Natürlich gibt es etliche Weinregionen in Frankreich. Welche aber die beliebtesten und somit auch die meistbesuchtesten sind, das erfahrt ihr hier.

Ihr seid totale Weinliebhaber? Dann seid ihr in Frankreich besonders gut aufgehoben! In den beliebten Weinregionen in Frankreich werden euch viele Touren angeboten, die den Weinkauf oder auch nur das Kosten schmackhafter Weine zu einem echten Erlebnis machen – Erlebnis-Shopping in den beliebtesten Weinregionen Frankreichs eben. Hier könnt ihr sehen, in welch schöner Natur die Trauben wachsen und wie sie zu Wein verarbeitet werden. Doch nicht nur Weinliebhaber, sondern auch Naturliebhaber sind hier genau richtig.

Weinregionen in Frankreich

Die beliebtesten Weinregionen in Frankreich

Champagne-Ardenne – Ein wundervolles Weinbaugebiet nordöstlich von Paris

Die Weinregion Champagne-Ardenne liegt etwa 150 Kilometer nordöstlich von Paris. Auf den ersten Blick scheint die dort kühle Region nicht sehr geeignet für den Weinanbau, doch was viele nicht wissen: der Boden, das Klima und auch die Lage bieten eine perfekte Kombination für den Weinanbau. Das kühle Klima bedingt eine lange Reifezeit der Trauben und der Boden hat einen Kreideuntergrund mit einer sandig-lehmigen Oberschicht. Die Lage zeichnet sich dadurch aus, dass die Weinberge nicht allzu hoch liegen und somit von den umliegenden Wäldern optimal geschützt werden. Die Champagne ist ein besonderes Anbaugebiet und alles andere als einheitlich. Es handelt sich nämlich um eine stark zersplittete Weinbauregion. Das Zentrum des Gebietes befindet sich rund um Epernay und Reims, doch die Weinberge gehen noch bis weit in den Westen, ins Tal der Marne hinein. Sogar 100 Kilometer südlich von Reims, im Departement Aube, liegen noch Weingärten dieses Anbaubereichs.

Um die 19.000 Winzer gibt es in der Champagne, von denen nur wenige selbst Champagner erzeugen. Die meisten Winzer liefern ihre Trauben an große Champagner-Häuser, da diese selbst nur einen Anteil von rund 10% an der Gesamtrebfläche der Region haben und daher auf Zukäufe angewiesen sind. Der dort produzierte Champagner sorgt mit seinem anregenden Duft, dem feinen Prickeln und dem einzigartigen Geschmack in aller Welt für Begeisterung. Rund 95% der Rebfläche sind mit den drei Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier bestockt. Die beiden roten Sorten, Pinot Noir und Pinot Meunier, machen ca. 72% der Rebfläche aus, Chardonnay nur knapp 28%. Auf den restlichen 5% der Rebfläche werden die Sorten Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris angebaut, die ebenfalls für die Erzeugung von Champagner zugelassen sind.

Weinregionen in Frankreich Wer gerne mehr über den Anbau, die Rebsorten oder die Ernte erfahren möchte, dem empfehle ich an einer Tour teilzunehmen. Die Cris-Event Champagne Tour, die sogar ein Zertifikat für Exzellenz erhalten hat, ist bei Touristen sehr beliebt, denn sie vermittelt umfangreiche Informationen rund um den Weinanbau in dieser wundervollen französischen Region. Während der Tour besucht ihr verschiedene Winzer der Region und habt sogar die Möglichkeit, an Verkostungen teilzunehmen. Für all diejenigen, die noch mehr von der Region Champagne sehen wollen, denen empfehle ich einen Besuch bei der Cathedrale Notre-Dame de Reims, dem Chateau Fort de Sedan oder dem Freizeitpark Nigloland. Wie ihr seht, lohnt sich ein Besuch dieser Region allemal – und das nicht nur aufgrund der Weine oder des Champagners! ;-)

Provence – Eine der wohl schönsten Weinregionen Frankreichs

Die Weinregion der Provence erstreckt sich von Nizza im Osten bis Avignon im Westen und von der Mittelmeerküste bis an die Ausläufer der Alpen. Besonders im Südosten Frankreichs an der Côte d’Azur gibt es viele Weinbaugebiete, wie etwa Bandol, Cassis, Coteaux d’Aix-en-Provence, Coteaux de Pierrevert, Côtes de Provence, Côtes du Luberon, Côtes du Ventoux und Les Beaux-de-Provence. In der Provence sind zahlreiche Rebsorten zugelassen, darunter auch eine Vielzahl autochthoner Reben, sprich Sorten, die dort selbst ihren Ursprung haben. Dominant sind hier vor allem die roten Rebsorten.

Da in der Provence zum größten Teil Rosé-Weine, gefolgt von Rotweinen, erzeugt werden, gelten sie hier als Lebenselixier. Die Provence ist nämlich das einzige Gebiet, in dem man sich weitestgehend auf die Erzeugung von Rosé-Weinen spezialisiert hat. Generell wichtige Rebsorten sind hier: Barbaroux, Syrah, Grenache, Mourvedre, Carbernet Sauvignon, Carignan und Cinsault. Weißwein spielt in dieser Weinanbauregion eine untergeordnete Rolle, daher findet man in den Weinbergen nur sehr selten weiße Reben. Findet man welche, dann wahrscheinlich die Sorten Bourboulenc, Clairette, Ugni-Blanc und Rolle.

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Die Böden des Weinanbaugebietes Provence haben häufig einen hohen Kalkanteil und sind steinig. Steiniger Boden hat die Fähigkeit, viel Wärme zu speichern, was absolut vorteilhaft ist. Für mehr Informationen und ein unverwechselbares Erlebnis in dieser bezaubernden Weinlandschaft empfehle ich besonders die Provence Wine Tours. Wer allerdings noch mehr als Weinberge sehen möchte, der hat natürlich auch die Möglichkeit, an der Promenade des Anglais, am wundervollen Strand von Nizza, entlang zu flanieren. Wer etwas mehr auf Sightseeing aus ist, sollte sich unbedingt die Carrieres de Lumieres in Les Beaux-de-Provence anschauen oder den Pope’s Palace, den Palast des Papstes im schönen Avignon.

Burgund – Berühmt für Chardonnay und Pinot Noir

Südöstlich von Paris liegt die knapp 30.000 Hektar große Rebfläche der Weinanbauregion Burgund, im Französischen Bourgogne, die sich wie ein 300 Kilometer langes Band zwischen den beiden Städten Dijon und Lyon schlängelt. Im Weinanbaugebiet Bourgogne ist es üblich, dass ein Wein aus nur einer Rebsorte gekeltert wird. Im Burgund streben die Winzer danach an, das Potential einer Rebsorte voll auszuschöpfen und bauen daher reinsortig an. Deswegen gibt es in dieser Region auch nur wenige Rebsorten, wie etwa den Chardonnay und Pinot Noir. Rund 35% der Rebfläche nimmt die Spätburgunder, die hier Pinot Noir genannt wird, ein. Sie ist die bedeutendste rote Rebsorte in Burgund.

Die weltweit beliebte Weißwein-Rebe Chardonnay bedeckt knapp 50% der Rebfläche der Weinregion. Die recht pflegeleichte Sorte hat den Vorteil, dass sie auf fast jedem Untergrund ansprechende Qualitäten erbringt. Die besten Chardonnays stammen aus Chablis und der Côte de Beaune. Vor allem aber aus Meursault und Puligny-Montrachet. Sehr bedeutend ist hier allerdings auch die Rebsorte Aligoté, die vor allem in guten Lagen sehr füllige Weine mit deutlicher Würze ergibt. Diese Sorte, wie auch die Melon de Bourgogne, wird oft für die Herstellung des Schaumweins Crémant de Bourgogne verwendet.

Beim Boden der Weinanbaugebiete gibt es sehr große Unterschiede. Im Bereich Côte de Nuits gibt es ca. 60 verschiedene Bodentypen. Ein jeweiliger Bodentyp ergibt sich aus dem Verhältnis der Hangneigung, sowie den Anteilen von Stein, Lehm und Kalk. Je nach Lage wachsen die Reben dann auf Schiefer, Granit, Mergel, Lehm, Kies oder Kalkstein. Die besten Lagen sind übrigens die, die sich auf kalksteinhaltigem Untergrund befinden.

Ich habe der Genussregion Burgund sogar schin einen eigenen Artikel in meinem Reisemagazin gewidmet. Was ihr in Burgund erleben und genießen könnt erfahrt ihr in meinem Artikel „Wunderschönes Burgund

Weinregionen in Frankreich Natürlich habt ihr auch in Burgund die Möglichkeit, eine Weintour mitzumachen, wie zum Beispiel jene von Burgundy Discovery oder Authetica Tours. Oder aber ihr besichtigt das Museum Hôtel-Dieu de Beaune, das Chateau de Savigny-lès-Beaune oder die La Basilique Sainte Marie-Madeleine. Langweilig wird euch hier jedenfalls nicht, denn es gibt abgesehen von den Weinreben noch jede Menge zu erkunden :-)

Aquitanien – Die Heimat des Bordeaux-Weines

Natürlich darf Bordeaux, die Hauptstadt Aquitaniens, in meiner Aufzählung der besten und beliebtesten Weinregionen in Frankreich nicht fehlen. Zusammen mit Burgund streitet sich diese Region schon seit vielen Jahren um den heiß begehrten Titel des besten Anbaugebiets. Mit einer Rebfläche von rund 120.000 Hektar ist Bordeaux das weltweit größte geschlossene Weinbaugebiet. Jahr für Jahr werden hier in den ca. 3000 Weingütern mehr als 5,5 Millionen Hektoliter Wein erzeugt. Das vermutlich bekannteste Weinbaugebiet der Welt liegt übrigens im Departement Gironde.

Der typische Bordeaux-Wein besteht aus verschiedenen Rebsorten. Für die gute Qualität der Weine wird dabei immer auf eine Basis von Rebsorten zurückgegriffen, die je nach Weingut in unterschiedlichem Verhältnis zueinander stehen und je nach Terroir ganz verschiedene Geschmäcker mit sich bringen. Mit mehr als 85% roter Rebsorten ist Bordeaux ganz eindeutig eine Rotwein-Gegend. Bemerkenswert ist, dass die drei roten Rebsorten Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot, einen Anteil von etwa 90% bei den roten Sorten einnehmen und somit dominieren. Bei den weißen Sorten dominiert eindeutig Semillon mit etwa 50% der Fläche. Danach folgen Sauvignon Blanc, Colombard, Muscadelle und Ugni Blanc.

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Besonders in der Region Bordeaux gibt es viele Weintouren, die man mitmachen kann, wie zum Beispiel die Bordovino Wine Tasting Day Tours, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Wenn ihr schon in der Region seid, müsst ihr unbedingt die gewaltigen Dune du Pilat besichtigen und auch erklettern ;-) Ebenfalls sehenswert ist der berühmte Place de la Bourse in Bordeaux oder auch das Pau Castle.

Languedoc-Roussillon

Languedoc und Roussillon sind zwei Regionen Frankreichs, die am Mittelmeer zwischen der Provence und Spanien liegen. Auf mehr als einem Drittel der Fläche wird Wein angebaut, was lange Zeit zum Massenanbau führte. Heute aber ist der Wein besser als sein Ruf. Insbesondere die bessere Rebsortenauswahl und eine stärkere Kontrolle durch den Gesetzgeber haben die Qualität nachhaltig ansteigen lassen. Obwohl Languedoc-Roussillon oftmals zusammengefasst wird, handelt es sich strenggenommen um zwei aneinandergrenzende Weinbauregionen im Süden von Frankreich. Languedoc ist dabei der nördliche Teil und Roussillon ist der südliche Abschnitt dieses Anbaugebiets mit einer Rebfläche von insgesamt 250.000 Hektar. Einige bedeutende Weinregionen im Languedoc-Roussillon sind: Cabardes, Corbières, Costières de Nimes, Coteaux du Languedoc, Côtes Malepère, Côtes du Roussillon, Côtes du Roussillon-Villages und Minervois.

Die beiden Regionen sind besonders für Rot- und Rosé-Weine bekannt, welche vor allem aus Carignan, Cabernet Sauvignon, Merlot und Grenache gekeltert werden. Mengenmäßig betrachtet ist Weißwein in dieser Weinregionen wenig vorhanden, obwohl es dort auch einige gute Weißweine gibt. Diese werden dann vor allem aus lokalen Sorten wie Bourboulenc, Marsanne, Picpoul und Roussanne gekeltert. Doch auch die Sorten Chardonnay und Sauvignon Blanc wurden in letzter Zeit vermehrt in den Weingärten gesehen.

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Wer auch hier gerne eine Weintour unternehmen möchte, dem sind die Montpellier Wine Tours zu empfehlen. Wer dann noch etwas Lust auf Sightseeing hat, sollte unbedingt die Cité von Carcassonne besichtigen oder in den Parc Zoologique Henri de Lunaret gehen, um sich einfach mal ein wenig zurück zu lehnen.

Na, geht eure nächste Reise nun in eine der beliebten Weinregionen in Frankreich? Wenn ihr bereits dort wart, könnt ihr mir gerne in den Kommentaren davon berichten. Ich bin gespannt!

In meinem Reisemagazin findet ihr noch mehr Frankreich Tipps:

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