Traumhaft kleine Buchten, türkisfarbenes Meer, eine spannende und vielfältige Geschichte und tolle Menschen – Welcome to Malta. Die kleine Mittelmeerinsel unterhalb von Sizilien ist ein echtes Juwel, das leider viel zu selten im Fokus steht.

Schon bei einem abendlichen Spaziergang am Hafen wird klar – Malta ist ein Schmelztiegel hunderter unterschiedlicher Kulturen und Religionen, verschiedenster Ethnien und interessanter Menschen. Die Inselhauptstadt Valletta beeindruckt mit einer wunderschönen Architektur, kleinen Gassen und imposanten Kirchen. Rund um die Insel findet man kleine Buchten, in denen man schnorcheln, schwimmen und sonnenbaden kann – überlaufen ist es hier höchstens im Hochsommer und an Feiertagen. Wer genug hat von der wuseligen Stadt, kann sich auf den Weg machen in den Norden, denn dort warten mit den Schwesterninseln Gozo und Comino weitere Schätze auf Besucher.

Malta Tipps – bunte Vielfalt mit beeindruckender Geschichte

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Malta Tipps Hafen

Malta – Ein Überblick

Die maltesische Geschichte liest sich spannender als so manches Buch von Ken Follett. Erst kamen die Karthager, dann die Römer und schließlich die Araber. Besonders beeindruckend ist die Wehrhaftigkeit des kleinen Archipels gegenüber den starken Türken, denn während diese in Europa große Eroberungsfeldzüge starten konnten, bissen sie sich an Malta die Zähne aus. Nach vier Monaten Belagerung zogen die Osmanen unverrichteter Dinge wieder ab. Viele Ausstellungsstücke im Großmeisterpalast von Malta zeugen von dieser actionreichen Geschichte.

Lange Jahrzehnte war Malta schließlich Teil des Kolonialreichs von Großbritannien – erst seit September 1964 ist Malta überhaupt unabhängig. Erst langsam entwickelt sich hier nach der langen Zeit der britischen Einflussnahme auf Wirtschaft und Kultur eine eigene Identität. Der britische Einfluss ist an vielen Ecken noch zu spüren. Viele Briten verbringen hier ihren Urlaub, es herrscht nach wie vor Linksverkehr und neben Maltesisch sprechen alle fließend Englisch. Das erleichtert die Kommunikation ungemein.

Malta Tipps Mosta
Der Einfluss Großbritanniens ist bis heute spürbar

Mietwagen auf Malta ein Muss – trotz Linksverkehr

Wer die Inseln Malta und Gozo erkunden möchte, sollte sich nicht auf den Busverkehr verlassen, auch wenn das diverse Reiseführer immer wieder betonen. Dieser gilt zwar allgemein als zuverlässig, doch es kann durchaus mal vorkommen, dass ein Bus einfach an der Haltestelle vorbeifährt, wenn er bereits voll besetzt ist. Dann heißt es bei 30 Grad im Schatten auf den nächsten und hoffentlich leereren Bus zu warten. Keine schöne Vorstellung.

Um dieses Szenario zu umgehen, lohnt sich ein Mietwagen. Ein wichtiger Tipp: Wählt im Idealfall eine umfassende Versicherung, die euch gut absichert. Die Malteser fahren zügig, die Gassen sind oft sehr eng und der Linksverkehr kann manchmal ganz schön verwirren. Ist man allerdings erstmal aus dem Stadtgebiet heraus, kann man die Fahrt in vollen Zügen genießen. Gerade wird die Küstenstraße mit europäischen Fördergeldern neu angelegt – bald wird es also noch entspannter möglich sein, Malta mit dem Mietwagen zu erkunden.

Valletta – ein echtes Juwel

Maltas Hauptstadt Valletta ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Der Mix aus kleinen hübschen Gassen, tollen Geschäften und der unverwechselbaren Architektur macht einen Ausflug hierher zu einem absoluten Muss. Rundherum ist die Stadt von gewaltigen Stadtmauern umgeben, die die Bewohner in der Vergangenheit vor Angreifern schützen sollten. Touristen und Einheimische sitzen hier in den Cafés auf den historischen Plätzen und verspeisen eines der Pastizzi, typischen süßen oder herzhaften Teig-Teilchen, die es hier an jeder Ecke zu kaufen gibt. Wer aufmerksam ist, kann an jeder Ecke wieder Zeugnisse der aufregenden Geschichte der Stadt entdecken.

Malta Tipps Valletta

Sliema – Lebhaft und abwechslungsreich

Wer abends an der belebten Promenade entlang schlendern, essen gehen oder abfeiern möchte, muss nach Sliema. Das touristische Zentrum der Insel hat einiges zu bieten. Tagsüber legen hier die bunten Boote zu Inselrundfahrten ab, abends kann man hier tolles Seafood genießen, in der Dämmerung in den Malls und kleinen Geschäften shoppen gehen und Pläne für die kommenden Tage schmieden. Anders als auf anderen Urlaubsinseln sind die Malteser sehr zurückhaltend. Selbst an der Promenade, wo die Tourguides ihre Bootstouren anbieten, kann man ungestört umherschlendern, ohne ständig angesprochen zu werden. Es herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre.

Malta Tipps Sliema

Absoluter Geheimtipp: Das The Palace Hotel. Wer hier wohnt, macht wirklich alles richtig. Die Zimmer haben fantastische Aussichten auf die Umgebung und das Hotelpersonal liest den Gästen jeden Wunsch von den Augen ab. Nach einem anstregenden Tag kann man auf der Dachterrasse des Hotels Cocktails trinken und eine Runde im Infinity Pool drehen. Während man so im Wasser plantscht, hat man einen überragenden Ausblick auf die Stadt und das Meer. Kurzum – der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang über Valletta zu genießen. Die Restaurants des Hotels The Tabloid und TemptAsian bieten frische, abwechslungsreiche Gerichte und tolle lokale Weine und im Café Talk of the Town kann man abends noch einen Absacker trinken. Da das Hotel eine eigene Tiefgarage hat, deren Nutzung nur 2€ am Tag kostet, muss man sich keine Gedanken um einen Parkplatz für den Mietwagen machen.

Mdina – Touristenmagnet mit WOW-Faktor

Die einstige Hauptstadt der Insel ist heute ein krasser Touristenmagnet. Mitten auf der Insel liegt Mdina auf einer Anhöhe. Täglich kommen Busladungen mit Tagestouristen hierher. Trotzdem, und das ist überraschend, ist es hier nicht voll, hektisch und anstrengend, sondern einfach nur schön. Schmale Gassen, kleine Kirchen und viele historische und religiöse Schätze warten nur darauf, entdeckt zu werden. Beliebtestes Fotomotiv ist sicherlich das Main Gate, ein wunderschönes Stadttor, doch auch der Vilhena Palace und die St. Peter und Paul Kathedrale sind ein toller Anblick. Wer die Zeit hat, sollte unbedingt einfach herumschlendern und versuchen, auch kleine Details zu entdecken.

Malta Tipps Mdina

Die schönsten Strände und Buchten auf Malta

Wer nach Malta kommt und endlose Strände mit schneeweißem Sand erwartet, wird leider enttäuscht. Meist sind es nur kurze Strandabschnitte, an denen man sich im Sand aalen kann, doch das reicht eigentlich auch aus, oder? Empfehlenswert und beliebt sind folgende Strände:

  • Ghajn  Tuffieha im Nordwesten: Völlig unverbaut und ohne viel Schnickschnack, dafür aber mit tollem Strand und perfekten Schnorchelmöglichkeiten. Unter der Woche leerer, am Wochenende oft sehr voll.
  • Mellieha Bay im Norden: Im beliebten Urlaubsort Mellieha gelegen, ist dieser Strand der längste und gleichzeitig auch touristischste der Insel. Es gibt einige Buden und Sonnenliegen zur Miete. Vor dem Strandbesuch lohnt sich ein Abstecher zum Popeye Village, dem kleinen bunten Freizeitpark.

Malta Tipps Popeye Village

  • Golden Bay im Nordwesten: Der bekannteste Strandabschnitt auf Malta. Flacher, türkisfarbener Sandstrand und gute Infrastruktur. In der Hochsaison sehr voll und trotzdem einen Besuch wert. Wer den Anblick des Strandes jeden Tag erleben will, kann hier im Radisson Blue Resort & Spa wohnen.
  • Peter’s Pool im Südosten: Tolle Bucht zum Schnorcheln und Klippenspringen. Keine Infrastruktur, daher auch keine Liegestühle. Da kann das Sonnen auf den Steinen etwas ungemütlich werden. Trotzdem eine tolle Bucht.
  • Form Ir-Rih im Nordwesten: Bei ruhiger See ist diese Bucht ein echtes Highlight. Unverbaut und weitestgehend unbekannt und erst nach einem 20-minütigen Abstieg erreicht. Der Weg lohnt sich doppelt. Schnorcheln und Tauchen kann man hier so gut wie nirgends sonst.

Mein Tipp: Die Insel ist nicht besonders groß. Alle tollen Sehenswürdigkeiten, Strände und Buchten sind innerhalb von weniger als einer Stunde zu erreichen. Testet also einfach ein paar Strände oder Städtchen aus. Sollte es euch an einem Platz nicht gefallen, steigt ihr einfach wieder ins Auto und macht euch auf den Weg zur nächsten Bucht oder auch zum nächsten Ort.

Malta Tipps Strände

Gozo und Comino – Maltas unterschätze Schwestern

Maltas Schwesterninseln Gozo und Comino haben die allerwenigsten überhaupt auf dem Schirm, dabei gibt es hier weitere tolle Strände, imposante Kirchen und unberührte Natur, die man unbedingt erkunden sollte.

Comino – Mehr als nur Blaue Lagune

Von Gozo und Malta starten täglich mehrmals Bootstouren zur berühmten Blauen Lagune von Comino. Diese große Bucht ist einfach nur traumhaft. Wer hier badet, fühlt sich wie im Paradies. Einziges Manko – hier ist man nie allein. Wer auf Ruhe und Erholung steht, sollte die Blaue Lagune meiden und stattdessen weitere kleine Buchten der nahezu unbewohnten Insel entdecken. Hier gibt es außer dem Hotel Comino nämlich nur einige Wanderwege und viel, viel Natur. Nur 1700 Meter breit und 2000 Meter lang ist das ehemals von Piraten bewohnte Eiland, das außer einer Kapelle, einer Krankenhaus-Ruine und einem historischen Wachturm keine echten Highlights bietet. Taucher, Windsurfer und Schnorchler sind hier dagegen goldrichtig.

Malta Tipps Blaue Lagune

Gozo – Geheimtipp für Malta-Liebhaber, die Ruhe bevorzugen

Der kleine Hafen von Gozo und die oben auf dem Berg gelegene wunderschöne Cittadella begrüßen alle Ankommenden schon mit einem tollen Anblick. Die Fährfahrt dauert ab Malta ca. eine halbe Stunde. An Deck gibt es freies WLAN und Bänke, auf denen man es sich gemütlich machen kann. Erstes Ziel auf der Rundreise über Gozo sollte der weltberühmte Azur Window im Nordwesten sein. Dieses ist ein Schauplatz in der berühmten HBO-Serie Game of Thrones. Hier ist es sehr voll und touristisch, doch wer auf dem oberen Parkplatz parkt und diesen nicht in Richtung Azur Window, sondern nach oben  rechts verlässt, kommt nach 10 Minuten Fußweg zur kleinen versteckten Dwerja Bay, die zum Sonnen und Schnorcheln einlädt. Ein echter Geheimtipp für alle, die nach dem Menschenauflauf etwas Ruhe suchen. Steintreppen führen am Fels entlang bin hinunter zum glasklaren Wasser.

Malta Tipps Azure Window

Diese 5 Dinge solltet ihr in Gozo auf jeden Fall tun:

  • 1. Einen Tag eine Sonnenliege an der Bucht von Marsalforn mieten. Hier haben die findigen Sonnenschirm-Vermieter Löcher in den Fels gebohrt, in denen die Schirme festen Halt haben. 10€ kosten zwei Liegen plus Schirm für einen ganzen Tag.
  • 2. In Victoria spazieren gehen. Die kleine Stadt hat einen tollen Markt und Kopfsteinpflastergassen, die zum Schlendern einladen. Kleine Geschäfte laden zu einem Bummel ein.
  • 3. Typisch maltesisches Essen probieren. Gerade der Schafskäse von Gozo ist eine echte Delikatesse. Egal ob einfach so oder auf einem frisch zubereiteten Sandwich, hier läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Die maltesischen Weine sind ebenfalls eine Verköstigung wert.
  • 4. Tauchen an der Küste von Gozo. Wer noch keine großen Tauch-Erfahrung hat, kann sich in der Tauchschule Scuba Kings Dive Centre für einen Anfängerkurs anmelden. Der kostet 35€ pro Person und bringt euch bis maximal 6 Meter in die Tiefe.
  • 5. Weingut in Xaghra besuchen. In einer entspannten und freundlichen Atmosphäre kann man hier Weine probieren, erfährt etwas über den Weinanbau in Gozo und wird von den Besitzern rührend umsorgt.
Malta Tipps Mdina
Foto: Kajzrphotography/ shutterstock.com

Plant eure Reise nach Malta

Malta und die Schwesterninseln Gozo und Comino machen einfach Spaß. Der Mix aus der unglaublichen Geschichte der Insel, tollen historischen Bauten, wunderschönen Städten und tollen Stränden mit glasklarem Wasser machen die Inseln zum perfekten Urlaubsort. Die freundlichen Malteser sorgen mit ihrer Hilfsbereitschaft dafür, dass man sich sofort willkommen fühlt. Ihr möchtet den Inselstaat Malta mit eigenen Augen bestaunen? Dann stellt mir eine kostenlose Reisenafrage, ich helfe euch gerne dabei das passende Angebot zu finden. Nun habe ich noch weitere Tipps für eure Urlaubsplanung: