Nizza gehört zweifelsohne zu den schönsten und begehrtesten Städten an der Côte d’Azur. Wieso das so ist, wisst ihr spätestens nach einem Blick in diesen Artikel.

Also ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber ich liebe Südfrankreich! Eine Stadt scheint schöner als die andere, bezaubernde Strände, wo man nur hinsieht, und Promenaden, die zum Flanieren und Genießen einladen. Jedes Mal, wenn ich nur daran denke, zieht es mich an die Französische Riviera. Eines der wohl beliebtesten Reiseziele im wunderschönen Süden Frankreichs ist die Hafenstadt Nizza an der sonnigen Côte d’Azur. Und genau diese möchte ich euch heute näher vorstellen – inklusive Insidertipps zweier Franzosen.

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Tipps für eure Anreise nach Nizza

Gelegen im landschaftlich wunderschönen Süden Europas und im Südwesten Frankreichs, ist die fünftgrößte Stadt Frankreichs mit ihren knapp 350.000 Einwohnern auf allen Wegen gut zu erreichen. Besonders bequem ist es natürlich, Nizza mit dem Flugzeug zu bereisen, zumal man kurz vor der Landung einen herrlichen Blick auf die wundervolle Stadt im Herzen der Côte d’Azur hat. Günstige Flüge bekommt ihr beispielsweise ab Düsseldorf oder Köln bereits ab 40 Euro pro Person. Sofern es sich um Direktflüge handelt, beträgt die Flugzeit knapp zwei Stunden. Mit dem Zug sieht man zwar auch sehr viel von der bezaubernden Landschaft, allerdings kann diese Option etwas teurer werden und je nach Zugverbindung schon einmal zwischen 12 und 20 Stunden dauern.

Auch mit dem Auto könnt ihr mit guten 8 bis 12 Stunden rechnen – natürlich stets abhängig von eurem Startpunkt und der Verkehrslage. Solltet ihr nicht mit dem Auto anreisen, allerdings vor Ort gerne einige umliegende Städte erkunden wollen, dann empfiehlt sich natürlich ein günstiger Mietwagen. Eine ganz besondere Ankunft ist jene mit der Fähre, bei der ihr bereits aus der Ferne die Schönheit Nizzas erkennen könnt und bei deren Anblick garantiert bei dem ein oder anderen Reisenden eine Art Vorfreude emporsteigt.

Die Highlights von Nizza – Insidertipps zweier Franzosen

Traumhafte Strände, eine entzückende Altstadt und berühmte Festivals – diese und viele weitere Dinge kommen einem in den Sinn, wenn man an die bezaubernde Hafenstadt Nizza denkt. Nicht zu Unrecht, denn Nizza ist viel mehr, als – wie man doch so schön sagt – die „Stadt der Schönen und Reichen“. Kaum ist der milde Winter vorbei, lockt es immer mehr Touristen in diese beeindruckende südfranzösische Stadt. Doch wieso wird ausgerechnet diese Stadt so gern gesehen? Ist es das schöne Wetter? Immerhin herrscht in Nizza das wärmste und beständigste Klima an der Côte d’Azur. Aber nee, dachte ich mir, schönes Wetter gibt es schließlich auch woanders. Damit mir diese Frage allerdings so gut es geht beantwortet wird, habe ich einfach mal zwei Franzosen befragt, die diese Stadt sogar schon einige Male besucht haben.

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Die bezaubernde Altstadt von Nizza

Natürlich war eine meiner Fragen eine wohl ziemlich beliebte Standardfrage: „Was sollte man in Nizza unbedingt gesehen haben?“ Klar, immerhin wollen die meisten Touristen – genau wie euer Guru – nichts verpassen, wenn sie schon einmal vor Ort sind. Die Antwort der beiden Franzosen kam ziemlich schnell und wie aus einem Mund: „La vieille ville de Nice“, übersetzt also die Altstadt von Nizza. Man kann sogar sagen, in so gut wie jeder Antwort kam die Altstadt irgendwie mal vor. Sie scheint ein Anziehungspunkt für viele Touristen zu sein.

„Die Besichtigung des Vieux Nice, übersetzt des alten Nizzas“, so Renan, einer der beiden Franzosen, „ist eindeutig das Highlight einer jeden Stadtbesichtigung. Sie grenzt direkt an die Promenade des Anglais, befindet sich quasi zwischen dem berühmten Masséna Platz auf der Westseite und dem Burgberg auf der Ostseite [dazu gleich mehr], und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden.“ Hektisches Treiben auf den täglichen Blumen-, Gemüse- und Fischmärkten sowie bewundernswerte geschichtsträchtige Bauwerke sind nur einige der Dinge, die diesen Teil Nizzas so besonders machen. „Auf den Märkten bekommt man einfach alles, was man sich nur vorstellen kann“, sagt Renan. „Von außergewöhnlichen Gewürzen bis hin zu exotischen Früchten ist hier alles mit dabei.“

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Schlendert man durch die schönen kleinen Gassen der gut erhaltenen Altstadt Nizzas, so spaziert man automatisch an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Dazu gehören zum Beispiel das berühmte Rathaus Nizzas, auch als Hotel de Ville bekannt, sowie die Cathédrale Sainte Réparate, eine als historisches Denkmal ausgezeichnete Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Doch Renan schwärmt auch von den gut erhaltenen und schön bemalten alten Wohnhäusern, die der Stadt einen ganz besonderen Charme verleihen. Einige vergleichen die Atmosphäre dort sogar mit jener einer italienischen Kleinstadt. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn immerhin wechselte Nizza in der Vergangenheit auch mal seinen Besitzer.

Cours Saleya – Ein Marktplatz mit kulinarischen Köstlichkeiten

Ebenfalls typisch für Nizza sind die zahlreichen schönen Plätze der Stadt, die voll von kleinen französischen Cafés und Restaurants sind, die man zum Beispiel nach einer ausgiebigen Sightseeingtour oder auch nach der ein oder anderen Shoppingtour besuchen kann, um eine kleine Pause einzulegen. Denn neben den vielen historischen Bauten gibt es in Nizza auch „viele kleine Läden, die einfach zum Bummeln einladen“, so Französin Tiphaine. Besonders die Hauptstraße der Altstadt am berühmten Marktplatz Cours Saleya ist für ihre diversen Einkaufsmöglichkeiten bekannt. „Wer es etwas edler mag, der sollte allerdings lieber in die Rue de France und die daran anschließende Rue Masséna, wo sich nicht nur kleine Souvenirläden befinden, sondern auch einige Boutiquen“, erzählt mir Tiphaine. „Auf dem beliebten Masséna Platz gibt es sogar das berühmte Kaufhaus Galeries Lafayette.“

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Foto: Valery Hache / AFP

Doch Renan, wie könnte es bei uns Männern auch anders sein, möchte das Thema Shopping jetzt nicht allzu sehr entfalten. „Meiner Meinung nach sollte man zum Shoppen dann schon eher nach Paris“, so Renan. Was ihm nämlich direkt einfällt, als wir von der Cours Saleya sprechen, sind nicht etwa die schönen kleinen Lädchen, sondern die dort aufgestellten Märkte, auf denen ihr „nicht nur verschiedene frische Zutaten bekommt, sondern auch köstliche traditionelle Speisen“. Die Rede ist nicht von Crêpes oder Foie Gras, sondern vielmehr vom frischen Socca. Hierbei handelt es sich um eine Art Pfannkuchen, allerdings um eine herzhafte Variante, die aus Kichererbsenmehl zubereitet wird. Auch empfehlen kann Renan uns den französischen Zwiebelkuchen „Pissaladière“ mit Sardellen und Oliven sowie den „Salade Niçoise“, einen Salat Nizzaer Art, der unter anderem mit Tomaten, Bohnen, Paprikaschoten, Zwiebeln, Eiern, Thunfisch und Olivenöl zubereitet wird. Mhmm… dazu sage ich nur Bon Appétit!

La Promenade des Anglais – Die Prachtstraße von Nizza

Die etwa 5 Kilometer lange Promenade, die sogenannte Promenade des Anglais, ist mit ihren exklusiven Hotels und ihrem langen Strand zweifelsohne der berühmteste Teil Nizzas. Die direkt am Strand gelegene Promenade des Anglais strahlt vor lauter Luxushotels, von denen sich eins an das nächste reiht. Und auch an Restaurants mangelt es hier nicht, allerdings sind diese in der Regel nichts für Sparfüchse – nicht zuletzt aufgrund der top Lage. Tiefblauer Himmel, Palmen so weit das Auge reicht und luxuriöse Bauwerke lassen die Promenade in einem besonderen Glanz erscheinen. Zu den wohl auffälligsten Gebäuden gehören das 5 Sterne Hotel Negresco sowie das 5 Sterne Hotel Palais de la Méditerranée.

Sofern man das gemütliche Treiben auf der Promenade beobachten möchte und den Strandbesuchern beim Baden zusehen möchte, kann man sich einen der blauen Metallstühle schnappen, die einem frei zur Verfügung stehen. So legt manch einer gerne eine kleine Pause ein, beobachtet das Geschehen und bewundert die teuren Autos, die man hier nicht gerade selten zu sehen bekommt. Die Promenade des Anglais ist nämlich nicht nur eine der Hauptattraktionen Nizzas, sondern auch eine wichtige Verkehrsader der Stadt. Ob bei einem gemütlichen Spaziergang, bei einer Fahrradtour oder beim Joggen – die Promenade des Anglais kann auf so gut wie allen Wegen erkundet werden und ist einfach nur beeindruckend schön. Tiphaine verrät mir, dass sie persönlich am liebsten auf dem Fahrrad oder auf Inlinern daher düsen würde, wenn sie denn eins von beiden zufällig dabei hätte. ;)

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Am Ende dieser prachtvollen Promenade befindet sich übrigens der Hafen von Nizza, der zwar durchaus sehenswert ist, allerdings nicht mit einem typischen Yachthafen, wie etwa dem in Cannes oder Antibes zu vergleichen ist. Dieser Hafen ist viel zu abgelegen, als dass er den Reichen genügt, um dort ihre riesigen Yachten zu präsentieren.

Berühmte Museen & eine bezaubernde Oper

Nizza hat nicht nur eine Vielzahl an einladenden Cafés und Restaurants zu bieten, sondern sie ist auch reich an Kunst und Kultur. Somit könnt ihr hier, ähnlich wie in der französischen Hauptstadt, unzählige Museen besuchen – vom Musée Matisse, welches sich im reichen Stadtteil Cimiez befindet und einen Überblick über das gesamte Schaffen des Künstlers Henri Matisse gibt, bis hin zum wohl beliebtesten Museum Nizzas, dem Musée Message Biblique Marc Chagall, welches ein Muss jedes Chagall-Fans ist. Auch sehr beliebt ist das Theatre de la Photographie et de l’Image im Herzen von Nizza. In diesem ehemaligen Theater findet ihr eine Ausstellung vor, die vom Fotojournalismus bis hin zur plastischen Fotografie nahezu jede Art von Bildern präsentiert. Nicht selten wird Nizza aufgrund der vielen Kunstmuseen auch als Kunstmetropole bezeichnet.

Laut Renan gibt es hier so viele interessante Museen und Galerien, dass man allein dafür einen ganzen Tag einplanen könnte. Wer allerdings nicht nur Museen besichtigen möchte, dem empfiehlt er einen Besuch der berühmten Opera de Nice. Eine Oper, die sich in der wunderschönen Altstadt befindet und im Dunkeln aufgrund ihrer Beleuchtung ein echter Hingucker ist. In dieser im italienischen Stil erbauten Oper habt ihr die Auswahl zwischen diversen Opernaufführungen, aber auch Ballettaufführungen und Konzerte stehen hier auf dem Programm. „Langeweile dürfte in Nizza keine aufkommen“, versichert mir Renan. Das habe ich allerdings auch nicht erwartet. ;)

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Foto: Pascal Guyot / AFP

Atemberaubender Blick auf Nizza vom Colline de Château – Ein absolutes Muss

Der Colline de Château, auch bekannt als Burgberg oder Schlosshügel, bietet euch den wohl besten Panoramablick über Nizza. Wer auf dem Hügel, welcher die Altstadt Nizzas vom Hafen trennt, nun allerdings nach einer Burg sucht, der sucht leider vergeblich. Denn hier findet man lediglich noch Überreste der griechischen und römischen Geschichte vor. Doch nichtsdestotrotz ist der Colline de Château definitiv einen Besuch wert, ja es ist sogar Pflicht, diesen Hügel zu besteigen oder mit einem Lift dort hochzufahren, meinen sowohl Renan als auch Tiphaine. Von hier aus hat man nämlich einen atemberaubenden Blick auf die südfranzösische Metropole. Sowohl tagsüber, wenn man einen Blick über den Hafen sowie auf die roten Dächer und glänzenden Kuppeln hat, als auch „am Abend bei einem romantischen Sonnenuntergang“, schwärmt Tiphaine vor, „ist dieser Aussichtspunkt absolut einen Besuch wert“. Zudem befindet sich hier ein jahrhundertealter Friedhof sowie ein wunderschöner Park.

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Empfehlung der Franzosen: Ein Trip nach Monaco, Cannes & Villefranche-sur-Mer

Und wenn man schon mal an der Côte d’Azur ist und genügend Zeit mitbringt, dann spricht doch auch nichts dagegen, die umliegenden Orte zu erkunden, oder? Dieser Meinung sind zumindest die beiden Franzosen. Das dichtbesiedelte Fürstentum Monaco, ein beliebter Treffpunkt der internationalen High Society, liegt gerade mal knapp 21 km von Nizza entfernt. Somit ist es gerade mal ein Katzensprung und eigentlich sogar ein Muss, wenn man mehr als zwei Tage an der Côte d’Azur verbringt. Ein weiterer ebenfalls nahegelegener und absolut sehenswerter Ort ist Cannes, etwa 34 km entfernt von Nizza, der besonders aufgrund der alljährlichen stattfindenden Filmfestspiele sehr bekannt sein dürfte. Auch hier erwarten euch wunderschöne Strände sowie eine bezaubernde Altstadt mit vielen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Wer allerdings nicht nur auf Sightseeing aus ist, sondern auch Wert auf einen schönen Tag am Sandstrand legt, der sollte unbedingt in die etwa 21 km östlich von Nizza entfernte Gemeinde Villefranche-sur-Mer fahren. Diesen malerischen kleinen Ort empfiehlt mir Tiphaine, denn sie hat dort letztes Jahr selbst einen herrlichen Tag am schönen weißen Sandstrand verbracht. Vielen Dank an die beiden für diesen tollen Tipp!

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Ein kleines Résumé

Natürlich gibt es in Nizza noch einiges mehr zu sehen, als die eben genannten Attraktionen. Idyllische Parks, viele weitere interessante Museen, eine imposante russisch-orthodoxe Kathedrale und vieles, vieles mehr… Doch um all diese zu besichtigen, benötigt man schon etwas mehr Zeit. Deshalb haben sich Tiphaine und Renan darauf konzentriert, euch die besten Highlights der Stadt zu nennen. Eine Sache, die sie immer wieder hervorheben wollten, ist, dass Nizza nicht nur aufgrund des angenehmen Klimas ein stets beliebtes Reiseziel ist, sondern auch aufgrund der super Lage. Ob für entspannte Stunden am Meer, eine ausgiebige Sightseeingtour oder als Zwischenstopp – Nizza ist in jeder Hinsicht einen Besuch wert, nicht zuletzt aufgrund der nahegelegenen Orte wie Monaco oder auch Monte Carlo.

An dieser Stelle nochmals ein riesen Dankeschön an meine französischen Freunde für die vielen Tipps und Empfehlungen. Solltet ihr nun selbst Lust bekommen haben, diese vielseitige Stadt an der wunderschönen Côte d’Azur zu bereisen, die euch eine Mischung aus Strand, Kunst und Kultur bietet, dann wendet euch doch einfach über mein Reisebüro 2.0 an mich, damit ich euch ein tolles Nizza-Schnäppchen heraussuchen kann. Und dann heißt es vielleicht bald schon «à très bientôt», bis ganz bald, du wunderschöne Stadt!