La Palma ist ein echtes Traumziel für alle Naturliebhaber! Lasst euch von der Kanareninsel verzaubern und taucht ein in eine Welt von bunten Wasserfällen, uralten Wäldern und schwarzen Sandstränden.

Gigantische Vulkanlandschaften, majestätische Berge, tosende Wasserfälle – klingt nach einem Abenteuer, oder? Ja, genau das ist La Palma auch! Freut euch auf die wunderschöne Insel der Kanaren, die mit ihrer einzigartigen Landschaft ihre Besucher oft sprachlos zurücklässt. Was ihr euch hier auf keinen Fall entgehen lassen solltet und ob La Palma sich für euren nächsten Urlaub eignet, das erfahrt ihr spätestens in diesem Artikel.

La Palma – das Naturparadies

Überblick | Unterkunft | Santa Cruz de la Palma | Strände | Aktivitäten 

Mein Fazit

 

Der erste Eindruck

Bei den Kanarischen Inseln fallen euch direkt Gran Canaria, Teneriffa oder Fuerteventura ein, aber von La Palma (eigentlich La Isla de San Miguel de La Palma) habt ihr eher mal beiläufig gehört? Das sollte sich jetzt schnellstens ändern, denn diese wunderschöne Insel könnte sich als eure nächste Lieblingsinsel herausstellen. Zwar findet ihr hier nicht den klassischen Badetouristen, der den ganzen Tag nur am Pool oder Strand faulenzt, das wäre aber auch viel zu schade für dieses Inselparadies. Hier gibt es nämlich eine Menge zu entdecken und erleben – von spektakulären Wanderungen durch Vulkanlandschaften und tosenden Wasserfällen bis hin zu üppig bewachsenen Lorbeerwäldern. Die Natur scheint sich hier ungebändigt auszutoben und ihre wahre Pracht zu entfalten.

Anreise und Klima

Von Deutschland aus findet ihr zum Beispiel ab Düsseldorf oder auch München Direktflüge auf die Insel des ewigen Frühlings, ansonsten werden aber auch viele Flugverbindungen mit einem Zwischenstopp auf die benachbarten Kanareninseln angeboten. Einmal gelandet, sind es nur knappe sieben Kilometer bis in die Hauptstadt Santa Cruz de la Palma, die nicht mit der gleichnamigen Stadt auf Teneriffa zu verwechseln ist. Allein schon der Weg dorthin, entlang der wilden Küste, beschert euch übrigens mit fantastischen Aussichten – ein kleiner Zwischenstopp am Rande der Straße für einen ersten Eindruck und womöglich schon die ersten Urlaubsfotos ist also unumgänglich, das kann ich euch aus eigener Erfahrung sagen. Doch keine Sorge, sobald ihr die Insel bei einem Ausflug oder mit dem Mietwagen auf eigene Faust erkundet, werden euch noch unzählige solcher Fotomotive geboten. La Palma könnt ihr euch übrigens das ganze Jahr über als Reiseziel in eurem Reisekalender markieren, denn auch im Winter fällt das Thermometer selten bis unter die magische 20 Grad Marke.

So findet ihr die richtige Unterkunft

Obwohl La Palma im Gegensatz zu ihren Nachbarinseln noch weniger erschlossen ist, findet ihr hier eine Vielzahl an hübschen Apartments und erstklassigen Hotelanlagen.

Geheimtipp für Sonnenanbeter:

Tazacorte ist die Gemeinde mit den meisten Sonnenstunden auf La Palma. Einheimische sprechen sogar davon, dass es der Ort mit den meisten Sonnenstunden in ganz Europa sei.

Besonders die Orte Los Cancajos, Puerto de Naos und Tazacorte sind bei Touristen sehr beliebt. Sucht euch doch eine Unterkunft umgeben von einzigartigem Panorama, häufig könnt ihr sowohl auf das Meer blicken und zugleich die üppig bewachsene Vulkanlandschaft genießen. Ihr bevorzugt Privatunterkünfte anstelle von klassischen Hotels? Rund um die beliebten Touristenorte findet ihr unzählige Apartments und hübsche Fincas zu erschwinglichen Preisen.

Santa Cruz de la Palma – Kolonialstadt mit Charme

An der Ostküste von La Palma findet ihr Santa Cruz, die Hauptstadt der Kanarischen Insel. Bummelt entlang der historischen Kolonialhäuser, die der Stadt ihr besonderes Flair verleihen. Jeder Schritt durch Santa Cruz ist ein Schritt durch die Vergangenheit.

Alle fünf Jahre findet die „Bajada de la Virgen de las Nieves“ statt, eine feierliche Prozession, die auch heute noch die Menschen auf der ganzen Insel vereint. Falls ihr zu dieser Zeit nach La Palma reisen möchtet, kümmert euch unbedingt frühzeitig um eine Unterkunft, denn diese sind während der Feierlichkeit schon lange vorher ausgebucht. Die nächste Prozession findet erst wieder im Jahr 2020 statt, ihr habt also noch etwas Zeit mit der Urlaubsplanung.

Erkundet während eures Spaziergangs das denkmalgeschützte historische Zentrum oder stattet dem Hafen einen Besuch ab, der früher sogar als einer der wichtigsten Stopps auf der Route zwischen Amerika und Europa galt. Auf der kopfsteingepflasterten Calle Real findet ihr viele Geschäfte und auch alle wichtigen Straßen und Plätze sind durch diese Hauptstraße verbunden. Eine kleine Pause könnt ihr in den vielen Restaurants und Cafés einlegen, die selbstgemachte Tapas und regionalen Wein anbieten. Egal, ob tagsüber oder in den Abendstunden – Santa Cruz ist einfach nur perfekt zum Bummeln, Tagträumen und um sich in der Zeit zu verlieren.

Menschen spazieren durch die Altstadt von Santa Cruz de la Palma.
Foto: iStock.com / Antagain

Strände auf La Palma

Anders als auf einigen anderen Kanarischen Inseln findet ihr auf La Palma statt der typisch weißen Sandstrände überwiegend schwarze Lavastrände. Doch das sollte euch nicht abschrecken, ganz im Gegenteil: An den schwarzen Stränden könnt ihr euch genauso gut entspannen und zudem habt ihr hier ganz viel Platz für euch, denn die überwiegend naturbelassenen Buchten sind um einiges weniger überlaufen, als man es von manch anderen Inseln kennt. Damit euch die Auswahl nicht allzu schwer fällt, möchte ich euch einige der Schönheiten etwas genauer vorstellen – diese Strände solltet ihr euch für euren Urlaub auf La Palma direkt notieren:

  • Los Cancajos: In dem beliebten Urlaubsort findet ihr zwei schöne Badebuchten, an denen der feine Lavasand sanft ins Meer verläuft. Das Meer ist hier ruhiger als an den meisten Stränden der Insel und eignet sich super zum Schwimmen.
  • Puerte Naos: Relaxt im Westen der Insel, freut euch über die hervorragende Wasserqualität und bummelt die Strandpromenade entlang.
  • Tazacorte: Der Strand im Hafenviertel von Tazacorte liegt in einem beliebten Touristenörtchen. Achtet hier aber auf die Farbe der Flagge: An manchen Tagen bäumen sich die Wellen hoch auf und schlagen ungebremst auf die Küste. Weht die rote Flagge, herrscht striktes Badeverbot. Ihr könnt stattdessen durch die Stadt flanieren, vorbei an engen Gässchen oder entlang der wunderschönen Strandpromenade.
  • Charco Verde: Dieser überschaubare Strand im Südwesten der Insel ist nicht ohne Grund der Lieblingsort vieler Einheimischer. Hier könnt ihr entspannt in der Sonne relaxen, den Blick auf die idyllische und sattgrüne Umgebung schweifen lassen und einfach nur das Leben genießen.
  • Playa Nueva: Besonders in den Sommer- und Herbstmonaten ist der Strand zu empfehlen, denn dann gehört er zu den schönsten der Insel. Hier könnt ihr auch viele Surfer beobachten, die auf ihren Brettern sitzen und auf die nächste gute Welle warten.
  • Charco Azul: Hierbei handelt es sich nicht um einen Strand, sondern um ein geschütztes Meerwasser-Becken, in dem ihr vor hohen Wellen sicher seid und unbesorgt in das erfrischende Nass springen könnt.

Die Macht der Naturgewalten

Einheimische nennen La Palma gerne auch „La Isla Bonita“ oder „La Isla Verde“– übersetzt die schöne bzw. die grüne Insel. Diesen Spitznamen hat sie sich aber auch wirklich verdient: Faszinierende Höhlen und Gesteinslandschaften, enge Schluchten und riesige Vulkankrater bestimmen den rauen und wilden Charakter von La Palma.

Roque de las Muchachos: 

Auf dem höchsten Berg der Insel findet ihr eine Sternwarte, die größte der nördlichen Hemisphäre.

Es überrascht mich nicht, dass hier das Herz jedes Wanderers höher schlägt und Naturliebhaber ins Schwärmen verfallen – und das bei Tag und Nacht. Ist die Sonne im Meer versunken, wird es Zeit für ein weiteres, spektakuläres Schauspiel. Denn über La Palma funkeln die Sterne besonders schön, wie eine unendliche Sternendecke liegt der Himmel über der Insel – ein absolut eindrucksvoller Anblick.

Wandern

La Palma wird sowohl anspruchsvollen Bergsteigern als auch Wander-Einsteigern gerecht. Besonders berühmt: der Nationalpark Caldera de Taburiente. Das Herz der Region bildet der gigantische Senkkrater, der einen Durchmesser von unglaublichen neun Kilometern hat und bis zu zwei Kilometer in die Tiefe reicht. Lasst euch auf keinen Fall den wunderschönen Wasserfall der Farben entgehen, der an einer sechs Meter hohen Felswand hinabstürzt. Ihr erreicht diesen wunderschönen Ort, indem ihr eine Abzweigung des Wanderweges durch die Schlucht Barranco de las Angustias nehmt.

Außerhalb des berühmten Nationalparks findet ihr außerdem uralte Lorbeerwälder und Mandelhaine, tiefe Schluchten, Drachenbäume und blühende Gärten. La Palmas Vielfalt wird euch begeistern und jedes Mal erneut überraschen, das kann ich euch versprechen.

Tauchen

Die Vulkaninsel ist auch unter Wasser ein echtes Erlebnis. Das werdet ihr spätestens feststellen, wenn ihr zum Beispiel durch die vielen unterirdischen Höhlen und Torbögen taucht. Da La Palma nicht durch den Tauchtourismus geprägt ist, habt ihr die Divespots meist für eure Gruppe allein und könnt Kugelfische, Barrakudas und bunte Neonfische bewundern.

Draußen zuhause

Natürlich könnt ihr noch viel mehr auf La Palma erleben, es muss nicht immer gleich Wandern oder Tauchen sein. Besucht zum Beispiel während einer Inselrundfahrt die vielen Parks und botanischen Gärten, die euch in eine ganz eigene, bunte Welt entführen. Mein Favorit war der kleine aber feine Plaza de La Glorieta, ein mit bunten Mosaiken, Skulpturen und verschiedensten Pflanzen gezierter Ort in der Gemeinde Los Llanos de Aridane, der entspannter und schöner kaum sein könnte.

Der Plaza De La Glorieta in der Gemeinde Los Llanos de Aridane.
Foto: iStock.com / cinoby

Mindestens genauso schön sind aber auch die Ausflüge auf dem Wasser. Bucht doch einfach eine Segeltour und schippert die Küste entlang oder unternehmt eine spannende Tour mit einem Whale-Watching-Boot, denn auch diese sind auf La Palma keine Seltenheit. So könnt ihr die Giganten der Meere aus unmittelbarer Nähe beobachten – haltet dabei unbedingt auch Ausschau nach Delfinen.

Den schönsten Sonnenuntergang…

…genießt ihr nahe der Salinen „Salinas de Fuencaliente“, im Süden der Insel.

Guru-Tipp: Falls ihr die Insel mit einem Mietwagen erkundet, was ich euch definitiv ans Herz legen kann, dann habe ich noch ein weiteres Spektakel für euch in petto: Den faszinierenden Wolkenwasserfall. Diesen könnt ihr mit etwas Glück mit eigenen Augen bewundern, wenn ihr die Ostküste entlang von El Paso in Richtung Santa Cruz de la Palma fahrt. Absolut beeindruckend! Die beste Zeit dafür ist in der Regel um etwa 10 Uhr morgens, mittags um 12 Uhr oder am Nachmittag, gegen 16 Uhr.

Ein beliebtes Naturschauspiel: Der Wolkenwasserfall auf La Palma.
Ein beliebtes Naturschauspiel: Der Wolkenwasserfall auf La Palma.

La Palma entdecken – wann seid ihr dran?

La Isla Bonita, die schöne Insel, oder auch La Isla Verde, die grüne Insel – Ja, spätestens nach diesem Artikel ist klar, dass sich La Palma beide Namen redlich verdient hat, oder wie seht ihr das? Macht euch selbst ein Bild und lasst euch von der Vulkaninsel in ihren Bann ziehen. Bei meiner aktuellen Themenwoche findet ihr tolle Kanaren-Angebote und jede Menge Inspiration. Mit etwas Glück sitzt ihr schon bald im Flieger und es geht auf die zauberhafte Insel des ewigen Frühlings!

 

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Beitragsbild: iStock.com / cinoby

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