Heute möchte ich euch ein weiteres tolles Reiseziel in Südostasien vorstellen. Vietnam mauserte sich in letzter Zeit mit seinen kreischend bunten Städten, atemberaubenden Nationalparks und feinen Sandstränden zum echten Backpacker-Trendziel. Verlasst eure Komfortzone und brecht auf in dieses außergewöhnliche Land. Ich verspreche euch, ihr werdet es nicht bereuen!

Ihr seid euch nicht sicher, ob Vietnam das richtige Reiseziel für euch ist? Kein Problem, denn in meinem Reisemagazin gibt es alle Infos auf einen Blick! Wenn ihr mich fragt, ist das Land in Südostasien genau das Richtige für euch, wenn ihr eine fremde Kultur erleben wollt, Lust auf Naturabenteuer habt und zwischendurch am Strand Sonne tanken wollt. Aber überzeugt euch selbst: Erfahrt alle Facts & Figures auf einen Blick und schaut euch die Top 10 Stopps auf meiner Tour durch das fabelhafte Vietnam an!

Eure Reise durch Vietnam

Alles, was ihr vor eurer Reise wissen müsst

 Vietnam Facts | Straßenverkehr | Vietnamesisches Essen

Plant eure Backpacking-Tour: Welche Orte wollt ihr besuchen?

Ho Chi Minh Stadt | Phu Quoc | Mekong-Delta | Da Lat | Nah Trang | Hoi An | Hue

Phong Nha-Ke Bang | Hanoi | Halong Bay 

Grafik Vietnam

Alle Vietnam-Facts auf einen Blick

  • Vietnam ist ein langgestreckter Küstenstaat in Südostasien und grenzt an Kambodscha, Laos und im Süden an China.
  • Auf eurer Vietnam-Reise zahlt ihr in der Währung Dong (VND), wobei 10€ knapp 250.000 Dong entsprechen. Geldautomaten sind in den Städten und Provinzen weit verbreitet.
  • Die Hauptstadt ist Hanoi im Norden des Landes, die größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt hingegen ist Ho Chi Minh City.
  • Vietnamesisch ist die Amtssprache in Vietnam. Der Vorteil für uns Europäer ist, dass die Sprache auf dem lateinischen Alphabet basiert – wenn auch stark abgewandelt. So können wir zumindest die Straßennamen lesen.
  • Bucht eure Unterkünfte, Transportmittel und Touren direkt vor Ort, vergleicht die Preise und versucht, zu handeln.
  • Informiert euch vorab über nötige Impfungen und packt eine Reiseapotheke ein. In einem Notfall müsst ihr euch aber keine Sorgen machen, denn die Krankenhäuser und Arztpraxen in den großen Städten sind modern und auf internationalem Niveau ausgestattet. Ich empfehle euch, auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen!
Lanterns in Hoi An, Vietnam
Foto: iStock.com/Holger Mette
  • Die beste Reisezeit für eure Backpacking-Tour durch Vietnam? Das ist etwas kompliziert! Ein Wolkenpass zwischen Da Nang und Hue trennt das Land in zwei Zonen: den tropischen Süden und den subtropischen Norden. Das bedeutet, dass es von November bis Mai im Norden etwas kühler ist und wenig regnet. Im Süden hingegen ist es das ganze Jahr über richtig heiß. Ich empfehle euch daher, die Regenzeit von Mai bis Oktober zu meiden. Generell ist Vietnam aber das ganze Jahr über ein super Reiseziel!
  • Von den großen deutschen Flughäfen fliegen viele Airlines in das wundervolle Land in Südostasien. Mein Tipp: Bucht Gabelflüge mit dem Zielflughafen Ho Chi Minh Stadt ganz im Süden des Landes und den Rückflug ab Hanoi im Norden – oder andersherum. ;-) So könnt ihr bequem einmal komplett durch das Land reisen.
  • Für deutsche Staatsangehörige ist ein Aufenthalt bis maximal 15 Tage ohne Visum möglich. Die meisten Backpacker unter euch möchten aber bestimmt länger in dem exotischen Land verweilen. Beantragt ein Visum vor der Reise von Zuhause aus! Dazu müsst ihr einen Online-Antrag ausfüllen und bei der vietnamesischen Botschaft einreichen. Alle weiteren Infos könnt ihr auf der Homepage des Auswätigen Amtes erfahren.
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Foto: Le Tu/Shutterstock

Chaotischer Straßenverkehr

In Vietnam angekommen, werdet ihr schnell merken, dass eines allgegenwärtig ist: Motorräder! Sie sind Haupttransportmittel, Familienkutschen und fahrende Läden der Straßenhändler. Die Verkehrsregeln kann ich euch ganz schnell erklären: Wer am lautesten hupt, hat Vorfahrt! Auch ihr könnt überall in Vietnam Motorräder und Roller mieten oder sogar kaufen. Ein Führerschein wird oft nicht verlangt. Das Reisen mit dem Motorrad ist wahrscheinlich die authentischste und individuellste Art in dem Land mit über 3000 Küstenkilometern.

Wer am lautesten hupt, hat Vorfahrt!

Trotzdem empfehle ich nur erfahrenen und mutigen Fahrern das Abenteuer auf zwei Rädern, denn es kommt immer wieder zu tragischen Motorradunfällen unter Touristen. Sicher und günstig kommt ihr mit Busen zu eurem nächsten Stopp auf der Tour durch Vietnam. Für lange Stecken empfehle ich euch, einen Nachtbus zu buchen. In ihnen bekommt ihr zumindest etwas Schlaf und könnt den ganzen Tag nutzen, um das wundervolle Land zu erkunden. Steht ihr unter Zeitdruck oder habt große Distanzen zu überwinden? Dann bucht relativ erschwingliche Inlandsflüge.

Essen & Trinken in Vietnam

Ich kann euch beruhigen: In Vietnam essen sie keine Hunde und Katzen! Die vietnamesische Küche ist aber von viel Fleisch und Fisch geprägt. Doch keine Sorge, auch die Veggies unter euch müssen nicht verhungern. Viele Restaurants – besonders in den touristischen Gebieten – bieten fleischlose Alternativen an.

Suppen-Fans werden in Vietnam voll auf ihre Kosten kommen: Das Nationalgericht Pho ist eine pikante Suppe mit Reisnudeln, Fleisch und Gemüse, gewürzt mit Chili, Koriander, ein bisschen Fischsauce und Limettensaft. Sie wird in Vietnam zu jeder Tages- und Nachtzeit verkauft und gilt eigentlich als klassisches vietnamesisches Frühstück. Folgt eurer Nase und ihr werdet die beste Suppe in den kleinen Garküchen und an den Streed Food-Ständen finden!

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Probieren müsst ihr außerdem Banh Mi, die vietnamesische Version des klassischen Sandwiches, oder leckere Frühlingsrollen und ihre unfrittierten Schwestern, die Sommerrollen. Mich persönlich haben die exotischen Früchte fasziniert: Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie lecker eine reife Ananas oder Mango direkt vom Baum schmeckt!

Nun zur flüssigen Nahrung: In Vietnam gibt es ein ganz besonderes Bier, das Bia Hoi oder auch Fresh Beer. Das leichte Pils wird ganz frisch gebraut und enthält keine Konservierungsstoffe. So muss das Bier am besten noch am gleichen Tag getrunken werden. Ein Glas gibt’s schon für fabelhafte 5000 Dong, umgerechnet rund 25 Cent! Böse Zungen behaupten, dass Bia Hoi das Bier ist, was in Brauereien unter der Ladentheke verkauft wird. Kaffee-Junkies aufgepasst: Testet unbedingt den süßen vietnamesischen Kaffee. Er wird standesgemäß direkt über dem Glas aufgebrüht und mit sehr süßer, dickflüssiger Kondensmilch serviert.

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Plant eure Reise durch Vietnam

Vor eurer Reise solltet ihr einen groben Plan aufstellen, was ihr auf jeden Fall sehen möchtet! Um die Auswahl zu erleichtern, zeige ich euch meine Top 10 Stopps auf meiner Reise in Vietnam. Ein kleiner Tipp: Vietnam ist ein schmales, langes Land und erstreckt sich von Norden nach Süden über 3000 Kilometer! So eignet es sich besonders gut, um von oben nach unten – oder andersherum – zu reisen! Meine Route verläuft von Süden nach Norden, angefangen in Ho Chi Minh Stadt bis nach Hanoi und Halong Bay!

Ho Chi Minh Stadt

Ho Chi Minh Stadt ist riesig, bunt, schrill, chaotisch und ein Muss auf eurer Reise! Hier tobt das vietnamesische Großstadtleben, wie man es sich vorstellt. Gut 7 Millionen Menschen leben mit mindestens genauso vielen Motorrädern auf engstem Raum.

Auf eurer Reise werdet ihr öfter die Bezeichnung Saigon hören, den ursprünglichen Namen der Stadt. Mit der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam wurde die Stadt in Ho Chi Minh City umbenannt – nach dem gleichnamigen vietnamesischen Revolutionär. Viele Einheimische nennen die Stadt nördlich des Mekong Deltas auch heute noch bei ihrem ursprünglichen Namen.

Besucht das Backpacker-Viertel der Stadt zwischen der Pham Ngu Lao und De Thám Street im District 1. Hier wird es euch eines sicher nicht: langweilig! Schlendert tagsüber durch die kleinen Gassen, die von der größeren Hauptstraße abgehen. Beobachtet Einheimische in ihren Geschäften und testet allerhand vietnamesische Köstlichkeiten in den Garküchen. Abends füllen sich die Straßen und ihr könnt Backpacker aus aller Herren Länder treffen. Hier werden kurzerhand die Bars auf die Straße verlegt. Kioskbesitzer legen alte Zeitungen oder Decken auf Bürgersteigen aus, die dann als Sitzgelegenheit dienen und verkaufen leckeres Saigon-Bier.

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Foto: Stephen Bures / Shutterstock

Für Literaturfreunde habe ich einen tollen Tipp – in HCMC (kurz für Ho Chi Minh City) gibt es nämlich eine ganze Buchstraße! In der Nguyen Van Binh Street, ebenfalls im District 1, reihen sich buchstäblich Buchladen an Buchladen. Viele Bücher sind zwar in Vietnamesisch verfasst, doch es gibt auch zahlreiche in englischer Sprache. Auf der Suche nach Souveniers? Dann schaut euch auf dem Ben Thanh Markt um, dem größten Markt der Stadt. In einem weitläufigen Gebäude findet ihr an Ständen alles, was ihr euch vorstellen könnt. Saugt die Impressionen und Gerüche auf und schlendert durch die engen Gassen.

Zu eurer Rundreise in Vietnam gehört meiner Meinung nach auch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Landes. Besucht zum Beispiel das Kriegsopfermuseum in HCMC. Doch eines möchte ich euch vorher sagen: Die Ausstellung ist keine leichte Kost, da die Nachwirkungen des sogenannten Agent Orange – eine Chemikalie, die von den USA zur großflächigen Entlaubung der Wälder eingesetzt wurde – sowohl bei Menschen als auch in der Natur verheerend sind. Von Ho Chi Minh Stadt könnt ihr außerdem einen Ausflug in die Cu Chi Tunnels unternehmen. Die interessante Tour durch die Geschichte Vietnams geht unter die Haut. Seht und erlebt, wie Vietnamesen zur Zeit des Krieges in Tunnelsystemen überlebten. Wer Platzangst hat, sollte aber lieber nicht in die Erdlöcher schlüpfen.

Entspannen am Strand von Phu Quoc

Phu Quoc ist ein Inselparadies! Dem würde bestimmt jeder von euch zustimmen, der schon einmal diesen schönen Fleck Erde besuchen durfte. Die größte und südlichste Insel Vietnams liegt im sonnigen Golf von Thailand, circa 40 Kilometer vor der Küste. Genießt die Sonne am feinen Sandstrand, springt in das kristallklare Wasser und unternehmt eine Schnorcheltour zu den An-Thoi-Inseln oder beobachtet bunte Fische beim Tauchen!

Bai Sao Beach, Phu Quoc Island, Vietnam shutterstock_299278025-2

In dem Hauptort der Insel Duong Dong findet das quirlige Leben statt. Auf dem Markt am Hafen bieten Einheimische allerhand Lebensmittel an. Der wohl berühmteste und touristischste Strand der Insel ist der Bai Truong Beach an der Westküste, auch Long Beach genannt. Hier findet ihr viele Resorts, Hotels und Restaurants direkt am Strand – und einiges mehr ist in Planung. Zu viel Trubel am Long Beach? Mein Geheimtipp: Erkundet die Strände an der Ostküste. Der Bai Sao ist meiner Meinung nach der schönste Strand der Insel.

Ihr wollt etwas mehr Action? Auf den Straßen und Staubpisten könnt ihr die fast noch unberührte Natur in der Mitte der Insel auf dem Motorrad erkunden und die üppig grünen Urwälder genießen. Weite Teile der Insel wurden zum Nationalpark erklärt.

kayak at the tropical beach

Viele betiteln die Insel mit „Koh Samui, nur wie vor 30 Jahren“. Doch: Der Tourismus boomt! Die Insel möchte bald bei den großen südostasiatischen Urlaubszielen mitspielen. Im Westen der Insel wird fleißig gebaut, hier sind große Hotelpaläste in Arbeit. Daher rate ich euch als euer Guru: Besucht das Inselparadies, bevor es zu spät ist!

Auf die Insel gelangt ihr am schnellsten mit dem Flugzeug von Hanoi oder Ho Chi Minh City aus. Den Hin- und Rückflug gibt es schon für nur 29€.

Mekong-Delta – Das ursprüngliche Vietnam entdecken

Die Region, in dem der Mekong seine Flussarme ausbreitet und ins Meer fließt, gilt als Essenslieferant des Landes und wird daher oft als die „Reiskammer Vietnams“ bezeichnet. Bei eurem Besuch werden ihr Reisfelder sehen so weit das Auge reicht! Taucht ein in das Leben der Einheimischen, radelt mit dem Fahrrad durch untouristische Gegenden, schippert durch die kleinen Flussarme und Kanäle mit typisch vietnamesischen Hüten auf dem Kopf und bewundert das satte Grün der Pflanzen. Das sonst so hektische Land zeigt sich hier von seiner gelassenen Seite!

Habt ihr schon einmal was von Floating Markets gehört, die es zum Beispiel auch in Thailand gibt? Auf den schwimmenden Märkten handeln die Einheimischen mit exotischen Früchten, Obst und Reis von Boot zu Boot. Der Laden auf dem Boot stammt noch aus der Zeit, bevor Güter per Laster über Straßen transportiert werden konnten.

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Foto: filmlandscape / Shutterstock

Das riesige Mekong Delta könnt ihr auf ganz unterschiedliche Weise erkunden. Von einfachen Tagesausflügen bis hin zu mehrtägigen Bootstouren mit Übernachtung an Board ist alles möglich. Die meisten Touren starten von Ho Chi Minh Stadt aus. Schaut euch in den lokalen Reisebüros um und entscheidet euch direkt vor Ort für einen Trip! Wem das zu kommerziell ist, kann natürlich das Delta auch auf eigene Faust erkunden.

Da Lat & Vietnams Highlands

Mit dem Nachtbus geht es aus Ho Chi Minh City in das ruhigere Städtchen Da Lat in den vietnamesischen Bergen. Aus dem Bus ausgestiegen, werdet ihr schnell merken, wie angenehm kühl es hier ist! Die Stadt auf 1500 Metern ist sogar bei vietnamesischen Touristen beliebt. Viele nutzen die Wochenenden, um aus dem Trubel der etwa 300 km entfernten, stickigen und heißen Großstadt zu entfliehen.

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Foto: dalattraveler / Shutterstock

Das Stadtbild prägt eine interessante Mischung aus französischen Villen der Kolonialzeit und bunten vietnamesischen Gebäuden. Besucht die Linh Phuoc Pagode, das berühmteste Bauwerk Da Lats mit bunter, fast kitschiger Ornamentik. Auf dem Xuan Huang Lake könnt ihr verliebte Pärchen beobachten, wie sie in Schwanentretbooten auf dem Wasser herum fahren – Da Lat trägt nicht umsonst den Spitznamen Honeymoon-Stadt!

Bei Einbruch der Dunkelheit empfehle ich euch, den großen Markt von Dalat im Herzen der Stadt zu besuchen. Hier könnt ihr übrigens auch super zu Abend essen! Schlemmt euch einmal quer durch die vietnamesische Küche. Die Umgebung Da Lats mit den zahlreichen Seen, Wasserfällen und Wäldern eignet sich sehr gut für einen Wanderausflug. Schaut euch genauer um, hier werden Blumen, Erdbeeren und vieles andere angepflanzt – nur kein Reis!

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Foto: withGod / Shutterstock

Ich hätte da noch einen tollen Tipp für euch: Da Lat ist Heimat der „Easy Rider„. Das sind vietnamesische Motorradfahrer, die Touristen mit auf einen spannende Tour nehmen. Ihr bekommt die Chance, in das einheimische Leben einzutauchen, über vietnamesische Politik, Kultur und Tradition zu plaudern und die Natur in den zentralen Highlands zu erleben. Ihr könnt eure Tour individuell mit den Fahrern planen!

Der Strand ruft! Nah Trang

Die Hauptsehenswürdigkeit in Nah Trang? Der Strand! In dem touristischen Küstenort trefft ihr auf moderne Beach Resorts, schicke Boutiquen und eine belebte Strandpromenade mit quirligem Nachtleben. Nutzt die Zeit, um Urlaub vom anstrengenden und unglamourösen Backpacker-Leben zu machen. ;-) Denn der Strand ist wirklich schön mit seinen zahlreichen Palmen und dem glasklaren Wasser.

Nah Trang hat sich inzwischen zum Hotspot des Tauchsports in Vietnam entwickelt. Sucht einen Anbieter der Tauchtour aber mit Sorgfalt aus, denn die Sicherheitsvorkehrungen sind noch nicht überall auf intentionalem Niveau.

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Vietnams Perle: Das wundervolle Hoi An

Auf einer Reise durch Vietnam ist mir ein Städtchen ganz besonders ans Herz gewachsen. Hoi An hat mich mit seinen verschlafenen Gassen, kleinen Läden und netten Restaurants in seinen Bann gezogen. Einst war hier der größte Hafen in Südostasien beheimatet. Heute gilt die historische Altstadt Hoi Ans als einzige, die im Vietnamkrieg nicht komplett zerstört wurde. Daher wurde sie auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Nach der anstrengenden Stadtbesichtigung könnt ihr euch am Sandstrand von der Sonne küssen lassen. Nur ein kurzer Weg über die Reisfelder hinter der Stadt und ihr steht am An Bang Beach!

Boat and buildings reflection in morning, Hoi An, Vietnam

Hoi An trägt den Spitznamen „Stadt der Schneider“. Ihr wolltet schon immer ein maßgeschneidertes Kleid oder einen perfekt sitzenden Anzug besitzen? Kein Problem! Am besten bringt ihr ein Bild von dem Kleidungsstück eurer Träume mit und schon könnt ihr euch das Stück auf den Leib schneidern lassen. Wie ihr merkt, komme ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Demnächst werde ich in einem separaten Beitrag über meine wundervolle Zeit in Hoi An berichten. Bleibt gespannt!

Vietnams Kaiserstadt Hue

Bei dem Besuch in Hue steht Kultur im Mittelpunkt! Der Name Hue bedeutet übersetzt „Harmonie“. Diese Harmonie strahlt auch die Stadt aus: Anders als in anderen vietnamesischen Städten geht das Leben hier gelassen und entspannt von statten.

Royal Palace, Hue, Vietnam shutterstock_297673793-2

Ein Muss bei eurem Besuch in Hue ist die Zitadelle mit der Verbotene Stadt! Die Kulturstätte ist die frühere Residenz der Kaiser der vietnamesischen Nguyen-Dynastie und enthält den einstigen Kaiserpalast nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking. Die Verbotene Stadt war zu seiner Zeit nur für die Kaiserfamilie zugänglich – Normalsterblichen war der Zutritt strengstens verboten! Etwa 80 der einst 300 Gebäude sind heute noch erhalten. Aber es reicht aus, um die Pracht von früher zu erahnen. Wenn ihr genügend Zeit habt, besucht das Kaisergrab von Minh Mang, etwa 12 Kilometer südwestlich der Stadt, und betrachtet die interessante Architektur und Gärten. Zur Anreise könnt ihr die Gunst der Stunde nutzen und eine kleine Motorradtour unternehmen.

Ich möchte euch aber noch etwas zu meiner Anreise nach Hue erzählen: Von Hoi An aus bin ich mit dem Motorrad entlang der Küste gefahren, über den Wolkenpass bis in die Stadt Hue. Falls ihr auch Lust auf ein besonderes Zweirad-Abenteuer habt, kann ich euch diese Tour nur empfehlen. Brecht früh am Morgen auf und zieht euch warm an, denn über den hohen Wolkenpass wird es kalt! In Hoi An bieten einige Motorrad-Vermieter an, dass das Gefährt in einer anderen Stadt abgegeben werden kann. Manche transportieren sogar das Gepäck für euch!

Nationalpark Phong Nha-Ke Bang

Augen auf: Hier gibt es meinen ultimativen Vietnam-Geheimtipp! Im Nationalpark Phong Nha-Ke Bang habe ich die beeindruckendste Naturkulisse gesehen, bin an Wasserbüffeln vorbeigewandert und habe kleine Dörfer und Höhlen erkundet. Forscher haben hier sogar die größte Höhle der Welt entdeckt!

Tropical valley

Während eurer Zeit in diesem aufregenden Nationalpark müsst ihr auf jeden Fall eine Bootstour in die Phong Nha Cave unternehmen. Mit einem Motorboot schippert ihr über den unterirdischen Fluss mehrere Hundert Meter in die Felsmassen hinein. Ein weiterer Tipp ist die Paradise Cave. Taucht ein in eine Traumwelt aus bizarren Felsformationen. Die Paradise Cave könnt ihr zu Fuß über einen Holzsteg erkunden. Die beiden Höhlen sind touristisch erschlossen und haben sogar eine Beleuchtung. Viele andere Höhlen werden momentan noch erforscht und sind für Touristen geschlossen. Ständig werden hier neue Höhlen entdeckt! Wer weiß, vielleicht sind bei eurem Besuch schon weitere Höhlen für Besucher geöffnet! Geübte Motorradfahrer können den Park unmittelbar an der Grenze zu Laos auf zwei Rädern erkunden. Ansonsten bieten Hostels und Pensionen tolle Touren an.

Explore Paradise cave in Vietnam

Ein Ausflug hierher ist nichts für die unter euch, die auf eine warme Dusche und Föhn nicht verzichten können. Es kann ab und an zu Stromausfällen in eurer Unterkunft kommen. Auch wenn ich euch generell empfehle, eure Unterkünfte vor Ort zu buchen, rate ich euch, den Schlafplatz schon vor der Ankunft im Nationalpark zu organisieren. Es gibt nur eine kleine Anzahl an Unterkünften direkt im Park.

Die Hauptstadt Vietnams – Hanoi

Nach eurer Zeit in den unvergesslichen Höhlen im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark freut ihr euch sicher über etwas Zivilisation. In Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, stehen wieder urbanes Leben, Sightseeing und ein buntes Nachtleben auf dem Programm. Feiert mit anderen internationalen Backpackern und Einheimischen bis in die Morgenstunden. Dass es in Hanoi eine Bia Hoi-Kreuzung gibt, spricht wohl für sich!

Life of vietnamese vendor in HANOI, VIETNAM shutterstock_132573962-2

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt kommt ihr an vielen Pagoden und Tempeln vorbei. Und obwohl viele Touristen den Old Quarter besichtigen, sieht man hier das original vietnamesische Leben. Ihr teilt euch die engen Gassen mit Rollern und Motorrädern, Verkaufsständen und Essensständen, vor denen ihr auf kleinen Plastikstühlchen Platz nehmen könnt.

Taucht in die vietnamesische Geschichte ein und stattet dem berühmt berüchtigten Ho Chi Minh persönlich einen Besuch ab. In einem Mausoleum am Ba-Dinh Platz wird sein Leichnam für Besucher aufgebahrt. Einen perfekten Blick auf den farbenfrohen Sonnenuntergang über Hanoi erwischt ihr am Ufer des Roten Flusses. Die beste Sicht habt ihr übrigens von der alten Long Bien Brücke. Und für die Early-Birds unter euch: Früh am Morgen kommen viele Einheimische in den Park beim Hoan Kiem Lake und meditieren bei Thai Chi. Seid ihr am Wochenende in Hanoi, besucht doch einmal den Nachtmarkt und besorgt Mitbringsel für eure Liebsten zu Hause.

Nach all diesem Sightseeing ist Hanoi vor allem eines auf eurer Reise: Startpunkt für eine unvergessliche Bootstour durch Halong Bay!

Mystisches Halong Bay

Ganz im Norden Vietnams liegt die geheimnisvolle Bucht von Halong. Aus türkisblauem bis grünem Wasser ragen Felsen und kleine Inseln zum Teil Hunderte Meter in die Höhe. Etwas so Faszinierendes habe ich noch nie gesehen! Zunächst müsst ihr aber überlegen, wie lange ihr in dem Paradies bleiben wollt. Bucht euren Trip von Hanoi aus und vergleicht die Angebote der örtlichen Reiseagenturen. Ich empfehle euch eine 2-Tage-Minikreuzfahrt durch die pittoreske Bucht.

Halong Bay

Mit dem Bus fahrt ihr früh am Morgen zu dem Hafen in Halong City und schon geht es an Bord des Schiffes. Zusammen mit vielen anderen Touristenschiffen lauft ihr aus dem Hafen aus, hinaus in die Weite der Halong Bucht. Bald werdet ihr aus dem Staunen auch nicht mehr rauskommen! Auf den meisten Schiffen werdet ihr zu zweit in Kajüten schlafen. Die Zimmer waren zu meiner Überraschung sogar richtig gut ausgestattet mit eigenem Badezimmer – wenn das nicht mal Luxus pur auf einer Backpacking-Tour durch Vietnam ist? Während das Boot weiter über das Meer schippert, verwöhnt euch die Crew mit leckeren Fischgerichten und anderen vietnamesischen Spezialitäten. Bald werdet ihr aber schon wieder an Land gehen. Hinter manchen hohen Felswänden verstecken sich beeindruckende Höhlen wie die Thien Cung Höhle. Wenn ihr aber meinem Rat gefolgt seid und den Nationalpark Phong Nha-Ke Bang besucht habt, wird euch die Höhle mickrig vorkommen. Von der Aussichtsplattform der Insel habt ihr einen atemberaubenden Ausblick über die Bucht. Besucht ein schwimmendes Fischerdorf und paddelt mit einem Kajak zwischen den Felsen. Viele Touren halten noch an der größten Insel Cat Ba. Am Abend geht die Sonne langsam unter und in vielen Nächten legt sich ein mystischer Nebel über die Meeresoberfläche.

Ihr fragt euch vielleicht, warum ich nur über Touren in Halong Bay rede, obwohl ich normalerweise individuelle Abenteuer liebe? Das liegt daran, dass es nahezu unmöglich ist, einen Ausflug zwischen den Felsen selbst zu organisieren.

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