Wow, ich glaube, ich habe das Paradies gefunden! Nein, es handelt sich dieses Mal nicht um ein typisches Urlaubsparadies mit schneeweißem Sandstrand und Palmen, sondern vielmehr um eins, in dem man tatsächlich leben kann, gerne auch für immer. Das Leben ist hier einfach anders, irgendwie cooler.

Surfers Paradise ist eine kleine Stadt an der Ostküste Australiens. Im Herzen der Gold Coast ist die City das Las Vegas von Down Under. Aus dem ganzen Land reisen Brides und Grooms-to-be nach Surfers – wie die Stadt liebevoll genannt wird – um ihre letzten Nächte in Freiheit zu betrinken. Aber Surfers Paradise hat noch viel mehr zu bieten als nur heißes Nightlife. Kilometerlanger weißer Strand, tropische Regenwälder, spektakuläre Freizeitparks, Universitäten, und – das wohl genialste überhaupt – 365 Tage Sonne in your face.

Dass ihr unbedingt nach Surfers Paradise reisen wollt, steht gar nicht zur Diskussion. Ich habe lange Zeit in Surfers Paradise verbracht, kenne viele der wunderschönen Ecken der Stadt. Was ihr hier genau erleben könnt, welche spektakulären Ausflüge sich lohnen, und warum Surfers Paradise wohl eine der coolsten Städte der Welt ist, ja… das erzähl ich euch jetzt – geniale Insidertipps inklusive!

Surfers Paradise

Anreise | Aktivitäten in Surfers | Naturspektakel | Surf-Hotspots

Restaurants & Pubs | Heißes Nachtleben

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Eure Anreise ins Paradies

Surfers Paradise liegt ziemlich mittig an der australischen Ostküste, knapp eine Stunde südlich von Brisbane. Die Küste wird liebevoll auch „Gold Coast“ genannt – goldene Küste – wegen ihres kilometerlangen gold-puderigen Sandes. Entscheidet ihr euch für einen Abstecher in das kleine Paradies, empfiehlt sich, den Flughafen in Brisbane anzusteuern. Hierhin fliegen Airlines wie Emirates, Quantas und Lufthansa aus der ganzen Welt. Seid ihr aber schon in Australien unterwegs, oder kommt vielleicht gerade aus Asien, dann solltet ihr die Flüge zum Gold Coast Airport checken, hier fliegen hauptsächlich Billig-Airlines hin, da zahlt ihr manchmal von Singapur hierhin gerade einmal 100$.

Vom Brisbane Airport nehmt ihr einfach die Airport Line bis zur Haltestelle „Nerang“. Von dort fahren regelmäßig Busse, etwa der 740er, ins Stadtzentrum. Das dauert etwas mehr als zwei Stunden. Der Gold Coast Airport liegt südlich von Surfers in der kleinen Stadt Bilinga. Von hier aus steigt ihr in den Bus 761 oder 777 und seid innerhalb von 45 Minuten an der Ferny Avenue mitten in Surfers Paradise. Über translink.com.au könnt ihr euch über alle Verbindung in Queensland informieren.

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Spannende Aktivitäten in Surfers Paradise

Während die Aussies hauptsächlich hierhin kommen, um ordentlich zu feiern, zieht es Touristen aus aller Welt an wegen der sensationellen Kombination aus schönstem Strand, Freizeitparks, Surfevents und natürlich auch heißen Partys. Hier meine ultimative 7 Things-to-do-Liste für euren Trip nach Surfers Paradise – gemessen an Tourifavoriten und Guru-Geschmack.

Number 1: Freizeitparks
In Surfers Paradise gibt es unschlagbare vier Abenteuerparks: Dreamworld, Movie World, White Water World und der größte und feuchteste unter ihnen, Wet n Wild. Nur wenige Minuten weiter nördlich von der Stadt könnt ihr problemlos mit dem Theme Park Express hierhin fahren. Welcher von den Vieren der coolste ist, kann ich euch gar nicht sagen. Es gibt riesige Achterbahnen, noch nie gesehene Wasserrutschen und echt einen Adrenalin-Kick nach dem anderen… Habt ihr Bock auf gleich mehrere Parks, empfehle ich euch den 7-Day Holiday Pass. Für 84$ habt ihr 7 Tage freien Eintritt in drei Freizeitparks – das lohnt sich definitiv.

Number 2: Whale Watching
Wenn es irgendwie möglich ist, solltet ihr unbedingt zwischen Mai und November in Surfers Paradise landen. Denn dann zeigen sich vor der Küste majestätisch-wunderschöne Wale. Ab und an kann man sie selbst vom Strand aus sehen, wenn sie ihre Wasserfontäne hoch schießen. Noch viel besser klappt das aber von einem Boot aus. Whales in Paradise nennt sich der Anbieter, mit dem ihr in Surfers eine Whale Watching Tour starten könnt. Dreimal täglich wird auf’s Meer hinaus gefahren. Hundertprozentige Garantie geben die Betreiber, sonst gibt’s das Geld zurück. Eine Tour kostet hier rund 100$. Wenn ihr eine Tour buchen wollt, lauft am besten durch die kleine City von Surfers, hier gibt es etliche Stände, wo ihr die Tour buchen könnt, und es wird euch zusätzlich der Eintritt ins Sea World spendiert. Es lohnt sich definitiv, denn Wale hautnah erleben, ist nicht von dieser Welt.

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Whale Watching in Surfers Paradise. Foto: facebook.com/WhalesInParadise

Number 3: Schoolies Week
Die größte und krasseste Party in Surfers Paradise steigt während der so genannten „Schoolies“. Jedes Jahr Ende November feiern Tausende Abiturienten eine Woche lang hier ihren Schulabschluss. Die riesige Party findet direkt am Strand statt, doch die ganze City ist während dieser Zeit bis oben hin mit betrunkenen Partyhasen überlaufen. Einfach mitmachen, oder aber ein Eis kaufen und das Spektakel aus der ersten Reihe beobachten – macht beides fast gleich viel Spaß.

Number 4: Wildlife Sanctuary
Während ihr süße Spinnen und Schlangen schon auf den Straßen und im Hotelzimmer trefft… Sorry, kleiner Scherz! ;) Aber die exotische Tierwelt gehört einfach zu Australien, und neben den fiesen krabbeligen Dingern gibt es ja noch süße Koalas und liebesbedürftige Kängurus, die man unbedingt gesehen haben muss. Entweder ihr fahrt dafür in den weltweit bekannten Australia Zoo – Zuhause und Eigentum vom leider verunglückten Crocodile Hunter Steve Irwin und Familie. Da braucht ihr etwa 2 Stunden mit dem Auto.

Oder aber ihr besucht eines der vielen Widlife Sanctuaries in der Nähe von Surfers Paradise – schöne Auffangzentren für wilde Tiere. Hier werden verletzte oder verstoßene Tiere wieder aufgepäppelt und ihr könnt live dabei sein. Empfehlen kann ich euch das Currumbin Wildlife Sanctuary, etwa 30 Minuten südlich von Surfers. Eintritt kostet 49$ – aber ihr solltet häufiger mal bei groupon.com.au nachschauen, denn hier gibt es die Tickets häufig für nur 20$ zu kaufen!

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Kängurus und Koalas zum Anfassen. Foto: facebook.com/currumbin.wildlife.sanctuary

Number 5: World Surf League
Der Name kommt nicht von ungefähr. Surfers Paradise, aber generell die gesamte Gold Coast ist weltweit für seine guten Surf-Hotspots bekannt. Jedes Jahr im Februar/März findet deswegen in Coolangatta, 30 Minuten südlich von Surfers, das Quiksilver Pro Gold Coast statt, bei dem die besten Surfer der Welt gegeneinander antreten. Das solltet ihr unbedingt miterleben, kostet nix, fängt nur schon wahnsinnig früh an, kurz nach Sonnenaufgang.

Number 6: Q1 Tower
Er prägt das Bild von Surfers Paradise wie kaum ein anderes Gebäude. Der Q1 Tower ist 323 Meter hoch, bietet Wohnungen mit spektakulären Balkonen und Hotelzimmer zum Höchstpreis. Hoch oben in der Spitze des Towers gibt es selbstverständlich eine Aussichtsplattform: SkyPoint Observation Deck. Von hier oben kann man nicht nur über ganz Sufers Paradise blicken, sondern über große Teile der wunderschönen Gold Coast bis hin nach Brisbane im Norden und die Hippie-Stadt Byron Bay im Süden. Eintritt kostet schlappe 22$, günstiger kommt ihr so hoch in die Luft nur selten.

Number 7: Shopping
Vor Jahrzehnten, als Surfers Paradise lediglich den Reichen und Prominenten vorbehalten war, siedelten sich so einige High Class Shops an: Louis Vuitton, Dolce & Gabbana und Prada. Noch heute gibt es hier viele luxuriöse Shops, mittlerweile nur neben etlichen Souvenir-Shops und günstigen Klamottenläden. Zum Shoppen eignet sich Surfers nicht ganz so gut, die Auswahl ist nicht besonders groß. Dafür empfehle ich euch eher das Shoppingcenter Pacific Fair, lediglich 10 Minütchen die Küste hinunter. Hier gibt es zahlreiche gute Shops, ob für Elektro-Sachen oder Mode. Wem das noch nicht reicht, der sollte sich ins Robina Town Center verlaufen, 20 Minuten südöstlich von der Küste entfernt. Dieses Center ist riesig, hier könnt ihr gut mal einen ganzen Tag verbringen.

Natur pur! Wunderschöne Ecken von Surfers Paradise

Behauptungen aus dem Ärmel schütteln und dann keine Gründe liefern das mache ich nicht. Zu Beginn habe ich behauptet: Surfers Paradise ist eine der coolsten Städte der Welt. Nicht unbedingt wegen dem riesigen Shopping-Klotz oder den betrunkenen Teenagern – vielmehr gibt es Ecken in Surfers Paradise, die geradezu von der Natur geküsst wurden (kitschig, aber dennoch sehr passend formuliert), die ihr so wohl nirgendwo auf der Welt findet.

Beginnend mit dem wohl Coolsten, dem Offensichtlichsten: Der breite weiße Strand von Surfers Paradise gehört zu den insgesamt 70 Kilometern Beach der Gold Coast. Er gilt als einer der schönsten Strände Australiens, selbst der ganzen Welt. Direkt in Surfers selbst ist der Strand häufig aber etwas überlaufen. Touristen tummeln sich hier auf Hundert Meter. Schon ein Stückchen weiter rauf oder runter sieht man kaum eine Menschenseele, es lohnt sich also, ein paar Minuten zu laufen. Neben dem Strand von Surfers Paradise kann ich euch in nächster Nähe noch die wunderschöne Bucht Currumbin Creek empfehlen. Hier fließt das Wasser vom offenen Meer in einen kleinen Creek. Sieht nicht nur wunderschön aus, hier kann man auch hervorragend dank des flachen Wassers schwimmen gehen.

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Wunderschöne Bucht von Currumbin Creek

Achtung Geheimtipp!

Als ich diese Ecke in Surfers Paradise entdeckt habe, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ihr müsst ganz an die nördliche Spitze von Surfers, ihr fahrt einfach die Straße direkt am Strand immer weiter geradeaus, an einem kleinen Hafen vorbei, an Sea World vorbei, bis irgendwann Ende ist, ihr vor dem Meer steht. Willkommen am Spit! Auch diesen Ort kann man am besten als kleine Bucht bezeichnen, ein kleiner Hafen, wo das Meerwasser einfließt. Die Küste ist hier zu Ende, also zumindest wird sie von einem Meereskanal unterbrochen. Hier ist ein kleiner Park, wo ihr euch einfach hinsetzen könnt, und den wunderschönen Sonnenaufgang, aber auch den Sonneuntergang beobachten könnt. Häufig verirren sich auch Delfine in diese Bucht, die man hervorragend vom Ufer sehen kann. Hier treffen sich die Locals für ein Picknick, Nachttaucher steigen hier auch ins Wasser auf der Suche nach Steinen, Fischen, und was sie noch so alles entdecken.

Ich liebe Pelikane! Habt ihr schon mal einen live gesehen? Diese Glubschaugen – damit sehen sie total fake und künstlich aus, finde ich. Nichtsdestotrotz bin ich von ihnen absolut begeistert und könnte sie stundenlang anstarren. Unweit von Surfers Paradise habt ihr die Gelegenheit, Dutzende der zum Teil riesigen Pelikane aus wenigen Metern Entfernung zu beobachten und gleich eine Portion Fish & Chips zu futtern. 30 Minuten fahrt ihr aus Surfers südlich der Küste entlang. Tweed Heads nennt sich der Ort, gehört übrigens bereits zum Bundesstaat New South Wales. Die genaue Adresse lautet 214 Kennedy Drive. Hier steht eine kleine Fischbude und direkt dahinter liegt ein großer See, auf dem etliche Pelikane schwimmen, chillen und drüber herfliegen. Mit einer Portion Pommes in der Hand lässt es sich hier super entspannen und diese skurrilen Kreaturen beobachten.

Jetzt geht’s ab in die Berge! Während die Küste nämlich noch nicht allzu viel exotischen Regenwald und Tropicana zu bieten hat, müsst ihr nur einen kurzen Ritt in die Hinterlands, ins Landesinnere machen, und schon seid ihr mitten in Australiens wunderschöner Natur. Unweit von Surfers Paradise befindet sich der Mount Tamborine, 40 Minuten strikt gen Westen. Neben dem Berg gibt es hier kilometerlangen grünsten Regenwald, Wasserfälle, Bäche und eine bunte fliegende Tierwelt. Kommt ihr hierher, solltet ihr euch schon einen ganzen Tag Zeit nehmen. Es gibt nicht weniger als 12 Wanderwege, keiner länger als drei Kilometer, die euch zu den schönsten Aussichtspunkten des Nationalparks bringen. Versucht, dass ihr den Ausflug an einem sonnigen Tag macht, denn dann könnt ihr von hier aus bis an die Küste schauen. Ansonsten verliert sich euer Blick in dichtem, immer noch spektakulärem Nebel.

Mount Tamborine

Darauf habt ihr doch die ganze Zeit gewartet. Wer nämlich regelmäßig fleißig deutsches Qualitätsfernsehen schaut, der weiß doch schon längst, dass die hochkarätigen Promi-Kandidaten vom RTL Dschungelcamp alle Jahre wieder genau hier, mitten in Surfers Paradise, im luxuriösen Palazzo Versace untergebracht werden. Bevor es mit dem Heli in den gefährlichen Dschungel geht, genießen die Y-Promis an der nördlichen Spitze, kurz vor Sea World und dem Spit, den wunderschönen goldigen Strand. Wer also im Januar in Surfers Paradise ist, sollte definitiv mal zum Versace Hotel fahren und hier einen Blick auf die Prominenz werfen. ODER aber, ihr fahrt direkt in den Dschungel und chillt eine Runde mit am Campfeuer. Richtig gelesen, euer Guru war nämlich letztes Jahr erst selbst vor Ort und hat am eigenen Leibe herausgefunden, wo sich das ganz echte Dschungelcamp befindet. Von Surfers Paradise dauert die Fahrt knapp eine Stunde. Es geht Richtung Süden, in die kleine Stadt Murwillumbah, schon im Bundesstaat NSW. Wie es dann weitergeht, tja… da solltet ihr euch mal meinen Artikel zum australischen Dschungel durchlesen. Hier erkläre ich euch haargenau, wie ihr in den Dschungel kommt. Gute Fahrt und viel Spaß. ;)

Surfing in Surfers Paradise – Die coolsten Surf-Hotspots

Der Name ist schon genial. Zwei attraktive Fliegen – Surfen und Paradies – mit einer Klappe geschlagen. Welche Stadt so heißt, kann nur verdammt sexy sein. Genau das dachten sich auch die lokalen Unternehmer und Grundstückbesitzer vor 150 Jahren und benannten die kleine Stadt, damals Elston genannt, einfach um. Seit den 50er Jahren boomt Surfers Paradise – klar, ist dieses Fleckchen Erde absolut wunderschön, aber mit dem Namen Köln-Porz wäre hier sicherlich kein so großer Boom ausgebrochen. Dass man in Surfers Paradise besonders gut surfen kann, stimmt leider nicht – immer diese Werbelügen. Entlang der Gold Coast gibt es zahlreiche bessere Hotspots, wo die Wellen perfekt glänzen. Wollt ihr aber dennoch das Häkchen bei „Surfen in Surfers Paradise“ machen, solltet ihr euch an der nördlichen Spitze der City ins Wasser schmeißen. Entlang der Main Beach Parade, ungefähr ab Hausnummer 3472 gibt es hier vor allem in den Morgenstunden ziemlich gute Wellen, die ihr besteigen könnt. Wollt ihr aber die geilsten Wellen reiten, die die Gold Coast zu bieten hat, gibt es hier meine Top 3 der besten Surf-Hotspots:

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1. Snapper Rocks, Coolangatta: Hier findet jährlich im Februar/März die Surf-Meisterschaft Quiksilver Pro Gold Coast statt – nicht ohne Grund! Hier an den Snapper Rocks findet ihr schnell laufende Barrels, Surfer aus der ganzen Welt kommen hierhin, um zu surfen.

2. Burleigh Heads: Hier erwarten euch unzählige geniale Barrels nach dem Takeoff gefolgt von einer Wasserwand. An einem guten Tag könnt ihr hier 1,8 Kilometer lange Wellen abreiten. Auch für Anfänger ist Burleigh Heads ein guter Hotspots, in einer Bucht gibt es hier genügend kleine Wellen zum Üben. Mit Delfinen zu surfen ist hier auch keine Seltenheit.

3. Duranbah (D’bah), Tweed Shire: Schon im Bundesstaat NSW gelegen erwartet euch hier sandiger Untergrund und einige Sanddünen, wodurch jede Menge coole A-frame peaks entstehen. Hier gibt es wohl die meiste Action und den größten Spaß! Eher für Fortgeschrittene geeignet.

Die besten Restaurants und Pubs in Surfers Paradise

Ich sag nur geile Steaks, geiler Cider und grandiose Live-Bands an jeder Ecke. Als kleiner Gourmet habe ich mich während meiner Zeit in Surfers Paradise natürlich durch etliche Restaurants und Pubs probiert, und kann euch dementsprechend so einige wärmstens empfehlen.
Zum Frühstück holt euch einfach ein paar Cornflakes. Mein Liebslings-Frühstücks-Buffet hat mittlerweile leider geschlossen, deswegen kann ich euch da auch keinen Tipp geben. Ganz anders sieht das beim Lunch aus.

Ich liebe Lunch-Time: Für den Mittagstisch kann ich euch nur zwei Plätze empfehlen, und beides ist ziemlich asiatisch angehaucht. Für den etwas kleineren Snack solltet ihr euch mitten auf die Surfers Paradise Meile begeben, die Cavill Avenue. Lauft ihr vom Strand in die Straße hinein, geht ihr rechts an Mc Donalds vorbei, links ein Stückchen weiter ist Wendy’s und dann noch 20 Meter weiter seht ihr einen kleinen Sushi Shop, wo es mit Abstand die besten Sushi Rollen gibt, die ich je gefuttert habe. Eine Rolle kostet hier zwischen 2 und 3 Dollar, und die Rollen sind riesig, glaubt mir. Nach vier davon seid ihr pappsatt.

Darf es ein bisschen mehr sein, mit gemütlich sitzen, oder to go und mit an den Strand nehmen, empfehle ich euch das Little Claypot auf der 2 Elkhorn Avenue. Hier gibt es super lecker zubereitetes Fleisch mit Soße, Reis und ein bisschen Salat. Yummi!

Für den Abend sieht meine Liste der besten Restaurants und Pubs etwas länger aus. Folgende Ausgehmöglichkeiten kann ich euch aus tiefstem Herzen empfehlen:

  • Fiddlers Green Irish Bar: Steak mit Pommes und Salat für 10$ – günstiger und vor allem leckerer geht es kaum. Der Irish Pub war einer meiner liebsten Lokale in Surfers Paradise. Das Steak gibt es täglich im Angebot, aber auch andere, etwas aufwendigere Gerichte gibt es an verschiedenen Tagen zu besten Preisen. Neben jeglichen Sportevents, die hier gezeigt werden, spielen täglich Live-Bands der Extraklasse. Groß Party ist hier nicht, aber zum Einstimmen, für einen gemütlich-coolen Abend ist das wohl einer der besten Plätze. Adresse: 30 Cavill Avenue.
  • Jupiters Hotel und Casino: Eine meiner Lieblings-Locations nur zehn Minuten südlich von Surfers ist das Jupiters. Hauptsächlich ein Casino, gibt es hier dennoch einen gemütlichen Pub mit super gutem Essen. Ich kann euch die Suppe des Tages empfehlen, zu 99% Kürbissuppe, aber auch der Ceasar Salat ist spitzenmäßig, die Burger, die Steaks… schlagt zu! Adresse: Ecke Gold Coast Hwy und Hooker Blvd.
  • Clock Hotel: Auch hier gibt es gute Steaks und vor allem deftige und typisch australische Menüs. Mitten in Surfers Paradise gibt es in dem Restaurant auch eine Cocktailbar, einen Dancefloor und etwas partymäßigere Musik – sehr gute Stimmung. Adresse: 3282 Surfers Paradise Boulevard.
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Foto: tripadvisor

Exklusives Nightlife in Surfers Paradise – Bis die Tische wackeln…

Hier wirst du ganz schnell unter den Tisch getrunken. Die Australier sind schon eher von der wilden und unzüchtigen Sorte, wenn es um’s Party machen geht. Vor allem in Surfers, wo Junggesellenabschiede aus ganz Australien hin pilgern, Schüler ihren Abschluss feiern und junge Backpacker aus der ganzen Welt alle Hemmungen fallen lassen. Dementsprechend groß ist auch das Club-Angebot, eher mainstream angehaucht, aber einige alternative Buden gibt es auch. Folgende Clubs und Bars in Surfers Paradise kann ich euch definitiv empfehlen:

  • Vanity: Schon ein bisschen luxuriöser. Location ist mitten im Herzen von Surfers. Exklusive Einrichtung und coole Theken ziehen hier jede Nacht Hunderte Partyhasen an. Dresscode ist definitiv etwas gehobener, sonst habt ihr keine Chance. Musik ist recht mainstream, die Leute sehr offenherzig und gefeiert wird hier laut, hart und bis früh in den Morgen. Adresse: 26 Orchid Avenue.
  • SinCity: Sünden werden hier im Minutentakt begangen, wenn nicht von den Gästen, dann von der Crew. :) Knappere Outfits findet man wohl in kaum einem anderen Club in Surfers. Die Thekenhasen laufen in knappen Dessous herum, die Barkeeper im engen Höschen und Fliege. Die Musik, laut, heiß, Mainstream und alle gehen drauf ab. Ihr wollt sehen, wie krass die Australier abgehen, geht ins SinCity. Adresse: 22 Orchid Avenue.
  • Melbas: Ein Mix aus Bar und Club, hier spielen häufiger auch Live-Bands, die dann nachts von einem DJ abgelöst werden. Das Publikum etwas gehobener, schicker, aber je später der Abend desto weniger Benehmen. :) Die Musik geht eher ein bisschen Richtung Elektro und House. Party ist hier kein Muss, man kann auch einfach an der Bar chillen oder Essen bestellen. Adresse: 46 Cavill Avenue.
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Foto: tripadvisor
  • Waxy’s Irish Pub: Live-Musik vom feinsten! Waxys ist ein typisch irischer Pub nach australischen Wünschen ausgerichtet, also laute Musik, viel Alkohol und grölende Gäste. Ich kenne den Pub eigentlich nur rappelvoll. Das Publikum einmal querbeet, wobei das Durchschnittsalter hier wohl etwas höher ist. Dennoch immer gute Stimmung, gute Live-Bands und erschwingliche Preise. Adresse: 3206 Surfers Paradise Blvd.
  • Elsewhere: Der einzige alternative Indie-Rock Club in Surfers. Aufgetakelte Partyhäschen in knappen Shorts und Muskel-Machos sieht man hier selten – ansonsten ist das Publikum locker leger, Dresscode: total egal. Musik ist dementsprechend alternativ, manchmal etwas rockiger, ab und an mehr Richtung House, Elektro. Sollte man auf jeden Fall mal ausprobieren. Adresse: 1/23 Cavill Avenue.
  • Jupiters: Jeden Mittwochabend gibt es im Jupiters eine Comedy Nacht, die ich euch definitiv empfehlen kann. Comedians aus ganz Australien performen hier zwischen Newcomern. Angefangen wird immer gegen 20 Uhr. Kleiner Tipp: Normalerweise kostet der Eintritt 10$ mit einem Getränk inklusive, aber wenn ihr einfach schon um 19 Uhr kommt, vielleicht noch ein paar Pommes mampft, müsst ihr keinen Eintritt mehr zahlen.

Jersey Shore ist nix dagegen! Ich sag’s euch gleich: Das, was ihr von den amerikansichen Reality-Shows kennt, wird in Surfers Paradise Realität. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber Alkohol, Drogen, knappe Klamotten und noch knappere Hemmungen lassen hier so einigen Spielraum für exzessives Verhalten.

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Übrigens, wer es noch nicht wusste… Alkohol in Australien ist verdammt, und ich meine wirklich extrem teuer. Ein Sixpack Bier kostet locker an die 40 Dollar. Die Preise für Longdrinks und Cocktails wollt ihr besser gar nicht wissen. Was die meisten Partypeople machen, nicht besonders lecker aber günstig, sie gönnen sich eine Packung „Goon“. Es werden keine zehn Minuten in Surfers vergehen, und ihr wisst ganz genau wovon ich spreche. Goon ist der billigste Alkohol, den man in Australien finden kann. Vier Liter Wein im Plastikbeutel für 10$, besser geht’s wohl kaum. Wie sich der übermäßige Weinkonsum am nächsten Tag bemerkbar macht, lass ich euch selbst herausfinden. ;) Bitte macht während eurer Partynacht aber Gebrauch von dem kostenlosen Wasser, das es überall in Bars und Clubs gibt – der Tipp sollte genügen!

So, Freunde des Paradieses, jetzt seid ihr aber sowas von gewappnet für euren Trip nach Surfers Paradise. Wie lang ihr im Endeffekt dort bleibt, könnt ihr selbst entscheiden. Ich kenne viele Leute, die nie mehr weg wollten, gleich hingezogen sind. In der näheren Umgebung gibt es sogar Universitäten, Griffith und Bond University zum Beispiel. Wer also ein paar Zehntausender übrig hat, sollte das definitiv in Erwägung ziehen. Viel Spaß in Surfers!