Chedis im Doi Inthanon Nationalpark

Pha Taem Nationalpark

Vom Norden geht es weiter in den Nordosten Thailands. Hier, an der Grenze zu Laos, befindet sich der Pha Taem Nationalpark.

Guru Tipp

Ein Besuch zur Regenzeit im Sommer lohnt sich am meisten. Dann führen die zahlreichen Wasserfälle im Park viel Wasser und wirken noch beeindruckender.

Der nordöstliche Teil des Landes wird Isaan genannt, auch eine eigene Sprache und weitere regionale Besonderheiten werden euch hier begegnen, weshalb ich euch einen Besuch auch unbedingt empfehlen kann. Hier lernt ihr nochmal eine ganz andere Seite von Thailand kennen.

Hauptattraktion des Pha Taem Nationalpark sind die Felszeichnungen, die Forscher auf ein Alter von bis zu 4.000 Jahren datieren. Die Zeichnungen, die erstaunlich gut erhalten sind, sind alleine schon einen Besuch wert und auch die grüne, unberührte Vegetation und die kraftvollen Wasserfälle, die euch hier erwarten, sind nicht minder beeindruckend. Auch, dass dieser thailändische Nationalpark nicht so überlaufen ist, macht ihn für mich zu einem echten Geheimtipp. Spätestens wenn ihr den Ausblick über den Mekong bei Sonnenauf- oder -untergang von einem der Aussichtspunkte genießen dürft, werdet ihr mir ganz sicher zustimmen!

Pha Taem Nationalpark in Thailand
Sonnenaufgang im Pha Taem Nationalpark

Kaeng Krachan Nationalpark

Der größte Nationalpark in Thailand befindet sich etwa 200 Kilometer von Thailands Hauptstadt Bangkok entfernt, an der Grenze zu Myanmar. Der Kaeng Krachan Nationalpark ist die Heimat einer Vielzahl von Tieren, darunter auch bedrohte Arten wie Leoparden, Tiger, Tapire und Elefanten. Hinzu gesellen sich verschiedene Affen- und Vogelarten, Hirsche, Schmetterlinge, Bären und Krokodile, die sich in den dichten Wäldern und zahlreichen Gewässern des Nationalparks verstecken.

Lasst euch am besten von einem ortskundigen Guide zeigen, welche Orte die größten Chancen bieten, die Tiere zu beobachten. Wanderungen durch den üppigen Dschungel, aus dem verschiedenste Tierlaute zu hören sind, und ein anschließendes erfrischendes Bad in einem der kleinen Wasserfälle lassen Abenteuerlust aufkommen. Wer möchte, kann sogar direkt im Park zelten. Vielen Touristen werdet ihr im Kaeng Krachan Nationalpark übrigens trotz des Artenreichtums nicht begegnen, denn der Park ist noch ein echter Geheimtipp!

Ein Langur Kaeng Krachan Nationalpark
Ein Langur Kaeng Krachan Nationalpark

Kui Buri Nationalpark

Der an den Kaeng Krachan angrenzende Kui Buri Nationalpark ist der perfekte Ort, wenn ihr davon träumt, Asiatische Elefanten in freier Wildbahn zu sehen. Neben den über 300 Elefanten, die den Park ihr Zuhause nennen, werden die weiten, grünen Landschaften außerdem von den Gaur, den riesigen asiatischen Rindern, bewohnt.

Hier stehen die Chancen, Elefanten zu sehen, besonders gut

Möchtet ihr den Kui Buri Nationalpark besuchen, könnt ihr euch entweder einen Mietwagen nehmen oder eine Tour inklusive Transfer ab Hua Hin buchen. Im Park selbst könnt ihr dann einen Jeep mieten, mit dem ihr durch den Nationalpark fahren dĂĽrft. Es ist nicht unĂĽblich, dass ihr hier sogar auf groĂźe Gruppen von Elefanten trefft, die friedlich vor den sattgrĂĽnen HĂĽgeln in der Sonne dösen oder ein (Schlamm-)Bad in den TĂĽmpeln und FlĂĽssen des Nationalparks nehmen. Ein Anblick, den man nicht alle Tage sieht – auch nicht in Thailand!

Der Kui Buri Nationalpark in Thailand
Elefanten im Kui Buri Nationalpark

Khao Sam Roi Yot Nationalpark

Nur etwa 50 Kilometer entfernt, befindet sich der nächste Park, der es in meine Top 10 der schönsten Nationalparks in Thailand geschafft hat. Der Khao Sam Roi Yot Nationalpark liegt an der KĂĽste des Golfs von Thailand und ist geprägt von riesigen Kalksteinfelsen, die spektakulär aus dem Meer ragen und dem Park den Namen „Berg mit 300 Gipfeln“ bescheren. Neben Leoparden, Loris, Wasservögeln und Delfinen, die hier mit etwas GlĂĽck beobachtet werden können, lockt der Park mit einem weiteren Highlight, der Phraya Nakhon-Höhle. In einer der mystischen, zerklĂĽfteten Höhlen, die allesamt besichtigt werden können, versteckt sich ein kleiner Pavillon, der gerade in den Morgenstunden, bei einfallendem Licht, ein magisches Bild abgibt.

Ein mystischer Tempel inmitten einer geheimnisvollen Höhle…

Eine weitere Besonderheit dieses Nationalparks ist der Mangrovensumpf, in dem ihr vor allem Vögel beobachten könnt. Das für Thailand sonst eher ungewöhnliche Gewässer könnt ihr am besten entdecken, wenn ihr ein Longtailboot chartert, das euch durch die Mangroven fährt. Besonders bei Sonnenuntergang ist das ein Erlebnis, das ihr sicher nie wieder vergesst. Der etwa ein Kilometer lange Holzsteg, der durch den Sumpf führt, ist momentan für Besucher geschlossen.

Mu Ko Chumphon Nationalpark

Ihr gehört zu den passionierten Unterwasserfans? Dann ist der nächste Nationalpark in Thailand unbedingt einen Besuch wert! Der aus mehreren Insel bestehende Mu Ko Chumphon Nationalpark in der Provinz Chumphon zählt zu den bekanntesten Naturparks des Landes und wird gerne wegen seiner wunderschönen Strände und intakten Riffe von Tauchern und Schnorchlern besucht. Zu den Unterwasserbewohnern, die ihr im Mu Ko Chumphon Nationalpark sehen könnt, zählen Barrakudas, Karettschildkröten und bunte Papageienfische, die zwischen den Korallen leben. Vielleicht habt ihr ja Glück und seht auf euren Tauchgängen sogar einen Walhai. Die friedlichen Riesen werden häufig im Golf von Thailand gesichtet.

Alternativ könnt ihr euch auch einfach mit einem Boot zu den schönsten Stränden der kleinen Inseln bringen lassen und die Ruhe genießen.

Mu Ko Chumphon Nationalpark
Glasklares Wasser im Mu Ko Chumphon Nationalpark. Foto: Thailändische Tourismusbehörde

Koh Surin Nationalpark

Kommen wir nun zu einem Park in der Andamanensee, dem Koh Surin Nationalpark, der unter Kennern nicht nur als eines der schönsten Tauchgebiete Thailands, sondern sogar der ganzen Welt gehandelt wird. Reguläre Fähren fahren den abgeschiedenen Archipel nicht an und auch große Luxushotels werdet ihr hier vergeblich suchen. Stattdessen erwarten euch traumhafte Unterwasserwelten, eine wilde Natur und verlassene Strände, die ihresgleichen suchen.

Nur zwei der fünf Inseln im Koh Surin Archipel sind überhaupt bewohnt, möchtet ihr auch über Nacht im traumhaften Archipel bleiben, bieten sich hierfür einige Campingplätze an.

Der Mu Ko Chumphon Nationalpark in Thailand
Eine Moken Siedlung im Koh Surin Nationalpark

Khao Sok Nationalpark

In der Provinz Surat Thani, etwa 70 Kilometer von dem Urlaubsort Khao Lak entfernt, befindet sich einer der bekanntesten Nationalparks in Thailand, der Khao Sok Nationalpark, der gleich mehrere Highlights bietet. Zum einen gibt es abgesehen vom Kui Buri Nationalpark fast keinen besseren Ort, um freilebende Elefanten zu beobachten, zum anderen könnt ihr euch nach den Wanderungen auf tolle, von den Wasserfällen in der Region geschaffene Badeplätze inmitten des Dschungels freuen. Wer schon immer mal unter einem riesigen Wasserfall baden wollte, ist im Khao Sok Nationalpark also goldrichtig!

Besichtigungen faszinierender Tropfsteinhöhlen wie der Khang-Khao-Höhle sowie Fahrten mit einem Longtailboot oder mit einem Kanu über den riesigen Stausee Chiew Lan runden das Angebot des Nationalparks ab.

Ein Kanufahrer im Khao Sok Nationalpark in Thailand
Kanufahren im Khao Sok Nationalpark

Guru Tipp: Auf einer Wasservilla mitten im See

Ein ganz besonderes Erlebnis bei einem Besuch des Khao Sok Nationalpark ist eine Übernachtung im 500 Rai Floating Resort mitten in der unberührten Natur. Vom Startpunkt in der Nähe des Ratchaprapha Dam geht es mit dem Boot rund 50 Minuten hinaus auf den spiegelglatten See. Entlang beeindruckender Felsformationen und dichter Wälder führt der Weg dann bis zum außergewöhnlichen schwimmenden Hotel. Hier wohnt ihr in kleinen Villen mit eigenem Steg und Kajaks. Im Hotel werden euch leckere lokale Spezialitäten der Region serviert und wenn ihr Lust habt, könnt ihr am hoteleigenen schwimmenden Pool im See entspannen oder auch mit einem Guide auf Erkundungstour in der Umgebung gehen. Ein Besuch hier ist ein Muss für alle, die die Ruhe der Natur genießen und eine einzigartige Unterkunft mit beeindruckend freundlichem Personal erleben wollen. In dem Video, das ich euch mitgebracht habe, erfahrt ihr mehr:

Khao Yai Nationalpark

Thailands ältestes Schutzgebiet, der Khao Yai Nationalpark, wurde bereits in den 1960er Jahren gegründet und 2005 in die Liste des Weltkultur- und Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen. Ihr erreicht den Nationalpark nach einer etwa zweistündigen Autofahrt, die euch von der trubeligen Hauptstadt ins Naturparadies bringt.

Erfahrt mehr

Ich habe dem Khao Yai Nationalpark einen eigenen Artikel in meinem Reisemagazin gewidmet. Hier bekommt ihr weitere Infos.

Über 70 verschiedene Arten nennen den Nationalpark ihr Zuhause, darunter Elefanten, Tiger, Wasserbüffel, Bären, Affen und Hirsche. Auf einer Wanderung entlang der über 50 gut ausgeschilderten Wege lässt sich die reiche Artenvielfalt, die den Park auszeichnet, am besten erkunden. Denkt aber unbedingt daran, genügend Wasser mitzunehmen und je nach Ziel auch eine dünne Jacke. In den höheren Lagen des Nationalparks kann es kalt werden. Ein sehenswertes Ziel ist zum Beispiel der Haew Narok-Wasserfall, der mit seiner Fallhöhe von 80 Metern einfach nur beeindruckend ist. Kommt ihr während der Regenzeit, könnt ihr diesen und weitere Wasserfälle in voller Pracht bestaunen.

Ein Wasserfall im Khao Yai Nationalpark in Thailand
Im Khao Yai Nationalpark warten atemberaubende Wasserfälle

Tarutao Nationalpark

Dass der Tarutao Nationalpark der letzte in meiner Auflistung der zehn schönsten Nationalparks in Thailand ist, hat keinesfalls etwas mit fehlender Schönheit zu tun – ganz im Gegenteil: Der Marine Nationalpark, der an der einen Seite an die Andamanensee und an der anderen an die StraĂźe von Malakka grenzt, gehört mit seinen schneeweiĂźen, von Palmen umringten Stränden zu den beliebtesten Ausflugszielen im SĂĽden Thailands.

Auf den über 50 kleinen Inselchen trifft dichter Dschungel auf kristallklares Meer, Seeadler ziehen ihre Kreise, Languren gucken neugierig von den Bäumen und von Zeit zu Zeit tauchen Schildkröten und Delfine in unmittelbarer Küstennähe auf. Macht es euch am besten an einem der von massiven Kalksteinfelsen umrahmten Strände gemütlich und lasst dieses Szenario ein bisschen auf euch wirken, bevor ihr euch die Taucherbrille schnappt und selbst auf Entdeckungstour geht.

Der Tarutao Nationalpark in Thailand
Der Tarutao Nationalpark ist ein Paradies fĂĽr Taucher

Entdeckt schon bald die schönsten Nationalparks in Thailand

Ob unter Wasser, in den Bergen oder im dichten Dschungel – die Nationalparks in Thailand sind einfach wunderschön und mit einer groĂźen Artenvielfalt gesegnet. Ich kann euch nur empfehlen, während eures Thailand Urlaubs mindestens einen der vorgestellten Parks zu besuchen, Thailand hat so viel mehr als nur schöne Strände und leckeres Essen zu bieten. Wart ihr schon einmal in einem der Nationalparks unterwegs? Welcher ist eurer Favorit?

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