Seid ihr bereit, selbst das Board in die Hand zu nehmen und in den Lifestyle der Surfer einzutauchen? Dann findet ihr hier die richtigen Spots, um euch in den Ozean zu wagen. Egal ob nah oder fern – ich habe für euch die besten Ziele gefunden. Inklusive Insider-Tipps!

Ich habe hier ein paar der besten Surfspots für euch rausgesucht, damit auch ihr bald eure erste Welle reiten könnt. Denn wer möchte nicht in den sonnigen und entspannten Lifestyle der Surfer eintauchen und selbst lässig sein Surfboard über weite Sandstrände tragen? Wenn ihr surfen lernen wollt, findet ihr in Europa einige Orte, an denen ihr eure „Hang Loose“ Mentalität erproben könnt. Für all jene, die es in die Ferne zieht, habe ich zwei tolle Destinationen gefunden, bei denen ihr die Weltmeere überqueren müsst.

Surfen lernen – hier findet ihr die besten Orte

Marokko | Costa Rica | Spanien | Bali

Marokko – Taghazout

Nur wenige Flugstunden trennen Marokko von Deutschland und während man hier mit Wind und Wetter kämpft, erwarten euch im Norden Afrikas angenehme 20 Grad. Donnerstags gibt es immer Direktflüge unter 100€ von Düsseldorf nach Agadir. Eine halbe Stunde nördlich von Agadir findet ihr das kleine Örtchen Taghazout, ein noch von den Massen unentdecktes Fischerdorf im Süden Marokkos, das unter den Surfern bekannt ist. Ihr findet hier einige Surf-Camps, die euch helfen werden, bald selbst auf dem Board zu stehen und euch eine erste Einführung geben können, wie das Meer so tickt. Glaubt mir, Wellen zu verstehen ist eine eigene Wissenschaft und ihr werdet froh sein, zugehört zu haben, wenn die erste Welle hinter euch bricht. Außerdem findet man in Camps immer tolle Menschen, mit denen man sich dann abends bei einem Bier über die ersten Erfolge austauschen kann.

Ein guter Spot, um sein Brett und die Wellen etwas besser kennenzulernen, ist der Banana Point. Auf Magicseaweed erfahrt ihr immer den aktuellen Surfbericht und alle Vorhersagen für die jeweiligen Spots auf der ganzen Welt. Banana Point eignet sich auch sehr gut für Anfänger, da ihr auf einem sogenannten „Beach Break“ surft. Das heißt, dass die Welle auf einer Sandbank bricht und die Verletzungsgefahr geringer ist als auf einem „Reef Break“. Mehr Infos zu diesen ganzen Fachausdrücken findet ihr weiter unten im Artikel. Solltet ihr euch für das Surfen in Marokko entscheiden, sind hier noch ausführlichere Tipps für euch.

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Costa Rica – Tamarindo und Jacó

Wer lieber einen etwas weiteren Weg zurück legen möchte, ist an den wunderschönen Küsten von Costa Rica perfekt aufgehoben, um erste Erfahrungen auf einem Surfbrett zu machen. „Pura Vida“ so weit das Auge reicht – dieses Sprichwort, was so viel wie „pures Leben“ oder „großartiges Leben“ bedeutet, tragen die Einheimischen im Herzen und man fühlt sich sofort willkommen. Tamarindo ist einer der Surfspots in Costa Rica, der sich für Anfänger eignet und wo ihr auch einige Surfschulen findet, die euch ins Meer begleiten werden.

Drei Stunden südlich von Tamarindo findet ihr Jacó, ebenfalls ein toller Ort für Surfer aller Art, mit einem wunderschönen Lavastrand, wo man sich das richtige Robinson Crusoe Feeling holen kann. Die Tortuga Surf School empfiehlt sich in Jacó besonders, wenn man gerne Surfstunden nehmen möchte.

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Strand von Jacó

Und wer nach dem Paddeln noch Kraft hat, sollte unbedingt eine Canopy Tour durch die Wälder Costa Ricas machen. Eine wirklich einmalige Erfahrung über die hohen Baumkronen des Regenwalds zu fliegen.

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Foto: tripadvisor/CanopyTour Jacó

Spanien – El Palmar

Wer nicht allzu weit reisen möchte, trotzdem aber nicht an den klassischen Küsten von Portugal surfen lernen will, kann es hier in Andalusien versuchen. El Palmar ist ein kleiner Ort an weißen Sandstränden, die bisher noch nicht vom Massentourismus eingenommen worden sind. Die Wellen brechen in El Palmar auf einer Sandbank und durch die weite Küste hat man genug Platz, um die besten Wellen zu erwischen. Und ihr habt auch gute Chancen, ein paar Delfine zu sehen, die ab und an vorbeiziehen.

Wenn ihr hier außerdem noch eure Tiefenentspannung perfektionieren wollt, dann empfehle ich euch das a-frame Surf und Yogacamp, wo ihr die beiden Sportarten Yoga & Surf perfekt kombinieren könnt. Wer nach dem Surfen noch Lust hat, durch eine nette kleine Altstadt zu flanieren, sollte unbedingt Conil de la Frontera auf seine Liste setzen. Conil gehört zu der „Ruta de los Pueblos Blancos“ und ist somit auch ein „weißes Dorf“. Besonders schön ist es, dass alle größeren Hotels außerhalb der Stadt angesiedelt sind und daher bleibt der Charme eines kleinen, aber doch lebhaften Fischerdorfs erhalten. Die besten Hotelangebote für diese Region sind breit gefächert und ihr findet hier in jeder Preisklasse eine Unterkunft.

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Bali – Canggu

Bali ist das Land, wenn es ums Surfen geht. Ein Paradies für Fortgeschrittene, aber auch für Anfänger gibt es ausreichend Spots, um sich in den ersten Wellen zu versuchen. In Canggu wird Lifestyle mit dem Surfen vereint und wenn ihr auf einen kleinen trendigen Ort steht, dann seid ihr hier perfekt aufgehoben. Als Anfänger geht man am besten zum Batu Bolong Beach (Old Man’s) und fragt dort die Locals nach Surfstunden. Es gibt nur Einzelstunden, wodurch man am schnellsten lernt. Da Canggu immer beliebter wird, sollte man sich am besten vorher erkundigen, wann die beste Zeit für eine Unterrichtsstunde ist, damit man den großen Ansturm etwas umgeht. Am Batu Bolong Beach surft man auf einem Riff – achtet also darauf, dass ihr nicht bei Ebbe ins Wasser geht.

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Bali hat außerdem die schönsten Traumhäuser und wenn ihr eine größere Gruppe seid, eignet sich hier eine tolle Villa mit Pool. Diese kostet pro Nacht 147€, das sind bei 6 Leuten nur 24,50€ pro Nacht.

In Canggu könnt ihr übrigens auch sehr gut essen. Am besten erkundet ihr hier die Gegend mit einem Scooter (Achtung – Helm aufsetzen) und könnt so zum Beispiel bei Milk & Madu ein Weltklasse Frühstück zwischen den Reisfeldern genießen oder abends (sonntags gibt es hier immer Live-Konzerte) ins Deus zum Feiern gehen.

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Foto: facebook.com/Milk-Madu

 

Surfen lernen leicht gemacht

Hier noch ein paar Fachausdrücke, damit ihr dann am Abend zu den Coolen gehört:

  • White Wash
    Diese „Weißwasserwellen“ sind jene, die bereits gebrochen sind und sich für Anfänger am besten eignen.
  • Drop-In
    Willst du auch weiterhin mit deinen Kollegen abends ein Bier trinken, solltest du ein Drop-In vermeiden, denn das bedeutet, dass du sozusagen die Vorrangregel einer Welle missachtest, indem du in eine Welle paddelst, die bereits von jemand anderem gesurft wird.
  • Paddeln
    Dieses Wort wirst du wahrscheinlich am Häufigsten hören, sobald du im Wasser bist. Egal wann, wo und wer du bist, man kann nicht genug paddeln. Am besten schon mal mit ein paar Liegestützen anfangen, damit man im Wasser ausreichend Kraft hat.
  • Beach Break
    Hier brechen die Wellen auf einer Sandbank, wodurch sich diese Orte am besten für Surfanfänger eignen, da die Verletzungsgefahr am geringsten ist.
  • Reef Break
    Hier befindet man sich auf einem Untergrund der aus Felsen und Korallen besteht. Dabei sollte man auf die Tide (Gezeit – Ebben und Flut) achten, damit das Wasser nicht zu seicht wird. Außerdem gibt es in manchen Regionen Seeigel – im Notfall Surf Boots tragen.
  • Leash
    Die Leash ist eine Leine am Surfboard, damit ihr das Brett nicht verliert, wenn euch die erste Welle überrascht (und das wird sie).
  • Finne
    Die Finnen findet man an der unteren Seite des Boards, sie dienen der Richtungskontrolle. Neben den vielen verschiedenen Formen gibt es die bekannte „Single Fin“, bei der man mit nur einer großen Finne surft. Am häufigsten findet man drei Finnen unter seinem Board.
  • High Tide und Low Tide
    Die Uhrzeit ist euer bester Freund, wenn ihr surft. Achtet darauf, wann High Tide, also das Wasser am Höchststand (Flut), oder am Tiefstand, also Low Tide (Ebbe), ist. Das ist besonders bei Reef Breaks sehr wichtig.
  • Green Wave
    Eure erste Green Wave vergesst ihr nicht, denn dann habt ihr die White Wash hinter euch gelassen und gehört zu denen, die ungebrochene Wellen surfen können. Hooray!
  • Barrel
    Einmal in einer Barrel sein, ist der große Traum eines jeden Surfers: Es ist das klassische Bild, das man vor sich hat, wenn man ans Surfen denkt. Eine Barrel oder Tube ist eine steile Welle, die in eine Richtung bricht, aber so, dass sich auf einer Seite eine Öffnung bildet, in der man surfen kann.

Tipps für die Anreise und Unterkünfte: