Es muss nicht immer Australien oder Kalifornien sein. Viele der coolsten Surfing-Spots findet ihr bei uns in Europa. Erfahrt mehr über die portugiesischen Wellen, das „Hawaii Europas“, und wie die Iren dem kalten Wetter trotzen!

Ihr wollt den perfekten Sommer an der Küste verbringen und seid auf der Suche nach den höchsten Wellen in Europa? Dann lest hier, in welchen Ländern ihr am besten Surfen könnt und was die angesagtesten Hotspots bei uns in Europa zu bieten haben. Egal, ob Anfänger oder Profi – hier findet ihr die coolsten und ausgefallensten Orte zum Surfen!

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Surfers
Foto: iStock.com/GoodLifeStudios

Portugal

Die portugiesische Küste ist voll von Locations, die sich perfekt zum Surfen und Kiten eignen. Besonders beliebt sind die Halbinsel Peniche und das nicht allzu weit entfernten Örtchen Ericeira. Hier findet ihr alles, was das Surfer-Herz begehrt, vor allem aber herrlich hohen Wellen, die sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen eine Menge Freude bereiten sollten. Während Periche als eher kleine Halbinsel vor allem mit ihrem Charme beeindrucken kann und euch mit ihren zahlreichen Weinkellern und köstlichen Meeresfrüchten in den Bann zieht, hat auch Ericeira neben besten Surfbedingungen einiges zu bieten. Das kleine Dorf mit seinen süßen Cafés und Restaurants und jeder Menge Bars wird euch bestimmt gefallen. Außerdem ist Ericeira nur knappe 30 Kilometer von Lissabon entfernt, vielleicht lohnt sich für euch ja ein kleiner Abstecher in die portugiesische Hauptstadt?

Ein echtes Highlight für sehr erfahrene Wellenreiter ist definitiv das kleine, unscheinbare Fischerdorf Nazaré. Hier könnt ihr im Praia do Norte die höchsten Wellen der Welt bewundern, die in der Vergangenheit schon sämtliche Rekorde brachen. Bei diesem Wellengang trauen sich aber wirklich nur die wenigsten in die Fluten, macht euch selbst ein Bild:

Video: Pedro Miranda

Dänemark

Besucht das kleine Dorf Klitmøller an der dänischen Küste! Hier kann es schonmal ein bisschen kälter werden, denn im Norden Dänemarks herrschen raue Winde. Trotz allem oder gerade deswegen wird der Spot mittlerweile „Cold Hawaii“ genannt, denn die Wellen hier sind einfach unschlagbar! Da packt man sich doch gerne einen etwas dickeren Neoprenanzug und warme Socken in den Rucksack. Mittlerweile hat Klitmøller Kultstatus erlangt, unter anderem auch wegen des „Soulfiles Festivals“, das Ende August ein bisschen karibisches Party-Feeling in den Ort bringt.

❤️👌🏻🏄💙💚

Ein von Janne_skaeve (@janne_skaeve) gepostetes Foto am 30. Apr 2016 um 12:14 Uhr

 

 

Italien

Nicht das erste Land, das uns beim Thema Surfen in den Sinn kommt, aber definitiv eine Alternative zu den weit entfernten Surf-Spots im fernen Kalifornien oder Australien. Beliebt sind die Regionen an der Adria, das schöne Sizilien oder auch Sardinien. Vor allem beim Kitesurfen kommt ihr hier auf eure Kosten, das geht nämlich auch bei ruhigerem Wellengang! Auf Sizilien könnt ihr im Herbst auf die besten Wellen hoffen, die können dann bis zu 3 Meter hoch werden. Auch mit Surf-Verleih, Schulen und Shops seid ihr hier bestens versorgt. Bekanntester Spot auf Sardinien ist der Capo Mannu, wo auch Fortgeschrittene gerne ihre Tricks zeigen. Aber auch Anfänger freuen sich über die warme Sonne und das türkisblaue Wasser der Insel im Mittelmeer!

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Kitesurfen in Italien

Spanien

Auch Spanien muss sich neben anderen Surf-Hochburgen auf keinen Fall verstecken. Vor allem im Norden des Landes, wo es ein bisschen windiger und rauer zugeht, könnt ihr sehr gut surfen und von den Wellen tragen lassen. Zu den absoluten Hotspots zählt zum Beispiel die Costa de Luz. Hier herrscht das ganze Jahr über traumhaftes Wetter und das bei sehr guten Surf-Bedingungen. Die Brandung ist allerdings eher regelmäßig und Wellen werden in der Regel nur bis zu 1,50 Meter hoch – ideal also auch für die ersten Surf-Versuche. Da sieht es auf Lanzarote schon ganz anders aus, denn zumindest in der Hauptsaison, von Oktober bis April, findet ihr hier etwas höhere Wellen. Auch hier könnt ihr das ganze Jahr über Sonnenschein und gute Bedingungen genießen. Kommen wir nun zu DEM Highlight der Spanischen Surferinseln: Fuerteventura wird oft als das „Hawaii Europas“ bezeichnet und bietet neben weitläufigen Stränden und abenteuerlichem Wellengang auch einen faszinierenden Artenreichtum und wunderschöne Vulkanlandschaften. Hier müsst ihr als Surfer unbedingt mal gewesen sein!

Holland

Etwas kühler als Spanien aber trotz allem ein sehr beliebtes Land, wenn es ums Surfen geht. Und noch dazu ist der Hotspot Scheveningen genau bei uns um die Ecke. Ihr findet alles, was ihr braucht, um einen perfekten Tag in den Wellen zu verbringen, denn Scheveningen besitzt neben Surfschule und -laden auch viele Strandbars und einen eigenen Campingplatz, wo junge Leute aus aller Welt ihre Zelte aufbauen. Fortgeschrittene reisen am liebsten im Herbst oder Winter an, um die besten Wellen zu nutzen, die Bedingungen sind aber das ganze Jahr über exzellent!

Irland

Brrr das ist aber kalt hier! Abgehärteten Surfern scheint das allerdings nichts auszumachen, denn im irischen Bundoran treffen sich Surfer von überall her, auf der Suche nach hohen, eigenwilligen Wellen und dem ultimativen Kick. Auch für Anfänger sind die weitläufigen Strände mehr als geeignet. Nebenbei bekommt ihr hier auch einzigartige Landschaften auf dem Silbertablett serviert und erlebt das ganz spezielle irische Flair. Falls es euch in „Europas Kaltwasser Indonesien“ doch mal ein bisschen zu frisch wird, bin ich sicher, dass ihr in einen der zahlreichen Pubs flüchten könnt. Nach ein paar Guinness solltet ihr wieder aufgewärmt sein.

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Frankreich

Wer in Europa surfen möchte, der ist im Süden bestens aufgehoben. Der Klassiker unter den Surf-Spots ist definitiv der weltbekannte Ort Biarritz, wo sich regelmäßig Surfer auf der Suche nach der perfekten Welle auf ihre Bretter schwingen. Ob sie die hier finden? Ich bin mir sicher! Neben Surf-Wettbewerben und Festivals könnt ihr hier auch eine Surf-Schule besuchen oder euch für ein Surf-Camp anmelden. Nach Biarritz solltet ihr kommen, wenn ihr auf der Suche nach dem ultimativen Surfer-Feeling seid, denn hier steht der Wassersport im Mittelpunkt. Es gibt sogar einen riesigen Küstenbereich, der nur für Surfer zur Verfügung steht. Ebenso für sein besonderes Flair bekannt ist das kleine Dorf Hossegor, das sich durch Beachbreaks, so werden Sandbank-Wellen auch genannt, einen Namen verschafft hat. Dort könnt ihr euch als Anfänger sehr gut in die Kunst des Wellenreitens einführen lassen, kommt aber auch als Profi ordentlich auf eure Kosten. In Hossegor, das mittlerweile den typischen Lifestyle eines Surfer-Dorfs angenommen hat, treffen sich begeisterte Sportler aus aller Welt. In der Hauptsaison im Sommer surfen hier die echten Stars, im Frühjahr und Herbst ist es dann ein bisschen leerer.

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Der weltberühmte Strand von Biarritz

Surfen in Deutschland

Ja, auch unser schönes Land hat es auf die Liste geschafft. Wassersport steht auch bei uns hoch im Kurs und jeder kann sich zum Beispiel an der Nordsee auf Sylt, Norderney oder in St. Peter-Ording mit dem Surfbrett unterm Arm in die Wellen stürzen. Für höhere Wellen und bessere Surf-Bedingungen haben wir ja immer noch unsere europäischen Nachbarn! ;-) Vor allem Anfängern kann ich aber nur dazu raten, die deutschen Gewässer zum Üben zu nutzen, denn bekanntlich fängt ja jeder mal klein an. Ein vielleicht etwas außergewöhnlicher Surfspot ist auch der Eisbach in München, dem ich sogar einen ganzen Artikel gewidmet habe. Schaut doch mal rein, das ist wirklich einzigartig!

Die Eisbachwelle in München Surfer Eisbach
Foto: istock.com/ Jürgen Sack

Bereist die europäischen Surf-Paradise!

Na, wie hat euch meine Übersicht gefallen? Ich wette, ihr habt Lust aufs Meer bekommen und könnt es kaum erwarten, so bald wie möglich euren Surf-Urlaub zu starten. Dafür müsst noch nicht einmal weit reisen. Also, schnappt euch euer Surfbrett und den Neoprenanzug, und macht euch auf zu den besten Surfspots in Europa!

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