Jeder neue Ort, jede Erfahrung hinterlässt eine kleine Spur auf eurer Seele. Warum euch das Reisen glücklich macht und wieso es nichts schöneres gibt, als die Sonne aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und die Luft fremder Kontinente zu atmen, kann ich euch beantworten.

So individuell jeder Mensch von uns ist, so individuell sind unsere Gründe, den Koffer oder Rucksack zu packen. Reisen macht glücklich. In vielerlei Hinsicht. Ganz egal wohin es euch verschlägt, wie viele Tage ihr im Kalender mit „Urlaub“ markiert, ob ihr in ein Boot oder Flugzeug, in den Zug oder eure Wanderschuhe steigt – es wird euch und eurem Herzen gut tun! Wer, wenn nicht euer Urlaubsguru, kann euch sagen, warum Reisen das absolut Größte auf unserer wunderschönen Welt ist?

Warum Reisen? Weil es sooo schön ist!

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  • Zunächst: Urlaub und Reisen sind zwei Paar Schuhe – in etwa ein Flip-Flop und ein Trekkingschuh. Das macht aber nichts. Die einen mögen die Sicherheit eines All-Inclusive-Clubs, die Abgabe jeglicher Verantwortung an einen Reiseveranstalter, die anderen lieben die Spannung, wer sein potenzieller Bettnachbar im 15-Personen Schlafraum des gerade gefundenen Hostels sein könnte.
  • Sicher ist aber: Es macht uns glücklich. Wir bekommen einen freien Kopf, lassen die Arbeit hinter uns, schalten das Telefon vielleicht auch einmal ab. Wir legen die Beine hoch und lassen uns Cocktails an den Hotelpool bringen. Oder wir lieben es, in einem Bus in Mumbai komplett verloren zu gehen, am Strand ein kühles Bier zu trinken und einen Vulkan zu besteigen.
  • Warum Reisen noch toll ist? Manche lieben es nach Hause zu kommen und endlich wieder entspannt im eigenen Bett zu liegen, während andere beim Rückflug schon neue Inspirationen für die nächste Reise ins Tagebuch zeichnen, weil sie unter akutem Reisefieber leiden.
  • Ihr könnt Menschen kennen lernen, mit denen ihr zuvor vielleicht nie gesprochen hättet. Entweder gemeinsam am Hotel-Buffet oder in der Hostel-Küche. Ihr tauscht euch aus, ihr lernt neue Perspektiven kennen und erfahrt, welche Osterbräuche in Finnland zum Beispiel an den Tag gelegt werden.
  • Es tut so gut zu sehen, dass es mehr als Schnitzel & Co in der Bar nebenan gibt. Das erste Mal in New York über die Stadt geblickt, in Tokio U-Bahn gefahren, in Südafrika Löwen gesehen, in Griechenland ins Meer gesprungen und in Australien den Sonnenuntergang am Ayers Rock bestaunt: Euer Herz wird sieben Sätze höher springen, wenn ihr die Schönheit unserer Welt entdeckt. Blickt über den Tellerrand hinaus, seid abenteuerlustig und traut euch etwas. Und wenn es „nur“ ein Wander- oder Wellnessurlaub ist – es gibt so viele Möglichkeiten, auf Reisen zu gehen.

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  • Ihr könnt eure Grenzen austesten, werdet eine starke Persönlichkeit und sammelt Erfahrungen, die ihr daheim auf der Couch während Galileo läuft, vielleicht nicht gemacht hättet. Dabei spreche ich eher Individual-Touristen an, aber auch bei einem Club-Urlaub kann man sich außerhalb des Resorts schon mal verlaufen, oder beim Tauchkurs des Hotels die Unterwasserwelt entdecken.
  • Reisen kann auch ein klein wenig bedeuten, sich zu verstecken. Die Flucht aus dem Alltag, vor den Problemen oder vor einem eintönigen Leben. Das macht aber nichts, schließlich bekommt ihr den Kopf frei – seid selbst im Ganzen viel freier und könnt durchatmen. Natürlich sind viele Schwierigkeiten damit nicht gelöst, aber mit Sand zwischen den Zehen und der Sonne auf den Schultern sieht die Welt schon gleich ganz anders aus.
  • Ihr habt endlich was zu sagen! Damit meine ich nicht, dass ihr zu einer Person werdet, die jeden Satz mit „damals, als ich in Thailand war …“ beginnt, sondern ihr bildet eure Persönlichkeit, habt schon mal andere Dinge als den Parkplatz eurer Arbeit und den Hinterhof eures Elternhauses gesehen, habt euch schon mal den Magen an einem Straßenstand-Imbiss verdorben oder eine geheime Bucht auf den Philippinen entdeckt. Ihr fokussiert euch und euren Horizont, euer Einfühlungsvermögen und eure Wahrnehmung.
  • Ihr werdet stinkreich werden. Nicht materiell, sondern geistig. Euer Kopf wird vollgepackt mit Eindrücken, euer Tagebuch voll geschrieben mit neuen Namen und Adressen spannender Menschen, euer Hüftgold aufgestockt mit weltklasse Empanadas aus Mexiko, eure Haut erstrahlt in der Sonne und der Speicher der Kamera wird gefüllt mit Bildern und Sehenswürdigkeiten, die später eure Wände zieren werden.
  • Ihr entflieht all diesen lästigen Alltags-Gedanken wie: „Wer bringt den Müll raus“, „hab‘ ich noch genug saubere Socken“ und „war die Milch in meinem Kaffee gerade sauer?!“.  Es kommen ganz andere Dinge auf euch zu, um die ihr euch kümmern müsst: Sei es im Hotel, an welchem Freizeitprogramm ihr teilnehmt oder welcher Cocktail der nächste ist, oder aber beim Backpacken, ob die Mückenstiche vielleicht doch Bettwanzen waren oder auf welche nächste thailändische Trauminsel ihr fahren sollt.

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  • Ein weiterer Grund, warum Reisen gut tut, ist, dass wir genügsamer werden und manchmal auch die Dinge zu Hause schätzen lernen. Wenn man seine Familie mal nicht ständig an seiner Seite hatte, freut man sich umso mehr, sie nach einer langen Reise wieder in die Arme schließen zu können.
  • Außerdem: Wir tun im Urlaub das, was uns Spaß macht. Ihr steht auf Gletscher und Landschaft? Dann werdet ihr euch bestimmt in Grönland oder Patagonien wiederfinden. Ihr steht auf Feiern in Spanien und Flanieren in Kroatien, weil lange Flugreisen nicht euer Ding sind? Na, wunderbar – los geht’s. Ihr seid eigentlich Abenteurer und Indien stand schon immer auf eurer Liste? Der Taj Mahal wartet auf euch. Tut euch und eurer Seele was Gutes – lasst euch faszinieren, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und sammelt Eindrücke für graue Wintertage zu Hause oder das Sterbebett. Ihr wollt schließlich nichts bereuen oder irgendwann sagen „wäre ich damals doch bloß…“, oder?
  • Urlaube machen auch langfristig glücklich. Ihr könnt immer wieder in Erinnerungen schwelgen, mit eurem Partner von vergangenen Sonnenuntergängen träumen, Fotos von euren Kindern am Strand zu Hause aufhängen, eine neue Reise planen oder beim nächsten Bewerbungsgespräch etwas Spannendes von Bolivien berichten.

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  • Außerdem wird euch der Moment immer wieder einholen, wenn euch Gänsehaut den Rücken hochsteigt, während ihr an euer schönstes Reiseerlebnis zurückdenkt. Dieses Gefühl alleine reicht, warum Reisen das aller Größte auf der Welt ist.

Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, so toll finde ich es, neue oder alte, bekannte oder geheime, spannende oder ruhige Orte zu entdecken. Reisen ist für jeden etwas, es bedeutet, die eigenen vier Wände zu verlassen. Tausende mit dem Flugzeug zurück gelegte Kilometer spielen dabei keine große Rolle – ein Tapetenwechsel kann auch im eigenen Land stattfinden. Wichtig ist nur, es zu tun und Ausreden wie Zeit und Geld einmal nicht gelten zu lassen. Wenn man will, kann man alles erreichen. Hier findet ihr noch ein paar Tipps, damit ihr euch selbst glücklich machen könnt:

Euch macht Reisen auch so glücklich wie mich? Dann erzählt mir unbedingt von euren tollen Erlebnissen!