In der Sonne glänzende Wolkenkratzer reihen sich entlang des schneeweißen Sandstrands auf, an den endlose, türkise Wellen rollen. Abends verwandeln sich die Straßen der Stadt in eine Bühne für heiße Partys und ein quirliges Nachtleben: Willkommen in Surfers Paradise an der Gold Coast von Australien.

Surfers Paradise ist eine kleine Stadt an der Ostküste Australiens. Im Herzen der Gold Coast ist die City das Las Vegas von Down Under. Aus dem ganzen Land reisen Junggesellen, aber auch Backpacker aus aller Welt, nach Surfers – wie die Stadt liebevoll genannt wird – um ausgelassen zu feiern. Aber die Region hat noch viel mehr zu bieten als nur ein abwechslungsreiches Nachtleben. Kilometerlanger weißer Strand, tropische Regenwälder, spektakuläre Freizeitparks, Universitäten und 365 Tage Sonne im Jahr warten hier auf euch.

Ich habe lange Zeit in Surfers Paradise verbracht und kenne viele der wunderschönen Ecken der Stadt. Was ihr hier genau erleben könnt, welche spektakulären Ausflüge sich lohnen, und warum Surfers Paradise wohl eine der coolsten Städte der Welt ist, das lest ihr jetzt!

Surfers Paradise an der australischen Ostküste

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Anreise zur Gold Coast

Surfers Paradise liegt ziemlich mittig an der australischen Ostküste, knapp eine Stunde südlich von Brisbane. Die Küste wird wegen ihres endlosen gold-puderigen Sandes auch liebevoll „Gold Coast“ genannt. Entscheidet ihr euch für einen Abstecher in das kleine Paradies, könnt ihr den Flughafen in Brisbane ansteuern. Hierhin fliegen Airlines wie Emirates, Qantas und Lufthansa aus aller Welt. Seid ihr aber schon in Australien unterwegs, oder kommt vielleicht gerade aus Asien, dann solltet ihr die Flüge zum Gold Coast Airport checken, hier fliegen hauptsächlich Billig-Airlines hin.

Vom Brisbane Airport nach Surfers Paradise bringt euch entweder der Bus oder Zug in gut ein bis zwei Stunden.

Top 7 Aktivitäten in Surfers Paradise

Während die Aussies hauptsächlich kommen, um ordentlich zu feiern, zieht es Touristen aus aller Welt wegen der sensationellen Kombination aus schönstem Strand, Freizeitparks, Surfevents und wahnsinniger Natur hierher. Diese sieben Dinge sollte ihr euch nicht entgehen lassen:

1. SkyPoint Climb auf dem Q1 Tower

Er prägt das Bild von Surfers Paradise wie kaum ein anderes Gebäude: Der Q1 Tower ist 323 Meter hoch, bietet Wohnungen mit spektakulären Balkonen und Hotelzimmer zum Höchstpreis. Hoch oben auf der Spitze des Towers gibt es selbstverständlich eine Aussichtsplattform: Das SkyPoint Observation Deck. Von hier oben kann man nicht nur über die ganze Stadt blicken, sondern über große Teile der wunderschönen Gold Coast bis hin nach Brisbane im Norden und die Hippie-Stadt Byron Bay im Süden.

Stand Up Paddling in Surfers Paradise an der Ostküste von Australien.
Foto: istock.com/chameleonseye

2. World Surf League

Während die gesamte Gold Coast weltweit für ihre guten Surf-Hotspots bekannt ist, kommt auch der Name Surfers Paradise nicht von ungefähr. Wie jedes Jahr findet deswegen vom 3. bis 13. April 2019 das Quiksilver Pro Gold Coast statt, bei dem die besten Surfer der Welt gegeneinander antreten. Der genaue Austragungsort ist Coolangatta, 30 Minuten südlich von Surfers. Das solltet ihr unbedingt miterleben.

3. Whale Watching

Wenn es irgendwie möglich ist, solltet ihr unbedingt zwischen Mai und November in Australien landen, denn dann zeigen sich vor der Ostküste Wale. Ab und an kann man sie selbst vom Strand aus sehen, wenn sie ihre Wasserfontäne hochschießen. Noch viel besser klappt das aber von einem Boot aus. Whales in Paradise nennt sich ein Anbieter, mit dem ihr mehrmals täglich eine Whale Watching Tour in Surfers Paradise starten könnt. Tickets für 99$ bekommt ihr an kleinen Ständen in der Stadt oder vorab online – Walsichtungen sind hier übrigens garantiert. Es lohnt sich definitiv, die majestätischen Tiere sind unglaublich beeindruckend.

4. Schoolies Week

Die größte und krasseste Party in Surfers Paradise steigt während der so genannten „Schoolies“, eine Art Spring Break. Jedes Jahr Ende November feiern Tausende Abiturienten eine Woche lang ihren Schulabschluss. Die riesige Party findet direkt am Strand statt, doch die ganze City ist während dieser Zeit mit Partyhasen überlaufen. Einfach mitmachen, oder aber ein Eis kaufen und das Spektakel aus der ersten Reihe beobachten – macht beides fast gleich viel Spaß.

5. Wildlife Sanctuary

Die exotische Tierwelt mit Spinnen und Schlangen gehört einfach zu Australien, doch neben den etwas fiesen Insekten und Reptilien gibt es ja noch noch süße Koalas und liebenswürdige Kängurus, die man unbedingt gesehen haben muss. Besucht dazu eine der vielen Wildauffangstationen, wie das Currumbin Wildlife Sanctuary, etwa 30 Minuten südlich von Surfers. Besonders liebevoll ist auch die Farm Animal Rescue. Hier werden verletzte oder verstoßene Tiere wieder aufgepäppelt und ihr könnt live dabei sein.

6. Freizeitparks

Ein besonderes Highlight sind auch die Abenteuerparks in Surfers Paradise: So erwarten euch zum Beispiel Dreamworld, Movie World, White Water World und Wet n Wild. Nur wenige Minuten weiter nördlich von der Stadt könnt ihr problemlos mit dem Theme Park Express hierhin fahren. Es gibt riesige Achterbahnen und Wasserrutschen und garantierte Adrenalin-Kicks. Habt ihr Lust auf gleich mehrere Parks, gibt es vergünstigte Kombi-Tickets.

7. Shopping

Vor Jahrzehnten, als Surfers Paradise lediglich den Reichen und Prominenten vorbehalten war, siedelten sich so einige Designer Shops an: Louis Vuitton, Dolce & Gabbana und Prada. Noch heute gibt es viele luxuriöse Shops, aber auch bunte Stände wie am Beachfront Market, die für Backpacker geeignet sind. Zum ausgiebigen Shoppen empfehle ich euch dennoch eher das Shoppingcenter Pacific Fair, lediglich zehn Minuten die Küste hinunter, wo es zahlreiche coole Shops gibt. Wem das noch nicht reicht, der sollte sich ins riesige Robina Town Center verlaufen, 20 Minuten von Surfers entfernt.

Natur pur – wunderschöne Ecken von Surfers Paradise

Der breite weiße Surfers Paradise Beach gehört zu den insgesamt 70 Kilometern Strand der Gold Coast. Er gilt als einer der schönsten Strände Australiens, wenn nicht sogar weltweit. Direkt in Surfers selbst ist der Strand häufig gut besucht. Doch schon ein Stückchen weiter rauf oder runter sieht man kaum eine Menschenseele, es lohnt sich also, ein paar Meter zu laufen. Neben dem Strand in Surfers Paradise kann ich euch in nächster Nähe noch die wunderschöne Bucht am „Currumbin Creek“ empfehlen. Dieser sieht nicht nur wunderschön aus, man kann dank des flachen Wassers auch hervorragend schwimmen gehen oder Kayak fahren.

Die besten Geheimtipps

Aufgepasst, jetzt verrate ich euch noch meinen Lieblingsort: Fahrt an die nördliche Spitze von Surfers, die Straße direkt am Strand immer geradeaus, an einem kleinen Hafen und Sea World vorbei, bis ihr irgendwann direkt vor dem Meer steht. Willkommen am Spit! Hier laden euch eine kleine Bucht und ein hübscher Park ein, die Sonne beim Auf- und Untergehen zu beobachten. Häufig verirren sich auch Delfine in die Bucht, die man hervorragend vom Ufer sehen kann. Der perfekte Ort für ein Picknick!

In Tweed Heads, nur 30 Minuten südlich von Surfers Paradise, habt ihr die Gelegenheit, Dutzende Pelikane aus nächster Nähe zu beobachten. Die genaue Adresse lautet 214 Kennedy Drive – hier steht eine kleine Fischbude und direkt dahinter liegt ein großer See, auf dem etliche Pelikane schwimmen und sich ausruhen. Mit einer Portion Fish & Chips in der Hand lässt es sich super entspannen, während ihr diese skurrilen Kreaturen beobachtet.

Dem Dschungelcamp ganz nah

Ab in die Berge: Während die Küste eher weniger exotischen Regenwald zu bieten hat, trennt euch nur ein Ritt in die Hinterlands von Australiens wunderschöner Natur. Unweit von Surfers Paradise befindet sich der Mount Tamborine, 40 Minuten strikt gen Westen. Neben dem Berg gibt es endlosen grünen Regenwald, Wasserfälle, Bäche und eine bunte Tierwelt. Nehmt euch genug Zeit, denn es gibt nicht weniger als zwölf kurze Wanderwege, die euch zu den schönsten Aussichtspunkten des Nationalparks bringen. Versucht unbedingt, den Ausflug an einem sonnigen Tag zu machen, denn dann könnt ihr bis an die Küste schauen.

Das Hotel der Dschungelcamp Kandidaten

Wer regelmäßig deutsches Qualitätsfernsehen schaut, der weiß schon längst, dass die hochkarätigen RTL Dschungelcamp Kandidaten alle Jahre wieder genau hier, im luxuriösen Palazzo Versace Hotel in Surfers Paradise untergebracht werden. Bevor es mit dem Heli in den gefährlichen Dschungel geht, genießen die Promis an der nördlichen Spitze, kurz vor dem Spit, den goldigen Traumstrand. Wer also im Januar in Surfers Paradise ist, sollte definitiv mal zum schicken Versace Hotel fahren, um vielleicht einen Blick auf die Prominenz zu erhaschen. Wollt ihr selbst in dem luxuriösen Hotel unterkommen, könnt ihr bei mir nach passenden Angeboten stöbern.

Palazzo Versace Hotel

 

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Surfing in Surfers Paradise: die coolsten Surf-Hotspots

Surfers Paradise – eine Stadt, die so heißt, kann nur verdammt sexy sein. Das dachten sich auch lokale Unternehmer und Grundstückbesitzer und benannten das ehemalige Elston einfach um. Seit den 50er Jahren boomt Surfers Paradise – klar ist dieses Fleckchen Erde absolut traumhaft, aber auch der Name allein lockte schon zahlreiche Reisende an. Dass man in Surfers Paradise besonders gut surfen kann, stimmt leider nur bedingt. Entlang der Gold Coast gibt es einige Hotspots, wo die Wellen noch viel besser sind. Wollt ihr aber dennoch das Häkchen bei „Surfen in Surfers Paradise“ machen, solltet ihr an der nördlichen Spitze der City ins Wasser gehen.

Entlang der Main Beach Parade, ungefähr ab Hausnummer 3.472 gibt es vor allem in den Morgenstunden ziemlich gute Wellen, die ihr surfen könnt. Wollt ihr aber die besten Wellen reiten, die die Gold Coast zu bieten hat, gibt es jetzt meine Top 3 der besten Surf-Hotspots:

  • Snapper Rocks, Coolangatta: Hier findet jährlich im Frühling die Surf-Meisterschaft Quiksilver Pro Gold Coast statt. Nicht ohne Grund, denn an den Snapper Rocks findet ihr schnell laufende Barrels. Surfer aus aller Welt kommen hierhin, um zu surfen.
  • Burleigh Heads: Euch erwarten unzählige geniale Barrels nach dem Takeoff gefolgt von einer Wasserwand. An einem guten Tag könnt ihr 1,8 Kilometer lange Wellen abreiten. Auch für Anfänger ist Burleigh Heads ein guter Hotspot: In einer Bucht gibt es genügend kleine Wellen zum Üben. Mit Delfinen zu surfen ist hier auch keine Seltenheit.
  • Duranbah (D’bah), Tweed Shire: Schon im Bundesstaat NSW gelegen, erwartet euch hier sandiger Untergrund und einige Sanddünen, wodurch jede Menge coole A-Frame Peaks entstehen. Hier gibt es wohl die meiste Action und den größten Spaß! Eher für Fortgeschrittene geeignet.

Die besten Restaurants und Pubs in Surfers Paradise

Als echter Gourmet habe ich mich während meiner Zeit in Surfers Paradise natürlich durch etliche Restaurants und Pubs probiert, und kann euch dementsprechend so einige wärmstens empfehlen.

Lunchtime in Surfers

Für einen Snack zwischendurch solltet ihr euch auf die Surfers Paradise Meile begeben, die Cavill Avenue, wo es in kleinen Sushi Shops die mit Abstand besten Sushi Rollen gibt. Eine ebenfalls sehr gute, wenn auch etwas teurere Adresse für japanische Küche und frische Meeresfrüchte, ist das Citrique Restaurant, während sich auch das Cafe Alfons großer Beliebtheit erfreut. Die angeblich besten Burger der Gold Coast bekommt ihr hingegen im Betty’s Burgers & Concrete Co.

Leckeres Steak

Dinner in Surfers Paradise

Für den Abend habe ich ebenfalls eine Liste der besten Restaurants und Pubs für euch. Folgende Ausgehmöglichkeiten kann ich euch aus tiefstem Herzen empfehlen:

  • Fiddlers Green Irish Bar: Steak mit Pommes und Salat für 10$ – günstiger und vor allem leckerer geht es kaum. Der Irish Pub war einer meiner liebsten Lokale in Surfers Paradise. Das Steak gibt es täglich im Angebot, aber auch andere, etwas aufwendigere Gerichte gibt es an verschiedenen Tagen zu besten Preisen. Neben jeglichen Sportevents, die hier gezeigt werden, spielen täglich Live-Bands.
  • The Star Gold Coast Casino: Eine meiner Lieblings-Locations nur zehn Minuten südlich von Surfers ist das The Star. Hauptsächlich ein Casino, gibt es hier dennoch einen gemütlichen Pub mit super gutem Essen. Ich kann euch die Suppe des Tages empfehlen, zu 99% Kürbissuppe, aber auch der Ceasar Salat ist spitzenmäßig.
  • Clock Hotel: Hier gibt es ebenfalls gute Steaks und vor allem deftige und typisch australische Menüs. Mitten in Surfers Paradise gibt es in dem Restaurant zudem eine Cocktailbar, einen Dancefloor und Musik – sehr gute Stimmung.

Exklusives Nightlife in Surfers Paradise

Australier sind eher von der wilden Sorte, wenn es um Partys geht – vor allem in Surfers, wo Junggesellenabschiede aus ganz Australien hin pilgern, Schüler ihren Abschluss feiern und junge Backpacker aus der ganzen Welt alle Hemmungen fallen lassen. Dementsprechend groß ist das Club-Angebot, eher Mainstream angehaucht, aber einige alternative Buden gibt es auch. Folgende Clubs und Bars in Surfers Paradise kann ich euch definitiv empfehlen:

  • Vanity: Exklusive Einrichtung und coole Theken ziehen hier jede Nacht Hunderte Feierwütige an. Dresscode ist definitiv etwas gehobener, sonst habt ihr keine Chance. Musik ist recht Mainstream und die Stimmung umso besser. Die Adresse ist 26 Orchid Avenue.
  • SinCity: Sünden werden hier im Minutentakt begangen, wenn nicht von den Gästen, dann von der Crew. Gewagtere Outfits findet man wohl in kaum einem anderen Club in Surfers. Die Thekenhasen laufen in knappen Dessous herum, die Barkeeper im engen Höschen und Fliege.
  • Melbas: Ein Mix aus Bar und Club. Hier spielen häufiger auch Live-Bands, die dann nachts von einem DJ abgelöst werden. Das Publikum ist etwas gehobener und schicker. Die Musik geht in Richtung Elektro und House. Party machen ist hier kein Muss, man kann stattdessen einfach an der Bar entspannen oder Essen bestellen.
  • Waxy’s Irish Pub: Live-Musik vom Feinsten! Waxys ist ein typisch irischer Pub nach australischen Wünschen ausgerichtet, also mit lauter Musik und viel Alkohol. Das Publikum ist Querbeet, wobei das Durchschnittsalter wohl etwas höher ist. Dennoch immer gute Stimmung, gute Live-Bands und erschwingliche Preise.

Alkoholpreise in Australien

Übrigens, wer es noch nicht wusste: Alkohol in Australien ist wirklich extrem teuer. Ein Sixpack Bier kostet bis zu 20 Dollar. Was die meisten Partypeople machen, ist nicht besonders lecker, aber günstig: Sie gönnen sich eine Packung „Goon“. Es werden keine zehn Minuten in Surfers vergehen, und ihr wisst ganz genau wovon ich spreche. Goon ist der billigste Alkohol, den man in Australien finden kann. Vier Liter Wein im Plastikbeutel für 10$, besser geht’s wohl kaum. Bitte macht während eurer Partynacht aber Gebrauch von dem kostenlosen Wasser, das es überall in Bars und Clubs gibt, schon entgeht ihr einem fiesen Kater.

Surfers Paradise ist ein Muss

Wenn ihr in Australien seid, dann kommt ihr um einen Ausflug nach Surfers Paradise eigentlich nicht drumherum. Lasst euch mitreißen von der unglaublichen Lebensfreude und dem coolen Flair der Stadt, relaxt am Strand und macht das Nachtleben unsicher. Bei mir findet ihr übrigens alles, was ihr für eure Australien Reise braucht!

Auf nach Down Under