Valencia wird gerne als Barcelonas kleine Schwester bezeichnet. Grund genug, die Hafenstadt auf meinem Roadtrip mit dem SEAT Ateca einmal anzusteuern und euch die besten Valencia Tipps mit nach Hause zu bringen!

Mit dem SEAT Ateca der Sonne entgegen – so lautete die Mission auf meinem Spanien Roadtrip. Keine Frage also, dass nach aufregenden Tagen in Barcelona auch ein Stopp in Valencia auf dem Plan stand. Schließlich ist die Stadt an der Costa Blanca inzwischen in aller Munde als kleine Schwester Barcelonas bekannt. Höchste Zeit also, sich selbst ein Bild davon zu machen und euch die besten Valencia Tipps im Gepäck mit nach Hause zu bringen. Und ich kann euch vorab verraten: Es scheint wahre Geschwisterliebe unter den Hafenstädten zu herrschen – Schönheit und Eleganz werden brüderlich geteilt, Valencia steht Barcelona in nichts nach.

Valencia Tipps für unvergessliche Tage

Erste EindrückeSightseeing Part I | Sightseeing Part II

Grüne RuheoasenUnterhaltung | Strände | Vielfalt pur

Bereits ein Blick auf den Stadtplan verrät, dass Valencia äußerst vielfältig und zu Fuß kaum zu bewältigen ist. Auch macht es den Anschein, dass ein Tag wohl kaum ausreicht, um die Stadt in all ihren Facetten kennen zu lernen. Umso besser also, gleich mehrere Tage vor Ort zu verbringen und idealerweise einen Mietwagen zu buchen. Da ich bereits mit dem SEAT Ateca angereist war, musste ich mich um Letzteres nicht mehr kümmern und konnte mit meiner Entdeckungstour sofort starten.

Valencia Tipps Seat Ateca

Erste Eindrücke sammeln

Um sich langsam heranzutasten und erste Erfahrungen in Valencia zu sammeln, bietet sich das Zentrum an. Parkt euer Auto am besten am Hauptbahnhof, dem Estación del Norte, denn hier findet ihr genügend Parkplätze und Parkhäuser. Der Estación del Norte ist aber nicht nur ein idealer Ausgangspunkt, sondern gleichzeitig auch das erste Highlight, das ihr euch in Valencia anschauen müsst. Von schönster Architektur erstrahlt das Gebäude in einem sanften Gelbton – und das ist nur der Anfang einer Reihe von Bauten, die uns mit ihrem Erscheinungsbild sprachlos machen werden.

Valencia Tipps Estacion del Norte Nordbahnhof

Auf die Plätze, fertig, los!

Sollte euch nun das architektonische Sightseeing-Fieber gepackt haben, bietet sich ein kleiner Fußmarsch in Richtung Rathaus (Ayuntamiento) und Postzentrum (Correos) an. Es sei denn, euch zuckt es schon in den Fingern, weil ihr von den unglaublichen Shoppingmöglichkeiten der Stadt gehört habt. Dann würde ich euch den Weg in Richtung Mercado de Colón vorschlagen. Unter dem Mercado de Colón habt ihr euch eine kleine Markthalle über zwei Etagen vorzustellen. Zwei Etagen? Das klingt ganz und gar nicht nach klein. Ist es aber – denn hier gibt es nicht etwa frisches Obst und Gemüse zu kaufen wie auf dem berühmten Mercat de la Boqueria in Barcelona. Nein – hier findet ihr kleine, urige Cafés sowie vereinzelt Künstler und Floristen, die ihre Werke ausstellen. Warum ich euch hier her schicke, wenn es dort gar kein großes Angebot gibt? Weil genau von hier aus in jede erdenkliche Richtung Straßen führen, in denen sich die verschiedensten Läden aneinander reihen. Von angesagten Klamottenlabeln über Einrichtungsmärkte bis hin zu Babyausstattern findet ihr hier ein unglaublich großes Angebot an allem, was das Shoppingherz höher schlagen lässt. Ganz egal, in welche Richtung ihr abbiegt, eine Straße ohne Geschäfte werdet ihr wohl selten finden. Selbst zur spanischen Shoppingmall „El Corte Inglés“ werdet ihr unweigerlich geführt, sofern ihr von Straße zu Straße schleicht. Wundert euch jedoch nicht, dass es in dieser Gegend wenig touristisch angehaucht ist. Zwar werden euch hier und da ein paar Touristen oder aber ganze Reisegruppen über den Weg laufen, doch im Vergleich zu den anderen Vierteln geht es hier eher wenig touristisch zu.

Valencia Tipps Mercado de Colon
Foto: iStock.com/fotoVoyager

Charmant, urig und einfach nur zum Verlieben

Anders sieht es hingegen aus, sobald ihr in Richtung Mercado Central schlendert. Der Mercado Central ist im Gegensatz zum Mercado de Colón schon eher mit dem Mercat de la Boqueria in Barcelona zu vergleichen. In einer großen und angenehm temperierten Markthalle werden wohl duftendes Obst und Gemüse sowie frischer Fisch, Fleisch und alle anderen erdenklichen Lebensmittel zum Verkauf angeboten. An sechs Tagen in der Woche gehen hier Einheimische gleichermaßen wie Touristen ein und aus. Doch nicht nur dieses bunte Treiben und rege Geschehen ist ein ganz besonderer Teil von Valencia. Taucht ein in ein wunderschönes und uriges Viertel, in dem es vor spanischem Charme nur so sprüht. Ihr befindet euch nämlich mitten im Kern des historischen Zentrums. Schlendert ein wenig durch die Gassen und lasst diese einmalige Atmosphäre auf euch wirken: Wohin ihr auch schaut, ihr werdet einfach fasziniert sein von atemberaubenden Bauten, lebhaften Plätzen und gut besuchten Tapasbars, in denen die Valencianer sich eine kleine Auszeit von der Hitze der Stadt gönnen. Und genau das solltet ihr auch tun: Je nachdem, zu welcher Jahreszeit ihr in Valencia seid, klettern die Temperaturen nämlich ganz schön weit nach oben auf dem Thermometer. Sucht euch also ein schönes Plätzchen in einem der kleinen Cafés und stärkt euch mit einer Paella – denn die hat genau in dieser Stadt ihren Ursprung.

Nachdem ihr neue Kräfte gesammelt habt, warten in diesem Viertel noch jede Menge weitere Sehenswürdigkeiten, die ihr fußläufig ganz einfach erreichen könnt. Vorbei am Plaza Redonda, einem runden Platz mitten in der Stadt, auf dem ihr unbedingt mal vorbeischauen solltet, wenn ihr euch für selbstgemachte Handwerkskunst interessiert, geht es in Richtung Plaza de la Reina. Zu erkennen gibt sich bereits von Weitem die Kathedrale Metropolitana, von dessen Glockenturm ihr eine unglaubliche Aussicht über die Stadt habt. Gerade mal 207 Stufen gilt es dafür zu bezwingen – ideal, um die gerade verspeiste Paella wieder abzutrainieren. Außerdem verrät euch ein Blick auf die Stadt, was es in der Nähe sonst noch zu entdecken gibt. Die Real Basílica und die Kirche San Juan del Hospital dürften euch dabei als erstes ins Auge springen. Auch der Torre Santa Catalina auf der belebten und zum Flanieren einladenden Calle de la Paz ist von hier aus unschwer zu übersehen.

Valencia Tipps

In vollen Zügen genießen

Bereits wenige Stunden reichen aus, um gleich eine Hand voll an Eindrücken und Erfahrungen zu sammeln. Valencia Tipps gibt es einfach zu Genüge, Reiseführer und Stadtpläne strotzen nur so vor sehenswerten Plätzen. Doch irgendwann schmerzen auch dem eingefleischten Sightseeing-Fan die Füße, sodass eine kleine Ruheoase wie gerufen kommt. Und selbst davon gibt es in Valencia die verschiedensten Varianten – selbstverständlich eine schöner als die andere. Von eurem Fußmarsch, den ihr bereits im Zentrum zurückgelegt habt, erreicht ihr beispielsweise als erstes den weitläufigen Jardines del Turia, eine der größten Parkanlagen in ganz Spanien. Unglaubliche 9 Kilometer könnt ihr hier spazieren gehen, die gesäumt sind von Palmen, farbenfrohen Blütenprachten und gepflegten Rasenflächen, auf denen es sich herrlich picknicken lässt. Schattige Plätze unter Bäumen werden gerne von jungen Valencianern aufgesucht, die es sich mit einem Buch gemütlich machen, auf den Wegen begegnet man Joggern, Hundebesitzern oder Fahrradfahrern. Ganz egal, wohin man blickt – man wird immer wieder von der idyllischen Ruhe umarmt. Fernab vom turbulenten Großstadtleben können hier erholsame Stunden verlebt oder aber auch an Spiel- und Sportplätzen ein bisschen Adrenalin abgebaut werden.

Gleichermaßen (oder nach meinem Geschmack sogar etwas mehr) verzaubert aber auch der Jardines del Real. Nur durch eine Straße getrennt, grenzen beide Parkanlagen auf Höhe des Museums Bellas Artes beinahe aneinander. Auch hier findet ihr einen wunderschönen Ort der Ruhe und Gelassenheit vor, an dem ihr ausgiebige Spaziergänge unternehmen könnt.

Eine Stadt mit verschiedenen Gesichtern

Etwas außerhalb des Stadtzentrums solltet ihr unbedingt die Ciudad de las Artes y de las Ciencias auf dem einstigen Flussbett des Turia besuchen. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr zwar mit dem Begriff auf Anhieb nichts anfangen könnt, euch die Bilder aber dennoch bekannt vorkommen. Denn die modernen Bauten in diesem Teil der Stadt sind ein äußerst beliebtes Foto- und vor allem Postkartenmotiv. Mit dem SEAT Ateca war es auch überhaupt kein Problem, dorthin zu kommen. Auch hier gibt es nämlich wieder Parkhäuser, in denen man sein Auto sorglos für ein paar Stunden abstellen kann, um sich voll und ganz der nächsten Entdeckungstour zu widmen.

Aber nun mal der Reihe nach. Bei der Stadt der Künste und der Wissenschaften, so lautet der Name ins Deutsche übersetzt, handelt es sich genaugenommen um eine Art Park mit verschiedenen Unterhaltungsangeboten. Allem voran dürfte das Erscheinungsbild des L’Hemisfèric wohl am bekanntesten sein. Umgeben von Wasser, symbolisiert die Form des Konstrukts ein überdimensional großes Augenlid – deklariert als Auge der Weisheit. Denn im Inneren befindet sich nichts anderes als ein 3D-Kino, ein Planetarium sowie ein Laserium, um die visuellen Sinne des Menschen zu faszinieren. Ebenfalls extravagant anzusehen ist das Museo de las Ciencias – auf drei Stockwerken erhalten Besucher einen Einblick in die wissenschaftlichen Naturgesetze.

City of Arts and Sciences of Valencia
Foto: iStock.com/TeodorStefanov

Auf die Ohren gibt es hingegen etwas im Palau de las Arts Reina Sofia – einem sagenhaften Operngebäude mit Aufführungen des Gesangs, des Balletts und des Theaters. Weitere Sinne werden im Botanischen Garten Umbracle sowie im Oceanogràfic, dem größten Aquarium Europas, verwöhnt. Ganz gleich, ob ihr in der Ciudad de las Artes y de las Ciencias nur spazieren gehen wollt oder euch für eines der Angebote interessiert – gesehen haben solltet ihr diesen Bezirk auf jeden Fall bei einem Besuch in Valencia.

Sommer, Sonne, Strand und Meer

Bei den Temperaturen, die vor allem im Sommer in Valencia herrschen, ist eine frische Abkühlung zwischendurch bitter nötig. Neben einem lauen Lüftchen, das an der Küste nahezu immer weht, findet ihr am Stadtrand aber auch kilometerweite Strände sowie ein wohlig temperiertes Meer, das förmlich zum Baden einlädt. Bereits in der Nähe des Hafens, der übrigens eine wichtige Rolle im Handelsverkehr spielt, findet ihr den ersten Strandabschnitt. Eine von Palmen gesäumte Promenade sorgt mit kleinen Bars und Restaurants für die typisch touristische Atmosphäre, am Strand finden sich sogar häufig Künstler zusammen, um Skulpturen aus Sand bauen. Der Strand selbst ist sehr breit und weitläufig – selbst ruhigen und einsamen Stündchen steht hier also nichts im Weg. Hier und da ertönt Musik aus den Strandbars, Spiel- und Sportmöglichkeiten stehen an den verschiedenen Standorten bereit. Gibt es etwas Schöneres als eine so abwechslungsreiche Stadt?

Um so viele Valencia Tipps wahrzunehmen wie nur möglich, ist es durchaus ratsam, sich in der Stadt mit dem Auto fortzubewegen. Vor allem, um die verschiedensten Strände zu erreichen, habe ich liebend gerne auf den SEAT Ateca zurückgegriffen. Denn neben den Stränden Las Arenas, Malvarrosa und El Cabanal, die nur gute 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegen, war es auch kein Problem, die etwas weiter entfernten Strände zu besuchen. Naturbelassen, mit dem idyllischen Charme von Sanddünen, findet ihr nämlich auch außerhalb der Stadt herrliche Strände. In circa 10 Kilometer Entfernung erreicht ihr das Naturschutzgebiet Albufera sowie die Costa del Saler. Ausgezeichnet mit der Blauen Flagge, findet ihr hier einen wirklich sauberen und wunderschönen Strand vor.

Valencia Tipps Strand Albuferta
Foto: iStock.com/Christian Baitg

Valencia – das V steht für Vielfalt

Ihr merkt, Valencia an nur ein bis zwei Tagen zu erkunden, ist nahezu unmöglich. Doch genau das macht die Stadt so besonders: Als würde das V in Valencia für Vielfalt stehen, werden hier wirklich alle Wünsche erfüllt. Pulsierend und lebhaft geht es in der Stadt zu, Ruheoasen und erholsame Stunden versprechen grüne Parkanlagen und weitläufige Strände. Mir würden noch unzählige weitere Beispiele einfallen, warum Valencia einfach großartig und unglaublich facettenreich ist. Doch was meint ihr – bringen wir das Ganze nicht am besten auf den Punkt, indem wir Valencia als Schwester Barcelonas akzeptieren? Ob sie nun klein oder groß ist, spielt längst keine Rolle mehr. Fakt ist: Valencia ist definitiv ein gelungenes Pendant zu Barcelona – vor allem dann, wenn unsere Reiselust mit neuen Fleckchen auf der Erde gestillt werden soll.

Titelbild: Ana del Castillo/Shutterstock.com