Grüne Weidelandschaften, beeindruckende Steilklippen und der wilde Atlantik so weit das Auge reicht. Wenn ich an Irland denke, kommt mir sofort die einzigartige Natur in den Sinn und ich würde am liebsten direkt wieder ins Auto hüpfen und Irland bei einem weiteren Roadtrip erleben. Ihr auch?

Die grüne Insel Großbritanniens ist eines der beliebtesten Reiseziele für einen Roadtrip in Europa und überzeugt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die ihr euch definitiv auf eure Bucketlist schreiben solltet. Neben atemberaubenden Landschaften erwarten euch mystische Orte und Ruinen, die die Geschichte des Landes erzählen. Doch auch die Städte, allen voran Irlands Hauptstadt Dublin, mit urigen Pubs und spannenden Museen, sind nicht zu unterschätzen. Heute stelle ich euch meine Top 15 Irland Sehenswürdigkeiten vor. Ganz unten erfahrt ihr zusätzlich noch etwas über die Highlights in Nordirland, aber lest selbst:

15 atemberaubende Irland Sehenswürdigkeiten

1. Cliffs of Moher | 2. Slieve League | 3. Ring of Kerry 

4. Temple Bar | 5. Three Castle Head | 6. Tory Island

7. Murder Hole Beach | 8. Nationalmuseum | 9. Connemara Nationalpark

10. Dingle Peninsula | 11. Blarney Castle | 12. Boyne Valley 

13. Kylemore Abbey | 14. Guinness Brewery | 15. Rock of Cashel

Sehenswürdigkeiten in Nordirland

Für die bessere Übersicht habe ich euch alle Irland Sehenswürdigkeiten in einer Karte markiert. Die violetten Sterne sind die Sehenswürdigkeiten der Hauptinsel und die gelben Sterne markieren die Highlights in Nordirland.

1. Cliffs of Moher

Beginnen wir doch direkt mit einer der beliebtesten und zugleich bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes, den Cliffs of Moher. Nahezu senkrecht ragen die Steilklippen aus dem tosenden Atlantik heraus und erreichen an ihrem höchsten Punkt eine beachtliche Höhe von 214 Metern.

Lage: Südwestküste im County Clare, nahe Doolin und Liscannor

Da der Anblick der Klippen wahrlich atemberaubend ist, ist es auch nicht verwunderlich, dass die Cliffs of Moher schon als Drehort zahlreicher Filme dienten, unter anderem für Harry Potter, Hear my Song und Die Braut des Prinzen. Der acht Kilometer lange Küstenabschnitt beeindruckt mit grasbewachsenen Plateaus, die hier abrupt enden und somit einen schwindelerregenden Blick in die Tiefe ermöglichen. Mit etwas Glück könnt ihr in den Felsnischen an den Klippen die hier beheimateten Vögel beobachten. Möwen, Dohlen, Lummen, Sturmtaucher und Papageientaucher sind hier zu finden. Für einen besonders schönen Ausblick lohnt sich übrigens der Aufstieg auf den O’Briens Tower. Die Klippen sind natürlich schon lange kein Geheimtipp mehr, weswegen es hier vor allem in den Sommermonaten sehr touristisch zugeht. Wenn ihr den größten Menschenmassen entgehen wollt, solltet ihr nach 16 Uhr kommen. Tipp: Zum Sonnenuntergang, wenn alles in ein romantisches Rot getaucht ist, ist es hier sowieso am schönsten.

2. Slieve League

Die Cliffs of Moher mögen vielleicht die bekanntesten Steilklippen in Irland sein, aber sie sind bei Weitem nicht die höchsten. Die Slieve League Cliffs sind die Ausläufer des gleichnamigen Berges und mit über 600 Metern Höhe sind sie nicht nur drei Mal so hoch wie sein berühmtes Pendant im Südwesten des Landes, sondern zählen auch zu den höchsten Meeresklippen in ganz Europa.

Lage: Nordwesten von Irland, an der Südwestküste der Grafschaft Donegal, westlich von Killybegs

Neben einem tollen Ausblick über die Weiten des Atlantischen Ozeans erwarten euch hier zudem noch mehrere wunderschöne Wanderwege durch die atemberaubende grüne Natur Irlands. Für alle Abenteuerlustigen unter euch, bietet der One Man’s Path ein aufregendes Erlebnis und verspricht den ultimativen Adrenalinkick. Um diesen Wanderweg zu erkunden, solltet ihr jedoch schon einige Erfahrung im Wandern mitbringen, denn ganz ungefährlich ist der schmale Weg nicht. Der Pfad ist nämlich gerade einmal 50 Zentimeter breit und zu beiden Seiten tut sich der Abgrund auf, also nichts für schwache Nerven. Dafür ist der Wanderweg fast immer nahezu menschenleer und ihr werdet mit den schönsten Aussichten belohnt. Oben angekommen, hat man das Gefühl, sich am Ende der Welt zu befinden.

3. Ring of Kerry

Irland wird wegen ihrer einzigartigen und wunderschönen Natur auch häufig die „grüne Insel“ genannt, deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass die atemberaubende Landschaft des Ring of Kerry zu den schönsten Irland Sehenswürdigkeiten zählt.

Highlights am Ring of Kerry:

  • Steinforts: Cahergall, Leacanabuaile, Staigue Fort
  • Das Heritage Center in Caherciveen
  • Aussichtspunkt: Ladies’ View
  • Moll’s Gap
  • Gap of Dunloe
  • Torc Waterfall
  • Ross Castle
  • Muckross House and Gardens

Die 179 Kilometer lange Panoramaküstenstrecke von und nach Killarney auf der Halbinsel Iveragh im Südwesten des Landes überwältigt mit ihrer Naturschönheit. Sowohl Touristen als auch die Iren selbst lieben es den Teil des Landes per Fahrrad, Auto oder zu Fuß zu erkunden. Auf der Strecke begegnet euch ein Highlight nach dem nächsten und ich bin sicher ihr werdet noch Wochen später von diesem magischen Ort träumen. Neben der Küstenlandschaft sind hier zahlreiche restaurierte Steinforts, ein Heritage Museum und malerische Seen im Killarney Nationalpark zu finden. Immer wieder lohnt es sich, an- und innezuhalten und die klare Luft einzuatmen. Eine längere Pause könnt ihr an einem der idyllischen Strände machen und euch die Meeresbriese um die Nase wehen lassen. Das ist Erholung pur!

4. Temple Bar

Nach so viel grüner Landschaft und wunderschöner Natur steht euch der Sinn nach etwas Abwechslung in einer Stadt? Dann auf nach Dublin! Die Hauptstadt des Landes hat so einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, sodass man sich hier mühelos einige Tage aufhalten kann, ohne dass Langeweile aufkommt.

  • Lage: Am südlichen Ufer des Liffey in Dublin
  • Tipp: Das Viertel ist sehr teuer, dennoch ist es auf jeden Fall einen Besuch wert. Wenn ihr eine ganze Partynacht plant, wird sich euer Geldbeutel aber vermutlich freuen, wenn ihr später auch noch günstigere Viertel erkundet.

Eines der beliebtesten Viertel der Stadt und somit eine eigene Irland Sehenswürdigkeit ist das kulturelle Herzstück Temple Bar. Hier findet ihr Märkte, Kunstaustellungen, Straßenmusiker- und Künstler und natürlich die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte The Temple Bar. Für alle Volljährigen Besucher ist dies der perfekte Ort, um in Dublins Nachtleben einzutauchen und bei einem leckeren Pint Guinness und Live-Musik die Kultur des Landes besser kennenzulernen. Lauft entlang des Irish Film Centre, des Irish Photography Centre und des Temple Bar Music Centre und schaut euch die vielen Museen, Ateliers und den Wall of Fame mit den wichtigsten irischen Musikern an. Wenn euch das Viertel Temple Bar überzeugt hat und ihr noch mehr über diese Stadt erfahren wollt, werft unbedingt einen Blick in die Dublin Sehenswürdigkeiten, ebenfalls in meinem Reisemagazin.

The Temple Bar in Dublin, Irland
iStock.de / Foto: ngelafoto

5. Three Castle Head

Ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken: Es geht wieder zurück in die Natur, denn hier gibt es noch so viel zu sehen. Inmitten der grünen Landschaft werdet ihr auch immer wieder auf Zeugen der mystischen Vergangenheit des Landes treffen.

Lage: Three Castle Head befindet sich im äußersten Südwesten von Irland und zählt somit zum County Cork.

Zahlreiche Steinkreise, Druidengräber, keltische Ritualstätten und Burgruinen gilt es zu entdecken. Ein besonders faszinierendes Highlight ist der Three Castle Head im Südwesten Irlands, im County Cork. Der Three Castle Head bezeichnet die abgelegenen Ruinen des Dunlough Castle, der seinen Namen aufgrund seiner drei Türme erhielt. Erreichen könnt ihr die Ruinen von Mizen Head, dem südwestlichsten Punkt des Landes. Ihr könnt am Parkplatz des Museums von Mizen Head parken und von dort zum Three Castle Head wandern. In etwa einer halben Stunde, vorbei an einem schönen See und den für Irland so berühmten Steilklippen, gelangt ihr zu der ehemaligen Burg. 1207 wurde sie von Donagh O’Mahony erbaut und ist damit eine der ältesten normannischen Burgen im Süden Irlands und ein interessantes Beispiel für ebenselbe Architektur. Es ranken sich zahlreiche Mythen um den Ort und sogar von einem Geist in Form einer weiß gekleideten Frau ist oft die Rede. Ob man den ganzen Geschichten nun Glauben schenkt oder nicht, etwas Mystisches hat dieser Ort auf jeden Fall.

Die grünen Wiesen, die steilen Klippen, der blaue Atlantik und die alten Ruinen sehen übrigens nicht nur total romantisch aus, sondern sind sogar eine beliebte Hochzeitslocation. Wenn ihr also gerade eure Hochzeit plant und Lust auf etwas Besonders habt, ist Irland vielleicht genau die richtige Wahl für euch.

6. Tory Island

Mit einer Länge von gerade einmal fünf Kilometern und einer Breite von einem Kilometer ist Tory Island zwar nicht sonderlich groß, steht dem irischen Festland aber in Nichts nach. Und das Schöne?

  • Lage: Die Insel liegt 14 km nordwestlich von Donegal und ist somit der nordwestlichste bewohnte Punkt Europas
  • Anreise: Personenfähre ab Magheroarty oder Bunbeg Harbour (im Winter und bei stürmischem Wetter kann es sein, dass sie nicht fährt)

Hier werdet ihr weit weniger Touristen antreffen als in anderen Teilen des Landes, weswegen ihr die Ruhe der Natur umso besser genießen könnt. Auch hier könnt ihr entlang eines Wanderweges die atemberaubenden Steilklippen bewundern oder vom inseleigenen König mehr über die 4500 Jahre alte Geschichte der gälischen Kultur erfahren. So lange ist Tory Island nämlich schon besiedelt. Und ja, ihr habt richtig gelesen: Die Insel hat ihren eigenen König. Dieser nimmt sich oft sogar Zeit, um die ankommenden Touristen persönlich zu begrüßen. Also wenn ihr schon immer einmal einen waschechten König kennenlernen wolltet, solltet ihr euch schleunigst auf den Weg nach Tory Island machen. Tipp: Falls ihr schnell seekrank werdet, ist die Überfahrt vermutlich nicht sonderlich zu empfehlen. Das kleine Boot gerät ziemlich schnell ins Schaukeln, und da der Atlantische Ozean oft mit einer rauen See verbunden ist, kann einem schon mal schlecht werden. Am meisten Glück könnt ihr da noch in den Sommermonaten haben, wenn das Wetter etwas beständiger und nicht so windig ist.

7. Murder Hole Beach

Neben Tory Island gibt es noch ein weiteres, ganz besonderes Highlight hier im Norden von Irland. Die Rede ist vom Murder Hole Beach. Wenn ich an Urlaub denke, kommen mir sofort Bilder von traumhaften Stränden, die zum Relaxen einladen, in den Sinn. Wenn es euch da ähnlich geht, dürft ihr euch den wohl schönsten Strand des Landes auf keinen Fall entgehen lassen.

  • Lage: Im Norden Irlands, im County Donegal, etwa 30 Minuten Fußweg von Melmore
  • Info: Hunden ist es nicht gestattet über die privaten Felder zu laufen, um zum Strand zu gelangen

Der Murder Hole Beach oder Boyeegther Beach, wie er eigentlich heißt, liegt ziemlich abgelegen und ist noch ein echter Geheimtipp. Kaum ein Tourist verirrt sich hier hin und somit kann es gut sein, dass ihr den ganzen Strand für euch alleine habt. Das liegt vor allem daran, dass der Strand nicht so einfach zu erreichen ist, denn in der Nähe gibt es keine Parkplätze. Um zum Strand zu gelangen, müsst ihr euer Auto in der Ortschaft Melmore abstellen und dann etwa 30 Minuten querfeldein über die Felder laufen. Es kann übrigens schon mal passieren, dass euch hier ein Büffel über den Weg läuft. Besonders in der Paarungszeit solltet ihr näheren Kontakt allerdings unbedingt vermeiden, denn dann können die Tiere ganz schön aggressiv werden. Entsprechende Warnschilder weisen darauf hin, wann ihr besser einen Umweg laufen solltet. Am Strand angekommen, erwartet euch dann ein echter Gänsehautmoment, so schön ist dieses Naturschauspiel.

Bei Flut teilt sich der Strand in zwei Abschnitte, die sich bei Ebbe wieder zu einem verbinden. Allerdings solltet ihr einen Besuch bei Flut zu eurer eigenen Sicherheit vermeiden. Der tosende Atlantik hat in der Vergangenheit seine Macht des Öfteren bewiesen und so entstand eine faszinierende Felsformation mit einer geheimnisvollen Höhle. Wenn ihr in der Höhle steht, bekommt ihr einen beeindruckenden Blick auf das Meer und den Strand geboten. Die Höhle ist somit ein beliebtes Motiv für alle Fotografen und Blogger. Um den Spitznamen „Murder Hole“ ranken sich übrigens zahlreiche Mythen und es lässt sich nicht eindeutig sagen, wo seine Wurzeln verankert sind.

 

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8. Nationalmuseum von Irland

Auf der Liste der wichtigsten Irland Sehenswürdigkeiten darf natürlich auch ein Museum nicht fehlen.

Öffnungszeiten:

  • Di-Sa: 10-17 Uhr
  • So: 14-17 Uhr
  • Mo: Ruhetag

Preise:

  • Eintritt: frei

Lage:

  • Archaelogy Museum: Kildare Street, Dublin
  • Decorative Arts & History Museum: Collins Barracks Benburb Street, Dublin
  • Country Life Museum: Turlough Park, Castlebar, County Mayo
  • Natural History Museum: Merrion Street, Dublin

Das imposanteste und in jedem Fall sehenswerteste Museum des Landes ist das Nationalmuseum von Irland. Gleich an vier Standorten bietet es verschiedenste Ausstellungen über die Geschichte und Kultur des Landes. Im Archäologischen Museum findet ihr Exponate aus den Jahren 7000 vor Christus bis ins 20. Jahrhundert. Von Artefakten aus dem alten Ägypten bis hin zu Ausstellungen aus der Wikingerzeit in Irland ist hier jede Menge Spannendes zu entdecken. Im „Decorative Art & History Museum“ findet ihr Möbel, Geschirr, Keramik, Glasware, Volkskunst, Geld und vieles mehr von 1550 bis heute. Das „Country Live“ ist der jüngste Teil des Museums und eröffnete im Jahr 2001. Hier könnt ihr mehr über das Land- und Alltagsleben von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Irland erfahren. Die meisten Exponate stammen aus den 1930er Jahren und zeigen Aspekte der Umwelt und die Entwicklung der Orte. Zu guter Letzt gibt es noch das „Natural History Museum“. In dem viktorianischen Gebäude werden Tiere und Pflanzen aus aller Welt ausgestellt, weswegen es auch den Spitznamen „Toter Zoo“ erhielt. Alle vier Standorte überzeugen auf ihre eigene Art und Weise und bieten euch so eine einmalige Gelegenheit, das Land und seine Geschichte noch besser kennenzulernen.

Nationalmuseum von Irland
Foto: Anton Ivanov /Shutterstock.com

9. Connemara Nationalpark

Mit dem Connemara Nationalpark erwartet euch eine weitere landschaftliche Irland Sehenswürdigkeit. Nördlich von Galway, ganz in der Nähe von Clifden, liegt dieses wunderschöne Stück Erde und eignet sich als perfekter Halt, wenn ihr auf dem Wild Atlantic Way unterwegs seid.

  • Lage: Letterfrack, County Galway
  • Öffnungszeiten: Täglich von 9-17.30 Uhr
  • Eintritt: frei

Auf 2.957 Hektar erwarten euch Berge, Moore, Heiden und die grüne Graslandschaft. Besonders empfehlenswert ist eine Wanderung auf den Diamond Hill, denn von hier oben habt ihr eine tolle Sicht auf das gesamte Arsenal. Wenn ihr mehr Action braucht, könnt ihr beispielsweise eine Kayak-Tour in die Höhlen des Nationalparks machen oder die Trendsportart Coasteering ausprobieren. Hierbei handelt es sich um einen Mix aus Abenteuer-Schwimmen, Klettern, Krabbeln und Klippen-Springen. Eine einzigartige Möglichkeit, um die Natur aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen. Was ihr euch im Connemara Nationalpark ebenfalls nicht entgehen lassen dürft, ist die 16 Kilometer lange Sky Road. Entlang der gesamten Strecke könnt ihr erneut traumhafte Ausblicke über den Atlantik, die vorgelagerten Inseln und die grünen Felder genießen.

10. Dingle Peninsula

Dingle Peninsula ist eine Halbinsel im Südwesten des Landes und einen Ausflug hierher kann ich sehr empfehlen. Da hier alles sehr weitläufig ist, ist es hier weit weniger überlaufen als auf ihrer Schwester, dem Ring of Kerry.

Lage: Im Südwesten von Irland, im County Cork

Majestätische Berge, zerklüftete Steilklippen und zahlreiche Denkmäler und Ruinen aus vergangenen Zeiten erwarten euch auf der knapp 50 Kilometer langen und neun Kilometer breiten Halbinsel. Zudem werdet ihr immer wieder auf wunderschöne Sandstrände treffen, an denen ihr die Einsamkeit des Landes genießen könnt. Einer der größten und schönsten Strände von ganz Irland ist der Inch Beach. Der schier endlos lange Sandstrand erstreckt sich in der Nähe von Annascaul an einer kleinen Landzunge entlang. Grüne Dünen, weißer Sand und das tiefblaue Wasser geben euch das Gefühl sich mitten im Paradies zu befinden. Je weiter ihr den Strand entlanglauft, desto weniger Menschen werden euch begegnen. Das Rauschen der Wellen und Kreischen der Möwen sind dann die einzigen Geräusche, die ihr hört. Der Strand ist übrigens auch bei Surfern sehr beliebt, wenn ihr also Lust auf etwas Action habt, schnappt euch ein Board und lernt das Wellenreiten.

Ein weiteres Highlight der Halbinsel erwartet euch mit dem Dunquin Pier. Der Pier liegt in einzigartiger Küstenkulisse, wo sich ein schmaler Weg die Klippen bis zum Meer hinunterschlängelt.  Der Blick von oben wird euch den Atem verschlagen, da bin ich sicher. Von dem Pier starten übrigens die Fährverbindungen zu den Blasket Inseln.

Der Dunquin Pier auf der Halbinsel Dingle Peninsula

11. Blarney Castle

Wenn ihr im wunderschönen Cork seid, müsst ihr unbedingt einen Tagesausflug zu dem berühmten Blarney Castle machen. Die Burg wurde ursprünglich als Holzburg im 10. Jahrhundert erbaut, bevor sie 1210 durch einen Steinbau ersetzt wurde.

Lage:

  • etwa 9 km außerhalb von Cork in Blarney

Öffnungszeiten:

  • Nov-Feb: 9-17 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr)
  • Mrz, Apr & Okt: 9-18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)
  • Mai & Sept: 9-18.30 Uhr (letzter Einlass 17.30)
  • Jun-Aug: 9-19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr)

Preise:

  • Erwachsene: Online 16€, vor Ort 18€
  • Ermäßigt: Online 13€, vor Ort 14€
  • Kinder 8-16 J. (unter 8J. kostenlos): Online 7€, vor Ort 8€
  • Familie (2E & 2K): Online 40€, vor Ort 45€

Der Hauptgrund, warum die Ruinen noch heute bei den Touristen so beliebt sind, befindet sich an der Außenseite des oberen Wehrgangs des Bergfrieds. Die Rede ist vom „Stone of Eloquence“ oder zu Deutsch: Stein der Sprachgewandten. Laut der Legenden ist dieser Stein angeblich die Hälfte des Steins von Scone, den Kreuzritter aus dem heiligen Land mitbrachten und auf dem fortan die schottischen Könige gekrönt wurden. Der Erbauer des Blarney Castle, Cormac Laidir Mac Carthy, bat die Götter bei einem Rechtsstreit um Hilfe. Diese sollen ihn angewiesen haben, den Stein jeden Morgen zu küssen, um wortgewandter zu werden. Durch seine brillante Rhetorik gewann er tatsächlich den Rechtsstreit und seither kommen abergläubige Menschen an diesen Ort, um den Stein der Sprachgewandtheit zu küssen. Ob man der Legende nun Glauben schenken mag oder nicht, eine beliebte Touristenattraktion ist dies zweifelsohne. Um zu dem Stein zu gelangen, müsst ihr eine schmale Wendeltreppe hinauf – ich hoffe ihr seid schwindelfrei und habt keine Höhenangst. Oben angekommen, müsst ihr euch rücklings über die Mauer lehnen, in 29 Metern Höhe wohlgemerkt, und ziemlich weit über den Abgrund rutschen, um den Stein küssen zu können. Aber keine Sorge, die Mitarbeiter halten euch fest, sodass nichts passieren kann.

Nachdem ihr die Burgruinen erkundet habt, loht sich noch ein Spaziergang durch die reizvoll angelegte Gartenlandschaft, bevor es wieder zurück nach Cork geht.

Das Blaerney Castle im County Cork, Irland

12. Boyne Valley

Im Osten von Irland und gerade einmal 20 Minuten von Dublin entfernt befindet sich das wohl wichtigste Zentrum vergangener Zeiten, das Boyne Valley.

Weitere Highlights im Boyne Valley:

  • Die Stätte der berühmten Schlacht am Boyne
  • Trim Castle (die größte anglonormannische Burg in Europa)
  • Heiligenschrein von Oliver Plunkett
  • Millmount Museum & Martello- Turm
  • Peter’s Church
  • Beaulieu House
  • Das Kreuz von Muiredach in Monasterboice

Das Tal war einst Heimat der mächtigsten Könige von Irland und auch heute hat dieser mythische Landstrich etwas Magisches. Macht eine Wanderung auf den Hill of Tara, dem ehemaligen Regierungssitz der Hochkönige und genießt den herrschaftlichen Blick über das Tal. Wieder unten angekommen, solltet ihr unbedingt das Ganggrab Newgrange besichtigen. Newgrange hat schon Sage und Schreibe über 5.000 Jahre auf dem Buckel und ist damit nicht nur älter als Stonehenge, sondern auch als die ägyptischen Pyramiden. Macht am besten eine Tour und lauscht den Geschichten über diesen geheimnisvollen Ort. Ein ganz besonderes Naturschauspiel ereignet sich jedes Jahr zur Wintersonnenwende, denn für einen Augenblick lang sieht man einen Lichtstrahl, der sich durch den 19 Meter langen Gang und die Kammer schlängelt. Das Zusammenspiel aus der megalithischen Baukunst und der Natur sorgt für einen wahren Gänsehautmoment. Leider ist die Chance, dass man von der Warteliste auserwählt wird, um an genau diesem Tag vor Ort sein zu können, sehr gering. Aber wer weiß, vielleicht schafft es ja jemand von euch. Viel Glück!

Das Ganggrab Newgrange im Boyne Valley

13. Kylemore Abbey

Eines der meist fotografierten Gebäude des Landes und somit ein weiterer wichtiger Punkt auf der Liste der Irland Sehenswürdigkeiten ist die Kylemore Abbey. Seit 1922 beinhaltet das Schloss ein Benediktinerinnenkloster und ein Mädcheninternat.

Lage: Im Westen Irlands, im County Galway am Pollacapul See

Mit seiner traumhaften Lage am Fuße eines grünen Berghangs und direkt am Ufer des Lough Pollacapul wirkt es wie die perfekte Kulisse für einen Rosamunde Pilcher Film. Die Lehranstalt ist hoch angesehen und genießt seinen guten Ruf nicht nur bei den über 150 Schülern, sondern auch weit darüber hinaus. Als Besucher kann man lediglich die Haupteingangshalle, das Speisezimmer der Henrys, den Lesesaal der Nonnen und den Galeriesaal besichtigen, die anderen Räume sind für die Öffentlichkeit gesperrt. Auch die umliegende Natur mit vielen exotischen Pflanzen ist sehr schön anzusehen. Die gotische Kapelle „Church of Our Old Lady of the Wayside”, welche eine kleine Version der englischen Norwich Cathedral darstellt, solltet ihr euch ebenfalls nicht entgehen lassen.

14. Guinness Brewery

Alle Bierliebhaber unter euch dürfen sich die nächste Sehenswürdigkeit definitiv nicht entgehen lassen, denn es geht ins Guinness Storehouse mitten in Dublin.

Lage: St. James’s Gate, Dublin

Öffnungszeiten:

  • täglich 9.30-19 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)
  • Late Opening: Jul & Aug: 9-20 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr)

Preise (inkl. einem selbstgezapftem Pint Guinness):

  • Erwachsene: 18,50€
  • Kinder 13-17J. (unter 13 J. kostenlos): 16€

Das fast schwarze Nationalgetränk der Iren spielt eine wichtige Rolle in der Kultur des Landes und das Guinness Storehouse bietet die perfekte Möglichkeit, alles über das einzigartige Bier herauszufinden. Von den Zutaten und der Verarbeitung über den Brauprozess und den Aufbau der Marke Guinness mit der Entwicklung der Werbung bis hin zu einer Anleitung für das perfekte Zapfen des kultigen Getränkes, könnt ihr auf den sieben Etagen, des in Form eines Pints errichteten Gebäudes, alles über das Guinness Bier erfahren – und natürlich selbst einmal probieren. Ihr könnt sogar das im Museum Erlernte gleich anwenden und euch selbst ein Pint zapfen. Nachdem ihr alles gesehen habt, müsst ihr unbedingt noch die Aussicht aus der Gravity Bar in der obersten Etage, selbstverständlich bei einem Glas Guinness, genießen.

Ein Pint Guinness kann man in der Gravity Bar des Guinness Storehouse in Dublin genießen
Foto: Pom Pom / Shutterstock.com

15. Rock of Cashel

Zu guter Letzt und als Abschluss der Irland Sehenswürdigkeiten geht es zur Burgruine Rock of Cashel im County Tipperary.

Lage: Bei der Stadt Cashel im County Tipperary

Öffnungszeiten:

  • Sept-Okt. & Mrz-Jun: 9-17.30 Uhr
  • Okt-Mrz: 9-16.30 Uhr
  • Jun-Sept: 9-19 Uhr

Preise:

  • Erwachsene: 6€
  • Senioren: 4€
  • Kinder & Studenten: 2€
  • Familien: 14€

Die irische Akropolis, wie sie oft genannt wird, ist mit ihren Türmen, Zinnen und Spitzgiebeln, die in den Himmel ragen, ein wahrer Touristenmagnet. Der einstige Königssitz thront auf einem mächtigen Felsen, auf dem sonst so flachen und grünen Umland, weswegen man schon aus der Ferne die eindrucksvolle Silhouette des Rock of Cashel erahnen kann. Doch nicht nur der Blick von unten auf die Burgruine hinauf ist etwas Besonderes, auch von oben hat man eine geniale Aussicht auf die traumhafte irische Landschaft. Auf der Rückseite der Ruine könnt ihr die schönen und vor allem sehr alten Gräber besichtigen. Die einzelnen Gräber sind mit wunderschönen Kreuzen und Grabsteinen verziert und erzählen so ihre spannende Geschichte. Übrigens: Der Ort wurde schon als Sitz von Feen und Geistern im Altertum verehrt.

Top Sehenswürdigkeiten in Nordirland

Auch wenn Nordirland offiziell Teil von Großbritannien ist, gilt es aufgrund des Nordirland-Konflikts und seiner langen Geschichte als eigenes Urlaubsziel. Zwar ist die Landschaft der in Irland sehr ähnlich, allerdings ist Nordirland deutlich dichter besiedelt und auch der Industrialisierungsgrad ist höher als auf der Hauptinsel.

Wenn also nicht nur Irland auf eurer Reiseliste steht, sondern auch Nordirland euer Interesse geweckt hat, dürft ihr euch folgende Nordirland Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen:

Giant’s Causeaway

Der Damm der Riesen besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten, sechseckigen Basaltsäulen, die das Ergebnis eines beeindruckenden Naturschauspiels sind. Die bis zu zwölf Meter hohen Säulen entstanden durch einen Vulkanausbruch und das Abkühlen der Lava. Die UNESCO-Welterbestätte ist somit eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Nordirlands.

Giant's Causeaway in Nordirland
Der Giant’s Causeaway

Carrick-a-Rede

Diese über 250 Jahre alte Hängebrücke verbindet das Festland in der Grafschaft Antrim mit der Insel Carrick. Das Beschreiten der Brücke ist aber definitiv nichts für schwache Nerven, denn hier geht es 30 Meter über dem tosenden Atlantik über die 20 Meter breite Kluft und das über eine schmale und durchaus wackelige Hängebrücke. Aber die Ausblicke, die ihr hier genießen dürft, sind jede Angst wert. Traut ihr euch?

Dark Hedges

Der mystische Königsweg im Norden Nordirlands versetzt einen mit seinen knorrigen, gewundenen Bäumen in eine andere Welt. Die Zufahrt zum Anwesen Gracehill House ist übrigens auch ein wichtiger Drehort der Serie Game of Thrones.

Bushmills Distillery

In Nordirland erwartet euch einer der ältesten Whiskey Brennereien der Welt. Erfahrt bei einer Führung mehr über die 400-jährige Tradition und probiert eines der Lieblingsgetränke der Iren bei einer Whiskeyprobe.

White Rocks Beach

Mit dem White Rocks Beach trefft ihr nicht nur auf einen der schönsten Strände Nordirlands, sondern ganz Europas. Die weißen Kalksteinklippen erstrecken sich direkt hinter dem weißen Sand und dem tiefblauen Atlantik und bieten so ein einmaliges Naturschauspiel, was ihr euch nicht entgehen lassen dürft.

Belfast

Die Hauptstadt des Landes ist quasi eine Sehenswürdigkeit für sich. Hier befindet sich das Zentrum der Industrie, der Hochschulbildung, der Kunst und des Handels. Erfahrt mehr über den Bauort der Titanic im Titanic Belfast Museum, bewundert die traditionelle Architektur mit den zweistöckigen Ziegelhäusern auf der einen Seite und das Großstadtfeeling mit seinen Wolkenkratzern, Glasstrukturen und Einkaufszentren auf der anderen Seite. Belfast ist in jedem Fall einen Städtetrip wert.

Entdeckt auch ihr Irlands & Nordirlands Sehenswürdigkeiten

Jetzt, da ihr quasi Experten in Sachen Irland Sehenswürdigkeiten seid, liegt es an euch, die grüne Insel selbst zu erkunden. Ob traumhafte Kulissen in grüner Natur, magische Ruinen und Zeugen vergangener Zeiten oder urige Pubs in spannenden Großstädten – ich bin sicher, Irland wird euch genauso beeindrucken wie mich. Schaut doch mal bei meinen aktuellen Irland Deals, ob schon ein passendes Angebot für eure nächste Reise dabei ist.

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