Der japanische Winter ist wirklich mehr als spektakulär: Optimale Wetterbedingungen, bezaubernde Schneelandschaften, heiße Quellen und wunderschöne Lichtinstallationen erwarten euch. Erfahrt jetzt alle Gründe für eine Reise nach Japan in der Nebensaison.

Endlose Landschaften aus Puderschnee, dampfend heiße Quellen und faszinierende Winterfestivals – Japan hat so einiges zu bieten. Selbst im Winter steckt das Land voller Überraschungen und spektakulärer Erlebnisse! Was den Winter in Japan besonders macht, das verrate ich euch jetzt.

Winter in Japan

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7 Gründe, warum ihr den Winter in Japan verbringen solltet

Falls ihr tatsächlich noch Gründe braucht, um im Winter nach Japan zu reisen, dann habe ich hier ein paar tolle Ideen für euch, denn es hat jede Menge Vorteile, das spannende Land in der Nebensaison zu besuchen. Einige davon möchte ich euch gerne genauer vorstellen.

1. Bestes Wetter in unterschiedlichen Klimazonen

Wer gerne nach Tokio oder Osaka reisen möchte, um die Kultur Japans kennenzulernen und spannende Sehenswürdigkeiten zu entdecken, der wird im japanischen Winter mit optimalen Wetterbedingungen belohnt. Angenehme 8 bis 15 Grad und wenig Regen sind einfach perfekt für ein paar Tage Sightseeing. Schnee gibt es hier eher selten. Die Luft ist relativ trocken mit einer Luftfeuchtigkeit von gerade mal 30 Prozent. Wer schon einmal den japanischen Sommer kennengelernt hat, weiß diese Gegebenheiten sicherlich zu schätzen.

Perfektes Wetter zum Skifahren!

Doch Japan ist nicht nur Tokio und Osaka: Weit weniger bekannt, aber dafür umso faszinierender, sind die einzelnen Inseln wie Hokkaido im Norden. Hier ist es nicht nur wunderschön, es ist auch deutlich kälter. Während es nachts durchaus richtig eisig werden kann, sind auch die Tage im Winter oft von Minusgraden geprägt – perfektes Wetter zum Skifahren. Im Februar habt ihr in manchen Regionen sogar schon das beste Klima für die Kirschblüte, darunter Kawazu City und die Shizuoka Präfektur. Wer also schnell ist, bekommt vielleicht schon bald die ersten blühenden Kirschen zu sehen.

Sumida Park zur Kirschblütenzeit, Tokio Sehenswürdigkeiten
Kirschblüte in Japan | Foto: Phattana Stock/Shutterstock.com

2. Japanische Skipisten

Ein echtes Highlight für den Winter in Japan sind die Japanischen Alpen auf der Insel Honshū. Abgesehen von den vielen kleinen Tempeln, die sich zwischen den Bergmassiven verstecken, haben die Alpen sogar Ähnlichkeit mit unseren. Man fühlt sich direkt wie Zuhause. Darüber hinaus warten hier weit über 1.000 Kilometer Pisten auf euch. Schnappt euch Skier oder ein Snowboard und lasst euch von einem der über 700 Skilifts auf die Gipfel bringen, um dann bei traumhafter Aussicht auf den Skiern oder dem Board wieder ins Tal zu fahren.

Als bestes Skigebiet des Landes gilt allerdings Hokkaido: Tiefster Puderschnee erwartet euch in den verschiedensten Skigebieten der Insel und auch große Ski Resorts findet ihr hier zuhauf, um einen genialen Winterurlaub zwischen Erholung und Sport zu verbringen. Da der Winter in Japan als Nebensaison gilt und die Touristenmassen eher zur Hauptsaison eintrudeln, könnt ihr hier vielerorts, anders als bei uns im Winter, auch mit fast leeren Pisten rechnen.

Skigebiet auf Hokkaido in Japan
Foto: antb/Shutterstock.com

3. Wunderschöne Winterlandschaften

Nicht jeder steht auf Ski- oder Snowboard fahren, doch von diesen wunderschönen Schneelandschaften lasst ihr euch bestimmt begeistern. Was der Winter in Japan zu bieten hat, würden die meisten von euch nicht mal erahnen: Endlose Gebirgslandschaften mit Bergen, an dessen Hängen verschneite Tannen stehen – wie wir es sonst nur von Bildern aus Lappland kennen.

Tempelanlagen inmitten von verschneiten Regionen…

Habt ihr schon mal Tempelanlagen inmitten von verschneiten Regionen und mit einer glitzernden Schneedecke auf dem Dach gesehen? Ein einzigartiger Anblick. Zugefrorene Seen, auf denen ihr mit ein bisschen Glück eure Schlittschuhe austesten könnt, und endlose schneeweiße Landschaften, die zu langen Winterwanderungen einladen, machen einen Winterurlaub in Japan einfach perfekt! Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, ist es spätestens nach diesen Bildern – klickt euch durch die Galerie.

4. Ein Bad in den Onsen

Die schönsten Schneelandschaften und ihr mitten drin in einer heißen Quelle, die eure kalt gewordenen Muskeln schonend verwöhnt – klingt das nicht wunderbar?

Guru Tipp:

Einige Bäder mit Onsen haben ein Tattooverbot eingeführt. Falls ihr tätowiert seid, informiert euch vorab, ob ein Tattooverbot vorliegt, denn andernfalls verletzt ihr die japanische Kultur. Generell gilt es einige Regeln zu beachten, über die ihr euch vor einem Bad in einem Onsen informieren solltet.

Die japanischen Onsen gehören zur Tradition des Landes und dienen nicht nur der Erholung, sondern auch dem Zweck, gemeinsam Zeit zu verbringen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Onsen zu baden, denn sie sind mittlerweile nicht nur Bestandteil vieler Hotels, sondern oft auch in der Natur integriert und locken so mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Das wohltemperierte Wasser stammt dann aus umliegenden heißen Quellen – daher auch der Name Onsen, der für heißes Wasser steht. Top-Adressen für ein Bad in einem Onsen sind zum Beispiel:

 

  • Der Yufuin Onsen am Mount Yufu, dem Yufudake, umgeben von grünen Gebirgslandschaften.
  • Der Noboribetsu Onsen auf Hokkaido, der inmitten von grün rötlichen Felsen und Bergen liegt und elf verschiedene Thermalgewässer bietet.
  • Den Beppu Onsen findet ihr auf der Insel Kyushu zwischen kleinen Felsen und Palmenbäumen in einer Art asiatischem Garten.

Japanischer Onsen

5. Events im Winter in Japan

Ein weiteres Highlight des japanischen Winters ist die Vielzahl an Winterfesten im gesamten Land, die dafür sorgen, dass es nie langweilig wird. Zudem gibt es kaum eine bessere Chance, in die Kultur Japans eintauchen, als bei diesen Events.

Das Jahr startet zu allererst mit dem Neujahrsfest, das am 1. Januar beginnt und zu den wichtigsten Festen des Jahres gehört. Für diesen Tag wird in Japan die gesamte Wohnung geputzt, um frisch ins neue Jahr zu starten. Üblich ist es auch den Tag mit der Familie zu verbringen oder Tempelanlagen zu besuchen. Definitiv ein spannendes Erlebnis für einen Japan Besuch.

Einige Winter Illuminations Japans:

Tokio:

  • Yebisu Garden Place Illumination: 03.11.18-28.02.19 16-24 Uhr
  • Marunouchi Illumination: 08.11.18-17.02.19 17.30-23 Uhr
  • Shinjuku Terrace City Illumination: 14.11.18-14.02.19 17-24 Uhr
  • Caretta Illumination: 15.11.18-14.02.19 17-23 Uhr

Kanagawa:

  • Sagamiko Illumillion: 03.11.18-07.04.19 16-21 Uhr

Osaka:

  • Osaka Castle Illuminage: 01.12.18-03.03.19 17-22 Uhr
  • Kaiyukan Illumination: 09.11.19-03.03.19 17-22 Uhr

Mein Favorit ist aber die Winter Illumination, die bereits im November startet und sich noch bis ins Frühjahr 2019 fortsetzt. Ob in Tokio, Kanagawa oder Osaka – überall in Japan sind die Straßen hell erleuchtet, faszinierende Lichtinstallationen verzieren Landschaften, Bäume und Gebäude und das ganze Land ist ein leuchtendes Winterwunderland. Das Beste daran: Es ist vollkommen kostenlos. Also lasst es euch nicht nehmen, eine der Adressen für die Winter Illumination anzusteuern!

Sehr spektakulär geht es aber auch beim Schneefestival in Sapporo auf der Hokkaido Insel zu. Das Festival startet am 31. Januar und endet im Februar, dabei werden riesige Schneestatuen aufgestellt, die mehrere Millionen Besucher nach Sapporo locken, um an dem mittlerweile internationalen Wettbewerb um die schönste, größte und beste Schneestatue teilzunehmen. Ähnlich ist das Lake Shikotsu Ice Festival vom 25. Januar bis zum 17. Februar 2019, nur 40 Autominuten von Sapporo entfernt. Bunt beleuchtete Eisskulpturen, Eisrutschen und Eisbahnen zum Toben sowie ein beeindruckendes Feuerwerk machen das Event zu einem großen Spektakel.

Winter Illumination in Japan
Foto: SIHASAKPRACHUM/Shutterstock.com

6. Weniger Besucher

Wer schon einmal in Tokio war, der wird diesen Vorteil zu schätzen wissen, denn üblicherweise platzt Tokio in der Hauptsaison aus allen Nähten. Japan ist generell ein Land mit hoher Population, kommen dann noch die vielen Touristen in der Hauptsaison hinzu, können Straßen, Sehenswürdigkeiten und Restaurants schon mal sehr voll sein. Nicht jedoch in der Nebensaison. Verbringt ihr den Winter in Japan, habt ihr die Möglichkeit, Tempelanlagen, Paläste, Aussichtsplattformen oder Parks richtig zu genießen und geniale Fotos zu schießen, auf denen keine Menschen durchs Bild laufen.

Guru Tipp: Besonders ein Besuch des Jigokudani Monkey Parks gilt als Highlight im Winter. In einem Nationalpark gelegen, könnt ihr hier unzähligen wilden Affen dabei zusehen, wie sie in den Onsen baden und sich von eurer Anwesenheit nicht stören lassen.

Japanische Makake Affen im Onsen
Auch die Äffchen wärmen sich in den Onsen auf… | Foto: JNTO

7. Bessere Angebote und niedrige Preise

Kommen wir zurück zum Anfang, denn wer Japan besuchen möchte, braucht erst einmal einen Flug, um dorthin zu kommen. Klar, dass in der Hauptsaison, wenn die Nachfrage hoch ist, auch die Preise in den Himmel steigen. Kommt ihr zum japanischen Winter in das Land, könnt ihr euch hingegen echte Schnäppchen sichern. Je nach Destination, Abflughafen und Zeitpunkt fliegt ihr mit ein bisschen Glück sogar für unter 500€ mit Zwischenstopp nach Japan.

Gute Hotels sind weitaus günstiger!

Aber auch gute Hotels und andere Unterkünfte sind in der Nebensaison einfach weitaus günstiger. So könnt ihr vielleicht sogar ein bisschen luxuriöser unterkommen, was den meisten zur Hauptsaison aus Preisgründen und Überbuchungen verwehrt bliebe.

Resort in Japan
Wollt ihr auch mal so einen genialen Ausblick in Japan genießen?

Entdeckt Japan im Winter

Konnte ich euch für den japanischen Winter begeistern? Ich denke, diese Vorteile sind wohl Grund genug, um sofort in den Flieger zu steigen und Japan zu erkunden, in Onsen zu baden oder die Skipisten hinunterzusausen.

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Beitragsbild: iStock.com/minokku