Ihr plant eine Reise nach Bali und möchtet wissen, was euch kulinarisch auf der indonesischen Insel erwartet? In meinem Food Guide erfahrt ihr alles über das Essen auf Bali und ob das Urlaubsparadies auch für Vegetarier und Veganer geeignet ist.

Egal aus welchem Grund es euch nach Bali verschlägt – ob ihr in Kuta Surfen lernen, euch in Meditation und Yoga üben oder einfach nur feiern und am Strand liegen möchtet – dass Bali auch eine kulinarische Hochburg ist, wird euch während eures Urlaubs schnell klar werden. An allen Ecken locken die verschiedensten Cafés, Restaurants und Märkte mit exotischen Gerüchen und farbenfrohen Gerichten. Damit eure Geschmacksknospen kein Erlebnis verpassen, präsentiere ich euch heute den großen Bali Food Guide. Ob ihr auf der Suche nach den wahren Schätzen der traditionellen indonesischen Küche seid oder nach Orten, an denen ihr auch als Veggie genug Auswahl findet: Das Essen auf Bali hält für jeden was parat. Nicht zuletzt auch für die ganz Abenteuerlustigen unter euch, die nicht einmal beim Anblick von gegrilltem Insektenmix zurückschrecken.

Essen auf Bali – was ihr wissen und probieren müsst

Traditionelle balinesische Gerichte | Ist Bali etwas für Veganer? | Spezialitäten

Die traditionelle Küche auf Bali

Das Preis-Leistungs-Verhältnis für das Essen auf Bali ist nicht von dieser Welt! Für bereits 15€ kommt ihr in Bali gut gestärkt durch den Tag und könnt jedes Mal ordentlich zuschlagen! Insbesondere, was die traditionelle Küche angeht, sind die authentischen Straßenrestaurants die günstigsten. In diesen sogenannten Warungs, die meist von Balinesen geführt werden, stößt man auf die typisch zubereiteten Gerichte, die ich euch nun genauer vorstellen möchte. Wundert euch übrigens nicht, wenn das bestellte Gericht auf einem Bananenblatt serviert wird und euch Löffel und Gabel gereicht werden – das ist in Indonesien ganz normal.

Nasi, Nasi, Nasi

Eine Mahlzeit ohne Reis kann in Asien nicht wirklich als Mahlzeit durchgehen. So könnte also auch das Mantra der indonesischen Esskultur lauten.

Kulinarisches Schnellwissen

  • Nasi = gekochter Reis
  • Bami = Nudel
  • Goreng = gebraten
  • Ayam = Huhn

Reis wird eigentlich immer serviert. Nasi Goreng nennen die Indonesier den frittierten Reis, der, je nach Geschmack, mit einer Variation an Gemüse, Ei und Soßen verfeinert wird. Besonders gut schmeckt das einfache und günstige Gericht vor allem in Kombination mit Currygerichten, Fisch, Fleisch sowie exotischen Gewürzen. Oft bestellt man dieses dann unter dem Namen Nasi Campur, gemischter Reis. Wem Gerichte mit Huhn besonders zusagen, der findet diese auf der Speisekarte unter Nasi Ayam. Ihr seht: Ein Nasi-Gericht ist also fast schon ein kulinarisches Muss auf eurer Reise nach Bali!

Babi Guling

Eine alltägliche gemeinsame Esskultur, wie bei uns das familiäre Abendessen, spielt in Indonesien keine große Rolle. Stattdessen isst jeder einfach dann, wenn der Magen knurrt. Dafür wird aber besonders viel Wert auf die imposanten Festmahle an Feiertagen gelegt. Zu den Kernstücken gehört dabei meistens Babi Guling, ein Spanferkel, das im Ganzen aufgespießt und gegrillt wird. Auffällig ist die leuchtend orange Farbe, die von der reichlichen Würzung mit Kurkuma und Kokosöl stammt. Wollt ihr diese Delikatesse probieren, empfehle ich euch, das Warung Selingsing Cepaka zu besuchen. Achtung: Das Spanferkel hier ist so gut, dass manchmal sogar eine Bestellung am Vortag notwendig ist.

Religious offering

Sate-Spieße

Diese gegrillten Spieße findet ihr auf Bali in mehr Variationen, als ihr je probieren könnt. Allein im Gourmet Sate Haus in Kuta stehen rund 22 verschiedene Sate-Spieße auf der Speisekarte – darunter natürlich auch die alt bekannte Variante – Hühnchen garniert mit Erdnusssauce. Doch Sate-Spieße, die auch unter dem Namen Satay bekannt und in ganz Indonesien beliebt sind, gibt es auch mit Fisch, Tofu oder Lammfleisch. Probiert euch einfach durch die Karten der Warungs, bei den Preisen könnt ihr ja kaum etwas falsch machen!

Gado-Gado

Kommen wir zu einem weiteren Klassiker: Gado-Gado ist ein leckerer Salat aus Gemüse, Sprossen – manchmal Kartoffeln und Eiern – Tofu, frittierten Sojabohnen und Erdnusssoße, der zu den fünf Nationalgerichten Indonesiens gehört. Dementsprechend häufig werdet ihr während eures Urlaubs auch auf dieses Gericht stoßen. Gado-Gado eignet sich übrigens wunderbar für Vegetarier und alle, die etwas Leichtes für zwischendurch brauchen. Unbedingt probieren!

Tempe Goreng

Die frittierten Sojabohnen, die zum Beispiel in Gado-Gado Verwendung finden, werden als Tempe Goreng zu vielen indonesischen und balinesischen Speisen gereicht und werden euch somit als sättigende Beilage immer wieder begegnen. Die zusammengepressten Bohnen sehen ein bisschen aus wie Erdnüsse oder Puffreis, sind im Geschmack aber relativ neutral und können wunderbar mit Reis und Soßen verzehrt werden.

Wajik

Auch die Liebhaber des Süßen unter euch kommen beim balinesischen Essen auf ihre Kosten. Wem nach dem Essen auf Bali nach einem Dessert ist, der darf sich die zuckersüßen Küchlein aus Klebereis auf keinen Fall entgehen lassen. Übrigens wird auch der Kaffee und der Tee auf Bali süß serviert, solange ihr bei der Bestellung keinen Extrawunsch äußert.

Bali ist ein Paradies für Vegetarier und Veganer

Da Fleisch und Fisch oftmals sehr teuer sind, ist es auf Bali nicht unüblich, bei den alltäglichen Mahlzeiten auf Fleisch zu verzichten. Dazu kommt, dass die meisten Currys mit Kokosmilch zubereitet werden und Reis für die indonesische Küche unerlässlich ist. So haben es Veganer um einiges leichter als an den vielen anderen Reisezielen und können häufig sogar aus dem Großteil der Speisekarte wählen. Vor allem durch große Auswahl an exotischen Früchten mag sich der ein oder andere wie im Himmel auf Erden fühlen: Mangos, Papayas, Bananen in allen Größen und – Achtung, Achtung: Durian, eine käsig riechende (Stink)Frucht, auf die viele Indonesier schwören.

Vegetarier & Veganer haben es auf Bali leicht

Für die Gesundheitsbewussten unter euch werden in unzähligen Cafés Smoothie Bowls in Kokosnüssen oder Pfannkuchen in allen möglichen Farben und Ausführungen serviert. Vorbeischauen solltet ihr zum Beispiel bei Shelters oder dem Cafe Organic in Seminyak. Auf Bali gibt es außerdem viele Lokale mit rein pflanzlichen, wenn nicht sogar rein rohen Gerichten. Im Earth Cafe in Ubud könnt ihr euch nach dem Essen einen Streifen im ersten vegetarischen Kino ansehen und im Alchemy bekommt ihr Pasta, Aufläufe und Kuchen, gezaubert aus rohen Zutaten.

Spezialitäten, die man (nicht) probiert haben muss

Kommen wir nun zu der etwas speziellen, dunkleren Seite des Essens auf Bali. Dank der einen oder anderen Spezialität könnte die indonesische Insel nämlich problemlos zum Dschungelcamp umfunktioniert werden. Ihr glaubt mir nicht? Was haltet ihr denn von gegrillten oder frittierten Riesenfledermäusen, die ganz – also inklusive schön knuspriger Haut und Knochen – verspeist werden? Wer eher auf Insekten steht, kann sich an einem breiten Büffet bedienen: Von frittierten Libellen, über Cocktail-Spießchen aus Sago Würmern, bis hin zu einem gemischten Salat aus Bienenlarven ist die Auswahl wirklich riesig. Die Herren unter euch, die nach dem Urlaub auf Bali anerkennende Blicke ernten wollen, sollten die Ziegen-Genitalien probieren und den Protein-Shake durch Kobra Blut ersetzen. Diese Rituale sollen laut den Balinesen die männlichen Hormone erhöhen und wie ein Liebestrank wirken.

Schon mal Durian probiert?

Hungrig auf Bali?

Ihr seht, alleine für das kulinarische Erlebnis lohnt sich der Urlaub auf Bali schon. Auch für die Gemütlicheren unter euch, die lieber den Abend im Hotel verbringen wollen anstatt vor einem Warung zu sitzen, ist gesorgt: Für umgerechnet etwa einen Euro bringen euch die Go Jacks, die Lieferjungen auf Bali, eure Leibspeise aus eurem Lieblingsrestaurant bis auf eure Hotelterrasse. Na, wenn das nicht ein weiteres schlagendes Argument für eine Bali Reise ist.

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