Den Urlaub mit dem Rucksack zu verbringen, ist nach wie vor so beliebt wie nie. Man ist frei, kann bleiben, wo es einem gerade gefällt und flexibel entscheiden, wo man als nächstes hin möchte. Viele von euch reisen auf diese Art jedes Jahr nach Thailand, Vietnam, Bali oder sogar nach Kambodscha. Südostasien ist für Backpacker ja schon immer ein beliebtes Ziel gewesen. Aber habt ihr auch schon mal über die Philippinen als Reiseziel nachgedacht?

Egal ob bei Backpackern oder Normalreisenden, die Philippinen gehören definitiv zu den Trendzielen 2016! Ich möchte euch diese paradiesische Destination genauer vorstellen und zeigen, warum die Philippinen bei Asienreisenden immer beliebter werden.

Trendreiseziel Philippinen

Die Philippinen – Ein Überblick | Die schönsten Ziele | Sicherheit und medizinische Versorgung

Philippinen Boot Strand Meer

Die Philippinen – Ein Überblick

Die Philippinen sind ein Archipel in Südostasien mit insgesamt 7107 Inseln. Damit gehören sie, zusammen mit Indonesien und Japan, zu den größten Inselstaaten der Welt. Zum Vergleich: Zu Thailand gehören „nur“ circa 500 Inseln. Die Philippinen werden in die drei Inselgruppen Luzon, Visayas und Mindanao unterteilt. Eine weitere Besonderheit der Philippinen ist die katholische Bevölkerungsmehrheit: Während in anderen Staaten Südostasiens Anhänger des Buddhismus oder des Islams zu finden sind, sind hier die meisten Menschen tatsächlich Christen. Ein Überbleibsel der spanischen Kolonialzeit. Da die Philippinen außerdem mal eine amerikanische Kolonie waren, ist die zweite Amtssprache Englisch, sodass ihr euch meist ohne große Probleme verständigen könnt.

Philippinen Palawan

Bezahlt wird auf den Philippinen mit Pesos, die Lebenshaltungskosten sind ziemlich günstig, sodass ihr schon für unter 5€ eine komplette Mahlzeit mit Getränken bekommt. Sehr gute Unterkünfte findet ihr für 20-30€ pro Nacht zu zweit. Natürlich zahlt ihr deutlich weniger, wenn ihr auf ein Hostel oder eine Gemeinschaftsunterkunft zurückgreift. Während der Hochsaison könnten viele günstige Unterkünfte bereits ausgebucht sein, am besten verschafft ihr euch vor eurer Reise einen kleinen Überblick über die verfügbaren Hotels der jeweiligen Region. Je nachdem, wie hoch eure Ansprüche an die Hotels sind, kommt ihr mit 30-40€ pro Tag und Person inklusive Essen und kleinen Aktivitäten gut aus.

Die beste Zeit, um die Philippinen zu bereisen, ist übrigens Mitte Januar bis Mai. Wie in allen südostasiatischen Ländern solltet ihr die Regenzeit, die von Juni bis Oktober andauert, meiden. In den Monaten März bis Mai ist es auf den Philippinen am heißesten, ihr könnt dann mit Temperaturen um die 35 Grad rechnen.

Wie auch bei der Einreise nach Thailand oder Indonesien müsst ihr auch für die Einreise auf die Philippinen vorab kein Visum beantragen. Ihr erhaltet direkt bei eurer Einreise ein kostenfreies Visum, mit dem ihr euch 30 Tage im Land aufhalten könnt. Einzige Voraussetzung: Ein gültiges Rückflugticket ins Ausland muss bereits bei der Einreise vorliegen. Solltet ihr länger als 30 Tage bleiben wollen, könnt ihr euer Visum direkt vor Ort beantragen. Alle Informationen rund um die Einreise erhaltet ihr tagesaktuell auf der Seite des Auswärtigen Amts.

Die schönsten Ziele für eure Philippinen-Reise

Die Hauptstadt Manila wird vermutlich das Erste sein, was ihr von den Philippinen zu sehen bekommt. Die gigantische Stadt mit mehr als 1,6 Millionen Einwohnern ist das Zentrum des Landes und hat neben einigen Kirchen auch etwas für Kultur- und Geschichtsinteressierte zu bieten. Im Nationalen Museum der Philippinen könnt ihr euch über die Entwicklung und das kulturelle Erbe der Philippiner informieren. Auch die Kolonialzeit wird hier unter die Lupe genommen. Mit Sicherheit ein guter Einstieg in eure bevorstehende Reise.

Philippinen Manila

Die Reisterrassen von Banaue auf der Inselgruppe Luzon, die seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, gelten als das ältestes Bauwerk der gesamten Philippinen und sind ganz sicher eine Sehenswürdigkeit, die man bei einer Reise auf die Philippinen gesehen haben muss. Bereits vor 2000 Jahren wurden die beeindruckenden Terrassen geschaffen und noch heute instand gehalten. Von unterschiedlichen Aussichtspunkten aus hat man einen phänomenalen Blick über die sattgrünen Bauwerke, die sich über die ganze Seite des Berges ziehen. Ein atemberaubender Anblick.

Philippinen Reisterassen von Banaue

Der Name Chocolate Hills verrät es schon: Die Schokoladenhügel der Inselgruppe Visayas sind normalerweise grün bewachsen, wenn allerdings die Trockenperiode einsetzt verfärben sich die vielen kleinen Hügel schnell braun und sehen aus wie in Schokolade getunkt. Ein lustiges Schauspiel, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Philippinen Chocolate Hills

Viele Reisende schwärmen von den wunderschönen Stränden, die die Philippinen zu bieten haben. Fragt man nach der schönsten Insel, so bekommt man immer wieder den Namen Boracay Island zu hören.

Der Sand auf Boracay ist so weiß, dass man es kaum glauben kann!

Die kleine Insel auf der Inselgruppe Visayas ist die wohl bekannteste der Philippinen und ihr Strand, der White Beach, zählt sogar zu den schönsten der ganzen Welt. Sollte es euch also auf die Philippinen verschlagen, solltet ihr diese Trauminsel auf jeden Fall bereisen, auch wenn Boracay Island schon längst kein Geheimtipp mehr ist.

Ein kleiner Geheimtipp für alle Individualtouristen ist hingegen das Inselparadies Palawan. Massentouristisch ist die Inselprovinz noch nicht erschlossen, sodass ihr hier besonders die unberührte Natur genießen könnt. Auch Tauch- und Schnorchelfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Palawan bietet sich außerdem perfekt zum Inselhopping an, da sich die Provinz über 40 kleine und große Inseln erstreckt, die nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Ein toller Tipp für Taucher ist das Tubbataha-Riff südlich der Insel Palawan. Die beiden Atolle bilden das größte Korallenriff der Philippinen, in dem man unter anderem Stachelrochen und Schildkröten beobachten kann. Die Anreise von mehreren Stunden kann man für dieses Erlebnis ruhig mal in Kauf nehmen. Einen weiteren Traumstrand findet ihr in der Nähe der Inselprovinz Camiguin Island im Süden der Inselgruppe Luzon. Der Strand auf White Island hält genau das, was der Name verspricht: Euch erwartet schneeweißer Sand und ein türkises Meer, das zum Schwimmen und Schnorcheln einlädt. Hier ist man wirklich im Paradies angekommen.

Philippinen El Nido

Der Süden des Landes, also die Inselgruppe Mindanao, ist touristisch am wenigsten erschlossen, sodass ihr euch hier ebenfalls auf menschenleere Traumstrände freuen könnt. Eine Insel, von der aus ihr super euer Inselhopping starten könnt, ist zum Beispiel Siargo Island. Rund um die Insel, die besonders bei Surfern aus aller Welt bekannt ist, könnt ihr viele kleine bewohnte und unbewohnte Inseln ansteuern und an den traumhaften Sandstränden so richtig ausspannen.

Dadurch, dass die Philippinen aus so vielen Inseln bestehen, ist das Herumreisen natürlich etwas aufwendiger und anstrengender als zum Beispiel in Thailand. Ihr solltet euch genug Zeit nehmen und euch auch nicht zu viel vornehmen. Viele der Reisewege führen über’s Wasser, dementsprechend gibt es viele Fähren und Wassertaxis, die euch zu den verschiedenen Inseln bringen. Für kleines Geld können längere Überfahrten auch in einer eigenen Kabine gebucht werden. Wer viel sehen möchte und keine Lust auf lange Bootsfahrten hat, der kann natürlich auch Inlandsflüge in Anspruch nehmen, um schnell von einem Ort zum anderen zu kommen. Diese sind, ähnlich wie in anderen asiatischen Ländern, wirklich sehr erschwinglich.

Philippinen Wassertaxi Fähre Insel

Ein großer Unterschied zu anderen asiatischen Ländern ist zweifelsohne die landestypische Küche. Findet ihr zum Beispiel in Thailand und Indonesien vorwiegend gesunde und leichte Zutaten und Gerichte, so wirkt die philippinische Küche hingegen sehr amerikanisiert und etwas fettig. Aber keine Sorge, auch hier könnt ihr euch natürlich gesund und lecker ernähren. Fangfrischer Fisch, Reis und schmackhaftes Obst gehören bei den Philippinern nämlich ebenso dazu.

Sicherheit und die medizinische Versorgung auf den Philippinen

Da es auf den Philippinen sehr viele aktive Vulkane gibt, muss stets mit Vulkanausbrüchen oder Erdbeben gerechnet werden. Eine größere Gefahr geht aber eher von den Taifunen aus, die das Land jährlich heimsuchen. Daher rate ich euch von einer Reise zur Taifun-Saison zwischen Juni und November ab. Es kommt häufig zu starken Überschwemmungen, die das Reisen nicht nur erschweren, sondern auch sehr gefährlich machen.

Ist ein Philippinen-Urlaub gefährlich? In den Medien hört man zudem immer mal wieder etwas von Anschlägen der Rebellen im äußersten Süden des Landes. Am besten umgeht ihr die südlichsten Regionen ganz, so geht ihr kein Risiko ein und könnt einen entspannten Urlaub verbringen. Wie immer hilft euch bei Reisen in fremde Länder am besten euer gesunder Menschenverstand, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Die Philippiner sind ein herzliches und aufgeschlossenes Volk, viele leben vom Tourismus und sind daher froh, wenn ihr euren Urlaub in ihrem Land verbringt.

Die Philippiner sind ein herzliches und aufgeschlossenes Volk

Die medizinische Versorgung ist in den großen Städten gut, in den ländlichen Regionen jedoch oftmals unzureichend. Daher solltet ihr, wie bei jeder anderen Reise auch, immer eine Reiseapotheke für kleinere Beschwerden mit euch führen und vor der Reise eine Auslandskrankenversicherung abschließen, die euch im Notfall absichert.

Wie ihr seht: Wer einen tollen Urlaub in Südostasien und außerhalb der abgetretenen Touristenpfade sucht, wird auf den Philippinen fündig. Es erwarten euch traumhafte Strände, unberührte Natur und lebensfrohe Menschen. Nicht umsonst sind die Philippinen der Geheimtipp vieler Asien-Fans. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich komme schon beim Anblick der tollen Fotos ins Schwärmen. Wart ihr schon mal auf den Philippinen? Was ist euer persönliches Highlight? Ich würde mich über eure Erfahrungen und Berichte sehr freuen.

Fernweh? Plant jetzt eure Reise auf die Philippinen!