Indonesien ist mit seinen 17.508 Inseln der größte Inselstaat der Welt. Aber wie kommt es eigentlich, dass die meisten von uns nur Bali und allenfalls noch Lombok und die Gili Inseln kennen? Was haben die anderen 17.504 Inseln zu bieten? Ich habe mir die Schönsten herausgesucht und möchte sie euch heute genauer vorstellen.

Indonesien besteht aus Tausenden traumhaften Inseln, die aber fast komplett im Schatten der Insel Bali stehen. Warum eigentlich? Genau das habe ich mich auch gefragt und habe mich auf die Suche nach den schönsten Inseln in Indonesien – sozusagen den Balis von morgen – gemacht. Was ich gefunden habe, sind traumhafte Fleckchen dieser Erde, die noch fast gänzlich vom Massentourismus verschont geblieben sind. Erfahrt in meinem großen Indonesien Guide alles über beliebte Urlaubsziele und die schönsten indonesischen Inseln.

Indonesien im Überblick

Allgemeine Reiseinfos

Sumatra | Sulawesi | KomodoFlores 

 BaliNusa Penida | Lombok | GilisJava 

 Borneo | Neuguinea | Raja Ampat

Test: Welche indonesische Insel ist die passende?

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Allgemeine Reisetipps für Indonesien

Wie kommt man am besten nach Indonesien? Was muss man bei der Einreise beachten? In meinem Indonesien FAQ gebe ich euch die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wo liegt Indonesien?

Indonesien liegt in Südostasien und ist mit rund 17.508 Inseln und über 255 Millionen Einwohnern der größte Inselstaat der Welt. Ein großer Teil der Insel Borneo gehört ebenfalls zu Indonesien, der Rest zu Malaysia und Brunei. Über 60% der Einwohner leben auf der Insel Java, auf der sich auch die Hauptstadt Jakarta befindet. Die folgende Indonesien Karte zeigt euch die Lage des Inselstaates.

Gibt es einen Direktflug von Deutschland nach Indonesien?

Im Land gibt es viele kleine und großen Inseln, die aber noch nicht per Direktflug aus Deutschland angeflogen werden. Flüge mit Qatar Airways oder Singapur Airways steuern Indonesien meist mit einem Zwischenstopp in Doha oder Singapur an. Einmal angekommen, solltet ihr kurze und günstige Inlandsflüge nutzen, um von Insel zu Insel zu hüpfen. Die Distanzen sind, anders als zum Beispiel in Thailand, oftmals sehr groß, eine Fahrt mit der Fähre dauert oft mehrere Tage. In meiner Flugsuche findet ihr die günstigen Flüge nach Indonesien.

Braucht man für Indonesien ein Visum?

Für die Einreise nach Indonesien benötigt ihr kein Visum, sondern lediglich einen Reisepass und ein gültiges Rückflugticket. Ohne Visum könnt ihr euch 30 Tage lang in Indonesien aufhalten. Möchtet ihr länger als 30 Tage bleiben, könnt ihr am Flughafen ein Visa on Arrival beantragen. Dafür werden circa 30€ fällig.

Welche Währung gibt es in Indonesien?

Gezahlt wird in Indonesien mit Rupiah (IDR). 1€ entspricht etwas mehr als 16.000 IDR. ATM’s und auch Wechselstuben findet ihr in jeder größeren Stadt und meist auch direkt im Hotel. Das gewechselte Geld solltet ihr immer sicherheitshalber nachzählen, da es immer wieder vorkommt, dass Urlauber in den touristischen Zentren übers Ohr gehauen werden.

Eine Urlauberin auf der indonesischen Insel Bali

Welche Religion herrscht auf den indonesischen Inseln vor?

Der Islam ist die indonesische Staatsreligion, über 90% der Einwohner sind Muslime. Das Zusammenleben mit Angehörigen anderer Religionen, wie den Hindus, Buddhisten oder Christen gestaltet sich in Indonesien aber sehr unkompliziert. Der Mix aus Religionen und Kulturen macht Indonesien zu einem sehr interessanten Schmelztiegel. Eine Ausnahme machen übrigens zum Beispiel die indonesischen Inseln Bali, auf der die meisten Menschen Hindus sind, und Flores, wo mehrheitlich Christen leben.

Was isst man in Indonesien?

Das Hauptnahrungsmittel in Indonesien ist Reis, aber auch Gemüse, Fisch und Fleisch kommen gerne und in unterschiedlichen Variationen auf den Tisch. Das wohl bekannteste Gericht der indonesischen Küche ist Nasi Goreng.

Guru Tipp: Nacht- und Street Food Märkte sind toll, wenn ihr das authentische Indonesien kennenlernen möchtet. Auf solchen Märkten bekommt ihr typische Speisen wie Saté-Spieße, Suppen, Nasi Goreng oder Rendang bereits ab 0,50€. Sorgen um die Hygiene müsst ihr euch meist nicht machen, trotzdem wird ein kleiner prüfender Blick in die Töpfe empfohlen.

Wann ist die beste Reisezeit für Indonesien?

Das Wetter auf den indonesischen Inseln ist von der Trocken- und der darauf folgenden Regenzeit geprägt. Grob lässt sich sagen, dass die Monate Mai bis Oktober die besten für eine Reise nach Indonesien sind. Werft am besten einen Blick in meinen ausführlichen Reisekalender, um mehr über das Klima im Inselstaat zu erfahren!

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Indonesische Inseln im Überblick

In den folgenden Abschnitten möchte ich euch einen Überblick über die verschiedenen Inseln in Indonesien geben. Meine Infografik hilft euch bei der Orientierung.

Die schönsten Inseln in Indonesien

Die indonesische Insel Sumatra

Orang-Utans, Tiger und Elefanten streifen durch die tropisch dichten Regenwälder von Sumatra, einem Weltnaturerbe westlich von Java, das mit seinem Artenreichtum und seiner einmaligen Flora einfach nur sprachlos macht. Auf der sechstgrößten Insel der Welt warten urwüchsige Nationalparks auf abenteuerlustige Reisende, die nach einem Naturerlebnis der besonderen Art suchen.

Auf Sumatra habt ihr die Möglichkeit, Orang-Utans zu sehen

Während die Chancen, dass ihr im Gunung Leuser Nationalpark im Norden Sumatras tatsächlich das Glück habt, auf die vom Aussterben bedrohten Sumatra-Nashörner und Sumatra-Tiger zu stoßen, eher gering sind, sind die Chancen, Orang-Utans in freier Wildbahn beobachten zu können, umso höher. Wer also schon immer einmal davon geträumt hat, auf die liebenswerten rothaarigen Primaten zu treffen, hat auf Sumatra die besten Möglichkeiten dazu. Weitere Nationalparks, die auf Sumatra begeistern, sind der Kerinci-Seblat Nationalpark und der Barisan Selatan Nationalpark, die zusammen mit dem Gunung Leuser Nationalpark als tropischer Regenwald von Sumatra einen festen Platz auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes fanden.

Orang-Utan auf Sumatra

Ein weiterer touristischer Anziehungspunkt Sumatras ist der Tobasee, der einst durch den Ausbruch des Tobavulkans entstand und heute mit seinen 87 Kilometern Länge und 27 Kilometern Breite der größte Kratersee der Welt ist. Als der Vulkan vor Millionen von Jahren ausbrach, waren die Folgen sogar weltweit spürbar. Einfach beeindruckend, welche Naturkräfte auf der Insel Sumatra herrschten.

Der Tobasee auf der Insel Sumatra in Indonesien

Auf Bilderbuchstrände à la Bali müsst ihr auf Sumatra ebenfalls nicht verzichten. Da die Mehrheit der Einwohner Sumatras – wie auch im Rest Indonesiens – muslimischen Glaubens ist, gilt es aber, sich den Gegebenheiten anzupassen und Kleidervorschriften sowie etwaige Alkoholverbote zu respektieren. Das gilt besonders für Aceh, den streng muslimischen Nordwesten Sumatras. Doch keine Sorge: Es gibt im Rest von Sumatra genügend Orte, an denen ihr ohne Probleme schwimmen und den herrlichen Strand genießen könnt. Sumatra lässt sich am besten von Singapur aus erreichen, sodass ihr eine Reise nach Sumatra auch gut mit einem Sightseeingtrip der Megametropole verbinden könnt.

Strand auf Sumatra, Indonesien

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Die indonesische Insel Sulawesi

Guckt man sich die nordöstlich von Java liegende Insel Sulawesi auf einer Karte an, fällt als erstes die ungewöhnliche, in mehrere Himmelsrichtungen ausgedehnte, Form der Insel ins Auge. Wie so viele Inseln in Indonesien verdankt auch Sulawesi einem Vulkan eben jene ungewöhnliche Form. Die vulkanischen Aktivitäten sorgten aber nicht nur für die Form der Insel, sondern auch dafür, dass Sulawesi, oder besser gesagt die dem nördlichen Teil der Insel, Sulawesi Utara, vorgelagerten Inseln ein echtes Eldorado für Taucher sind. Der Unterwassernationalpark von Bunaken zählt sogar zu einem der besten Tauchgebiete Indonesiens. Haie, Meeresschildkröten und farbenprächtige Korallen können hier während mittlerweile gut organisierten Touren bestaunt werden. Doch auch die Strände der Region können mit ihrer unberührten Schönheit und Einsamkeit punkten. Ein echtes Paradies für alle, die mal ganz fern des Alltags urlauben möchten.

Sulawesi weckt Abenteuerlust

Ich habe mit Indojunkie-Bloggerin Melissa ein sehr interessantes Interview über die Insel Sulawesi und die hier lebenden Menschen geführt. Was sie mir erzählte, begeisterte und beeindruckte mich wirklich sehr. Sulawesi oder Celebes, wie die Insel früher einmal hieß, zählt auch jetzt noch zu den unentdeckten Perlen Indonesiens und weckt bis heute die Abenteuerlust in mir!

Die indonesische Insel Sulawesi bei Sonnenuntergang

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Die indonesische Insel Komodo

Verglichen mit den beiden vorherigen Inseln ist Komodo zwar sehr klein, das heißt aber nicht, dass es hier nicht jede Menge zu entdecken gibt. Vorweg sei gesagt, dass die Insel Komodo ursprünglich ist, große Dörfer werdet ihr vergeblich suchen. Das macht aber nichts, denn die Reisenden, die es hierhin verschlägt, möchten die wohl bekanntesten Einwohner die Insel, die Komodowarane, beobachten oder die Unterwasserwelt an den Tauchplätzen vor der Insel erkunden. Urlauberin Lea legt Reisenden einen solchen Tauchgang besonders ans Herz: „Die Küste vor Komodo zählt zu den schönsten Tauchgebieten Indonesiens und ist einfach einzigartig!

Komodo Nationalpark 

Bereits seit dem letzten Jahr kursiert die Nachricht, dass der Eintritt zum Komodo Nationalpark von etwa 4 auf über 400€ angehoben werden soll. Konkrete Angaben machte die indonesische Regierung aber bislang nicht.

Wer einen Spaziergang durch den Komodo Nationalpark bevorzugt, ist dabei auf einen Guide angewiesen, der die Plätze, an denen die bis zu drei Meter großen Riesenechsen häufig gesehen werden, ansteuert und die Besucher auch vor einem möglichen Angriff dieser nicht ganz ungefährlichen Kreaturen schützt. Lea, die mir über ihren Ausflug nach Komodo berichtet, verrät mir aber mit einem Augenzwinkern: „Die Warane liegen die meiste Zeit ganz relaxt in der Sonne herum. Bewegt sich einer von ihnen, so nehmen viele Touristen sofort Reißaus.

Komodowarane könnt ihr übrigens auch auf der Nachbarinsel Rinca beobachten. Organisierte Tagesausflüge werden zum Beispiel von den touristischeren Inseln Lombok, Bali oder auch Flores angeboten. Wie ihr am besten auf die Insel kommt und was ihr auf der wunderbaren Nachbarinsel Flores nicht verpassen dürft, verrate ich euch jetzt.

Die Insel der Komodowarane, Komodo

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Die indonesische Insel Flores

Die Insel Flores gehört zu den Inseln, die ihr von Bali aus unkompliziert mit dem Flugzeug erreichen könnt, für Einsteiger des Indonesien-Inselhoppings also optimal. Allen, die etwas mehr Zeit mitbringen, empfiehlt Lea aber eine mehrtägige Anreise mit dem Boot: „Die vielen Inseln, die auf der Fahrt an uns vorbeizogen, wirkten wie aus einer anderen Welt. Ursprünglich und wunderschön! Allerdings solltet ihr darauf achten, die Überfahrt bei einem seriösen Anbieter mit einem sicheren Boot zu buchen, denn sonst kann es gefährlich werden.

Die Hauptsehenswürdigkeiten von Flores sind neben den atemberaubend schönen Stränden rund um das Hafenstädtchen Labuan Bajo die drei Kraterseen des Gunung Kelimutu Vulkans. Diese wechseln nämlich hin und wieder ihre Farben und erstrahlen in krassen Blau-, Grün- oder sogar Schwarztönen. Ein weiterer Tipp von Lea: „Unternehmt auf jeden Fall einen Tauchgang, wenn ihr in Flores seid! Die Tauchgebiete vor der Küste zählen, wie Komodo, zu den schönsten Indonesiens. Hier konnte ich mit Manta Rochen, Delfinen und – dem Traum vieler Taucher – Haien tauchen. Einfach unvergesslich!“ Angst vor Haiangriffen müsst ihr übrigens als Strandbesucher nicht haben, denn die interessanten und oft missverstandenen Tiere leben meist kilometerweit von den Küsten entfernt.

Eine weitere Besonderheit der Insel Flores ist, dass das Christentum hier die vorherrschende Glaubensrichtung ist. Während die meisten Regionen Indonesiens muslimisch geprägt sind, halten die Einwohner auch heute noch am katholischen Glauben, der ihnen im 17. Jahrhundert von europäischen Missionaren gebracht wurde, fest. Sakralbauten wie Kirchen und Kapellen sind also keine Seltenheit auf Flores.

Kelimutu See auf der indonesischen Insel Flores

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Die indonesische Insel Bali

Bei einer Aufzählung der schönsten Reiseziele in Indonesien darf sie nicht fehlen: Bali. Sie ist die wohl bekannteste und auch beliebteste Insel in Indonesien, zahlreiche Urlauber – ob mit Backpack oder innerhalb einer Pauschalreise – machen sich jährlich auf den Weg zur Insel der Götter, wie Bali auch genannt wird. Doch was macht die Insel so besonders und was unterscheidet sie von anderen indonesischen Inseln?

Bali ist die beliebteste unter den indonesischen Inseln

Der erste Unterschied ist die Religion, die von den Bewohnern der Insel ausgeübt wird: Über 90% der Balinesen sind Hindus, was auch die zahlreichen hübschen Tempel auf Bali bezeugen. Unternehmt unbedingt einen Ausflug zu den schönsten Tempeln der Insel! In meinem Artikel zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Bali bekommt ihr eine gute Übersicht.

Auf Bali gibt es zahlreiche hübsche Tempel

Leider gibt es momentan noch keine direkte Flugverbindung von Deutschland nach Bali, sodass ihr einen Zwischenstopp – meistens in Singapur oder Java – in Kauf nehmen müsst. Doch die lange Anreise lohnt sich: Neben den mystischen Tempeln warten traumhafte Strände an den Küsten, eine magische Natur rund um Ubud und die leckere balinesische Küche auf euch. Die Preise für Unterkünfte und Verpflegung sind auf Bali ähnlich gering wie in ganz Indonesien. Nehmt euch zum Beispiel eine tolle Villa oder sucht ein Hotel mit Infinity Pool auf Bali für kleines Geld – ihr werdet sehen, dass ihr auf Bali immer noch viel für euer Geld bekommt. Ihr möchtet mehr über die Insel der Götter erfahren? Ich habe euch von meiner letzten Reise einen ausführlichen Bali Reisebericht mitgebracht, der viele Fragen klärt.

Last Minute Bali

Tegallalang Reisterrassen auf Bali

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Die indonesische Insel Nusa Penida

Nicht weit von Bali entfernt befindet sich die kleine Insel Nusa Penida. Sie ist zwar nur 20 Kilometer lang, bietet euch dafür aber eine unglaubliche Naturschönheit und viele unberührte Strände. Das größte Highlight dieser Insel sind die spektakulären Klippen, die sich teilweise mehrere hundert Meter über den Meeresspiegel erheben und immer wieder den Blick auf kleine Buchten oder Höhlen freigeben. Ein bisschen erinnert mich der Anblick des weltberühmten Kelingking Beach an die Schmugglerbucht auf der griechischen Insel Zakynthos. Legt doch einfach einen Zwischenstopp auf Nusa Penida ein und erkundet die Insel auf eigene Faust! Ihr erreicht das Eiland mit der Fähre von Bali aus nach rund 1 1/2 Stunden. Falschen Illusionen solltet ihr euch allerdings nichts hingeben: Nusa Penida ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel, sodass ihr euch die tollen Aussichten die meiste Zeit mit vielen anderen Reisenden teilen müsst.

Kelingking Beach auf Nusa Penida

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Die indonesische Insel Lombok

Eine gute Alternative zur Insel Bali ist die Vulkaninsel Lombok. Erreichen könnt ihr Lombok entweder per Fähre von den umliegenden indonesischen Inseln oder per Flugzeug. Der Flughafen befindet sich im Hauptort Lomboks, Mataram, Flüge starten zum Beispiel täglich von Bali, Kuala Lumpur, Singapur oder Jakarta aus. Einmal angekommen, erwarten euch auf Lombok traumhafte Strände und eine grüne Natur, die sich durchaus sehen lassen kann. Da in den letzten Jahren immer mehr Urlauber auf die Insel kamen, gilt Lombok mittlerweile als touristisch gut entwickelt, zahlreiche Hotels und kleine Hostels halten für jeden Reisenden das richtige Zimmer parat. Aufgrund der traumhaften Strände und tollen Unterkünften ist Lombok übrigens besonders bei Hochzeitsreisenden beliebt. In meinem ausführlichen Artikel erfahrt ihr mehr über Lombok.

Ein Strand auf der indonesischen Insel Lombok

Die indonesischen Gili Inseln

Nur eine kurze Bootsfahrt von Lombok entfernt befinden sich die Gili Inseln, die lange Zeit als die untouristische Alternative zu Bali galten. Mittlerweile entdecken zwar immer mehr Urlauber die Schönheit der Inselchen, trotzdem lohnt sich eine Reise immer noch.

Von Bali auf die Gilis

Um auf die Gili Inseln zu kommen, müsst ihr die zwischen Bali oder Lombok und den Gilis verkehrenden Fähren nehmen. Diese brauchen, je nach Abfahrtshafen, zwei bis vier Stunden.

Die Inseln Gili Trawangan, Gili Air und Gili Meno laden zum Relaxen, Faulenzen, Schnorcheln und Tauchen ein. Teilweise sind die Inselparadiese so klein, dass ihr sie innerhalb von wenigen Stunden komplett mit dem Fahrrad umrunden könnt. Auf die Pferdekutschen, die auf den Inseln verkehren, solltet ihr aus Gründen des Tierschutzes allerdings verzichten. Fahrt lieber mit dem Rad zum Mittagessen in einen der kleinen Warungs, faulenzt in einer Hängematte am Strand oder genießt den Sonnenuntergang auf der Terrasse eures Bungalows – auf den Gilis wird der Traum vom Erholungsurlaub in Indonesien wahr.

Eine Frau fährt Fahrrad auf den Gili Inseln

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Die indonesische Insel Java

Wenn ich von den indonesischen Inseln berichte, darf eine natürlich nicht fehlen: Java. Die Insel, die zusammen mit den vorgestellten Inseln Sumatra, Sulawesi und Borneo zu den Großen Sundainseln gehört, beheimatet nicht nur die vielfältige Hauptstadt Indonesiens, Jakarta, sondern ist außerdem geprägt von einem großen kulturellen Erbe und prächtigen Nationalparks. Erreichen könnt ihr Java am besten von Bali aus, die beliebte Insel gehört zusammen mit Lombok und Sumatra zu den Nachbarn Javas. Am besten bucht ihr einen kurzen und günstigen Inlandsflug bei den Fluggesellschaften Air Asia oder Garuda Indonesia. Dieser bringt euch innerhalb von rund 1 1/2 Stunden nach Java.

Reisterrassen auf der Insel Java

Im Südwesten der Insel finden Naturfreunde den Ujung Kulon Nationalpark, in dem auch heute noch Java-Tiger und Nashörner leben, die ihr mit etwas Glück sogar vor die Linse bekommt. Taucher werden besonders im Kepulauan Seribu Nationalpark an der Küste vor der Hauptstadt Jakarta glücklich. Der Marine-Nationalpark strotzt nur so vor Artenvielfalt und wundervollen Stränden.

Sultanat Yogyakarta

Nirgendwo sonst könnt ihr die javanesische Kultur so gut erleben wie in Yogyakarta, kurz Yogya, der ehemaligen Hauptstadt Indonesiens. Was viele vielleicht gar nicht wissen: Yogyakarta gehört zwar zu Indonesien, ist aber ein Sultanat. Den Palast, Kraton, in dem Sultan Hamengkubuwono lebt und arbeitet, könnt ihr euch sogar ansehen und innerhalb einer Führung, die in vielen verschiedenen Sprachen angeboten wird, mehr über die Bedeutung des Sultans herausfinden.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Yogyakarta sind der beeindruckende hinduistische Tempel Prambanan, der Vulkan Merapi und die Straße Jalan Malioboro, in der ihr in den Abendstunden in den Genuss authentischer Nachtmärkte kommen könnt. Ein weiteres Must-See ist Borobudur, eine der größten Tempelanlagen der Welt. Borobudur liegt umgeben von Vulkanen im Zentrum der Insel und ist eine der bedeutendsten buddhistischen Stätten Indonesiens, wenn nicht ganz Asiens. Besonders beeindruckend ist das friedliche Zusammenleben der Menschen verschiedener Religionen auf Java. Über 90% der Menschen hier sind Muslime, doch auch die Gepflogenheiten und religiösen Stätten der anderen Religionen werden akzeptiert und gerne besucht.

Wenn ihr mehr über die faszinierende Nachbarinsel Balis erfahren möchtet, empfehle ich euch meine ausführlichen Java Tipps. Hier erfahrt ihr auch, warum ein Ausflug in die Hauptstadt Jakarta absolut empfehlenswert ist.

Tempel Borobudur auf Java in Indonesion
Ein Must-See: Der Tempel Borobudur

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Die indonesische Insel Borneo

Westlich von Sulawesi befindet sich mit Borneo die größte Insel Asiens. Borneo gehört nicht nur zum indonesischen Staatsgebiet, sondern auch zu Malaysia und dem Sultanat Brunei, sodass ihr während einer Reise theoretisch sogar die Möglichkeit habt, gleich drei Länder zu bereisen.

Kalimantan

Wenn von der Insel Kalimantan die Rede ist, ist in Indonesien Borneo gemeint.

Die Insel Borneo hat es besonders aufgrund ihrer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt zu weltweiter Bekanntheit geschafft. So gelten die tropischen Regenwälder der Insel als eines der artenreichsten Ökosysteme unserer Erde. Noch immer entdecken Forscher hier jedes Jahr neue Arten, die es so wohl nur auf Borneo gibt. Internationale Tierschutzorganisationen kümmern sich um den Erhalt dieses einmaligen Lebensraumes, der unter anderem Orang-Utans, Nashörnern, Bären und Zwergelefanten, die außer hier auf Borneo weltweit als ausgestorben gelten, ein Zuhause gibt.

Wusstet ihr, dass Orang-Utans nur auf Borneo und Sumatra leben? Ich habe euch in meinem Reisemagazin interessante Informationen über die Orang-Utans auf Borneo zusammengestellt. In diesem Artikel erfahrt ihr, warum Borneos Ökosystem so besonders ist und warum der Schutz dieses Lebensraumes wichtig ist. Beobachten könnt ihr die faszinierenden Menschenaffen zum Beispiel im Tanjung Puting Nationalpark im Südwesten Borneos. Die Flüge nach Borneo werden von verschiedenen Airlines angeboten und steuern meist die Flughäfen von Banjarmasin und Pangkalanbun an.

Orang Utan auf Borneo

Tropische Regenwälder und paradiesische Strände schließen sich auch auf Borneo nicht aus. Nach einer abenteuerlichen Dschungelsafari könnt ihr euch ein paar Tage an den unberührten Stränden der Insel erholen und beim Schnorcheln und Tauchen die Unterwasserwelt bestaunen. Wenn ihr tatsächlich einen Abstecher in das Sultanat Brunei unternehmen möchtet, müsst ihr dafür kein Visum beantragen, sondern könnt mit eurem Reisepass einreisen. Der in der Kritik stehende Sultan von Brunei ist einer der reichsten Menschen der Welt, was ihr an den prachtvollen Bauten und Tempeln im Land sehen könnt.

Indonesien Seenomaden auf Borneo
Seenomaden auf Borneo. Foto: Yusniza Yusof/shutterstock.com

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Die indonesische Insel Papua

Unser Inselhopping in Indonesien hat uns mittlerweile per Flugzeug auf die zweitgrößte Insel der Welt, Neuguinea, gebracht. Was wir bis jetzt an Artenvielfalt und Naturwundern bestaunen konnten, setzt sich auch auf der Äquatorinsel, die in das indonesische Westneuguinea und das unabhängige Papua-Neuguinea aufgeteilt ist, fort. Auf Neuguinea findet ihr nicht nur einen riesigen Tropenwald, der bunte Paradiesvögel, riesige Schmetterlinge und exotische Säuger, wie das Baumkänguru, beheimatet, sondern auch Reste eines Gletschers, der auf dem höchsten Berg der Insel, Puncak Jaya, thront.

Eine Reise, die man sein Lebtag nicht vergisst

Wer das Glück hat, einmal auf Papua zu landen, wird diese ganz besondere Reise sein Lebtag lang nicht mehr vergessen, schließlich gehört die Insel zu den abgelegensten und unentdecktesten der Welt. Ein mögliches Ausflugsziel auf Papua ist das Baliem Tal, in dem das indigene Volk der Dani zuhause ist. Touristen sind hier gerne gesehen und sogar das Übernachten in den einfachen Unterkünften inmitten des Dschungels ist möglich. Eine einmalige Erfahrung, die euch der Natur Papuas ganz nahe bringt.

Schon einmal habe ich euch mit auf eine Reise nach Papua-Neuguinea, dem unabhängigen Staat im Osten der Insel, genommen. Sicher, eine solche Reise ist nur etwas für echte Abenteurer, aber die Bilder und Erfahrungsberichte könnt ihr ja auch ganz gemütlich von Zuhause aus genießen!

Neuguinea könnt ihr am besten von Australien aus erreichen. Achja, und die traumhaften Cookinseln liegen auch nur einen „Katzensprung“ entfernt.

Ureinwohner auf der Insel Papua Neuguinea
Foto: Sergey Uryadnikov/shutterstock.com

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Geheimtipp Raja Ampat

Ebenfalls nur einen Katzensprung, oder genauer, westlich von Papua entfernt, befindet sich der Archipel Raja Ampat, das zu den Indonesien Geheimtipps überhaupt gehört. Nur 35 der 1.800 unterschiedlichen Inseln sind bewohnt. Die wenigen Einwohner des Archipels sind stark mit dem Meer und den hier lebenden Tieren verbunden, die meisten von ihnen leben von der Fischerei. Warum ihr nach Raja Ampat kommen solltet? Weil der Archipel ein einmaliges marines Ökosystem besitzt, mit dessen Artenvielfalt noch nicht einmal das Great Barrier Reef in Australien mithalten kann. Dank seiner Lage inmitten des sogenannten Korallendreiecks, einem Gebiet, das eines der größten Artenvielfalt des Planeten beheimatet, zählt Raja Ampat zu den einmaligsten Tauchgebieten unserer Erde.

Kaum zu glauben, dass der Archipel bis jetzt so wenig Aufmerksamkeit genießen durfte

Anreisen könnt ihr übrigens nur per Schiff. Eine Fähre fährt von Sorong auf Neuguinea zum circa 60 Kilometer entfernten Wasai, dem Hauptort von Raja Ampat. Die etwas umständlichere Anreise ist auch einer der Gründe, warum Raja Ampat bis heute vom Massentourismus verschont geblieben ist, oder könnt ihr euch erklären, warum ein solches Naturparadies bis jetzt so wenig Aufmerksamkeit genießen durfte? Ich würde den Archipel auf jeden Fall zu den großen Geheimtipps zählen und lege euch – falls ihr zu den passionierten Tauchern dieser Welt gehört – eine Reise in dieses Inselparadies stark ans Herz.

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Test: Welche indonesische Insel passt zu mir?

Die gut erschlossene Insel Bali, das unentdeckte Sulawesi oder doch das Naturparadies Borneo? Macht jetzt den Test und findet heraus, welches Reiseziel in Indonesien am besten zu euch passt!

Eine Reise ins unentdeckte Indonesien

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich könnte direkt wieder meine Koffer packen und weitere unentdeckte Inseln Indonesiens bereisen. Das allseits beliebte Ziel Bali ist eine gute Einsteigerinsel für alle, die sich erst einmal an Indonesien herantasten und dann weitersehen möchten. Glaubt mir: Wer einmal vom Indonesienfieber befallen ist, möchte so viel wie möglich von dem größten Inselstaat der Welt entdecken. Seid ihr ebenfalls Feuer und Flamme und habt weitere Tipps für andere Reisende? Welche Insel ist euer Favorit?

Entdeckt Indonesien!