Wusstest ihr, dass Australien das Land mit den meisten Nationalparks der Welt ist? Allein diese Tatsache ist Grund genug, um den wundervollen Naturschätzen mal einen eigenen Artikel zu widmen.

Der sogenannte Rote Kontinent ist weltweit bekannt für seine großartige, abwechslungsreiche und unberührte Natur – und an kaum einem anderen Ort kann man diese besser bewundern, als in den mehr als 500 Nationalparks. Um euch einen Einblick in das vielseitige Landschaftsbild zu gewähren, möchte ich euch auf eine kleine Reise in 10 der wohl schönsten und beeindruckendsten Nationalsparks Australiens mitnehmen. Seid ihr bereit?

Die schönsten Nationalparks in Australien

Allgemeine Infos für euren Besuch

Northern Territory: Kakadu Nationalpark | Uluru-Kata Tjuta Nationalpark

Queensland: Whitsunday Island Nationalpark | Daintree Nationalpark

New South Wales: Blue Mountains Nationalpark | Kosciuszko Nationalpark

Victoria: Port Campbell Nationalpark

South Australia: Ikara-Flinders Range Nationalpark

Western Australia: Kalbarri Nationalpark

Tasmanien: Franklin-Gordon Wild Rivers Nationalpark

Auf nach Down Under!

Allgemeine Infos

Wer eine Reise nach Australien plant, kommt an den bezaubernden und teils sogar weltbekannten Nationalparks keineswegs vorbei. Australien hat nämlich mehr als 500 dieser Gebiete, die allesamt dazu dienen, die ursprüngliche Wildnis des fünften Kontinents zu schützen. Dabei weist jeder dieser Parks ganz unterschiedliche und schier einzigartige Landschaften auf, sodass man diese eigentlich gar nicht direkt miteinander vergleichen kann.

Übrigens:

Auf einer Fläche von insgesamt 28 Millionen Hektar nehmen die Nationalparks gerade einmal 5% der gesamten Landfläche ein, mit den weiteren Naturparks und Schutzgebieten sind es knapp 10%.

Während einige aus tropischen Regenwäldern oder traumhaften Küstenlandschaften bestehen, sind die anderen für ihre kargen Steppen und roten Wüsten bekannt. Selbst schneebedeckte Berge kann man hier vorfinden. Wichtig ist nur, dass ihr euch je nach Bundesstaat über die entsprechenden Regeln der Naturschutzgebiete informiert sowie über die Preise, Übernachtungsoptionen und Besuchszeiten. Außerdem ist es ratsam, sich vorher über das Wetter und das beste Fortbewegungsmittel vor Ort zu informieren. Wer nicht allzu viel Zeit mitbringt und entsprechend nicht alles eigenständig planen möchte, der sollte eine organisierte Tour mit einem professionellen Guide in Erwägung ziehen – so entdeckt man oftmals die wichtigsten Highlights des Nationalparks und erlebt auch noch das eine oder andere große Abenteuer.

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Kakadu Nationalpark

Der Kakadu Nationalpark, rund drei Stunden östlich von Darwin gelegen, ist enorm vielseitig und zählt mit seinem Artenreichtum und einer Fläche von 19.804 km² zu den größten Highlights in Down Under. Rund 30 Prozent des gesamten Vogelbestandes Australiens, aber auch seltene Schlangen, Krokodile und Alligatoren leben in diesem Weltkultur- und Weltnaturerbe der UNESCO. Neben der einzigartigen Tierwelt kommen Besucher auch aufgrund der einzigartigen und teils sogar sehr seltenen Flora und Fauna hierher, denn das Landschaftsbild ist vor allem durch Feuchtgebiete, Wasserfälle und uralte Felsmalereien geprägt. Besonders empfehlenswert ist eine geführte Tour, um der Geschichte der Aborigines, der Ureinwohner Australiens, auf den Grund zu gehen.

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Uluru-Kata Tjuta Nationalpark

Der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark ist wohl für die meisten von euch aufgrund des weltbekannten Ayers Rock, auch Uluru genannt, ein Begriff. Jedes Jahr zieht es knapp eine halbe Millionen Besucher in diesen doch relativ isolierten Nationalpark, der vor allem durch seine für Australien so typische Outback-Landschaft geprägt ist. Der Ayers Rock, ein 348 Meter hoher und schätzungsweise 550 Millionen Jahre alter Berg, ist allerdings nicht nur eine der größten Touristenattraktionen Australiens, sondern auch eine heilige Stätte der Aborigines. Mindestens genauso beeindruckend, aber nicht ganz so bekannt, sind hier auch die bizarren Felsformationen, die sich gerne Kata Tjuta (übersetzt „viele Köpfe“) oder auch einfach Olgas nennen. Spannende Wanderungen bescheren euch hier traumhafte Aussichten und einen Einblick in das Leben der Aborigines.

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Whitsunday Island Nationalpark

In puncto Paradies gibt es wohl kaum einen Nationalpark in Australien, der diesem Begriff so gerecht wird wie der Whitsunday Islands Nationalpark. Dieser zieht sich nämlich direkt am weltberühmten Great Barrier Reef entlang und strahlt vor allem mit seinen puderzuckerweißen Sandstränden und dem kristallklaren, blauem Meerwasser. Am besten lässt sich dieser paradiesische Nationalpark, der übrigens eine Fläche von knapp 17.000 Hektar einnimmt und sich über mehrere Inseln erstreckt, bei einer Segel- oder Schnorcheltour erkunden, beispielsweise an einem der wohl schönsten Strände der Welt, dem Whitehaven Beach. Auch beliebt, aber noch etwas teurer, sind Helikopterflüge über die Wahnnsinnslandschaft dieses wunderschönen Nationalparks.

Whitsunday Islands, Whitehaven Beach

Daintree Nationalpark

Der Daintree Nationalpark ist ein einziger großer, tropischer Regenwald und sogar der älteste Regenwald der Welt. Auch dieser grenzt, genau wie der Whitsunday Island Nationalpark, an das Great Barrier Reef und hat für seine Besucher einige Freizeitaktivitäten in petto.

Daintree ist der älteste Regenwald der Welt.

Hier könnt ihr zum Beispiel sehen, wie der Regenwald auf das berühmteste Korallenriff der Welt trifft, bei einer spannenden Wanderung oder Jeep Tour seltene Tiere und hochgiftige Pflanzen entdecken oder eine Krokodil Tour unternehmen, um die gefährlichen Reptilien aus der Nähe zu bestaunen. Auch Fledermäuse, diverse Schmetterlings- und Vogelarten trifft man hier immer wieder an. Die perfekte Mischung aus Natur pur und australischem Abenteuer!

Daintree Rainforest, Australia

Blue Mountains Nationalpark

Gerade mal 80 Kilometer von der Metropole Sydney entfernt, findet ihr ein wahres Naturparadies vor – den Blue Mountains Nationalpark. Seinen Namen verdankt der Nationalpark dem bläulichen Dunst, der durch die ätherischen Öle aus den Blättern der Eukalyptusbäume entsteht und bei klarem Himmel über die Berge aufsteigt. Besonders beliebt ist dieser Park bei Erholungssuchenden, die einfach mal dem Großstadttrubel entkommen und frische Luft schnuppern wollen. Herrlich duftende Eukalyptuswälder, steile Felsen, tiefe Schluchten und tosende Wasserfälle – diese und einige weitere Highlights können beim Wandern, Fahrrad fahren, Klettern oder Reiten erkundet werden. Das begehrteste Fotomotiv sind hier aber zweifelsohne die „Three Sisters“, drei einzigartige Felsformationen, die von den verschiedenen großartigen Aussichtspunkten des Parks bewundert werden können.

Sunrise in Blue Mountains

Kosciuszko Nationalpark

Der Kosciuszko Nationalpark ist der größte Nationalpark in New South Wales und vor allem durch den Mount Kosciuszko berühmt geworden, den höchsten Berg Australiens. Die größte Attraktion sind hier definitiv die Snowy Mountains, welche von uns Deutschen gerne als Australische Alpen bezeichnet werden und – je nach Jahreszeit – besonders bei Skifahrern, Mountainbike- und Wanderfans sehr beliebt sind. Das für Australien eher außergewöhnliche alpine Klima ist dabei auf die enorme Höhe der Snowy Mountains zurückzuführen. Im ganzen Nationalpark gibt es insgesamt 190 Kilometer Pistenspaß und 66 Skilifte.

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Port Campbell Nationalpark

Er befindet sich mitten im Herzen der Great Ocean Road – der traumhafte Port Campbell Nationalpark. Das wichtigste Wahrzeichen dieses Naturschutzgebietes ist die eindrucksvolle Felsformation der „Zwölf Apostel“ an der Südküste Australiens, doch auch in anderen versteckten Ecken findet man immer wieder imposante Kalksteinformationen, Schluchten und Felsnadeln, die ein tolles Fotomotiv darstellen und zudem zahlreichen Seevögeln einen geeigneten Lebensraum bieten. Häufig aufgesucht wird dieser Nationalpark vor allem von vielen Reisenden, die beispielsweise während ihres Roadtrips einfach mal gerne an menschenleeren Stränden entspannen und spektakuläre Sonnenuntergänge erleben wollen. Von Melbourne aus ist dieser Nationalpark in rund drei bis vier Stunden gut zu erreichen.

Twelve Apostles, Port Campbell National Park at sunset

Ikara-Flinders Range Nationalpark

Gewaltige Bergketten, dramatische Schluchten aus rotem Gestein und ein Artenreichtum, der seinesgleichen sucht – das beschreibt den Ikara-Flinders Range Nationalpark in Südaustralien wohl am besten. Für einen Besuch sollte man sich unbedingt mindestens zwei bis drei Tage Zeit nehmen, um den Nationalpark, der übrigens zu den größten Gebirgszügen des roten Kontinents zählt, in all seiner Pracht erkunden zu können.

Gewaltige Bergketten, dramatische Schluchten und ein Artenreichtum, der seinesgleichen sucht…

Vor allem die vielen Kängurus, die hier einfach überall rumlaufen, lassen das Herz eines jeden Australienliebhabers höherschlagen. Manchmal sind es graue oder rote Riesenkängurus, manchmal Wallabys und ganz selten sogar die nachtaktiven Gelbfuß-Felskängurus, die man zum Beispiel bei einer Allrad-Safari Tour hautnah erleben kann. Eine Besonderheit sind hier auch die vielen Wildblumen, die vor allem nach Regenfällen aus allen Richtungen zu sprießen beginnen. Ein wahres Mekka für Tier- und Naturliebhaber!

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Kalbarri Nationalpark

Der Kalbarri Nationalpark ist einfach nur unglaublich schön und einzigartig. Schroffe, rote Klippen und dramatische Schluchten prägen hier ebenso das Bild wie die nahezu paradiesischen, unberührten Strände und der ruhige Murchison River, die zum Verweilen und Entspannen einlädt. Die besten Aussichtspunkte findet ihr an den Felsformationen Island Rock, Natural Bridge und Mushroom Rock, die umgeben sind von herrlichen Wanderwegen. Eines der beliebtesten Fotomotive ist und bleibt aber das faszinierende Nature’s Window, das den einen oder anderen von euch vielleicht an das erst kürzlich eingestürzte Azure Window auf Gozo erinnern mag.

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Foto: Nicole Kwiatkowski/Shutterstock

Franklin-Gordon Wild Rivers Nationalpark

Der letzte Nationalpark, den ich euch an dieser Stelle vorstellen möchte, ist der Franklin-Gordon Wild Rivers Nationalparks ganz im Süden von Down Under. Dieser befindet sich allerdings nicht auf dem Festland, sondern auf der größten und vielleicht auch schönsten australischen Insel, Tasmanien. Das Besondere an diesem Nationalpark ist der einzigartige Bestand an Regenwald, den man entlang verschiedener Wanderrouten erkunden kann, aber auch seine wunderschönen Wasserfälle, die fast etwas Märchenhaftes an sich haben. Es heißt, dass man hier, mitten in der unberührten tasmanischen Wildnis, die abenteuerlichsten Raftingtouren in ganz Australien erleben kann.

Waterfall romance

Aus mehr als 500 Nationalparks die schönsten rauszupicken, ist natürlich gar nicht mal so einfach. Ich hoffe aber dennoch, dass ich euch mit meiner Auswahl einen kleinen Einblick in die vielseitige und atemberaubende Landschaft Australiens ermöglichen konnte und euch nun, genau wie mich, das Reisefieber gepackt hat!

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