Bei der hübschen Insel Malta denken viele als erstes an einen traumhaften Strandurlaub. Tauch- und Schnorchelausflüge oder auch ein Besuch des berühmten Popeye Village stehen bei vielen Urlaubern weit oben auf der Liste. Mindestens genauso begehrt ist aber auch die entzückende Inselhauptstadt Valletta, die ich euch an dieser Stelle einmal genauer vorstellen möchte.

Valletta – klein aber oho. Obwohl sie flächenmäßig die kleinste Hauptstadt Europas ist, hat die Hauptstadt Maltas eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten, die man an einem einzigen Tag alle gar nicht erkunden kann. Ich verrate euch, welche Highlights ihr euch während eures Besuchs unbedingt ansehen solltet.

Zu Besuch in Maltas Hauptstadt | Sehenswürdigkeiten in Valletta | Shoppen, genießen & Co.

Malta ist wunderschön!

Maltas schöne Hauptstadt Valletta

Ob während einer Kreuzfahrt oder eines Strandurlaubes auf Malta – viele Wege führen in die maltesische Hauptstadt Valletta, die trotz ihrer sehr überschaubaren Größe doch so einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Seit 1980 gehört die gesamte Stadt, die sich auf dem Felsen der Mount Sceberras Halbinsel zwischen den beiden Häfen Marsamxett und Grand Harbour befindet, zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Benannt wurde die Stadt nach ihrem Gründer, dem Großmeister des Ritterlichen Ordens, Jean Parisot de la Valette. Schon kurz nach Baubeginn im Jahr 1566 wurden hier wahre Meisterwerke geschaffen – Festungen, Kathedralen, Paläste und viele weitere beeindruckende Bauwerke schmückten nach und nach die Stadt, dessen Bau bereits nach 15 Jahren vollendet war. Dabei waren die riesigen Mauern und Festungen, die Valletta quasi komplett umhüllen, in erster Linie zum Schutz vor Angriffen gedacht – sehenswert sind sie aber allemal. Ein Ausflug nach Valletta wird euch also so einiges über die spannende Geschichte und Kultur eures Gastlandes lehren. Nicht selten spricht man bei Valletta von einem einzigen großen Freilichtmuseum.

Valletta_Malta capital_harbour_shutterstock_200284016

Beliebte Sehenswürdigkeiten in Valletta

Euren Rundgang durch Valletta solltet ihr am besten direkt vor dem imposanten Stadttor am Tritonen Brunnen beginnen, an dem auch meist die Touristenbusse Halt machen oder in dessen Nähe Reisende ihren Mietwagen parken. Schon hier zücken viele Touristen bereits ihre Kamera, denn das Stadttor und der Brunnen gehören zu den beliebtesten Fotomotiven. Drumherum tummeln sich viele Menschen, die auf dem Weg zum nächsten Café sind oder auch Touristen, die gerne eine Pferdekutschfahrt unternehmen möchten. Von hier aus kann es schließlich weitergehen – am besten zu Fuß, da die Straßen in der Altstadt oftmals sehr schmal sind. Doch bei der überschaubaren Größe Vallettas dürfte das wohl kein Problem sein.

Nächster Stopp ist die St. John’s Co-Cathedral, eine ehemalige Konventskirche der Johanniterritter, die sich mitten im Herzen der Stadt befindet und nur wenige Gehminuten vom Stadttor entfernt ist. Diese von außen eher unscheinbare Kathedrale verbirgt im Inneren wahre Schätze: Kunstvoll verzierte Wände, eine zylinderförmige Decke mit einer einzigartigen Freskomalerei vom italienischen Künstler Mattia Preti und ein mit Gräbern bedeckter Boden versetzen so manch einen Besucher ins Staunen. In diesem Viertel könnt ihr euch gleich eine kleine Kaffeepause gönnen, denn in unmittelbarer Nähe der Kirche befinden sich viele einladende Cafés.

St John’€™s Co-Cathedral interior
Die St. John’s Co-Cathedral von innen. Foto: iStock.com / Anton Zelenov

Weiter geht der Rundgang dann mit dem Großmeisterpalast, dessen prunkvolle Räume oft für Staatsbesuche genutzt werden, aber aufgrund der vielen kostbaren Kunstschätze auch für Besichtigungen zugänglich sind. Neben dem großen Sitzungs- und Ratssaal ist vor allem auch die Waffenkammer interessant, in der rund 6.000 Uniformen und Waffen an die Geschichte der Ordensritter erinnern. Doch nicht nur dieses Gebäude zeugt von der spannenden Geschichte Maltas, auch die Festung Fort St. Elmo ist unbedingt einen Besuch wert. Einst als Schutz vor Angriffen im 16. Jahrhundert errichtet und auch während des Zweiten Weltkriegs als Unterschlupf genutzt, überwacht man von hier aus heute lediglich die Einfahrt zu Vallettas Häfen. Außerdem könnt ihr hier das Nationale Kriegsmuseum besuchen.

Ihr habt immer noch genügend Zeit und möchtet diese nutzen, um weitere beliebte Kirchen und Museen zu besuchen? Dann solltet ihr folgende Sehenswürdigkeiten auch auf eurer Liste stehen haben:

  • Karmeliterkirche – diese ist mit ihrer beeindruckenden Kuppel auf beinahe jedem Postkartenmotiv zu sehen
  • St. Pauli Schiffswrack-Kirche
  • St. Francis of Assisi
  • Lascaris War Room
  • Casa Rocca Piccola
  • Nationalmuseum für Archäologie
  • Museum of Fine Arts
  • Nationalbibliothek von Valletta
  • Rathaus von Valletta

Schlendern, shoppen & mehr – Genießt das maltesische Flair!

Neben all den Sehenswürdigkeiten solltet ihr euch aber auch unbedingt Zeit nehmen, um durch die vielen verwinkelten Gassen der Altstadt zu schlendern, ohne nur auf die großen Bauwerke fixiert zu sein. Denn nur so bekommt ihr den wirklichen Charme der Stadt zu spüren, denn Valletta ist ihrer ursprünglichen Struktur immer noch treu geblieben: schmale Gassen, Barockfassaden, Heiligenstatuen und kleine Springbrunnen. Hier und da findet sich außerdem immer wieder ein hübsches Fotomotiv – ein winziger versteckter, mit Blumen geschmückter Holzbalkon, kunterbunte Fenster und vielleicht auch der ein oder anderen Einheimischen, der seine Mittagspause genießt und genüsslich einen Kaffee schlürft. Schaut einfach hinter die Kulissen dieser prächtigen Inselhauptstadt und genießt das maltesische Flair in vollen Zügen.

Valletta colorful street Malta_shutterstock_256853281

Kleiner Tipp: Sollten euch die vielen steilen Treppen in der Altstadt etwas zu anstrengend werden, dann könnt ihr zwischendurch auch mal ein paar Meter mit dem Aufzug zurücklegen, der euch etwa 1€ pro Fahrt kostet.

Nach einer ausgiebigen Sightseeingtour bietet sich schließlich ein gemütlicher Spaziergang durch einen der grünen Parks an, zu denen zum Beispiel der Upper Barraca Garden, der Lower Barraca Garden oder auch der Hastings Garden gehört. Besonders vom Upper Barraca Garden habt ihr einen herrlichen Panoramablick auf den Naturhafen, den entzückenden Grand Harbour und seine schicken Yachten. Alternativ lege ich, besonderes den Shoppinglustigen unter euch, Maltas sogenannte Prachtstraße Republic Street ans Herz, die sich hervorragend für einen gemütlichen Bummel eignet und von zahlreichen Boutiquen gesäumt ist. Sucht euch anschließend – sofern es die Zeit noch zulässt – ein nettes Restaurant aus, in dem ihr euren Tag entspannt ausklingen lassen könnt.

Wunderschönes Malta – Lust auf mehr?

Na, wie hat euch der kleine Ausflug in Maltas schöne Hauptstadt gefallen? Also ich habe mich einfach nur verliebt in dieses romantische, bunte Städtchen! Wer nun Lust bekommen hat, sich etwas intensiver mit dieser Insel zu beschäftigen, der sollte unbedingt einen Blick in mein Reisemagazin wagen.

Inspiration für euren Malta Urlaub