Ich habe mich für euch auf eine Weltreise begeben und elf bekannte, aber auch vielleicht weniger bekannte Gerichte verspeist und kann euch jetzt schon versprechen – es wird köstlich. Aber auch ein wenig außergewöhnlich. Kleiner Tipp schon mal vorweg: Nicht lesen, wenn ihr hungrig seid.

Während ihr reist, finden alle erdenklichen Zutaten den Weg in euren Mund. Viele Leckereien sind bekannt und beliebt, manch andere sieht man, hält aber lieber einen weiten Sicherheitsabstand ein. Ich rate euch jedoch, über euren Schatten  zu springen und eure Gabel auch mal in etwas Unbekanntes zu stechen. Und wenn es mal nicht so lecker war, könnt ihr danach wenigstens eine tolle Geschichte erzählen.

Elf Nationalgerichte – eine kulinarische Reise um den Globus

Costa Rica & Nicaragua | Vietnam | Südafrika | Südostasien | Australien | Japan | Belize | Indonesien
Italien | Island | Hong Kong

Costa Rica & Nicaragua – Gallo Pinto

Am „gefleckten Hahn“ kommt in Mittelamerika keiner vorbei. Dieser bereits vorgekochte Reis wird mit Bohnen vermischt und nach Lust und Laune mit Gemüse, Ei oder Käse aufgepeppt. Die frittierte Kochbanane dazu ist meist obligatorisch. Serviert wird dieses Gericht zu jeder Tages- und Nachtzeit, hauptsächlich aber zum Frühstück. Zur Weihnachtszeit gibt es in Costa Rica Tamales, dabei wird Maisteig mit Fleisch und anderen Zutaten vermischt, in ein Bananenblatt gewickelt und gedämpft. Köstlich mit Tomatensauce! 

Vietnam – Pho

Diese traditionelle Suppe wird im Vietnam gereicht und besteht aus einer klaren Brühe mit Reisnudeln, dünnen Scheiben Fleisch und verschiedenen Gemüsesorten. Egal wo man in Vietnam hinblickt, früh morgens sieht man überall Menschen ihre Pho löffeln. Aufrund der vielen frischen Zutaten ist die Suppe besonders gesund und stärkt das Immunsystem

Südafrika – Braai

Kein Südafrikaner lebt ohne sein Braai. Dieses gesellschaftliche Ereignis wird in Südafrika zelebriert, wie sonst nichts. Braai bedeutet in Afrikaans „Braten“ und gemeinsam wird alles auf den Grill geworfen, was das Land zu bieten hat. Dabei finden Springbock, Strauß und Kudu, eine Antilopenart, ihren Weg auf den Grill. Traditionell ist es, mit Holzkohle zu grillen, damit das Fleisch eine besondere Note bekommt. Dieses Highlight solltet ihr euch in Südafrika keinesfalls entgehen lassen.

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Foto: Foto: instagram/mpilopiliso

Südostasien – Durian

Jeder, der schon mal in Asien unterwegs war, ist dieser „Stinkbombe“ begegnet. Geschmacklich ist diese Frucht süß, der Gestank verbrennt jedoch jedes Nasenhaar. Die Mutigen unter euch kennen bestimmt die Reaktion der meisten Menschen, in deren Gegenwart man den „König der Früchte“ verzehrt. Zutritt zu Geschäften, Hotels, Taxis und ähnlichem wird einem verweigert und man wird prinzipiell gemieden. Tipp: Wenn man auf den Märkten von Verkäufern zu sehr belästigt wird, sollte man einfach mit einer Durian durch die Gassen spazieren – und schon hat man seine Ruhe. ;-) 

Australien – Pie

Nun ja, böse Zungen behaupten, dass man in Australien nicht das beste Essen der Welt finden wird. Legt man dieses Gerücht beiseite, findet man in Australien die weltbesten Pies, auf welche die Einheimischen hier besonders stolz sind. Probieren solltet ihr unbedingt Spezialitäten wie Krokodil oder Känguru. Wer schon in Australien ist, darf auch Vegemite nicht verpassen – geliebt oder gehasst, mit Käse auf Toastbrot ein Hit!

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Foto: instagram/candyliciouscatering

Japan – Sushi

„Aber ich mag doch keinen rohen Fisch und Algen sind ekelig“ … Bla bla bla! Wer in Japan is(s)t, muss einfach Sushi probieren. Diese bunte Vielfalt des Meeres auf einem Stück Reis serviert ist absolut einzigartig und kann mit nichts sonst verglichen werden. Also über den Schatten springen und alles probieren, was euch der Sushi-Koch zubereitet, auch wenn ihr das Tier vielleicht nicht erkennen könnt.

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Foto: instagram/dennistheprescott

Belize – Kakao

In Belize hat der Kakao einen eigenen Stellenwert im Leben der Einheimischen. Schon die Mayas betrachteten diese Bohne als den Kreislauf des Lebens.
Die Samen der Kakaofrucht werden zermahlen, zu einer Masse geknetet und mit heißem Wasser aufgegossen. Man darf dabei nicht an die klassische heiße Schokolade der Kindheit denken, denn süß ist hier nichts. Dafür ist dieses ursprüngliche Getränk eine Reise in die Vergangenheit der Mayas und sollte auf jeden Fall probiert werden.

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Foto: instagram/butter2mybread

Indonesien – Warung

Ein Warung ist sozusagen der Himmel auf Erden für jeden Buffet Fan und bedeutet übersetzt „kleiner Laden“. In Indonesien findet man alle Arten und Größen dieser Essensstände und man kann sich nach Herzenslust auf seinem Teller austoben. Ich empfehle euch auf jeden Fall Tempeh zu versuchen (fermentierte Sojabohnen). Gebraten sind sie mir am liebsten, aber probiert am besten selbst. Fragt auch nach Kokosraspeln, die machen euer Essen zum Highlight. Heißer Tipp: Warung Bu Mi in Canggu/Bali.

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Foto: instagram/warungbumicanggu

Italien – Pizza

Tiefkühler, Hobbyköche und Fast-Food Ketten haben unsere Vorstellung der echten Pizza verdorben. Hier in Neapel, dem Geburtsort der Pizza, findet ihr das, was auf einem Pizzateller liegen sollte. Euer Weltbild wird sich schlagartig ändern, wenn ihr in der wohl turbulentesten Stadt der Welt eine Margherita probieren werdet. Mit nur wenigen Zutaten bereitet euch die L’Antica Pizzeria da Michele ein kulinarisches Lebensereignis zu, dass ihr nie wieder vergessen werdet. Tipp: Früh kommen – hier steht man Schlange bis man eine der zwei Sorten Pizzen bekommt. Und italienische Romantik sucht man vergeblich – der Fokus liegt also eindeutig auf dem Nationalgericht.

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Foto: tripadvisor/L’Antica Pizzeria da Michele

Island – Trockenfisch

Der Name hält was er verspricht. Getrockneten Fisch findet man in Island überall, an Farmen neben der Straße, wo er zum Trocknen hängt, oder an jeder Tankstelle als Snack. Dieser Fisch gehört einfach zu Island dazu und sollte unbedingt probiert werden. Vielleicht machen ihn ja die wertvollen Omega-3-Fettsäuren etwas attraktiver. Am besten danach mit Brennivín, einem isländischen Schnaps, nachspülen.

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Hong Kong – Dim Sum

Diese kleine Köstlichkeit geht Hand in Hand mit ihrem Bambuskörbchen.
Dim Sum bedeutet „das Herz berühren“ oder „kleiner Herzwärmer
Gefüllt mit allen erdenklichen Zutaten sind diese gedämpften Teigtaschen ein Snack für zwischendurch oder aber auch ein Hauptgericht. Ich empfehle euch die Cha Siu Bao (Barbecue Pork Buns).

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Na, seid ihr auf den Geschmack gekommen? Wenn ihr eine der Speisen selbst ausprobieren wollt oder eure Lieblingsspeise aus dem letzten Urlaub endlich wieder zwischen den Zähnen haben möchtet, dann schaut doch bei mir im Reisebüro 2.0 vorbei.