Beeindruckend und vielfältig – ja, das ist Genf. Ich wage zu behaupten, dass die Perle der Stadt euch mehr überraschen wird, als ihr es jemals für möglich gehalten habt. Kommt nur mit und lasst euch verzaubern…

Nicht nur viele Gesichter, sondern zugleich auch viele Namen hat die wunderschöne Stadt Genf. Sei es die „Stadt des Friedens“ oder die „Stadt der Kunst und Kultur“ – die „kleinste der großen Metropolen“ weiß einen jeden Besucher mit all ihren Facetten zu begeistern. Lasst euch überraschen, wie vielfältig und grandios die zweitgrößte Stadt der Schweiz tatsächlich ist.

Genf verzaubert

Facetten der Stadt Genf | Sightseeing | Das Leben genießen

Genf Schweiz Fluss Natur

Facettenreich wie eh und je

Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so recht, wo genau ich anfangen soll, um euch Genf in seiner Hülle und Fülle zu beschreiben. Denn je nachdem aus welchem Blickwinkel man die Stadt betrachtet, offenbaren sich die unterschiedlichsten Eindrücke. So schwelgen Weinkenner in Erinnerungen an den Kanton, der als drittgrößter Weinhersteller bekannt ist, andere hingegen fokussieren sich darauf, dass Genf die wohl internationalste Stadt der Schweiz ist. Und wieder anderen ist zu Ohren gekommen, dass man den Bewohnern in Genf eine der höchsten Lebensqualitäten weltweit zuspricht. Großes Leid daher für die Pfennigfuchser, die sich aus diesem Grunde mit enorm hohen Lebenshaltungskosten herumschlagen müssen. Und was ist mit den Naturschützern? Die dürften sich freuen – und zwar über einen zwanzig prozentigen Anteil an Grünflächen innerhalb der Stadt. Ihr merkt, Genf mal eben mit ein paar Worten zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Denn schon jetzt wird klar: Genf spricht ein breites Publikum an.

Vom Wahrzeichen bis zur UNO

Vor allem aber bietet Genf die verschiedensten Möglichkeiten, einen Aufenthalt so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. In puncto Sightseeing beispielsweise trumpft die Schweizer Stadt so richtig auf. Sicher habt auch ihr schon mal das Wahrzeichen von Genf gesehen, denn nicht selten ziert es unzählige Postkarten. Die Rede ist natürlich vom Jet d’eau, der weltbekannten Wasserfontäne, die mit ihrer unglaublichen Höhe von 140 Metern bereits aus weiter Ferne am Genfersee zu erspähen ist. Sagenhafte 500 Liter Wasser schießen hier pro Sekunde in die Höhe – gemessen mit 200 Kilometer pro Stunde!

Genf Genfer See Jet d'Eau

Das eigentliche Herzstück von Genf ist und bleibt aber die Altstadt. Als größtes historisches Zentrum des Landes kommt ihr eine wichtige Bedeutung zu. Zum Bummeln und Flanieren ist sie aber ebenso prädestiniert, so findet ihr hier doch die meisten Geschäfte, die euer Herz höher schlagen lassen. Im gleichen Atemzuge ist die Kathedrale St. Pierre zu erwähnen, die zwar nicht von all zu großer Bedeutung zeugt, aber aufgrund ihrer Höhe über der Altstadt thront. Ich kann euch nur wärmstens empfehlen, die 157 Stufen des Nordturms zu besteigen – belohnt werdet ihr mit einem gigantischen Ausblick über Genf und den Genfer See!

Genf St. Pierre Kathedrale Ausblick

Ganz in der Nähe des Sees befindet sich übrigens der Englische Garten, aus dem ihr (logischerweise) eine fantastische Sicht auf den Jet d’eau habt. Doch euer Blick wird sich mit Sicherheit schnell abwenden, denn der Garten selbst hat so einige Highlights bieten. Neben einem bronzefarbenen Springbrunnen ist hier nämlich auch die berühmte Blumenuhr angelegt. 6500 liebevoll angelegte und je nach Saison variierende farbenfrohe Blumen sind dort in Form einer Uhr angepflanzt, die Uhrzeiger werden über Funk gesteuert. Apropos Uhrzeiger: Wusstet ihr, dass der Sekundenzeiger der größte seiner Art weltweit ist? Stolze 2,5 Meter misst er nämlich. Aber in einer Stadt, die Symbol der Uhrmacherkunst ist, ist dieser Rekord auch nicht sonderlich überraschend.

Genf Blumenuhr Englischer Garten

Wer sich bereits in diese Blütenpracht verliebt hat, der wird im Rosengarten wohl kaum mehr aus dem Staunen herauskommen. Ihr erinnert euch, dass 20% der Stadt Grünflächen sind? Ganze 12.000 Quadratmeter nimmt davon allein der Rosengarten in Anspruch, in dem ihr eine Artenvielfalt von über 200 verschiedenen Exemplaren bewundern könnt. Aus diesem Grund lassen es sich die Genfer auch nicht nehmen, Jahr für Jahr einen Wettbewerb zu veranstalten, um die schönsten neu gepflanzten Rosen so küren.

Jetzt habe ich euch schon so viele Dinge aufgezählt, die Genf zu dem machen, was es ist, und dennoch einen der wichtigsten Punkte ausgelassen: Und zwar beherbergt der im Jahre 1929-1936 errichtete Völkerbundpalast heute den Sitz der europäischen UNO. Das erklärt also auch, warum Genf als internationalste Stadt der Schweiz angesehen ist. Im wahrsten Sinne des Wortes kaum zu übersehen ist der Broken Chair vor dem Palast. Dieser riesige Stuhl verkörpert die Forderung des Verzichts von Landminen und Streubomben. Außerdem erinnert dieses Mahnmal an all jene, die diesen Waffen zum Opfer gefallen sind.

Genf Sitz der UNO
Foto: iStock.com/Luxiangjian4711

Savoir Vivre in der Schweiz

Wie hebe ich jetzt nur wieder die Stimmung? Vielleicht mit einer kleinen Fahrt über den Genfer See. Das Schöne an Genf ist, dass ihr das Nützliche ganz einfach mit dem Angenehmen verbinden könnt. Möchtet ihr beispielsweise vom einen Ufer zum anderen, stehen euch kleine Wassertaxis, sogenannte Mouettes, zur Verfügung, die euch von links nach rechts bringen. Und das Beste daran: Seid ihr als Tourist in Genf und wohnt vorübergehend in einem Hotel oder einer ähnlichen Unterkunft, bekommt ihr beim Check-In die Geneva Transport Card ausgehändigt. Damit könnt ihr alle öffentlichen Verkehrsmittel, somit also auch die süßen Mouettes, kostenlos nutzen und die Stadt ganz genau unter die Lupe nehmen.

Genf von oben

Und nachdem ihr das getan habt, flaniert gemütlich durch die Gassen, setzt euch in ein Café und lasst den Abend wohltuend ausklingen. Ihr wisst ja: Im Urlaub darf man sich ruhig mal was gönnen. ;-)

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