Wer Erholung am Strand, Kultur und leckeres Essen in der Stadt, Entspannung in großartigen Hotels und ein aufregendes Nachtleben zugleich sucht, der wird an der polnischen Ostsee fündig. Der Kurort Sopot besticht nicht nur durch seinen weitläufigen Sandstrand und das beliebte Grand Hotel, er bietet seinen Besuchern noch vieles mehr.

Habt ihr schon mal Urlaub in Polen gemacht? Obwohl es eines unserer Nachbarländer ist, zählt es noch lange nicht zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Dabei hat Polen wirklich viel zu bieten, wie zum Beispiel den in malerischer Kulisse gelegenen Badeort an der Ostsee Sopot. Mit seinen zahlreichen Hotels, Bars, Cafés und Restaurants lädt der Ort nicht nur zum Abschalten und Entspannen ein, er bietet euch gleichzeitig auch ein aufregendes Nachtleben.

Vielfältiger Urlaubsort Sopot in Polen

Fakten | Hotels

Längste Holzbrücke Europas

Kultur und Essen | Party

Kurhaus in Sopot in Polen
Foto: iStock.com/arkanex

Wissenswertes über Sopot

Sopot, zu deutsch Zoppot, liegt im Norden Polens und bildet zusammen mit Danzig und Gdynia die sogenannte Dreistadt. In dem schönen Küstenort wohnen nur knapp 40.000 Einwohner – allerdings strömen jedes Jahr über zwei Millionen Besucher in die Stadt, die sich am Strand von Sopot erholen wollen. Nicht umsonst ist der Ort auch als „Riviera des Nordens“ bekannt. Das Wetter an der Küste ist zwar nicht mit dem im Süden Europas zu vergleichen, allerdings verzeichnet Sopot in den Monaten von Mai bis September ebenfalls zwischen sechs bis acht Sonnenstunden pro Tag.

Sopot ist die Riviera des Nordens

Das Wasser ist außerdem durch das milde Klima wärmer als an anderen Ostseestränden. Seitdem sich das einstige Fischerdorf im 19. Jahrhundert in wenigen Jahren zu einem bekannten und beliebten Kurort entwickelte, schossen zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele prachtvolle Villen in die Höhe, die bis heute das Bild des vier Kilometer langen Sandstrandes prägen.

Sandstrand in Sopot Polen
Der vier Kilometer lange Sandstrand in Sopot

Hotels in Sopot

In dem Kurort an der polnischen Ostsee habt ihr eine breite Auswahl an guten und vor allem günstigen Übernachtungsmöglichkeiten. Bei Airbnb findet ihr gemütliche, saubere und gut gelegene Unterkünfte ab unter 20€ die Nacht, Hotels gibt es ab unter 50€ pro Nacht. Falls ihr euren Trip nach Sopot mit einer Städtereise verbinden wollt, bietet sich die polnische Großstadt Danzig an. Nur 30 Minuten mit dem Zug entfernt, liegt die vielfältige Hafenstadt. Habt ihr Lust, die bunte Stadt zu erkunden, findet ihr weitere Danzig Tipps in meinem Artikel.

Sopot in Polen

Grand Hotel in Sopot

Ein Hotel-Gebäude sticht ganz besonders hervor: das Grand Hotel Sopot, heute unter dem Namen Sofitel Grand Sopot bekannt. Gelegen in der Danziger Bucht, verfügt das 5 Sterne Hotel über einen hauseigenen Strand, an dem sich die Besucher erholen können. Außerdem bietet das Grand Hotel in Sopot einen beheizten Innenpool, einen Fitnessraum und ein Spa mit Sauna und Hamam – Erholung ist euch also versprochen. Blickt man von außen auf das Gebäude, hat man das Gefühl, vor einem Palast zu stehen. Hier nächtigen hauptsächlich die wohlhabenden Besucher von Sopot. In der Vergangenheit zählten Gäste wie Marlene Dietrich und Josephine Baker zu den Gästen des Hotels. Von den Zimmern aus wird ihnen ein großartiger Blick auf die Bucht von Danzig geboten. Schöner kann man wohl nicht aufwachen, oder?

Grand Hotel in Sopot in Polen
Foto: Jolanta Wojcicka/Shutterstock.com

Die längste Holzbrücke Europas

Ein weiteres Highlight, das der Kurort in Polen zu bieten hat, ist die längste Seebrücke aus Holz in Europa, die sogenannte „Molo“. Über 500 Meter weit ragt der Steg ins Wasser hinein und bietet euch unterwegs zahlreiche Sitzmöglichkeiten, auf denen ihr die Aussicht auf die Küste von Sopot und auf das Meer genießen könnt. Die Holzbrücke wurde mit weißen Geländern und Bänken ausgestattet, sodass sie in einem edlen und gepflegten Glanz erstrahlt. Ein Spaziergang auf der Brücke kostet euch im Sommer zwei Zloty pro Person, was umgerechnet knapp 50 Cent sind. Das Geld fließt in die Erhaltung und Reinigung der Brücke und ist meiner Meinung nach gut investiert, denn die Molo ist immer sauber und einladend.

Infos und Tipps zur Schlittschuhbahn:

  • Eintrittspreise: Mo-Fr 1,20€, Sa-So & feiertags 1,90€
  • Öffnungszeiten: Mo-Fr 16-20 Uhr, Sa-So & feiertags 11.30-15.30 Uhr

Im Winter wird der Hauptplatz der Kuranlage vor der Molo in eine Schlittschuhbahn verwandelt. Mit Blick auf die Ostsee und den endlosen Pier könnt ihr hier zwischen Dezember und März ein paar Runden auf dem Eis drehen und euch die frische Ostsee Brise um die Nase wehen lassen – einfach herrlich! Braucht ihr noch Schlittschuhe und zu eurer Sicherheit auch einen Helm, könnt ihr euch beides für einen Preis von je 1,90€ vor Ort ausleihen.

längste Holzbrücke Europas in Sopot
Foto: Subodh-Agnihotri/Shutterstock.com

Sopots eigener Hafen

Am Ende der hölzernen Brücke wurde ein Hafen für Passagierschiffe und Yachten errichtet. Hier könnt ihr die großen und luxuriösen Schiffe bewundern und weit auf das Meer hinausblicken. Der Hafen ist nicht mit dem in Danzig oder Gdynia zu vergleichen, aber er hat definitiv seinen Charme.

Hafen in Sopot in Polen
Foto: Just Danc/Shutterstock.com

Kultur und Essen in Sopot

Diese besondere Atmosphäre zieht sich auch durch die Fußgängerzone von Sopot, die „Bohaterów Monte Cassino“, die von den einheimischen meist Monciak genannt wird. Lauft ihr von der Brücke aus zur Einkaufsstraße, steuert ihr direkt auf das Haus Nummer 50 zu, besser bekannt als das „betrunkene Haus“ oder das „krumme Haus“. Nicht nur wegen seiner Architektur wird es euch ins Auge springen, sondern auch, weil sich viele Menschen davor tummeln, um ein Foto von dem außergewöhnlichen Gebäude zu machen. Es sieht aus, als wäre es dem Film „Alice im Wunderland“ entsprungen. Andere sagen, es erinnere an eine zerdrückte Bierdose. Das „krumme Haus“ soll an den Stil des spanischen Architekten Antonio Gaudí erinnern. Abends könnt ihr hier super in einem der Restaurants essen oder in schicker aber trotzdem gemütlicher Atmosphäre Cocktails trinken. Viele Urlauber kommen aber auch einfach hinein, um Fotos zu machen und Spaß zu haben.

Guru Tipp: Das The Blue Pudel ist Restaurant, Bar und Pub zugleich. Direkt gegenüber vom „betrunkenen Haus“ in der Fußgängerzone findet ihr dieses traditionelle Restaurant. Sowohl polnische Spezialitäten als auch internationale Gerichte landen auf den Tellern – ihr habt die Qual der Wahl.

Alles, was das Herz begehrt

Lauft ihr die Fußgängerzone dann weiter runter, kommt ihr an weiteren Sehenswürdigkeiten von Sopot und zahlreichen kleinen und großen Cafés, Bars, Restaurants und Boutiquen vorbei. Hier sind die Preise im Vergleich zu anderen Orten in Polen allerdings etwas teurer. Dafür wird euch eine kulinarische Vielfältigkeit geboten. Von heimischen Gerichten bis zur internationalen Küche – auf der Monciak werdet ihr garantiert fündig.

betrunkenes Haus in der Fußgängerzone in Sopot
Foto: Patryk Kosmider/Shutterstock.com

Lebhaftes Nachtleben in Sopot

Habt ihr tagsüber bei einem Spaziergang über die Brücke und die Fußgängerzone die Seele baumeln lassen und euch am Strand von Sopot erholt, könnt ihr abends eure Energie beim feiern rauslassen – Sopot ist dafür der perfekte Ort. Die Monciak verwandelt sich zu späterer Stunde in eine Partyhochburg, in der sich die feierwütigen Menschenmassen tummeln. Ihr habt die Wahl zwischen entspannten Kneipentouren mit netten Gesprächen, einer anspruchsvollen Kulturnacht oder einer ausgiebigen Clubnacht. In Sopot kommt jeder auf seine Kosten – ob im Künstlertreff Cafe Zascianek oder in einem der Clubs wie Sfinks700 Club oder Gorzko Gorzko.

Nachtleben in Sopot
Foto: iStock.com/fazon1

Auf nach Sopot!

Habt ihr Lust bekommen, unser Nachbarland zu bereisen? Mit einem Direktflug ab verschiedenen deutschen Städten seid ihr im Nu am Flughafen Danzig, der gerade mal 15 Kilometer von Sopot entfernt liegt. Sopot bietet euch einen facettenreichen Urlaub: von Erholung am langen Sandstrand, über Kultur und Kunst, leckerem Essen und grüner Natur, bis hin zu wilden Partynächten. Ich bin mir sicher, wenn ihr einmal in Polen wart, wollt ihr wieder hin – oder erst gar nicht wieder nach Hause.

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