Die Great Ocean Road schlängelt sich 253 Kilometer vorbei an steilen Felsküsten und durch den Regenwald. Abenteuer, Freiheit und eine einzigartige Natur warten auf euch. Ich zeige euch heute die schönsten Spots entlang Australiens schönster Küstenstraße.

253 Kilometer atemberaubende Aussicht auf das wilde Meer und den Regenwald – die Great Ocean Road im Bundesstaat Victoria ist die schönste Panoramaroute Australiens und zieht jeden Besucher in ihren Bann. Ich kann euch versprechen, wer einmal hier war, den wird das einmalige Freiheitsgefühl der brechenden Wellen und des rauschenden Windes nie wieder los lassen. Die Great Ocean Road gehört definitiv zu meinen Lieblingsplätzen. Warum, zeige ich euch in diesem Artikel.

Die Great Ocean Road in Australien

Anreise | Unterkunft | 12 Apostel

Lorch Ard Gorge | Weitere Highlights |Surfkultur

Ungebändigt, wild und wunderschön – das sind die ersten Worte, die mir zu dieser endlos langen Küstenstraße einfallen. Hier pfeift euch der Wind durchs Haar und Wellen peitschen auf die steile Küste. Die Great Ocean Road ist ein Naturparadies und Anziehungspunkt für alle Australien-Liebhaber, Surfer und Backpacker.

Hier fühlt man sich frei, unbeschwert und vergisst den Rest der Welt

Auf eurem Weg entlang dieser einzigartigen Straße werdet ihr mit atemberaubenden Blicken auf den Ozean verwöhnt, schwenkt ihr euren Kopf in die andere Richtung, breitet sich der Regenwald vor eurer Nase aus – der Wahnsinn! Hier fühlt man sich einfach nur frei, unbeschwert und vergisst den Rest der Welt. Nehmt euch am besten ein paar Tage mehr Zeit, um dieses Highlight richtig genießen zu können. Zahlreiche Stopps werdet ihr sowieso einlegen, denn die Great Ocean Road ist einfach zu schön, um sie einfach nur entlang zu fahren. Hier ist der Weg das Ziel!

Wo verläuft die Great Ocean Road?

Die Great Ocean Road beginnt in Torquay und schlängelt sich Richtung Westen entlang der Küsten und Regenwälder über Bells Beach, Anglesa und Apollo Bay bis nach Allansford. Am besten startet ihr eure Tour in der australischen Metropole Melbourne, der ihr ebenfalls unbedingt einen Besuch abstatten solltet. In meinem Reisemagazin findet ihr dazu natürlich auch die passenden Melbourne Tipps. Euer Flug sollte also zum internationalen Melbourne Airport gehen, von dort fährt ein Shuttlebus regelmäßig bis ins Zentrum von Melbourne.

Anreisemöglichkeiten

  • Mietwagen
  • Bucht eine Tour (Dauer: 1-5 Tage)
  • Hop on Hop off Bus, z.B. Greyhound
Mein Vorschlag: Bucht doch besser einen Mietwagen, denn die beste Art und Weise, die Great Ocean Road zu erleben, ist mit einem eigenen Auto. Besonders passend für die Tour: Campervans – denn in einem alten VW Bus die Küstenstraße entlang zu cruisen, ist noch einmal etwas ganz Besonderes und passt super zu dem Surfer- und Abenteuer-Lifestyle dieser Gegend. Alternativ könnt ihr aber auch eine Tour buchen, die euch zu den schönsten Plätzen an der Great Ocean Road bringt. Mehrtägige Touren sind oft eine Kombination mit weiteren Australien Highlights wie der Kangaroo Island in Südaustralien.

Great Ocean Road Karte – die Highlights

Die folgende Karte zeigt euch den Verlauf und die Unterkünfte und Hotspots an der Great Ocean Road in Victoria.

Unterkünfte an der Great Ocean Road

Entlang der Great Ocean Road findet ihr zahlreiche niedliche Hafenstädte mit Hotels, privaten Unterkünften und Campingplätzen. Verschiedene Unterkünfte liegen nur eine kurze Autofahrt entfernt von den berühmten Twelve Apostles, in der Hafenstadt Port Campbell. Hier könnt ihr euch auf einen tollen Meerblick freuen und euren Tag gemütlich ausklingen lassen. Für Camping-Liebhaber: Allein im Great Otway National Park bei Apollo Bay habt ihr die Wahl zwischen mehr als 15 Campingplätzen und entlang des Great Ocean Walks stoßt ihr ungefähr alle 15 Kilometer auf einen Campingplatz. Hier könnt ihr Bungalows mieten, euer Zelt aufschlagen oder einfach unter dem grandiosen Sternenhimmel schlafen. Auf der Karte oben habe ich neben der Route und den Sehenswürdigkeiten auch eine Übersicht der Campingplätze für euch zusammengestellt.

Ein Roadtrip entlang der Great Ocean Road

Die 12 Apostel – majestätisch und atemberaubend

Die wunderschöne Straße kann schon allein durch die atemberaubende Aussicht bestechen, allerdings hält sie auch noch viele weitere Ziele für euch bereit. Wenn ihr schon einmal von der Great Ocean Road gehört habt, ist bestimmt auch der Name der 12 Apostel gefallen.

Guru-Tipp: Schaut euch die 12 Apostel am besten früh am Morgen oder in der Abenddämmerung an, wenn die Sonne tief steht, leuchten die Felsen in einem besonders schönen Farbton.
Bizarre Felsformationen reichen bis zu 45 Meter aus dem Wasser und bieten euch einen ganz besonderen Anblick. Sie wirken majestätisch und gehören zu Recht zu den beliebtesten Fotomotiven Australiens. Bevor ihr die Kalksteinspitzen zu zählen beginnt und in Panik verfallt – nein, ihr habt euch nicht verzählt, es sind tatsächlich heute nur noch acht der Riesen übrig geblieben.

Lorch Ard Gorge

Nachdem ihr die 12 Apostel besucht habt, erreicht ihr nach etwa drei Minuten Lorch Ard Gorge. Nehmt euch Zeit, um die euch umgebende Küstenlandschaft zu erkunden, denn es gibt zahlreiche Höhlen und Blowholes zu entdecken, aus denen regelmäßig große Wassermassen sprühen. Beeindruckend und faszinierend! Der Ort trägt eine besondere Geschichte und diese scheint auch hier in der Luft zu schweben. Das Schiff Lorch Ard lief hier 1878 auf Grund, schuld daran waren dicke Nebelschwaden. Zwei Teenager konnten sich retten, der Rest der Besatzung schaffte es leider nicht bis zum sicheren Festland. Der Küstenabschnitt und die starken Wellen wurden zwar vielen Schiffen zum Verhängnis, aber lasst euch nicht täuschen. Gerade durch die vielen Felsen vor der Küste sind einige Strände und Buchten wahre Badeparadiese und liegen sehr geschützt.

Weitere Highlights entlang der Great Ocean Road

Neben den 12 Aposteln ist die London Bridge das beliebteste Postkartenmotiv der Great Ocean Road. Leider ist die Brücke vor über 25 Jahren eingestürzt. Der große Felsen, der abgetrennt vom Festland im Meer liegt, ist trotzdem eine wahre Naturschönheit geblieben. Wenn ihr durch den Otway Nationalpark fahrt, heißt es: Ab ins Grüne. Im Great Otway Nationalpark seid ihr umringt von Eukalyptus Bäumen, meterhohen Farnen und dem Regenwald. Haltet bei eurer Tour entlang der Küste auf jeden Fall in einem der kleinen Hafenstädtchen an, denn hier gibt’s super leckeren und frisch gefangenen Fisch. Außerdem versüßen euch regionale Weine und andere Delikatessen den Urlaub.

  • Der älteste Leuchtturm Australiens ragt am Cape Otway 90 Meter über den Meeresspiegel.
  • Etwas landeinwärts von Apollo Bay befindet sich der Great-Otway-National Park, der mit tollen Regenwäldern lockt.
  • Lauft die Küste entlang und richtet euren Blick auf den Horizont, zwischen Juni und Oktober ziehen hier viele Wale entlang. In den Eukalyptus Bäumen entlang der Great Ocean Road machen es sich außerdem gerne Koalas gemütlich.
  • Begebt euch hinauf in die Kronen der Baumriesen bei einem Tree Top Walk – das ist natürlich nur etwas für Schwindelfreie! Noch mehr Action verspricht eine Zip Line Tour, bei der ihr durch den Regenwald saust.
  • Der über 100 Kilometer lange Great Ocean Walk ist etwas für die Wanderer unter euch. Der Wanderweg, der von Apollo Bay bis zu den Twelve Apostles entlang der Küstenlinie verläuft, ist einmalig schön und bietet euch ganz besondere Einblicke in die schönsten Spots entlang der Great Ocean Road.

Surf Kultur am Bells Beach

Bells Beach ist der berühmteste Surfspot der Great Ocean Road und absoluter Kult, denn hier wurde Geschichte geschrieben und Helden geboren. Jedes Jahr zu Ostern findet der Rip Curl Pro hier statt und ist der dritte Stopp der WSL Championship Tour, dem Wettbewerb für die besten Surfer der Welt. Der Strand gehört zu Torquay, eine Stadt, die ganz im Zeichen der Surfkultur steht. Im Surf World Museum könnt ihr alles über die Faszination des Wellenreitens erfahren und mehr über die Geschichte des weltberühmten Surfspots lernen. Außerdem findet ihr hier eine einmalige Sammlung kostbarer und von Legenden geprägten Brettern. Für Surf-Fans ein absolutes Highlight.

Ein kleiner Vorgeschmack auf euren Roadtrip

Die Great Ocean Road erinnert übrigens an die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg und dient als Memorial. Die Straße wurde damals (1918) mühsam von Hand gebaut – nur mithilfe von Sparten, Schaufeln und Pferdekarren – heute klingt das fast unvorstellbar. Die Geschichten und Legenden, die sich um den weltberühmten Küstenstreifen ranken, verleihen der Strecke eine ganz besondere und geheimnisvolle Atmosphäre.

Video: Visit Melbourne

Australien ist riesig und es gibt tausende Möglichkeiten, Down Under zu entdecken, die Great Ocean Road ist meiner Meinung nach ein absoluter Klassiker und sollte bei einer Australien Reise ganz oben auf der Bucketlist stehen. Dieser Küstenabschnitt ist nämlich viel mehr als nur eine Straße mit tollem Panorama – sie ist ein Lebensgefühl voller Dramatik, Wildnis und purer Schönheit!

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