Fremdartige Lavaformationen, schwarze Sandstrände im Kontrast zu weißen Häusern mit grünen Fenstern und Türen und traumhafte, helle Sandstrände mit türkisfarbenem Wasser des atlantischen Ozeans… Lanzarote ist eine Insel voller Gegensätze!

Von Vulkanen, Lavafeldern, schlichtweg einer Mondlandschaft voller abstrakter Farben und Formen bis hin zu malerischen Orten und einzigartigen Sehenswürdigkeiten erstrahlt die kanarische Insel in ihrem ganz eigenen beachtlichen Charme. Insbesondere die erstaunlichen Vulkanlandschaften – über 300 Vulkane – aber auch die beeindruckende Gestaltung durch den Künstler und bekanntesten Sohn Lanzarotes César Manrique zeichnen die viertgrößte Insel der „Islas Canarias“ aus und machen sie zu einem beliebten Reiseziel!

Die Highlights: Meine Lanzarote Tipps

César Manrique | Der Timanfaya NationalparkFundación de César Manrique | Jameos del Aqua | Jardín de Cactus | Freizeitaktivitäten | Die schönsten Strände

Lanzarote Tipps

César Manrique – Ein Künstler erobert die Insel

Fangen wir mal an mit dem Mann, der vor allen anderen einen wichtigen Teil zu dem Erscheinungsbild der Insel beigetragen hat – César Manrique (1919-1990)! Viele der ansehnlichen und bemerkenswerten Ecken Lanzarotes wurden nämlich von eben diesem Bildhauer und Architekten gestaltet. Ohne den Künstler würde die Vulkaninsel, die durch zahlreiche Vulkanausbrüche entstanden ist, nicht diesen einzigartigen Charme besitzen! Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man überall auf den Namen „César Manrique“ stößt und seine Meisterwerke betrachten kann.

Cesar Manrique’s home

Viele Kreisverkehre sind mit kreierten Windspielen des Künstlers geschmückt. Doch der bekannteste Sohn Lanzarotes sorgte nicht nur für die künstlerischen Elemente, sondern setzte sich ebenso dafür ein, dass die traditionelle Bauweise der Insel aufrechterhalten wurde. Somit schaffte er es durchzusetzen, dass es keine Häuser auf Lanzarote gibt, die höher als drei Stockwerke sind! Überdimensionale Hotelbunker und ein hohes Gebäude nach dem nächsten werden hier vergebens gesucht.

Timanfaya Nationalpark – Das vulkanische Herz von Lanzarote

So, dann will ich euch mal nicht weiter auf die Folter spannen! Los geht’s mit der ersten eindrucksvollen Sehenswürdigkeit der Insel mit vulkanischem Herzen – dem Nationalpark Timanfaya. Etwa 50 km² nimmt der Park mit seinen spektakulären Landschaften von der knapp 845 km² großen Insel in Anspruch. Im Ort Yaiza gelegen, besticht der Timanfaya unter anderem mit 180 verschiedenen Pflanzenarten die Augen seiner Besucher. Und nicht nur das: Dort befinden sich auch etwa 100 Feuerberge – Montanas del Fuego –, die einst dafür sorgten, dass ein Viertel der Insel mit Lava bedeckt worden ist! Ehemals fruchtbares und landwirtschaftlich genutztes Land wurde gemeinsam mit mehreren Dörfern von einer meterdicken Lavaschicht überflutet, sodass noch heute ein Teil der Insel wie eine unberührte Mondlandschaft erscheint! Je nachdem, wie die Sonneneinstrahlung und Außentemperatur ist, sorgen aber auch ebendiese Feuerberge für einen faszinierenden Anblick, wenn sie in ihren vielen Farben von Feuerrot bis Tiefschwarz erstrahlen.

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Und jetzt aufgepasst, meine Lieben, ich verrate euch mein ganz persönliches Highlight in dem Park, der „Islote de Hilario“. Man steht vor einer Erdöffnung und ein erfahrener Guide gießt ein wenig Wasser in ebendiese Öffnung. Was dann passiert, ist einfach nur unbeschreiblich! In der Bodenöffnung herrscht eine unsagbare Hitze, sodass das Wasser innerhalb weniger Sekunden derartig erhitzt und durch eine enorme Kraft ruckartig als Fontäne nach oben geschossen wird! Glaubt mir, dieser Moment war einfach nur atemberaubend und unvergesslich!

Fundación de César Manrique

Ebenfalls einen Besuch wert ist die Stiftung von César Manrique, die in seinem ehemaligen Wohnhaus untergebracht ist. Inmitten eines schwarzen Lavafeldes liegt der unterirdische Palast des Architekten, markiert durch ein farbenfrohes Windspiel. Als Manrique 1968 mit dem Bau begann, nutzte er versteinerte Gasblasen im Vulkangestein als Basis für sein Domizil. Touristen erwartet bei einem Besuch zunächst der Anblick eines wundervoll gestalteten Gartens mit Mosaiken und einem kleinen Pool. Im Obergeschoss befinden sich außerdem ein heller Ausstellungsraum, wo Gemälde von vorwiegend spanischen Malern bewundert werden können. Über eine Wendeltreppe geht es schließlich unter die Erde hinein in den Palast. Dort wurden fünf natürliche Vulkanblasen, die durch Höhlengänge miteinander verbunden sind, zu einzigartigen Räumen gestaltet. Ein Erholungsraum, ein Schwimmbecken und eine kleine Tanzfläche befinden sich in diesem prachtvollen Unterbau.

Jameos del Aqua

Schonmal von den „Jameos del Aqua“ auf Lanzarote gehört? Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird es jetzt aber Zeit! Hierbei handelt es sich nämlich um eine geöffnete Höhle mit einem Restaurant, Schwimmbecken und sogar einem Konzertsaal. Die sogenannten kreierten Wasserhöhlen des Künstlers César Manrique stellen eine wahre Touristenattraktion auf der Insel dar. Über eine Treppe aus Holz und Vulkangestein gelangen Besucher in den ersten Hohlraum einer offenen Lavablase und treffen dabei auf ein Restaurant sowie ein kreatives Zusammenspiel von Musik, Pflanzen, Licht und Wasser. Während eines köstlichen Essens könnt ihr zunächst eure hungrigen Bäuche füllen und dabei einen wundervollen Blick auf den unterirdischen Salzsee in der Grotte genießen. Eine andere Steintreppe führt schließlich wieder an die Oberfläche zurück und gewährt einen Blick auf die „Jameo Grande“ – ein Schwimmbecken mit kristallklarem Wasser, umsäumten Palmen und mit einem Hauch Karibikfeeling. Dort befindet sich am Ende auch eine weitere Höhle mit dem besagten, eindrucksvollen Konzertsaal. Insgesamt 600 Gäste können dort Platz finden und in einer einzigartigen Atmosphäre Konzerte oder Ballettveranstaltungen erleben.

Jameos del Agua, Lanzarote
Foto: iStock.com / Karol Kozlowski

Jardín de Cactus

Da ich euch nicht alle Sehenswürdigkeiten um die Ohren hauen möchte – Lanzarote ist wirklich vielfältig – komme ich nun zum letzten Highlight der schönen kanarischen Insel. All diejenigen unter euch, die Kakteen lieben, sollten nämlich mindestens einmal dem „Jardín de Cactus“ einen Besuch abstatten. In diesem überwältigenden botanischen Garten am nördlichen Stadtrand von Guatiza sind nahezu 1.400 Arten und mehr als 10.000 Exemplare stacheliger Blütenwunder angesiedelt. Über verschiedene gepflasterte Pfade und Treppen wandert ihr durch ein wahres Paradies und könnt in der 5.000 m² großen Gartenanlage Kakteen entdecken, die ihr zuvor garantiert noch nicht gesehen habt! Darüber hinaus ist der Garten übrigens das letzte Werk des Künstlers César Manrique aus dem Jahr 1991, bevor er ein Jahr später bei einem Verkehrsunfall gestorben ist.

Cactus garden with windmill

Tolle Freizeitaktivitäten auf der kanarischen Insel

Huch, da guckt mir doch auf einmal ein Kamel über die Schulter! Ihr lacht, aber ja, auch das ist auf der Kanarischen Insel möglich, und zwar wenn ihr beim Kamelreiten seid. Denn Lanzarote hat nicht nur verschiedene Sehenswürdigkeiten zu bieten, sondern auch tolle Freizeitaktivitäten. An den besagten Feuerbergen in dem Timanfaya Nationalpark können sich Touristen an der Dromedar-Station „Echadero de los Camellos“ auf einen Ritt mit Kamelen freuen. In einer Karawane laufen die Tiere durch den Sand und gewähren dabei einen wundervollen Blick auf die Vulkane des Nationalparks. Eure neuen Freunde, die Dromedare, tragen eine spezielle Sitzkonstruktion, auf der jeweils zwei Leute Platz finden. Vorsicht: Es ist leicht wackelig, besonders das Auf- und Absteigen, wenn die Kamele mit ihren Beinen in die Hocke gehen! ;)

„Lanzarote, Canary Island“
Foto: iStock.com / fotofritz16

Wer nicht so auf  Dromedare steht, sondern eher auf Meerestiere, sollte dem Aquarium von Lanzarote einen Besuch abstatten. Hier wartet das größte Aquarium der Kanaren mit seinen 22 Becken und hunderten von verschiedensten Meerestieren. Tigerfische, Doraden oder auch Clownfische können ebendort betrachtet werden. Außerdem gibt es sogar drei Streichelbecken, wo Besucher beispielsweise die Seegurke oder den Seestern anfassen und auf Tuchfühlung gehen können.

Auch Wassersportfans erwartet ein breites Freizeitangebot, denn hierfür ist Lanzarote ein wahres Paradies! Das warme Wasser des atlantischen Ozeans bietet schlichtweg großartige Bedingungen für alle Arten von Wassersport – ob Segeln, Tauchen, Fischen, Jet Skiing oder Katamaran fahren… Während die Südküste eher zum Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln geeignet ist, lädt die Nordküste zum Windsurfen und Kitesurfen ein. Überall an der Küste stehen den Reisenden Schulen zur Verfügung, um ihnen das Surfen beizubringen und unvergessliche Stunden voller Spaß im Wasser zu verbringen. Unvergesslich ist jedoch auch ein Tauchgang in der vulkanischen glasklaren Unterwasserwelt der Insel, wo ihr jede Menge Fische und Korallen beobachten könnt.

Malibu Surfen

Wer auf Action steht und die Insel in rasender Geschwindigkeit, aber auch mit all ihren Facetten kennen lernen will, der bucht einen Jeep-Ausflug über die Insel. Ihr seid fast den ganzen Tag unterwegs und fahrt ab und zu auch mal offroad. Ein super Erlebnis, bei dem ihr viel entdeckt und auch viel Interessantes von eurem Tourguide erfahrt.

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Die schönsten Strände von Lanzarote

Sehenswürdigkeiten, Freizeitaktivitäten und was ist mit Sonne, Strand und Meer? Natürlich kommen auch diese nicht zu kurz bei einem Urlaub auf Lanzarote und ich will euch ja auch nicht länger die schönsten Strände vorenthalten, also legen wir mal los! ;) Trotz des vulkanischen Ursprungs hat nämlich auch diese Insel viele Strände zu bieten bei seiner knapp 100 km langen Küstenlinie. Alle eingerechnet, gibt es rund 100 Strände, wovon ein Drittel ansehnliche Sahara-Strände, ein Drittel schwarze Vulkanstrände und wiederum ein Drittel steinige und weniger zum Baden geeignete Strände darstellen! Wer aber auf der Suche nach traumhaften feinsandigen Stränden an dem wundervollen glasklarem Meer ist, der sollte auf jeden Fall in Richtung Südküste fahren. Im Süden der Insel wartet nämlich ein wahres Paradies auf euch!

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Starte ich mal mit dem touristischen Zentrum der Insel – Puerto del Carmen. Neben einer Reihe Restaurants, Bars und Souvenirshops erstrahlt der Ort mit einer kilometerlangen, hellsandigen Strandseite zur Meerseite hin, wo ein Traum an Badestränden auf Urlauber wartet. So ist unter anderem der ruhig gelegene Playa Chica ein romantischer und zugleich ideal zum Schnorcheln geeigneter Strand. Für Familien mit Kindern bietet sich vor allem der Playa Grande gut an. Kleine, von Klippen unterbrochene Buchten und ruhiges Wasser erweisen sich als sehr reizvoller Ort zum Entspannen in der Sonne und auch zum Schwimmen.

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Den längsten Strand von Puerto del Carmen stellt der Playa de los Poscillos mit einer Länge von knapp zwei Kilometern dar. Hier erwartet Reisende ein Sandstrand der Extraklasse mit feinstem Sand und flachem Wasser. Darüber hinaus hat man von diesem Strand aus einen eindrucksvollen Ausblick auf den Ort und die Berge im Hinterland. Einen der schönsten Strände der Insel findet man an der Playa Dorada in Playa Blanca. Zwar künstlich angelegt, aber dennoch mit goldgelben Sand, lädt das herrlich klare Wasser zum Baden im Wasser ein. Zahlreiche angesiedelte Restaurants, Kiosks und Bars versorgen euch mit Snacks und Drinks und  laden ein zu einer kleinen Auszeit von der Sonne zwischendurch! Ein besonderes Strand-Highlight ist auch der künstlich angelegte Playa Reducto mit tollen Palmen und türkisblauem Meer!

Traumkulisse mit besten Aussichten

Zum Ende hin habe ich mir das Beste für euch aufbewahrt, und zwar die Playas Papagayo – ein Traum aus Felsbuchten, hellem Sandstrand und schimmerndem Wasser. Hierbei handelt es sich um sieben weiße Sandstrände, die durch Lavafelsen voneinander getrennt sind und ein Paradies für einen unvergesslichen Strandtag darstellen. In dem türkisfarbenen Wasser kann man sich nach einem Sonnenbad herrlich erfrischen und anschließend im Sand entspannen. Dabei können die Besucher des Strandes einen hervorragenden Blick auf die 10 km entfernte Nachbarinsel Fuerteventura genießen. Zu den sieben Stränden gehören unter anderem die malerische halbrunde Bucht Playa de Papagayo als auch die Playa de Mujeres und die Playa de las Colorados.

Playa de Papagayo (Parrot’s beach) on Lanzarote, Canary islands,

Einen Tipp habe ich mir jedoch noch für’s Ende aufgehoben: Ihr solltet unbedingt einmal im Frühling nach Lanzarote fliegen, dann erstrahlt die sonst so schwarze Insel durch die blühenden Pflanzen in einem prachtvollem Grün! Ein komplett anderes Bild, aber wen wundert es – Lanzarote ist die Insel der Gegensätzlichkeiten! Auch Lanzarotes Nachbarinseln sind definitiv sehenswert: Schaut euch daher auch die Reisemagazin-Artikel „Gran Canaria: Weiße Sandstrände, malerische Küstenorte und faszinierende Dünenlandschaften“ und „Fuerteventura Tipps: Bizarre Landschaften und paradiesische Strände“ an und lasst euch von den Kanarischen Inseln verzaubern.

Alles für eure Reise im Überblick: