Was verbindet ihr mit Mallorca? Das übliche Klischee der jungen Partytouristen, die in ihren Sommerferien oder auch während der Abschlussfahrt mit der Fußballmannschaft all ihre Hemmungen fallen lassen und wilde Partys an den Stränden von S´Arenal und Palma de Mallorca feiern?

Oder vielleicht das Bild einer vielfältigen Insel, die zum Wandern, Radfahren und Erholen einlädt? Das Schöne an der Baleareninsel ist, hier bekommt ihr beides – und das keine 3 Stunden Flug von uns entfernt. An einem ganz gewöhnlichen Wochentag landen am Flughafen Palma de Mallorca mehr als 100 Maschinen aus Deutschland. Allein der Flughafen Düsseldorf frequentiert Mallorca öfter am Tag, als so mancher Bus in einer deutschen Kleinstadt fährt.

So können Kurzentschlossene häufig innerhalb von ein paar Stunden einen Platz im Flieger ergattern und sogar einfach mal fürs Wochenende eine Inselauszeit nehmen. 30 Grad und schönster Sonnenschein locken hier im Sommer. So könnt ihr in der Sonne liegen und Ausflüge nach Palma de Mallorca oder in die anderen Dörfer und Städte machen. Ich bin ein echter Mallorca-Fan. Seit meinem ersten Besuch vor mehr als 10 Jahren habe ich versucht, jedes Jahr einige Tage hier zu verbringen, denn die vielfältige Landschaft und die wunderschönen Strände und Buchten sorgen dafür, dass man innerhalb kürzester Zeit in den Urlaubsmodus schaltet. Mallorca ist beliebt bei Jung und Alt, Ruhesuchenden und Partytouristen, Deutschen, Briten und allen anderen, die sich Sonne satt und eine schöne Zeit wünschen. Ich möchte euch zeigen, was es in der Inselhauptstadt Palma und im Westen der Insel zu sehen und zu entdecken gibt. Eine wunderschöne Altstadt, ein Gebirge mit atemberaubenden Aussichten und angesagte Beachclubs erwarten euch hier.

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Palma – Inselhauptstadt mit Kleinstadtflair

Palma ist mit 500.000 Einwohnern unumstritten das Zentrum der Insel, denn hier gibt es nicht nur viele Hotels aller Preisklassen, sondern auch den Hafen Port de Palma, an dem täglich mehrere Kreuzfahrtschiffe anlegen. Außerdem steht hier das Wahrzeichen der Insel – die berühmte Kathedrale der Heiligen Maria, die im Volksmund auch La Seu genannt wird. Wer mit dem Taxi oder Bus die 20 Minuten vom Flughafen Richtung Innenstadt fährt, wird beeindruckt sein von der imposanten Kirche, deren Hauptschiff mehr als 75 Meter lang ist. Gerade in der Dämmerung bietet sie ein imposantes Bild. Wer die Zeit hat, sollte unbedingt einen Blick hineinwerfen, denn hier findet ihr sogar einige Arbeiten vom berühmten Architekten Gaudí. Ab 10 Uhr ist die Kirche für Besucher geöffnet. Direkt nebenan steht der Palast Palau de l`Almudaina. Hier residiert der jüngst zum König gekrönte Felipe mit seiner Familie während des Sommers. Deshalb können auch nicht alle Teile des Palastes besichtigt werden. Der Eintritt ist nicht ganz günstig, doch die königlichen Gemächer und der Garten S`Hort del Rei sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier könnt ihr euch vom Trubel rund um die Kathedrale erholen und einfach mal zwischen Orangenbäumen und Zypressen zu den vielen Springbrunnen schlendern.

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Ähnlich imposant ist das Castell Bellver, das über der Stadt thront. Von der Hafenpromenade gibt es einige kleine Gassen, die zum Schloss führen. Der Weg ist etwas beschwerlich, aber wenn ihr erstmal oben seid, habt ihr den besten Blick über den Hafen und die ganze Stadt. Besonders in der Dämmerung zeigt sich, warum das Castell den Beinamen Bellver (Schöne Aussicht) trägt. Wenn abends die Fledermäuse um die Mauern flitzen und die Sonne langsam untergeht, herrscht hier eine ganz besondere Stimmung.

Besonderes Flair in der Altstadt von Palma

Palma hat eine wunderschöne Altstadt, die sich vom Meer bis hin zum Parc de les Estacions erstreckt. Hier könnt ihr alles finden, was das Herz begehrt. Es ist mehr als leicht, sich in den schmalen Gassen zu verirren, aber das macht eigentlich gar nichts, denn so entdeckt man erst die vielen kleinen Boutiquen und Delikatessenläden der Inselhauptstadt. Wenn ihr euch die Nasen an den Schaufenstern der Designerläden plattdrücken oder auch mal den Schritt hineinwagen wollt, solltet ihr unbedingt Richtung Avinguda Jaume III und Passeig des Born schlendern. Immer wieder lohnt sich ein Blick hoch zu den Fassaden der vielen Jugendstilbauten.

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Es ist die Mischung zwischen den schmalen, so typischen Altstadtbauten und den von Gaudí inspirierten Fassaden, die die Stadt so einzigartig machen. Ausgehend vom Plaça Major könnt ihr in jede Richtung ausschwärmen und viele Cafés, Geschäfte und Restaurants entdecken. Ich habe euch die derzeit beliebtesten Restaurants herausgesucht, damit ihr beim nächsten Besuch genau wisst, wohin ich euch wenden müsst, wenn ihr mittags oder abends nach einem anstrengenden Tag bei einem Glas Wein und authentischen spanischen Leckereien entspannen wollt.

Tapas und Paella

Die beste Paella gibt es – und das ist unumstritten – mittags am Stand der „Bar Joan Frau“ in der Markthalle von Santa Catalina. Im diesem Szeneviertel müsst ihr hoffen, einen Dienstag, Donnerstag oder Samstag zu erwischen, denn nur dann kommt ihr in den Genuss einer wirklich leckeren und authentischen Paella. Dieser Stand in der Markthalle ist kein Geheimtipp und so solltet ihr folgenden Trick anwenden, wenn ihr eine Portion abbekommen wollt: Geht am besten vormittags am Stand vorbei und reserviert euch für ca. 12 Uhr eine Portion. Danach könnt ihr dann eine gemächliche Runde durch die Markthalle drehen und euch mit frischem Obst aus der Region eindecken. Dann kommt ihr wieder zurück und könnt so richtig schlemmen. Es gibt nur 8 Sitzplätze auf kleinen Hockern, also wundert euch nicht, wenn es nicht übermäßig gemütlich ist.

Tapas Mallorca Spanien

Abends hingegen solltet ihr es euch in einer der vielen Tapas-Bars bequem machen. Denn es geht doch nichts über ein Glas Wein und eine kleine, feine Auswahl unterschiedlicher Tapas. Sehr traditionell und familiär geht es im Toque de Queda (Calle Can Cavalleria 15b) zu. Der etwas unscheinbaren Fassade sieht man nicht an, dass es hier echte spanische Spezialitäten gibt. Das kleine Restaurant ist immer gut besucht, es bietet sich an, einen Tisch für den Abend zu reservieren. Bedenkt bitte, dass es hier nicht so üblich ist wie bei uns, nach dem Essen noch lange am Tisch sitzen zu bleiben. Deshalb kann es passieren, dass ihr nach dem Essen aufgefordert werdet, euren Platz gemächlich zu räumen. Das ist kein Zeichen von schlechter Gastfreundschaft, sondern einfach so üblich. So kommen alle Wartenden nach euch auch noch in den Genuss der leckeren Tapas. Setzt euch einfach in die nächste Bar, dann bekommt ihr auch gleich viel mehr mit von der abendlichen Ausgehkultur in Palma de Mallorca.

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 Städtereiseziel Palma

Wenn ich mich so durch die verschiedenen Hotelangebote klicke, so fällt eines immer wieder auf: Neben den typischen Hotels gibt es auch immer mehr stylische Designhotels, die entweder mit puristischem Design oder urigem Charme überzeugen. Die Auswahl ist riesengroß, aber gerade im Moment schaffen es Hotels oder auch Ferienwohnungen mit großzügigen Dachterrassen oder kleinen gepflegten Hinterhöfen zu überzeugen. Denn hier ist man Teil der Stadt und kommt in direkten Kontakt mit den Nachbarn. Palma ist längst nicht mehr nur ein Ziel für den obligatorischen Tagesausflug, wenn man in den Nachbarregionen am Strand untergebracht ist. Auch als Ziel für eine echte Städtereise hat sich Palma für mich bewährt. Denn eigentlich sind die Bedingungen für einen Städtetrip hier optimal: Es gibt täglich hundert Flüge aus ganz Deutschland nach Palma, der Flughafen ist nur 20 Minuten von der Innenstadt entfernt und wenn man einige Tage Zeit hat, kann man sogar noch den einen oder anderen Nachmittag in einer der vielen Buchten der Insel verbringen. Alle schönen Ziele sind weniger als eine Stunde entfernt.

Beachclubs

Palma hat aber nicht nur naturbelassene Strände zu bieten, es haben sich auch einige schicke Beachclubs angesiedelt, die denen auf der Partyinsel Ibiza oder in Saint Tropez in nichts nachstehen. Ich kann euch einen dieser exklusiven Clubs guten Gewissens empfehlen. Der Puro Beach Club, der in der Nähe des Flughafens von Palma liegt, ist ein Beispiel für die modernen und stylischen Clubs, in denen man es sich so richtig gut gehen lassen kann. Entlang eines schönen Pools könnt ihr es euch auf weißen Liegen unter Sonnenschirmen gemütlich machen und den anderen Gästen beim Sonnenbaden und Schwimmen zuschauen. Es gibt sogar eine Anlegestelle für Boote. Der Eintritt in den Club kostet euch in der Hauptsaison 35€, dabei inklusive ist ein Obstkorb, After-Sun-Lotion und ein Smoothie. Keine ganz preiswerte Angelegenheit, aber wenn ihr nur wenig Zeit habt und euch an einem Tag eures Urlaubs mal wirklich was gönnen möchtet, dann ist der Puro Beach Club genau das Richtige für euch. Abends gibt es immer wieder Partys mit angesagten DJs. Rund um die Insel findet ihr noch weitere ähnliche Angebote. Lasst euch nicht von den Preisen abschrecken, denn für einen Abend in einem der vielen Nachtclubs der Insel seid ihr auch schnell mal ähnlich viel Geld los. So verlagert ihr die Party nur auf den Vor- und Nachmittag.

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Sant Elm und das Tramuntana-Gebirge

Entlang der Küste geht es gen Westen mit dem Auto über kurvige Straßen in Richtung des kleinen Ortes Sant Elm. Auf dem Weg in den Südwesten kommt ihr an den vielen schönen Villen und Ferienwohnungen der wohlbetuchten Einwohner der Insel vorbei. Port Andratx ist eine der beliebtesten und exklusivsten Gegenden Mallorcas. Macht einen Abstecher zum Hafen, da gibt es immer die eine oder andere Yacht zu bewundern und die Flaniermeile kann sich auch sehen lassen. Wenn ihr dann genug habt, fahrt ihr einfach weiter nach Sant Elm – ein idyllisches Dorf am Ende einer Serpentinenstraße. Hier könnt ihr euer Auto mal auf Herz und Nieren testen. Aber in den Kurven ist immer Vorsicht angebracht, denn die Strecke ist gerade bei Rennradlern sehr beliebt. Bergab kann ich die Mühen der Fahrer ja verstehen, aber am Ende des Tages müssen die vielen Kurven bergauf bezwungen werden. Da lobe ich mir einen Mietwagen.

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Sant Elm ist ein ehemaliges Piratenparadies mit knapp 100 Einwohnern, in dem man wunderbar in einem der kleinen Restaurants sitzen und Mittagessen kann. Die vorgelagerten Inseln Sa Dragonera und Illa Es Pantaleu dürfen sogar von Besuchern betreten werden. Wenn euch der Sinn nach einem Stopp am Strand steht, bietet euch Sant Elm perfekte Bedingungen. Es gibt gleich gegenüber dem öffentlichen Parkplatz einen kleinen Sandstrand, der wegen der etwas abgeschiedenen Lage des Dorfes auch im Sommer immer noch ein freies Plätzchen bietet. Wenn ihr euch sportlich betätigen wollt, könnt ihr auch einfach in Port Andratx parken und dann bis nach Sant Elm wandern. Der Wanderweg führt euch entlang der Küste und bietet außergewöhnliche Aussichten auf die Küste und das türkisfarbene Mittelmeer.

 Sóller und Biniaraix im Westen von Mallorca

Wer seine Zelte in oder rund um Palma aufschlägt, für den ist ein Ausflug ins Tramuntana-Gebirge ein Muss. Ihr habt die Möglichkeit mit dem „Roten Blitz“, der Eisenbahn, die mehrmals täglich von Palma Richtung Sóller startet, in die Berge zu fahren. Diese Strecke ist bei Touristen besonders beliebt, weil man hier ganz gemütlich im Abteil sitzen und sich sie wunderschöne Landschaft anschauen kann. Sóller ist malerisch, aber eben sehr touristisch. Hier findet ihr eine Eisdiele, in der ein deutscher Auswanderer das Eis für seinen eigenen Laden, aber auch für viele Hotels auf der Insel herstellt. Außerdem betreibt er eine Werkstatt, in der Mallorquiner mit Handicap die Möglichkeit haben, Konfitüren aus Zitrusfrüchten der Region herzustellen und so ihren eigenen Unterhalt zu verdienen. Ein tolles Projekt, das ihr ganz einfach unterstützen könnt, indem ihr den Daheimgebliebenen eine Konfitüre mitbringt.

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Wer die 40 Minuten Richtung Sóller mit den Auto zurücklegt, kann sich nach dem Stopp im Ort weiter Richtung Biniaraix aufmachen. Hier scheint die Zeit komplett stehen geblieben zu sein. Anders als im Nachbardorf Fornalutx ist es hier jedoch auch im Sommer idyllisch und keineswegs touristisch. Hier kann es euch allerdings auch mal passieren, dass keiner der Dorfläden geöffnet ist, wenn euch der Sinn nach einem Mittagessen steht. Vielleicht hält man dann gerade Siesta. Dann hilft es nichts, legt euch einfach auch ein Stündchen unter einen Baum in den Schatten und wartet ab, was der Tag wohl noch bringen mag. Es ist ja Urlaubszeit. Da ist mein Motto: „Alles können – nichts müssen!“

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Wanderungen im Tramuntanagebirge

Getreu dem Motto könnt ihr, wenn ihr wollt, eine geführte Wanderung ins Gebirge unternehmen. Es gibt deutschsprachige Wanderführer, die euch durch die einmalige Bergwelt begleiten und euch so das von der UNESCO als „besonders schützenswertes Welterbe“ bezeichnete Gebirge näherbringen. Besonders zu empfehlen sind die Touren der deutschsprachigen Guides von Mallorca Muntanya. Alle Guides sind echte Mallorquiner und bieten ihren Gästen actionreiche oder auch entspannte Wanderungen in diesem wunderschönen Gebirge an. Tagestouren mit Guide kosten 49€, dafür bekommt ihr aber auch eine Menge geboten.

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Häufig gibt es ein typisch mallorquinisches Mittag- oder Abendessen auf einer Finca mitten in den Bergen. Es lohnt sich allemal, denn hier seht ihr, wie abwechslungsreich Mallorca ist. Das Schönste an allen Ausflügen ist aber, dass die Wege nie besonders lang sind, denn nach eurem Ausflug ins Gebirge seid ihr innerhalb von knapp 40 Minuten wieder zurück in Palma und könnt den Abend bei einem Glas Wein oder einem spanischen Cerveza in der Altstadt ausklingen lassen.

Ich hoffe, ich konnte euch den Westen unserer Lieblingsinsel ein wenig näher bringen. Wenn ihr jetzt auch richtig Lust auf einen Mallorca Urlaub bekommen habt, solltet ihr einen Blick in meine Mallorca Deals werfen, oder mir eine kostenlose Reisenafrage schicken!

 

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