Während ihr durch tiefe Wälder, entlang glasklarer Seen wandert, tauchen plötzlich die Gipfel majestätischer Vulkane vor euch auf. Gleichzeitig liegen hinter euch quirlige Städte an der Küste des endlosen Ozeans. Auf Hokkaido in Japan könnt ihr alles haben!

Hokkaido, was manche vielleicht nur als Kürbis kennen, ist gleichzeitig auch eine der wunderschönen Inseln Japans. Ganz im Norden gelegen, verbirgt sich hier ein ungeahntes landschaftliches Paradies: Grüne Wiesen, schneebedeckte Berggipfel und kunterbunte Blumenfelder treffen auf den wilden, türkisen Ozean. Welche aufregenden Städte sich in dieser malerischen Natur verstecken und was die idyllische Insel noch für euch bereit hält, verrate ich euch jetzt. Seid ihr bereit für eine unvergessliche Reise?

Die besten Tipps für Hokkaido in Japan

Anreise | Sapporo | Hakodate 

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Video: Urlaubsguru

Eure Anreise nach Hokkaido

Nach Honshu ist Hokkaido die zweitgrößte Insel Japans und bildet als nördlichste der vier Hauptinseln quasi das i-Tüpfelchen des Landes. Sucht ihr von Deutschland Flüge nach Hokkaido, legt ihr mit dem Flugzeug einen kleinen Zwischenstopp ein, zum Beispiel in Tokio. Auf Hokkaido findet ihr mehrere Flughäfen, wobei die besten Verbindungen meist am Shin-Chitose Airport in Sapporo landen. Hin- und Rückflüge bekommt ihr zusammen schon für unter 600€. Unternehmt ihr gleich eine längere Japan Reise, gelangt ihr von der Nachbarinsel Honshu entweder mit der Fähre nach Hokkaido oder ihr nehmt im Shinkansen, dem berühmten japanischen Hochgeschwindigkeitszug, Platz und lasst euch schnurstracks nach Hakodate bringen.

Flüge finden

Die lebhafte Metropole Sapporo

Neben atemberaubender Natur findet ihr auf Hokkaido auch quirlige Städte. Die größte Stadt der Insel und die fünftgrößte Japans ist Sapporo in der westlichen Ecke Hokkaidos. Bekannt wurde die von knapp zwei Millionen Menschen bewohnte Stadt dadurch, dass hier 1972 die ersten Winterspiele in Asien stattfanden. Eine Sehenswürdigkeit in Sapporo, auf die die Einwohner besonders stolz sind, ist der Uhrenturm. Zudem bekommt ihr hier die geballte Ladung Kultur und Geschichte beispielsweise im Historical Village of Hokkaido oder dem Sapporo Biermuseum. Auffallend ist auch, wie grün die Stadt ist: Parks wie der Takino Suzuran Hillside Nationalpark oder der Moerenuma-Park laden euch zu ausgiebigen Spaziergängen und entspannten Stunden ein.

Schneefestival in Sapporo

Wenngleich die Blüte der vielen Blumenfelder im Frühling und Sommer natürlich einfach spektakulär ist, lohnt sich auch eine Reise nach Japan im Winter. Denn dann findet im Odori-Park ein skurriles Event statt: das Yuki Matsuri, besser bekannt als Sapporos Schneefestival. Bereits seit 1950 werden dabei riesige Skulpturen aus Schnee und Eis geformt wie etwa Sehenswürdigkeiten aus aller Welt. Hunderttausende Schaulustige, die das Schneefestival besuchen, wollen sich diesen Spaß nicht entgehen lassen.

Skulpturen aus Schnee und Eis beim Schneefestival von Sapporo auf Hokkaido in Japan.
Foto: JNTO

Die Hafenstadt Hakodate

Am südlichen Zipfel von Hokkaido liegt eine weitere Großstadt: Hakodate. Einen guten ersten Blick genießt ihr auf die Hafenstadt vom Mount Hakodate, der besonders bei Dunkelheit zahlreiche Reisende anlockt, die von hier aus die schimmernden Lichter bestaunen.

Magischer Zauber während der Kirschblüte

Wenn ihr auf eine Wanderung verzichten wollt, bringt euch die Hakodate Ropeway ganz bequem auf die Aussichtsplattform. Außerdem solltet ihr unbedingt dem Goryokaku Park einen Besuch abstatten. Während hier besonders zur Kirschblüte ein magischer Zauber herrscht, lohnt sich das ganze Jahr über ein Gang auf den Aussichtsturm. Vor allem das sternförmig angelegte Kastell sieht von oben schlichtweg beeindruckend aus.

Kulinarik und Restaurants

Die japanische Küche an sich ist bekannt dafür, dass sie echt außergewöhnlich ist. Doch auch Hokkaido hat nochmal seine ganz eigenen Besonderheiten: Regionale Milchprodukte wie selbstgemachtes Eis werden auf der Insel das ganze Jahr über gerne genascht, während natürlich wegen der Nähe zum Meer auch Fisch eine große Rolle spielt. Frisches Sushi darf da selbstverständlich nicht fehlen. Das könnt ihr zum Beispiel im Sushi Yasu genießen, während ihr auf dem Nijo Market fangfrische Meeresfrüchte und Fische bekommt. Auf dem Morning Market in Hakodate bekommt ihr das sogar schon zum Frühstück serviert.

Nationalgericht: Sushi

Japanische Restaurants auf Hokkaido

In Sapporo werdet ihr gute Restaurants und leckeres Essen an jeder Ecke finden, doch das Gotsubo kann ich euch für Meeresfrüchte ganz besonders empfehlen. Japanische Nudeln sind eine weitere Spezialität, die ihr bei Ramen Shingen Minami-6joten bekommt. Auch im Toriton Kyokushin in Asahikawa wird exzellentes Sushi serviert, das hier auf Fließbändern seine Runden dreht, sodass ihr euch das leckerste einfach herunterfischen könnt. Solche Running Sushi werden euch bestimmt öfter begegnen. Süße Köstlichkeiten und herzhafte Snacks für zwischendurch bekommt ihr hingegen im Café Rokkatei Goryokaku in Hakodate.

Blue Pond und bunte Blumen in Biei

Wer an japanische Städte denkt, hat wahrscheinlich gleich Bilder von Menschenmengen, blinkenden Werbetafeln und modernen Wolkenkratzern vor Augen. Dass es auch ganz anders zugehen kann, zeigt das malerische Städtchen Biei im Herzen von Hokkaido.

Kunterbunte Blumenfelder

Denn gerade mal 10.300 Einwohner verteilen sich hier auf endlose ländliche Idylle. Ein Highlight in Biei sind definitiv die kunterbunten Blumenfelder wie Shikisai no Oka, die sich über eine hügelige Landschaft bis zu schneebedeckten Bergen am Horizont erstrecken. Besonders beliebt sind auch der Blue Pond, ein kleiner aufgestauter See, der mit seinen unwirklich scheinenden Farben eine magische Kulisse zaubert, und die beeindruckenden Shirahige Falls.

Nationalparks in Hokkaido

Was Hokkaido auszeichnet und absolut einzigartig macht, ist die unverwechselbare Natur und landschaftliche Schönheit. Das bekommt ihr vor allem in den zahlreichen Nationalparks zu spüren, die sich über weite Teile der Insel erstrecken. Schroffe Felsen treffen hier auf türkisblaues Wasser, grüne Wälder klettern steile Hänge hinauf und spiegelglatte Seen reflektieren ihre traumhafte Umgebung. Über alldem thronen die Gipfel mächtiger Vulkane – ein Anblick, der euch glatt die Sprache verschlägt.

Pure Wildnis im Daisetsuzan Nationalpark

Fangen wir doch gleich mit dem größten Nationalpark Hokkaidos an, dem Daisetsuzan Nationalpark. Dieser liegt im Herzen der Insel, östlich von Asahikawa und Furano, und erstreckt sich über stolze 2.267 km², was ihn sogar zum größten Nationalpark in ganz Japan macht. Hier findet ihr den Asahi-dake, der mit knapp 2.300 Metern die höchste Erhebung der Insel ist. Neben grandiosen Aussichten auf die oft in Rauchschwaden gehüllten Berggipfel, könnt ihr beim Wandern auch eine vielseitige Tier- und Pflanzenwelt kennenlernen. Putzige Pfeifhasen, bunte Schmetterlinge und sogar Braunbären sind hier zu Hause.

Idyllischer Shiretoko Nationalpark

Zugegeben, der Shiretoko Nationalpark ist wegen seiner abgelegenen Lage am nordöstlichen Zipfel der Insel nicht ganz leicht zu erreichen. Mit dem Bus oder Boot kommt ihr dennoch gut hierher, während ihr vor Ort dann vieles am besten zu Fuß erkunden könnt.

Nirgends scheint die Natur unberührter

Der Weg in das von UNESCO zum Weltnaturerbe gekrönten Gebiet lohnt sich aber allemal: Nirgendwo in Japan könnt ihr so unberührte und beeindruckende Landschaften sehen wie in diesem Nationalpark, während auch die Chance, wilde Braunbären zu erspähen, hier am höchsten ist. Der Kamuiwakka-Wasserfall, der aus steilen Klippen direkt am Strand in die Tiefe rauscht, ist ein weiteres besonderes Highlight des Nationalparks.

Heiße Quellen: Onsen auf Hokkaido

Eine kleines Wunder der Natur, das ihr auf verschiedenen Inseln Japans findet, sind Onsen. Hierbei handelt es sich um Wasserbecken, die durch heiße Vulkan-Quellen entstehen und in Japan für traditionelle Bäder genutzt werden. Wusstet ihr, dass es auf Hokkaido eine der drei einzigen heißen Salzwasserquellen weltweit gibt? Manchmal findet ihr in der Nähe der Bäder gleich eine gemütliche Unterkunft wie zum Beispiel beim Kourakuen in Otaru. Auch das Niseko Konbu Onsen Tsuruga Moku-no-sho verbindet entspanntes Baden mit einem luxuriösen Hotel. Für ein wirklich putziges Spektakel solltet ihr zum Yunokawa Onsen in Hakodate reisen: hier, im Jigokudani Affenpark, plantschen nämlich kleine Äffchen ganz entspannt im warmen Wasser.

Guru Tipp: In Japan hat das Baden in den Onsen ein lange Tradition, weshalb ihr euch vorher unbedingt über die richtige Etikette informieren solltet. Wichtig ist es zum Beispiel, sich vor dem eigentlichen Bad gründlich zu waschen. Auch Tattoos sind – zumindest in traditionellen Onsen – nicht gerne gesehen, weshalb ihr sie nach Möglichkeit etwas bedecken solltet.

Hokkaido erwartet euch

Ich muss sagen, dass ich ganz hin und weg bin von der unglaublichen Landschaft Hokkaidos. Wenn es euch genauso geht, solltet ihr nicht lange zögern, sondern eure Taschen packen und euch aufmachen, diese traumhafte Insel zu erobern. Lasst euch von der einmaligen Natur den Atem rauben, verliebt euch in die vielen aufregenden Städte und lasst euch von Japans spannender Kultur verzaubern. Noch mehr Tipps für eure Japan Reise findet ihr in meinem Reisemagazin. Ein Abenteuer, das ihr garantiert nie vergessen werdet!

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