Kennt ihr schon die traumhafte Felsenstadt Petra in Jordanien? Sie wirkt fast irreal und in ihr schlummern viele Geheimnisse. In meinem Artikel erfahrt ihr mehr über diese geschichtsträchtige Stadt.

Jordaniens Felsenstadt Petra ist weltberühmt. Mitten in der Wüste und dreieinhalb Stunden von der Hauptstadt Mamman entfernt finden Besucher eine einzigartige Ansammlung von Gebäuden. Ein Wunderwerk der Architektur sind die Häuser und Paläste, die detailreich und wunderschön in den Fels geschlagen sind. Die Nabatäer, ein Verbund antiker Nomadenstämme Nordwestarabiens, soll für den Bau und die Ausgestaltung verantwortlich sein. Mittlerweile ist das Bauwerk UNESCO-Weltkulturerbe und zieht interessierte Besucher aus der ganzen Welt an. Rund 70 Meter tief ist die Schlucht (Siq), durch die Guides und Touristen wandern müssen. Mehr als einen Kilometer führt der Weg in das Gebirge hinein bis zur antiken Felsenstadt. Wo vor tausenden von Jahren ein Fluss eine Schlucht in den Felsen grub, können heute Menschen zu Fuß oder auch mit einem Muli einer einzigartigen Welt entgegengehen.

Felsenstadt Petra Wüstenstadt Jordanien

Felsenstadt Petra – Ein Wunder der Antike in Jordanien

Noch immer sind nicht alle Geheimnisse der Wüstenstadt Petra erforscht. Besonders leicht zugänglich und beliebt ist das Schatzhaus der Anlage, das sogenannte Khazne al-Firaun. Die Fassade ist einfach atemberaubend und wer live davor steht, kommt nicht umhin, die antiken Baukünste zu bewundern. Ganz ohne die heutigen technischen Hilfsmittel und mit viel Geschick entstand hier eine wunderschöne, detailreiche Fassade mitten in dem roten Felsen der Schlucht. Wer einen kleinen mannshohen Eingang erwartet, liegt aber falsch, denn die Säulen reichen über 40 Meter in die Höhe und sind einfach nur beeindruckend. Leider ist es hier immer sehr voll, denn das Schatzhaus ist am leichtesten zu erreichen.

Felsenstadt Petra Wüstenstadt

Ein Ausflug in die Wüstenstadt lohnt sich allemal

Wer  aber Zeit hat und einen engagierten Guide, der kann sich noch viel tiefer und weiter in die Stadt hineinwagen. Auf dem Weg ins Zentrum von Petra finden Besucher das Römische Theater, das über mehr als 5000 Plätze und ein ausgeklügeltes Abwassersystem verfügte. So bekamen weder Gäste noch Darsteller nasse Füße. Ähnlich fortschrittlich soll auch die Badanlage in einem der Felsengebäude gewesen sein. Sogar Böden und die Wände sollen beheizbar gewesen sein. Und das alles bereits vor 2000 Jahren, das darf man nicht vergessen. Außerdem findet man Grabtempel und das einstige Stadtzentrum Petras in einem großen Areal. Eine kleinere Version des Khazne al-Firaun ist der Felsentempel Ad-Deir. Abgeschieden und ebenfalls sehr beeindruckend liegt das Bauwerk inmitten der Wüste. Wer sich mehr als einen Tag Zeit für die einzigartige Stadt nehmen will, der kann in einem der Camps oder Hotels ganz in der Nähe übernachten und an mehreren Tagen immer neue Ecken dieses magischen Ortes entdecken.

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Dass die Wüstenstadt Petra eines der sieben Weltwunder ist, dürfte spätestens bei einem Besuch verständlich sein.