Die Toskana hat so viel zu bieten, dass es sich kaum zusammenfassen lässt. Also kommt doch einfach mit mir auf eine Reise zu den alten Etruskern und lernt die malerischen Landschaften dieser bezaubernden Region kennen!

Die Schönheit der Toskana zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern in ihren Bann. Besondere Touristenmagnete sind die Städte Florenz und Pisa, von denen wohl jeder schon mal etwas gehört hat. Neben diesen Städten ist die Toskana besonders berühmt für ihre sanfte, hügelige Landschaft, die großen Wald- und Weinregionen, die satten Olivenhaine und die geschichtsträchtigen Örtchen, die euch hier überall begegnen werden. Am besten lässt sich die Toskana mit einem Mietwagen erkunden, denn so habt ihr die Chance, wirklich alle Sehenswürdigkeiten und malerischen Landschaften zu erreichen und zu erkunden. Natürlich könnt ihr auch gleich mit eurem eigenen Auto anreisen. Ich habe die wichtigsten Tipps zur eigenen Anreise für euch zusammengefasst. Das Tolle: Die Toskana ist nicht nur etwas fürs Auge, auch geschichtsinteressierte Urlauber kommen hier voll auf ihre Kosten – versprochen! Aus diesem Grund starten wir unsere kleine Erkundungstour durch die Toskana auch in der sehr interessanten Hauptstadt der Region – Florenz.

Erkundungstour durch die Toskana

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Florenz – Kunst trifft Dolce Vita

Florenz, das damalige Zentrum des Handels- und Finanzwesens, war im Mittelalter eine wahre italienische Machtzentrale. Unter anderem waren die berühmte Familie Medici, Künstler wie Michelangelo und Leonardo Da Vinci, oder andere berühmte Persönlichkeiten wie Galileo Galilei hier beheimatet und machten Florenz zur „Wiege der Renaissance“. Noch heute ist der künstlerische und wissenschaftliche Einfluss dieser beeindruckenden Persönlichkeiten deutlich erkennbar. Egal, ob ihr eine der zahlreichen Kathedralen, Brücken oder Museen besichtigt: Die mächtige Vergangenheit ist immer spürbar. Ich habe bereits im Vorfeld einen ganz persönlichen Guide mit den besten Florenz Tipps für euch zusammengefasst.

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Toskana Tipps – Die Etruskische Riviera

Wer besonders wegen toller Badestrände und ein bisschen Erholung in die Toskana kommt, der wird an der sogenannten Etruskischen Riviera fündig. Auf dem Küstenstreifen in der Provinz Livorno im Westen der Toskana erwarten euch kilometerlange Sand- und Kiesstrände, an denen ihr garantiert immer ein Plätzchen an der Sonne findet.

Wissenswertes:

Wusstet ihr, dass die berühmten Vespa-Roller aus der Toskana kommen? Wie wäre es also, wenn ihr euch einen der Kultroller ausleiht und die gewundenen Straßen der Toskana unsicher macht?

Einen besonders beliebten Badeort findet ihr im Städtchen Castiglioncello, welches sich besonders durch seine felsige Küste und seine zahlreichen Buchten auszeichnet. Nur wenige Kilometer entfernt, im Landesinneren, findet ihr die berühmten Pinienwälder, die unter anderem die Landschaft der Toskana ausmachen. Ein relaxter Strandtag wird mit einem Spaziergang durch die schönen Wälder perfekt abgerundet.

In Castiglioncello findet ihr neben zahlreichen Hotels übrigens auch kleine Restaurants und Bars, in denen ihr den Abend schließlich romantisch ausklingen lassen könnt.

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Das Toskanische Archipel – Die Insel Elba

Zehn Kilometer vom italienischen Festland entfernt, mitten im Toskanischen Archipel, liegt sie: Die berühmte Insel Elba. Nutzt am besten einfach die täglich verkehrende Autofähre um auf die Insel zu kommen, das hat den Vorteil, dass ihr dank eures Autos auch auf Elba stets mobil und flexibel seid. Neben Stränden mit klarem Wasser findet ihr auf der Insel historische Plätze, wie den Wohn- und Regierungssitz des damals auf Elba im Exil lebenden französischen Kaiser Napoleon, oder die noch älteren Ruinen römischer Villen. Nach einer ausführlichen Erkundungstour der vielfältigen Insel solltet ihr es anschließend nicht verpassen den Monte Capanne, den Gipfel von Elbas größtem Berg zu besteigen, von hier oben habt ihr nämlich einen tollen Ausblick über die Inseln des Toskanischen Archipels. Wer den knapp 1000 Meter hohen Berg nicht zu Fuß besteigen möchte, kann auch mit der Kabinenbahn, die von April bis Oktober jeden Tag mehrmals fährt, zum Gipfel gelangen.

Pisa – Mehr als nur ein schiefer Turm

Wenn ihr in der Toskana seid, solltet ihr die Stadt Pisa natürlich nicht auslassen. Den meisten von euch ist die Stadt vor allem durch ihr Markenzeichen, den schiefen Turm bekannt. Aber wusstet ihr auch, dass Pisa eine richtige Studentenstadt ist? Die Universität Pisa und diverse Elitehochschulen sind der Grund dafür, dass fast die Hälfte aller in Pisa lebenden Menschen Studenten sind. Innerhalb des Semesters ist so das stetige bunte Treiben auf den Straßen und ein ausuferndes Nachtleben vorprogrammiert. Aber der Reihe nach: Nachdem ihr es den zahlreichen Touristen gleich gemacht habt und ein Foto mit dem wohl bekanntesten Turm der Welt geschossen habt, solltet ihr euch etwas Zeit nehmen und durch die kleinen Gassen Pisas streifen. Diese sind nach wie vor sehr ursprünglich und werden nur von den wenigsten Touristen wahrgenommen. Während sich die Massen also vor dem Schiefen Turm von Pisa drängen, könnt ihr in aller Ruhe das historische Pisa kennen lernen und euch zum Beispiel den ältesten Botanischen Garten der Welt ansehen, oder einen Überblick über die wunderschön anzusehenden alten Kirchen wie Santa Maria della Spina oder dem San Paolo a Ripa d’Arno machen. Interessant ist außerdem der Camposanto Monumentale, ein monumentaler Friedhof, der dank seiner detaillierten gotischen Fassade nicht nur Fans der Architektur begeistert. Abends könnt ihr das Angebot der zahlreichen Restaurants und Bars nutzen. Egal, ob ihr euch den Abend von Live Musik oder einem italienischen Wein versüßen lasst – Ausgehen ist in Pisa einfach Pflicht!

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Siena – Gotischer Schick und schnelle Pferde

Im Zentrum der Toskana liegt die schöne Stadt Siena. Die Stadt ist nicht nur eine der schönsten in ganz Italien, sondern fällt schon alleine durch den mittelalterlich wirkenden Stadtkern auf. Dieses wurde aufgrund der gut erhaltenen gotischen Strukturen von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Neben der Altstadt ist Siena außerdem für das zweimal im Jahr stattfindende Pferderennen, Palio di Siena, bekannt. Dieser Wettkampf zwischen den benachbarten Gebieten wird bereits seit dem Mittelalter auf dem zentralen Platz beim Palazzo Pubblico, dem Rathaus Sienas, inmitten der Stadt ausgetragen und erfreut sich bis heute an sehr großer Beliebtheit. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Sienas ist der Dom von Siena, der – aus weißem und schwarzen Marmor erbaut – ein ganz besonderer Hingucker ist.

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Der Dom von Siena. Foto: tripadvisor

Auf einen Wein nach Chianti

Wenn ich über die Region Toskana spreche, darf nicht unerwähnt bleiben, dass das Gebiet, in dem Wein angebaut wird, knapp ein Drittel der gesamten Toskana ausmacht. Da liegt es natürlich nah, dass wir einen Abstecher in die berühmten Chianti-Berge machen um uns genauer mit der Kunst des Weinanbaus zu beschäftigen.
Der Wein ist die Poesie der Erde.
In diesem Gebiet der Toskana werdet ihr sehr viele Weinorte finden, die sich größtenteils darauf spezialisiert haben Wein anzubauen, diesen zu verarbeiten und den Touristen etwas von dieser Kunst zu zeigen. In den Orten Castellina, Gaiole und Radda werdet ihr alte Burgen und Schlösser finden. Diese sind teilweise zu Weingütern umfunktioniert worden und bieten genau die traumhafte und romantische Umgebung, die viele Toskanaurlauber suchen.

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Das Naturschutzgebiet Parco della Maremma

Wenn ihr euch für die Flora und Fauna der Toskana interessiert, lege ich euch einen Besuch des Naturschutzgebietes Parco delle Maremma ans Herz. Hier erlebt ihr eine kleine Safari in Italien. Fahrt mit eurem Auto auf den markierten Wegen, beobachtet Wildschweine und Hirsche, oder genießt die fast unberührte Natur bei einem Spaziergang an dem langen Naturstrand. Wenn ihr nicht auf eigene Faust losziehen möchtet, könnt ihr eine Führung oder einen der besonderen Ausflüge oder Wanderungen buchen. Im Park findet ihr auch immer wieder verfallene Ruinen und alte Abteien – die Zeugen längst vergessener Zeiten. Besonders interessant sind außerdem die prähistorischen Höhlen im Naturschutzgebiet, die von einer frühen Besiedlung der Region sprechen. Im Parco della Maremma gibt es eben einiges zu entdecken!

Wandern am Monte Prado

Der Monte Prado ist mit 2054 Metern der höchste Berg der Toskana. Fans der frischen Bergluft und des ausgiebigen Wanderns kommen hier voll auf ihre Kosten. Neben dem satten Grün der umliegenden Wiesen stoßt ihr hier sogar auf Schnee – ein toller Kontrast zu den bunten Farben der übrigen Toskana.

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Übrigens: Ich habe bereits selber die Toskana bereist und meine Erlebnisse in einen spannenden Bericht verpackt. Wart ihr auch schon mal auf diesem schönen Fleckchen Erde unterwegs und könnt mir über eure Erlebnisse berichten? Ich freue mich wie immer über eure Kommentare!