Langsam treibt ihr durchs Wasser. Euer Herz klopft … Wann taucht er auf? Überall Luftblasen und das Sonnenlicht dringt durch die Wasseroberfläche und trübt den Blick. Plötzlich seht ihr einen Schatten. Und auf einmal gleitet ein sanfter Riese aus dem Nichts in eure Richtung. Mit Walhaien schwimmen ist ein Erlebnis, dass ihr euer Leben langt nie wieder vergessen werdet.

Ihr wolltet schon immer mal das Meer unter der Wasseroberfläche erkunden, selbst die Flossen anschnallen, tief Luft holen und mit Walhaien schwimmen? Dieses einzigartige Erlebnis könnt ihr in so manchen Regionen und zu einer bestimmten Jahreszeit selbst erfahren und mit diesen außergewöhnlichen Giganten ein paar Meter unter Wasser zurück legen.

 

Mit Walhaien schwimmen

Wen trefft ihr? | Wann & wo? | Euer Beitrag zur Forschung

Mit Walhaien schwimmen

Darf ich vorstellen: der Rhincodon typus

Wenn ihr einen Walhai unter Wasser trefft, dann kann dieser schonmal bis zu 13 Meter lang und ca. 12 Tonnen schwer sein, denn dieses Tier ist zugleich größter Hai und Fisch unserer (bisher entdeckten) Meere. So kann der Walhai dem einen oder anderen schon etwas Respekt einjagen. Generell gilt das Tier als sanftes Wesen und ernährt sich hauptsächlich von Plankton – auch, wenn man meint, dass er einen mit seinem riesigen Maul sofort auffressen könnte.

Trotzdem sind Walhaie und Menschen nicht direkt Best Buddys. Anfassen ist also Tabu und ein Sicherheitsabstand sollte eingehalten werden. Dieser Abstand gilt aber nicht zur Sicherheit des Walhais, sondern für euch, denn wenn eine Flosse mit 12 Tonnen Antrieb ausholt, solltet ihr besser nicht im Weg sein.

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Typisch für den Walhai sind seine grau-blaue Färbung, die hellen Streifen und die auffälligen Punkte, die bei den Walhaien das sind, was bei den Menschen der Fingerabdruck.

Diese Genießer sind richtige Warmduscher und lieben eine Wassertemperatur von angenehmen 21°C bis 25°C, was es natürlich noch einladender macht, sie zu besuchen. Ihre bevorzugten Gebiete sind meist jene, wo es besonders viel Plankton gibt. Wo genau müsst ihr also hin?

Mit Walhaien schwimmen

Treffpunkt für euer Date

Mit Walhaien schwimmen ist in vielen Regionen rund um den Äquator möglich und nachdem diese Tiere oftmals sehr weite Wege zurück legen, aber immer wieder an ihren Geburtsort zurück kommen, gibt es einige Spots, an denen ihr mit ihnen tauchen könnt.

  • Curacao: Im Karibischen Meer habt ihr auch super Chancen, den Wahlhai zu sehen
  • Mexiko: Auf der Yucatan Halbinsel von Mai bis September
  • Philippinen: Donsol im Süden der Hauptinsel zwischen Dezember und Mai. Gilt als der beste Spot – eine Sichtung ist garantiert.
  • Australien: Am Ningaloo Riff im Westen des Landes von April bis Juli
  • Honduras: Im März und April findet man die Tiere vor der Insel Utila
  • Seychellen: Dort ist das Wasser am klarsten und man sieht die Meeresbewohner z.B. in Praslin von August bis November am besten.
  • Ägypten: Wer nicht allzu weit reisen möchte, kann auch im Roten Meer auf Walhaie treffen. Saison ist Mai bis Juli, wobei die Sichtungen nicht so garantiert sind, wie in anderen tropischen Gewässern.
  • Thailand (Koh Tao), Malediven (South Ari Atoll), Mosambik (Tofo Beach) und Belize (Gladden Spit) sind weitere Tauchspots, an denen ihr gute Chancen habt

Ihr seht also, rund  um den Globus könnt ihr mit Walhaien schwimmen. Am besten, ihr erkundigt euch vor Ort in den angesiedelten Tauchschulen. Diese bieten nicht nur Equipment, sondern auch reichlich Erfahrung mit den Tieren, geben euch eine Einführung und bringen euch zu den richtigen Plätzen, damit ihr dieses einzigartige Erlebnis garantiert nicht verpasst.

Walhaie

Jetzt seid ihr dran

Ihr fragt euch, wie ihr zur Erforschung dieser Meeresriesen beitragen könnt? Das ist ganz einfach: Bisher hatten Wissenschaftler nämlich oftmals Probleme damit, die Tiere zu markieren oder wieder zu erkennen, da sie sich entweder zum Verwechseln ähnlich sehen, nur in Gruppen auftauchen oder sich zu tief bewegen, um sie mit einem Sensor zu markieren, beziehungsweise zu groß sind, um sie kurzzeitig zu fangen.

Dann hatte man entdeckt, dass ihr Punktemuster so einzigartig wie ein Fingerabdruck eines Menschen ist und jeder Walhai seine eigene „Sternenkarte“ besitzt. Wieso aber Sterne?! Nun, nachdem das Muster der Tiere doch sehr speziell ist und vom Menschenauge kaum identifiziert werden kann, waren die Forscher so schlau, den gleichen Algorithmus wie bei Sternenbildern anzuwenden, um Individuen ausmachen zu können. Eine absolut geniale Idee, denn so konnte man endlich das Wanderverhalten der Tiere festhalten.

Und wie konnte man so viele Tiere an so vielen Orten fotografieren? Richtig – hier kommt ihr ins Spiel. Es wurde eine Datenbank angelegt, in die jeder Tourist weltweit sein Bild plus dazugehörige Informationen hochladen kann, welche die Forscher dann auswerten können. Klüger geht’s wohl kaum, also raus mit der Go-Pro und fleißig die Sternenbilder der Walhaie festhalten!

Mit Walhaien schwimmen

Ihr seid selbst schon einmal mit diesen sanften Riesen durchs Meer geschwommen? Dann erzählt mir unbedingt von euren Erfahrungen und vergesst nicht, eure Fotos der Forschung zukommen zu lassen!