Israel hält für seine Reisenden viel Interessantes und Unerwahrtetes bereit. So könnt ihr an einem Fleckchen mit tief gläubigen Menschen in Kontakt kommen, während nur einige hundert Kilometer weiter das neue, „moderne“ Leben gefeiert wird. Was Israel sonst noch alles für euch bereithält, könnt ihr bei meiner Rundreise durch Israel entdecken.

In Israel trifft Moderne auf jahrtausendealte Geschichte voller einschneidender Ereignisse und wegweisender Gegebenheiten. Das heilige Land hat wahnsinnig viele bedeutende Sehenswürdigkeiten, Orte und faszinierende Eindrücke zu bieten, die Besucher beeindruckt zurücklassen. Allein die Bedeutung des Landes für alle gläubigen Christen und Juden auf der Welt macht Israel für viele zu einem Lebensziel. Einmal an der Klagemauer oder der Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem zu stehen und eine Runde im Toten Meer zu schweben  – das sind nur einige der Anziehungspunkte, die Israel ausmachen.

Überblick meiner Israel Tipps:

An- und Durchreise | Tel Aviv  | Hafenstadt Jaffa | Jerusalem – das historische Zentrum | Das Tote Meer | Der See Genezareth | Der Israel National Trail | Ein Kibbutz besuchen

Doch auch politische Unruhen und der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern  – genau diese Themen kommen uns beim Gedanken an Israel unweigerlich in den Sinn. Wegen dieser Konflikte genießt das Land hierzulande einen sehr zwiespältigen Ruf. Viel zu selten hören wir von der Schönheit der Strände in Tel Aviv und den hübschen kleinen Gassen des armenischen Viertels in Jerusalem. Und genau das möchte ich heute ändern. Lasst euch nicht abschrecken, sondern schlichtweg verzaubern, denn es wäre einfach viel zu schade, sich dieses wahnsinnig eindrucksvolle und vielseitige Land entgehen zu lassen. Kommt mit mir auf eine Reise durch das heilige Land, bei der ich euch mit meinen Israel Tipps schon mal  einen kleinen Vorgeschmack geben möchte.

Israel Tipps, Tel Aviv

Ankommen und Herumreisen in Israel

Empfehlenswert ist eine Rundreise durch Israel, da man so viel entdecken und besichtigen kann. Eine Reise mit dem Mietwagen ist eine oft genutzte Variante, da es häufig sehr günstige Angebote gibt. Einen Kleinwagen gibt es schon ab 20€ pro Tag, eine ganze Woche kostet rund 140€. Ihr solltet euren Mietwagen aber schon aus Deutschland buchen, da dies meist die günstigere Variante ist.

Noch empfehlenswerter ist die Reise mit dem Bus, denn die Busse sind zuverlässig, preiswert und zahlreich vorhanden. Das Busnetzwerk ist das meist genutzte Verkehrsmittel in Israel und damit die Nummer Eins. Von Jerusalem aus kommt ihr schon für nur 5€ ans Tote Meer. Die Tickets für die Busse können am jeweiligen Busbahnhof oder auch beim Fahrer gekauft werden.

Bucht am besten ein Flugticket nach Tel Aviv und reist von dort aus in andere Städte. Es empfiehlt sich Tagesausflüge von Tel Aviv aus zu machen. Zum Beispiel könnt ihr euren ersten Tag in Tel Aviv verbringen und am nächsten Tag einen Tagesausflug nach Jerusalem und zum See Genezareth machen und wieder zurück nach Tel Aviv. Oder aber ihr bleibt über Nacht in Jerusalem und reist von dort aus am nächsten Tag weiter in eine andere Stadt.Israel Tipps

Tel Aviv – eine aufregende Metropole

Tel Aviv liegt an der Mittelmeerküste und ist die einzige Stadt in Israel, die in der Neuzeit gegründet wurde. Sie ist nicht nur das wirtschaftliche Zentrum Israels, sondern auch die lebendigste Stadt, die der Kunst, des aufregenden Nachtlebens und der zahlreichen Festivals. Viele denken bei Israel an streng religiöse Werte, doch in Tel Aviv geht es sehr offen und modern zu. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Orte in Israel, in dem Ultra-Orthodoxe Juden leben, abgeschottet von der Welt.

Tel Aviv, Israel

Täglich strömen Touristen, Pendler und Vergnügungssuchende nach Tel Aviv, denn die Stadt ist einfach das Herz des Landes. Hier könnt ihr feiern, baden und es genießen, ohne etwas Besonderes zu verpassen, denn die Sehenswürdigkeiten befinden sich in anderen Städten, wie hauptsächlich in Jerusalem. Fortbewegen könnt ihr euch hier überall hin zu Fuß, denn die Stadt erscheint zwar wie eine große Weltstadt, ist aber eher klein. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr in Tel Aviv die vielen schönen Straßencafés und Strandbars. Und wenn ihr euch fragt, was ihr essen sollt, dann auf jeden Fall den Orient-Klassiker: Hummus (Kichererbsenmus) mit frittierten Falafel (Kichererbsen-Bällchen) in Pita-Brot. Einfach lecker! Immer wenn ich in einem orientalischen Land bin, ist das auf jeden Fall mein Lieblingsgericht! Das Gute ist, ihr bekommt es an fast jeder Ecke und es schmeckt einfach überall ausgezeichnet. Tel Aviv hat außerdem auch viele schöne Strände zu bieten. Ein perfekter Tag in Tel Aviv ist, wenn ihr mittags zum Strand geht, am besten zum Tayelet Strand, abends dann in eines der vielen Lokale auf der Ahad-Hamm-Straße und anschließend ins Florentin Viertel, wo sich die meisten Clubs befinden.Israel Tipps

Die antike Hafenstadt Jaffa

Den Ursprung hat Tel Aviv in der ältesten Stadt Israels, der antiken Hafenstadt Jaffa. In der Altstadt Jaffas findet ihr zahlreiche restaurierte Steingebäude aus der osmanischen Periode, die zu einem wunderschönen Künstlerviertel gehören und das Touristenzentrum bilden. Das Highlight sind die ganzen Restaurants, Cafés und Galerien, die sich auf einem Hügel im Zentrum der Altstadt befinden. In Jaffa solltet ihr einfach nur durch die alten Gassen und an der Hafenpromenade entlang schlendern und den Ausblick genießen. An der Hafenpromenade habt ihr zudem auch den schönsten Blick auf die Skyline und die Küstenlinie von Tel Aviv. Das beste Restaurant in Jaffa ist das Mantan Ray, denn hier sind die Vorspeiseteller, gerne auch Mezze-Teller genannt, einfach unschlagbar. Natürlich dürft ihr euch aber auch das leckere Seafood nicht entgehen lassen. Mit Ausblick auf die Strandpromenade und der angenehmen Atmosphäre ist das Restaurant meine absolute Nummer eins. Probiert es einfach selbst  und stöbert durch die Unterkünfte in Jaffa! :)

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Jerusalem – das historisches Zentrum und die Hauptstadt Israels

Wusstet ihr, dass Jerusalem in 5.000 Jahren ganze 56 Mal erobert wurde? Die Bedeutsamkeit dieser Stadt für Juden, Christen und Muslime ist enorm. In Jerusalem leben die Menschen der drei größten monotheistischen Religionen nebeneinander, meist friedlich. Abgesehen vom gewaltigen Konflikt zwischen Palästinensern und Israel herrscht in Israel „nur“ ein gewaltloser Kampf der Religionen. Jerusalems Altstadt bildet das historische Zentrum Israels, welche genau in der Mitte der Metropole liegt. Umgeben von einer dicken Mauer, befinden sich das christliche, jüdische, muslimische und christlich-armenische Viertel. Beachtet man die alte Geschichte der Stadt und natürlich, dass sie der Ursprung des jüdischen und christlichen Glaubens ist, so ist dieser Ort unfassbar besonders. Es ist zu spüren, dass es hier anders ist als im Rest der Welt.

Die Klagemauer ist das bedeutendste Heiligtum der Juden und gleichzeitig eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit für Touristen aus aller Welt. Menschen jüdischen Glaubens kommen hierher um zu beten und auf kleinen Zetteln geschriebene Bitten und Wünsche in die Schlitze der Mauer zu stecken. Es ist ein sehr interessanter Anblick und eine prägende Erfahrung, die man nur hier in Jerusalem machen kann. Eine unglaubliche Vielfalt der Kulturen in einer Stadt, aber auch jeder Einzelne dieser Menschen trägt etwas zu dieser faszinierenden, merkwürdigen, spirituellen Atmosphäre bei.

Western Wall in Jerusalem, Israel

Die Grabeskirche ist die heiligste Stätte der Christen. Auf der Via Dolorosa, die durch das muslimische Viertel zur Grabeskirche führt, geht man die acht Leidensstationen Christi entlang bis zur Grabeskirche, wo sich das Grab Christi befinden soll und somit auch die letzten sechs Leidensstationen.

Das heiligste Gut der Muslime in Jerusalem ist der Felsendom, der an Mohammeds Himmelsfahrt erinnern soll. Zudem ist der Felsendom das älteste erhaltene Gebäude des Islam.

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Das Tote Meer – Schweben im heilenden Wasser

Im Osten von Israel befindet sich das Tote Meer und bei einer Reise nach Israel sollte man sich eine Reise dorthin auf keinen Fall entgehen lassen. Hier schwebt man im stark salzhaltigen Wasser und soll sich nach dem Baden wie neugeboren fühlen. Das Wasser hat eine heilende Wirkung und tut der Haut sehr gut. Vor allem für Menschen mit Neurodermitis und Schuppenflechte ist das Baden im Toten Meer das Beste für die Haut. Am Meeresgrund befindet sich der Schlamm, der viele wertvolle Mineralien enthält, die man auf die Haut auftragen kann.

See Genezareth – der tiefste Süßwassersee der Erde

Im Norden Israels gelegen, befindet sich der See Genezareth. Der See liegt 210 Meter unter dem Meeresspiegel und ist somit der tiefste Süßwassersee der Erde. Aus biblischer Sicht ist der See von großer Bedeutung, da sich hier einige Szenen um Jesus abspielen, wie zum Beispiel die Bergpredigt. Die größte Ansiedlung ist Tiberias mit ca. 40.000 Einwohnern, das sich auf 450 Meter hohen Hügeln befindet, von wo aus man eine großartige Aussicht hat. Der See Genezareth ist ein wirklich wunderschöner See, den ihr in eure Reise einbauen solltet und auch gut könnt, denn auch hier könnt ihr wieder gut von Tel Aviv oder Jerusalem aus einen Tagesausflug hin machen.

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Der Israel National Trail – ein faszinierender Wanderweg

Laut National Geographic  ist der Israel National Trail einer der schönsten Fernwanderwege der Welt. Auf 1.500 Kilometern Länge und einer Gesamt-Höhendifferenz von 20.000 Höhenmetern findet man wirklich Ruhe und innere Einkehr, so wie man es von einem Wander- oder Pilgerweg erwartet. Vom Berg Hermon an der libanesischen Grenze im Norden führt die Route an zahllosen biblischen und historischen Plätzen vorbei, bis zur Hafenstadt Eilat am Roten Meer, im Süden von Israel. Auf dem Wanderweg kann man sich von der atemberaubenden Natur und einer felsigen Wüstenregion im Norden begeistern lassen. Natürlich muss man nicht den ganzen Weg entlang wandern und auch nicht an einem Stück. Man kann hervorragend an etlichen Stellen einsteigen und aussteigen. Jede Teiletappe bietet ein wahnsinnig faszinierendes Wandererlebnis.

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Ein Kibbutz besuchen – Israel von einer anderen Seite

Habt ihr schon mal das Wort Kibbutz gehört? Das Wort ist hebräisch und bedeutet „Gemeinschaft“ oder „Versammlung“. In einem Kibbutz leben viele Menschen gemeinsam, wie zum Beispiel eine große Familie. Sie arbeiten und wohnen dort zusammen und besitzen zudem ein gemeinsames Eigentum. Entstanden ist das erste Kibbutz vor etwa 100 Jahren und wurde von Juden gegründet, die in ihrem Heimatländern verfolgt und verachtet wurden. Nachdem sie nach Israel auswanderten, gründeten sie dann den sogenannten Kibbutz, in dem alle Menschen gleiche Rechte haben, ihr Eigentum teilen und friedlich miteinander leben sollten. An einem Kibbutz in Israel erkennt man, dass der Kommunismus funktionieren kann, wenn er denn freiwillig ist.

Meist liegen die Kibbutze in wunderschönen Orten, wie am Toten Meer und Naturschutzgebieten, abgelegen auf dem Land. Wenn ihr nach Israel reist, habt ihr die Möglichkeit so ein Kibbutz zu besuchen. Es ist etwas ganz anderes als Tel Aviv oder Jerusalem. Hier könntet ihr nochmal sehr stark sehen, was für unterschiedliche Lebensformen es in Israel gibt, welche das Land so vielseitig machen. Am besten bucht ihr ein Kibbutzhotel, da euch so ein Eintritt ins Kibbutz garantiert ist. Es gibt aber auch Hotels in der Nähe von Kibbutzen, von denen aus ihr diese bequem erreichen und besichtigen könnt. Da könnt ihr zum Beispiel mal bei Trivago.de nach passenden Unterkünften schauen. Wenn ihr nach einem Kibbutz sucht, erscheinen bereits viele Treffer.

Israel Tipps
Die wunderschönen Baháʼí Gärten in der israelischen Stadt Haifa

Ihr solltet euch definitiv überlegen, ob ihr diesem Land nicht mal einen Besuch abstatten wollt. Ich bin mir sicher, dass ihr voller neuer und wertvoller Eindrücke zurückkehren werdet. Ist eure Lust geweckt? Oder wart ihr vielleicht sogar schon mal in Israel? Wenn ja, schreibt mir doch wie ihr es fandet und was man eurer Meinung nach auf keinen Fall in Israel verpassen sollte. :)

Eure Reise nach Israel: