Marokko ist ein faszinierendes, märchenhaftes und einzigartiges Land. Da wäre das bunte Marrakesch, die weite Wüste und… – oh, Marokko, das Surferparadies?! Das hätte ich ja nicht gedacht, ihr etwa? Tatsächlich gibt es in Marokko richtig coole Surferhotspots! Das musste ich mir natürlich näher anschauen, damit ich euch auch ein wenig darüber berichten kann. Wer weiß, vielleicht gibt es ja auch unter euch den ein oder anderen leidenschaftlichen Surfer? Ich habe jedenfalls schon immer den Traum gehabt, mich mal auf ein Surfbrett zu schwingen und über die Wellen des Ozeans zu reiten. Aber gut, genug davon, und auf in das nordafrikanische Land, in dem orientalisches Surf-Feeling herrscht.

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Foto: tripadvisor.de

Ein Überblick:

Reiseinformationen für Marokko

In Marokko wird Arabisch und Mazirisch gesprochen. Als Handels- und Amtssprache gilt jedoch im gesamten Land auch Französisch, an den Küstenregionen und in großen Städten wird sogar meist auch Englisch gesprochen. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise mit einem Reisepass (auch mit vorläufigem) möglich, NICHT aber mit dem Personalausweis. Die Reisedokumente müssen bei Reiseantritt mindestens noch sechs Monate lang gültig sein.

Marokko ist nur wenige Flugstunden von Deutschland entfernt. Am besten eignet sich der Zielflughafen Agadir. Von hier aus sind die Surfcamps und Surfspots leicht erreichbar und es gibt einen Transfer vom Flughafen.

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Foto: tripadvisor.de

Marrokos Schätze – Es gibt viel zu erleben

Ich liebe Länder, in denen es viel zu erleben gibt. Länder, die viele versteckte Schätze beherbergen. Im Nordwesten Afrikas liegt dieses ganz besondere Land namens Marokko, nur wenige Kilometer vom europäischen Kontinent entfernt. Es grenzt sowohl an den Atlantischen Ozean als auch ans Mittelmeer. Der wohl angesagteste Surf-Hotspot des Landes ist Taghazout, ein kleines Fischerdorf im südlichen Marokko, 19 Kilometer von Agadir entfernt, wo sich eben auch der nächste Flughafen befindet.

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Taghauzout Foto: tripadvisor.de

Surfen in Marokko

In den Wintermonaten herrschen in Marokko mit etwa 20 Grad die idealen Bedingungen, um sich aufs Surfbrett zu schwingen und die Wellen zu bezwingen. Während in Europa zu der Zeit meist kalte Temperaturen herrschen, ist Marokko der perfekte Ort, um aus dem europäischen Winter auszubrechen. Taghazout gilt als wahrer Geheimtipp für Surfer und steht anderen Surf-Hotspots der Welt angeblich in nichts nach! Surfer aus aller Welt kommen jedes Jahr zu den Pointbreaks wie Hash-Point, Anchor-Point und Killer-Point. Hier können sowohl Anfänger, als auch Fortgeschrittene und Profis eine tolle Zeit erleben, heißt es.

In Taghazout und Tamraght gibt es viele sogenannte Surfcamps, sprich spezielle Unterkünfte für Surfer in Form von Hotels und Pensionen. Die Surfcamps sind meistens sehr gemütliche und familiäre Unterkünfte, die zudem auch preiswert sind. Viele Surfcamps bieten verschiedene Pakete an – in manchen sind sogar ein Yoga-Stunden enthalten . Es gibt zudem Surfkurse für diejenigen, die das Surfen lernen wollen, aber auch für Fortgeschrittene, die sich verbessern möchten.

Die Surfspots

An der Küste Marokkos gibt es viele Surfspots, die jedoch nicht für Jedermann geeignet sind. Doch ich verrate euch, welcher Spot sich für welchen Erfahrungsgrad eignet. Eine Sache kann ich euch jetzt schon versichern: Hier ist garantiert für jeden Surf-Fan das Passende dabei. :-)

Surfen für Anfänger:

  • Der Panorama-Point ist gut für Anfänger geeignet, da hier zum Üben die perfekte Wellenlage herrscht. Für Fortgeschrittene wären die Wellen vielleicht etwas zu ruhig und klein.
  • Der Banana-Point ist ebenfalls gut für Anfänger geeignet, da die Wellen auch hier eher kleiner sind.
  • Auch am Banana-Reef können sich Anfänger versuchen. Für manch einen Anfänger sind die Wellen gerade noch klein und ruhig genug.

Surfen für Fortgeschrittene und Surfen für Profis:

  • Killers-Point, Hash-Point und Mystery sind die besten Spots für Fortgeschrittene und Profis, da die Wellen hier auf die Riffe auflaufen. Dementsprechend sind die Wellen hoch und alles andere als ruhig! An diesen Spots ist auch ein Fußschutz durchaus empfehlenswert.

Airline-Bestimmungen für die Mitnahme des Surfbretts

Ich habe für euch die Gepäckbestimmungen der drei größten Airlines in Deutschland für die Mitnahme eines Surfbretts herausgesucht:

  • 1. Lufthansa: Leider ist die größte deutsche Fluggesellschaft weniger Surfer-freundlich. Hier dürft ihr zwar ein Gepäckstück bis zu 23 Kilogramm kostenfrei mitnehmen, zahlt jedoch für ein Surfboard 50 Euro pro Strecke innerhalb Europas und 100 Euro außerhalb Europas. Zudem darf das Surfbrett nicht länger als zwei Meter sein.
  • Germanwings: Da Germanwings die Billigflug-Tochtergesellschaft von Lufthansa ist und ebenfalls Marokko anfliegt, habe ich euch auch für diese Airline die Bestimmungen herausgesucht. Bei der Airline solltet ihr darauf achten, welchen Tarif ihr bucht. Beim Basic-Tarif ist bis auf das Handgepäck kein weiteres Freigepäck enthalten. Beim Smart- bzw. Standardtarif dürft ihr jedoch beim Check-in am Flughafen ein Gepäckstück bis zu 23 Kilogramm kostenfrei abgeben. Für das Surfbrett zahlt ihr hier ebenfalls 50 Euro pro Strecke, unabhängig vom gebuchten Tarif.
  • 2. Air Berlin: Die zweitgrößte deutsche Airline ist sehr Surfer-freundlich. Bei Air Berlin könnt ihr selbst und ohne Aufpreis entscheiden, ob ihr einen Koffer oder eine sogenannte Surfboardbag aufgeben wollt. Wichtig ist jedoch, dass die 23 Kilogramm Freigepäckgrenze eingehalten wird. Das Sportgepäck müsst ihr bis zu 48 Stunden vor Abflug online oder über das Service Center anmelden.
  • 3. Condor: Bei der drittgrößten Fluggesellschaft Deutschlands müsst ihr euer Sportgepäck sehr früh anmelden, denn ab 30 Tagen vor Abreise kommt eine Gebühr von 10 Euro hinzu. Der Aufpreis für Surfboards bis zu 30 Kilogramm ist vom Reiseziel abhängig und beträgt zwischen 49,99 Euro und 74,99 Euro. Bei Condor kann ein Gepäckstück bis 20 Kilogramm kostenlos aufgegeben werden.
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Taghazout Foto: tripadvisor.de

Marokko ist ein idealer Surfspot, weil…

  • 1. … es in Marokko viele leere Strände gibt.
  • 2. … die idealen Wetterbedingungen herrschen: Wohlfühl-Wetter im Winter!
  • 3. … Marokkaner sehr freundliche Menschen sind.
  • 4. … die Lebenshaltungskosten sehr gering sind: Für eine gute Mahlzeit zahlt man in Marokko umgerechnet nur 3€.
  • 5. … Marokko international ist: Man kann Surfer aus aller Welt kennenlernen.

Wie sieht’s eigentlich mit euch aus? Habt ihr bereits erste Erfahrungen mit dem Surfen gesammelt und könnt noch weiter Surfspots empfehlen? Oder wart ihr vielleicht sogar schonmal in Marokko zum Surfen? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen! :-)