Sehenswürdigkeiten in Nürnberg

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Nürnberg

Ihr wolltet schon immer mal gerne einen Urlaub in Nürnberg machen, wisst aber noch nicht so recht, was euch dort alles erwartet? Dann seid ihr hier genau richtig! Nürnberg bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die euch mit Sicherheit zum Staunen bringen werden. Aber nicht nur das: Die zweitgrößte Stadt Bayerns weiß auch mit ihrem einzigartigen Flair zu verzaubern!

Die Kaiserburg, alternative Künstlerviertel und ein beliebter Fotospot – in meinem Artikel verrate ich euch, welche meine liebsten Ziele in Nürnberg sind. Seid gespannt und viel Spaß schon mal im wunderschönen Nürnberg!


Kaiserburg

Fangen wir mit dem absoluten Highlight unter den Sehenswürdigkeiten Nürnbergs an: Die imposante Kaiserburg in Nürnberg ist eine der bedeutendsten Burgen Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Erbaut wurde die noch heute gut erhaltene Burganlage im 11. Jahrhundert. Als eine der wichtigsten Kaiserpfalze des Mittelalters in Europa, residierten in der Zeit von 1020 bis 1571 alle römisch-deutschen Kaiser zumindest zeitweise in der Kaiserburg. Heute könnt ihr sogar kaiserlich in der Burg übernachten: In der ehemaligen Kaiserstallung befindet sich eine der größten und modernsten Jugendherbergen Deutschlands.

Betretet die Räumlichkeiten der Kaiserburg, denn ihr könnt die Kaiserzimmer im Palast anschauen, in denen Möbel aus dem 16. Jahrhundert zu finden sind, umfangreiche Waffensammlungen bestaunen und den tiefen Brunnen beäugen, welcher damals wie heute die Bürger mit Trinkwasser versorgt. Egal, ob mit einer Führung oder ohne: Die märchenhafte Burg wird euch sicher verzaubern. Einmal oben angekommen (der Aufstieg ist nicht ganz ohne), dürft ihr eine großartige 360-Grad-Aussicht über Nürnberg und die Altstadt genießen. Besonders zu empfehlen ist ein Blick von ganz oben, wenn sich bei Sonnenuntergang ein wohliges Licht über die Stadt legt.

Kaiserburg in Nürnberg
Die imposante Kaiserburg in Nürnberg | Foto: Uwe Niklas

Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design

In Nürnberg trifft Tradition auf Moderne: Mitten in der historischen Altstadt befindet sich das Neue Museum, das mit seiner Klarheit und seiner Transparenz einen starken Akzent für die Gegenwart und das moderne, lebendige Nürnberg setzt. Das preisgekrönte Ensemble gibt mit Malerei, Fotografie, Videokunst und verschiedenen Installationen Einblicke in die moderne Kunst. Auf insgesamt 3.000 m² findet ihr hier rund 1.500 Kunstwerke ab den 1950er Jahren bis in die Gegenwart. Diese Sehenswürdigkeit solltet ihr euch also definitiv nicht entgehen lassen! Der Entwurf stammt übrigens von dem renommierten Berliner Architekten Volker Staab.

Besonders beeindruckend ist die 100 Meter lange, schwungvolle Glasfassade des Staatlichen Museum für Kunst und Design, das die Grenzen von Innen- und Außenraum kunstvoll verwischt. 2004 wurde zudem im Zwinger zwischen dem Sterntor und Frauentor der Skulpturengarten eröffnet. Der Großteil der Werke dort gehörte ursprünglich dem Unternehmer- und Galeristenehepaar Marianne und Hansfried Defet. Diese haben sie 2004 dann der Stadt Nürnberg geschenkt.

Neues Museum in Nürnberg
Neues Museum in Nürnberg | Foto: Uwe Niklas

Memorium Nürnberger Prozesse

Im Memorium Nürnberger Prozesse bekommt ihr einen lebendigen Eindruck von geschichtlich überaus bedeutsamen Rechtsprozessen. Die Dauerausstellung informiert euch über die Vorgeschichte, den Verlauf sowie die Nachwirkung der Nürnberger Prozesse am Originalschauplatz.

Anklage gegen das Völkerrecht

Am 20. November 1945 begann im Justizpalast der Nürnberger Prozess gegen die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes, der ganze 218 Verhandlungstage dauerte. Bei diesem Prozess wurden erstmals die schrecklichen Ausmaße des Holocausts bekannt, die durch die Überlebenden ausgesagt wurden.

Dieses internationale Strafverfahren hatte schließlich maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Völkerrechts. Der Schwurgerichtssaal ist bis heute ein Ort der Rechtssprechung und daher nur eingeschränkt zugänglich. Das Memorium Nürnberger Prozesse gehört somit zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Nürnberg.

Memorium Nürnberger Prozesse
Saal 600 | Foto: Steffen Oliver Riese

Dokumentationszentrum/Ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Das 11 km² große, ehemalige Reichsparteitagsgelände ist ein historischer Ort im Süden Nürnbergs. Das sogenannte Dokumentationszentrum befindet sich im nördlichen Teil der unvollendeten Kongresshalle der NSDAP, welche den Nationalsozialisten damals als Kongresszentrum dienen sollte. Heute könnt ihr hier Geschichte live erleben – ein wirkliches Muss für jeden!

In den Innenhof des Geländes gelangt ihr ohne Eintrittskarte und das Dokumentationszentrum kostet euch 6€ (ermäßigt 1,50€). Im Doku-Zentrum werden Themen des Geschichtsunterrichts spannend und fesselnd verpackt: Die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ informiert euch am historischen Ort über den Größenwahn des nationalsozialistischen Regimes zur damaligen Zeit.

Das Dokumentationszentrum ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten in Nürnberg und darf somit auf eurer Liste der Must-Sees in Nürnberg natürlich nicht fehlen!

Dokumentationszentrum Nürnberg
Dokumentationszentrum Nürnberg | Foto: Florian Trykowski

Alternative Kunstszene / Kreativviertel Gostenhof

In der alternativen Kunstszene in Nürnberg trefft ihr auf die wahren Künstler und Kreativköpfe der Stadt. Im Nürnberger Westen befindet sich ein stillgelegtes Industriegelände mit unter anderem Galerien, Start-ups sowie einer Universität. Im Nordareal Auf AEG liegt mit der Galeria 76 ein lebendiger Ort für das Zusammentreffen von Kunstschaffenden und Kunst-Interessierten. Die Galerie 76 bietet insbesondere jungen Künstlern aus Nürnberg eine Plattform zur Präsentation ihrer künstlerischen Werke.

Interessant auf dem AEG Gelände ist ebenfalls der beliebte Kunstsupermarkt. Der sogenannte supermART gehört mit tausenden Besuchern und zahlreichen Kunstverkäufen zu den wichtigsten Kunstevents in Nürnberg.

Ein alternatives Szeneviertel in Nürnberg ist außerdem das Kreativ- und Künstlerviertel Gostenhof. Die hohe Kneipendichte, viele kleine Läden und individuelle Veranstaltungen machen den Charme dieses Viertels aus. Junge und Junggebliebene sind hier jederzeit herzlich willkommen!

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Kreativviertel Gostenhof | Foto: Uwe Niklas

Kettensteg

Last but not least: Nun kommen wir zu einem meiner absoluten Lieblingsorte in Nürnberg – dem wunderbaren Kettensteg. Der Kettensteg befindet sich vor der westlichen Stadtmauer und ist mit seinen 68 Metern die älteste erhaltene, eiserne Hängebrücke, die auf dem europäischen Festland existiert. Damit ist die Fußgängerbrücke ein Meilenstein der Industriegeschichte.

Der Name Kettensteg entstand übrigens aufgrund der jeweils drei Meter langen Kettenglieder, an denen die Brücke befestigt ist.

Beliebtes Nürnberger Fotomotiv

Der Nürnberger Kettensteg ist ein überaus beliebter Fotospot. Schlendert doch mal entspannt über die Hängebrücke, lasst euch in perfekter Pose ablichten und behaltet den Moment auf dieser besonderen Sehenswürdigkeit für immer in Erinnerung.

Kettensteg in Nürnberg
Der Kettensteg in Nürnberg als beliebter Fotospot | Foto: Uwe Niklas

Sightseeing-Tour mit der Nürnberg Card

Ihr wisst jetzt, welche Urlaubshighlights ihr euch bei eurem Besuch in der bayerischen Stadt Nürnberg auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Nun habe ich aber noch einen ganz besonderen Tipp für alle Profi-Touris: Holt euch die Nürnberg Card! Mit dieser Karte sind eurer Abenteuerlust keine Grenzen gesetzt: Für nur 28€ könnt ihr zwei Tage lang freien Eintritt in alle Sehenswürdigkeiten und Museen genießen und noch dazu gratis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Fürth und Nürnberg umherfahren. Die einzige Voraussetzung ist, dass ihr in Nürnberg oder Fürth übernachtet. Wenn das der Fall ist, könnt ihr euch eure Nürnberg Card jederzeit online bestellen oder vor Ort in den Touristeninformationen besorgen.

Sehenswertes in Nürnberg

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