Der Sunshine State Florida ist vielfältig und voller Lebensfreude. Bunte Strandhäuser, von Palmen gesäumte Boulevards, endlose Strände und das heiße Nachtleben in Miami – das ist das typische Bild, das wohl jeder Urlauber von Florida im Kopf hat. Doch wisst ihr auch, wo man am besten entspannen und die vielseitige Natur genießen kann, ohne auf eben dieses „typische Florida“ verzichten zu müssen? Ich zeige es euch!

Wer nach Florida reist, möchte vor allem eins: Sonne satt! Was bereits in dem liebevollen Kosenamen „Sunshine State“ steckt, ist in Florida auch wirklich Programm. Bis zu 10 Sonnenstunden am Tag an 300 Tagen im Jahr ziehen Urlauber und Auswanderer aus der ganzen Welt in den Südosten der USA. Natürlich machen wir Deutschen als Reiseweltmeister da keine Ausnahme. Und das Ziel unserer Floridareise heißt immer öfter nicht mehr Miami, sondern vielmehr Fort Myers und Fort Myers Beach. Ihr kennt Fort Myers noch nicht? Ihr werdet es lieben!

Fort Myers – Mehr als nur ein Strandparadies an der Westküste

Klar, Miami sollte natürlich unbedingt auf eurem Plan stehen, wenn ihr nach Florida reist. Doch sehnt ihr euch nach kilometerlangen, einsameren Stränden und ein bisschen mehr Bodenständigkeit, so lege ich euch unbedingt einen mehrtägigen Ausflug nach Fort Myers Beach ans Herz. Wer weiß, vielleicht verliebt ihr euch ja, genau wie ich, rasend schnell in die Stadt in Lee County, auf die schon so viele Urlauber schwören, und verbringt gleich euren restlichen Urlaub hier? Genug zu entdecken gibt es hier auf jeden Fall. Ich zeige euch, was ihr nicht verpassen dürft!

Anreise | Strände & Sights | Ausflug nach Sanibel | Florida Wildlife | Shopping in Fort Myers

Fort Myers

Anreise – So kommt ihr nach Fort Myers

Was die meisten von euch bestimmt noch nicht wissen, ist, dass die Westküste Floridas mit dem Fort Myers Airport einen eigenen internationalen Flughafen besitzt. Möchtet ihr bequem von Deutschland nach Fort Myers reisen, könnt ihr sogar einen Direktflug mit Air Berlin buchen. Nach einem rund 10-stündigen Flug könnt ihr euch direkt am Flughafen einen Mietwagen nehmen oder einfach mit dem Route 50 Bus von LeeTran in die Stadt fahren. Dass Fort Myers über eine Buslinie verfügt, macht die Stadt besonders interessant für USA-Urlauber, die lieber auf einen Mietwagen verzichten möchten (das ist in den USA normalerweise so gut wie unmöglich). Generell lege ich euch aber einen Mietwagen ans Herz, damit ihr alle Strände, Restaurants und Sehenswürdigkeiten schnell und unkompliziert erreichen könnt. Lasst euch am besten direkt am Flughafen ein paar Infos zu den Mautgebühren in Florida geben, gegebenenfalls lohnt sich für eure Reise eine „Maut-Flatrate“, die euch vor einer dicken Rechnung am Ende des Urlaubs bewahrt.

Ihr könnt Fort Myers natürlich auch im Rahmen einer kleinen Florida Rundreise ansteuern. Von Miami ausgehend erreicht ihr die Stadt nach rund 2 1/2 Stunden, von Orlando aus braucht ihr ungefähr 3 1/2 Stunden.

An passenden Unterkünften für jeden Geldbeutel gibt es in Fort Myers und Fort Myers Beach keinen Mangel. Wenn ihr Fans des einfachen Herumreisens seid, solltet ihr eigentlich keine Probleme haben, eine passende Unterkunft zu finden. Lediglich in der Hauptsaison, die zwischen November und April liegt, solltet ihr euch schon vor eurer Reise einen groben Reiseplan zurecht legen. Reisen in der Nebensaison sind hingegen viel günstiger und die Strände sind weniger überlaufen.

Fort Myers Sanibel

Highlights rund um Fort Myers

Für eure ersten Nächte empfehle ich euch eine Unterkunft in Fort Myers Beach direkt am Strand, denn dann erlebt ihr das erste große Highlight direkt vor eurer Haustür. Nicht nur die Strände konnten mich mit ihrem weißen und unglaublich feinen Sand überzeugen, denn besonders beeindruckt war ich von den Sonnenuntergängen, die den Himmel hier in ein buntes Farbenmeer verwandeln. Empfehlen kann ich euch zum Beispiel das Outrigger Beach Resort, das über tolle Beachfront Zimmer mit Balkon verfügt, aus denen ihr einen unverstellten Blick auf den breiten Strand vor eurem Fenster habt. Besonders toll ist es, den Tag mit einem starken Kaffee auf dem eigenen Balkon zu starten und den nicht weniger schönen Sonnenaufgang zu genießen, bevor es schließlich auf Entdeckungstour durch die Stadt geht (ich möchte ja schließlich die Highlights von Fort Myers für euch entdecken).

Mound HouseEdison & Ford Winter Estates | Kulinarisches Fort Myers | Beachlife

Fort Myers Beach
Ich zeige euch die schönsten Orte rund um Fort Myers

Mound House – Geschichte hautnah erleben

Mein erster Ausflug führt mich zum Mound House, denn ich möchte gerne mehr über die Geschichte der Region erfahren. Museumsdirektorin Alison begrüßt mich und zeigt mir das Museum, das seinen Namen dem Muschelhügel verdankt, auf dem es gebaut ist. Durch Zufall wurden in den 20er Jahren die bis zu zweitausend Jahre alten Überreste der früher hier lebenden Calusa Indianer gefunden, die die Muscheln clever dazu verwendeten, um ihr Dorf zu erhöhen und Feinde, die vom Wasser kommen, früher erkennen zu können. Besonders für Kinder ist das Mound House eine tolle Ausflugsidee, denn dank der kleinen Aktivitäten, wie Speerwerfen und dem Basteln von Muschelschmuck, kann man hier Geschichte hautnah erleben, ohne dass diese zu langweilig wird. Ideal für alle, die etwas über Fort Myers Beach und die Indianer lernen möchten! Das Mound House ist in der Hauptsaison täglich von 9-16 Uhr geöffnet und kann für 10$ (Kinder von 6-12 zahlen 5$/ unter 6 Jahren ist der Eintritt frei) besichtigt werden. Wenn ihr gerne noch etwas aktiv im Urlaub sein möchtet, könnt ihr euren Besuch auch mit einer geführten Kayak Tour für 45-60$ abrunden. So lernt ihr die Landschaften der Estero Bay von einer ganz anderen Seite kennen.

Fort Myers Florida Mound House
Das Mound House

Das Edison & Ford Winter Estates

Mein zweiter Ausflug an diesem Tag führt mich zum Edison & Ford Winter Estates in Fort Myers. Zwar habe ich schon vor meiner Reise gehört, dass der weltberühmte Erfinder Thomas Edison und der Revoluzzer der Autoherstellung Henry Ford irgendetwas mit Fort Myers zu tun haben, aber dass die beiden Fort Myers so richtig berühmt machten, war mir nicht klar. Das ehemalige Winterdomizil der beiden beheimatet heute tausende Ausstellungsstücke, wie zahlreiche der 1093 zum Patent angemeldeten Erfindungen Edisons, echte Oldtimer von Ford und die Wohnhäuser der eng befreundeten Männer.
Öffnungszeiten & Eintrittspreise:

  • Montags bis sonntags 9:00-17:30 Uhr
  • Eintritt: Erwachsene 20$, Teenager 15$ und Kinder 12$
  • Eintritt mit deutschem Audioguide: Erwachsene 25$, Teenager 20$ und Kinder 15$
  • Eintritt mit Tour: Erwachsene 30$, Teenager 25$ und Kinder 18$
  • Für 3$ bekommt ihr eine deutsche Karte des Anwesens
Während ich durch die authentische und liebevoll gepflegte Anlage schlendere, kommt es mir vor, als würde ich mich in einer anderen, längst vergangenen Zeit befinden. Ich kann mir, dank der vielen original erhaltenen Requisiten, vorstellen, wie die beiden Unternehmer auf ihrer Veranda saßen und die Wärme Floridas genossen, während auf dem Gelände gleichzeitig reges Treiben herrschte. Denn, wie uns unsere deutschsprachige Führerin erzählt und später auch zeigt, wurde im Edison & Ford Winter Estate auch fleißig gearbeitet und erfunden. Ein riesiger Gummibaum, aus dem tatsächlich Gummi für Fords Autoreifen hergestellt wurde, ist noch heute Zeuge dieser glorreichen Zeit, die Fort Myers den wirtschaftlichen Aufschwung und auch das Wachstum brachte. Auch die original Labore und Werkstätten können noch heute besichtigt werden. Zum Schluss schieße ich noch ein Erinnerungsfoto mit der Edisonstatue unter dem besagten Gummibaum. Ich kann euch den Besuch dieses Museums, das sogar zu den 10 meistbesuchten Museen der USA gehört, wirklich ans Herz legen, denn der Besuch ist kurzweilig und wirklich interessant! Immerhin besucht ihr hier eine der Wirkungsstätten des Mannes, der als erster New York beleuchtet hat! ;-)

Süß, sauer und deftig  – Das müsst ihr unbedingt probieren

Nach so viel Geschichte werde ich langsam hungrig. Ich habe mir schon viel Gutes von den Seafood-Spezialitäten Floridas erzählen lassen und möchte die frischen Schrimps und den berühmten Key Lime Pie nun endlich testen. Ich folge einem Restaurant-Tipp und lande im Parrot Key. Sofort merke ich, warum mir der Laden empfohlen wurde, denn das Flair, das mich hier empfängt, ist einfach typisch Florida. Bunte, leicht kitschige Dekoration, Bedienungen im lässig bunten Hawaiihemd und eine Karte, die mir die Entscheidung schwer macht. Ich entscheide mich für Blackened Schrimps und ein Stück Pie und bereue beides ganz und gar nicht. Meiner Meinung nach sind Schrimps, die ihr hier in so gut wie jeder Variation bekommt, ein absolutes Muss bei einer Reise nach Florida. Mein Dessert, der Key Lime Pie, schmeckt erfrischend nach Limetten – genau das Richtige bei den tropisch warmen Temperaturen. Wenn ihr in den USA essen geht, solltet ihr euch übrigens über das hier übliche Trinkgeld von 18-22% nicht wundern. Die Kellner/innen verdienen ihr Geld nämlich nicht wie bei uns, über einen Stundenlohn, sondern durch das besagte Trinkgeld. Außerdem kommt in Florida immer zusätzlich eine Steuer von 6% auf eure Speisen im Restaurant. Diese Kosten solltet ihr also immer im Hinterkopf haben, wenn ihr essen geht. Trotzdem sind die Preise im Großen und Ganzen in ganz Fort Myers und Fort Myers Beach erschwinglich, sodass ihr euch unbedingt mal das ein oder andere Lunch oder Dinner gönnen solltet! Tipp: Viele Restaurants bieten außerdem ein sogenanntes „Early Dinner“ in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr an, welches oft ein mehrgängiges Menü zum kleinen Preis verspricht. Wahren Seafood-Groupies empfehle ich übrigens den Besuch des Fresh Catch Bistros, in dem ihr nicht nur richtig leckeres Essen, wie frische Austern und eine große Auswahl an Fisch, bekommt, sondern, mit etwas Glück auch einen Platz auf der überdachten Terrasse ergattern könnt, auf der ihr den besten Blick auf den Sonnenuntergang habt. Mindestens einmal solltet ihr auf eurer Reise außerdem in den Genuss eines American Breakfast kommen. Pancakes, Bacon, Donuts und ganz viel Käse gehören hier oftmals einfach dazu. Amerikaner sind ja nicht unbedingt für ihre gesunde Esskultur bekannt, doch ausgewogene Alternativen, wie Früchtebecher, Salate und frische Omeletts findet ihr hier natürlich auch. Bei einem eventuell aufkommenden schlechten Gewissen empfehle ich euch im Anschluss einfach einen langen Strandspaziergang. ;-)

Der Strand von Fort Myers Beach

Apropos Strand: Fans von langen Strandspaziergängen werden hier übrigens genau so glücklich wie alle Sonnenanbeter und besonders Familien, die ohne Angst um ihre Kids am Strand liegen und ab und zu baden möchten. Der Strand von Fort Myers Beach erstreckt sich über mehrere Kilometer und gilt als besonders kinderfreundlich, da das Wasser hier nur sehr flach abfällt. Rund um den Times Square und den Pier ist es an den Stränden am vollsten, je weiter ihr euch aber vom Städtchen entfernt, desto leerer wird auch der Strand, sodass hier jeder seinen Fleck zum Sonnen finden sollte. Die Stadt lässt die Strände sogar regelmäßig säubern, sodass euch hier ein sauberer, feiner Sand erwartet.

Ein Schlurftanz im Sand erspart den Stachelrochenbrand

Mir sind während meines Aufenthaltes Schilder aufgefallen, die auf die Anwesenheit von Stachelrochen im Wasser hinweisen. In der Zeit von Mai bis Oktober könnt ihr auf die nicht allzu großen Tierchen stoßen, die sich gerne im weichen Sand in Ufernähe eingraben. Doch keine Sorge, lauft einfach schlurfend durch den Sand oder zieht euch Badeschuhe an, dann müsst ihr euch nicht vor dem Stachelrochenbrand fürchten. In der Hauptsaison sind die meisten Stachelrochen an der Küste von Fort Myers dann sowieso verschwunden.

Ausflug nach Sanibel Island

Auf ein Highlight freue ich mich seit der Reiseplanung ganz besonders: den Ausflug nach Sanibel Island, einer Insel an der Westküste Floridas. Mit meinem Mietwagen lege ich die Strecke von 30 Kilometern über den Sanibel Causeway, der die Insel mit dem Festland verbindet, in knapp 40 Minuten zurück. Während der Fahrt fällt mein Blick auf Fischer, die auf einen guten Fang hoffen, Pelikane, die sich auf ihrer Jagd rasant ins Meer stürzen, und die weiße Gischt der vielen Boote, die ihre Runden in der Bucht ziehen. Fischen und Bootfahren – das sind zwei Hobbys, die ich als typisch für Florida benennen würde. Und wer kann es den Einwohnern und Touristen schon verübeln? Schließlich sind die Bedingungen hier für beides nahezu perfekt.

Als erstes möchte ich einen der wohl bekanntesten Strände Sanibels aufsuchen, den Lighthouse Beach im Osten der Insel, der seinen Namen von dem alten Leuchtturm, der bereits 1884 hier erbaut wurde (das ist für amerikanische Verhältnisse ganz schön alt), erhielt. Heute weht ein steiler Wind, die Bedingungen für allerlei Wasser- und Windsportarten sind perfekt. Mehrere Dutzend bunte Gleitschirme fliegen durch die Luft, feiner Sand peitscht mir um die Beine. Es ist kein typisches Strandwetter und doch sind viele Menschen genau hier unterwegs. Sie sitzen mit einer leichten Decke in ihren Stühlen, suchen in der Brandung nach Muscheln oder bewundern die Windsurfer, die sich mit ihren Stunts jedes Mal zu überbieten versuchen. Na klar, man kann auch schon mal etwas „Pech“ mit dem Wetter haben, doch ein Grund sich zu ärgern ist das nicht, denn neben den Stränden hat auch Sanibel viele Highlights zu bieten, von denen ich euch ein paar genauer vorstellen möchte.

Fort Myers Sanibel Lighthouse

Shelling auf Sanibel Island

So gut wie alles auf Sanibel dreht sich um Muscheln, deshalb tausche ich als erstes das Auto gegen ein Fahrrad und fahre zum Bailey Matthews Shell Museum in der Nähe des Tarpon Bay Beach. Das staatliche Museum gibt mir eindrucksvolle Einblicke in die für mich komplett neue Lebenswelt der Muscheln und bereitet mich ein bisschen darauf vor, was mich später am Tag noch erwartet, denn ich werde mich mit Pam Rambo, einer Muschelexpertin, zum Muschelsammeln, dem Shelling, treffen. Ich bin bereits am vereinbarten Treffpunkt angekommen, als Pam Rambo mit ihrem „Shell Love Bug“ um die Ecke biegt. Der Shell Love Bug ist ein mit 20.000 Muscheln verzierter VW Käfer, den Pam mit 65 Helfern in liebevoller Kleinstarbeit mit Sanibel-Muscheln beklebte und nun als rollendes Kunstwerk im Land präsentiert. Ein bisschen verrückt ist das Auto ja schon, aber er zeigt Pams Passion für Muscheln und das Meer. Wir gehen an den Strand und Pam erzählt mir alles über die Muscheln auf Sanibel Island. Zwischendurch halten wir immer wieder an und bücken uns nach Fundstücken. Ich halte meine Hand in die Brandung und ziehe eine Hand voll mit bunten Muscheln aus dem Wasser. So viele wie hier habe ich noch nie an einem Fleck gesehen. Mit einem Beutel Muscheln im Gepäck geht der Muschelmania Tag schließlich zu Ende. Das Spazierengehen und Sammeln hat etwas beruhigendes und es macht tatsächlich Spaß. Solltet ihr auch mal machen, wenn ihr auf Sanibel seid! Mit etwas Glück erwischt ihr ja sogar einen der heiß begehrten, weil sehr seltenen, Shelling-Termine mit Pam! ;-)

Ein Tag auf dem Wasser – Bootstouren in Florida

In Florida sind einfach super viele Menschen auf dem Wasser unterwegs. Es scheint fast eine Selbstverständlichkeit zu sein, ein kleines (oder auch großes) Boot zu besitzen und vielleicht sogar den passenden Bootsanleger direkt vor der Haustür zu haben. Auch ich wollte es mir natürlich nicht nehmen lassen, Südwest Florida von der Wasserseite aus kennenzulernen und buchte einen Tagesausflug von Sanibel aus. Je nachdem, mit wie vielen Leuten ihr unterwegs seid und wie euer Budget aussieht, könnt ihr entweder ein privates Schnellboot mit eigenem Kapitän mieten oder auf die größeren Ausflugsdampfer, die ebenfalls von Sanibel und auch Captiva starten, aufsteigen. Während einer solchen Tour besucht ihr verschiedene kleine Inseln und seht mit etwas Glück Delfine und Manatees in freier Wildbahn. Mein Kapitän, Captain Ryan, steuert zuerst die Insel Cayo Costa an. Während ich mir den Fahrtwind um die Nase wehen lasse, ruft auf einmal jemand: „Dolphins, dolphins!“ Und tatsächlich, neben unserem Boot schwimmen mehrere Delfine. Ryan verlangsamt das Boot, sodass wir die Tiere besser beobachten können. 15 Delfine schwimmen mit ihrem Nachwuchs um unser Boot herum, jede Rückenflosse, die auftaucht, versetzt die Beteiligten in Hochstimmung. Mit den Tieren schwimmen dürfen wir zwar nicht, aber das ist uns ganz egal. Wann darf man schon mal so viele (Baby)Delfine in freier Wildbahn sehen?! Ein wirklich unvergessliches Erlebnis.

Captiva Island:

Wenn ihr auf Sanibel Island seid, solltet ihr unbedingt auch einen Abstecher nach Captiva machen. Auf der Insel wird „easygoing“ großgeschrieben, die Sonnenuntergänge sind ein Traum! Kein Wunder, dass hier viele Hollywoodstars, wie Taylor Swift, ihre Villen stehen haben!

Originelle Restaurants, wie der Bubble Room und das Keylime Bistro, runden euren Abend perfekt ab!

Nach einem kurzen Stopp auf Costa Cayo, den ich zum Sonnenbaden am fast verlassenen Strand nutze, geht es schließlich weiter auf die Insel Cabbage Key. Hier soll es den „Cheeseburger in Paradise“ geben, von dem Sänger Jimmy Buffett im gleichnamigen Song schwärmte. Als ich das Cabbage Key betrete, staune ich erst einmal nicht schlecht: Die Wände und Decken des Restaurants sind mit Dollarnoten behangen. Berühmtheiten, wie Matt Groening und eben Jimmy Buffett, aber auch normale Touristen unterzeichnen nach einem Besuch einen Schein und hängen ihn einfach an ein freies Plätzchen. Seinen Beinamen „Dollar Bill Bar“ hat das Cabbage Key mehr als verdient. Nach einem Mittagessen mit Cheeseburger, Schrimps und Key Lime Pie (der darf einfach nicht fehlen), geht’s zurück nach Sanibel Island. So ein Tag auf dem Boot, den man auch noch mit Angeln ergänzen kann, kriegt meine uneingeschränkte Empfehlung. Das Gefühl von Freiheit, wenn das Boot übers Wasser saust und Florida von der Wasserseite aus zu sehen ist, ist einfach nur toll! Wenn ihr dann noch so viel Glück habt wie ich und Delfine seht, kann ein Tag in Florida doch kaum schöner werden, oder?

Florida Wildlife – Wo sind eigentlich die Alligatoren?

Florida und Alligatoren, das gehört doch irgendwie zusammen, oder? Gut, Fort Myers und Sanibel sind nicht die Everglades, trotzdem besteht hier eine gute Chance, auf Alligatoren und andere Wildtiere wie Manatees, Meeresschildkröten und Delfine zu stoßen. Meinen ersten Versuch in Richtung „Alligatorwatching“ unternahm ich bereits im Six Mile Cypress Slough, einem sumpfigen Tierschutzgebiet in Fort Myers, das für jedermann kostenlos zugänglich ist. Eichhörnchen, Schildkröten und allerlei Krabbeltiere liefen mir über den Weg. Alligatoren (leider?) nicht. Gut, dass es mit dem J.N. Ding Darling National Wildlife Refuge ein Tierschutzgebiet auch auf Sanibel Island gibt. Neuer Tag, neues Glück! Das Tolle am J.N. Ding Darling National Wildlife Refuge ist, dass man das gesamte Gebiet mit dem Fahrrad abfahren kann, der Eintritt kostet nur 1$ für Fahrradfahrer und Wanderer, Autofahrer zahlen 5$. Am heutigen Tag wurde sogar noch ein großer weiblicher Alligator mit Nachwuchs gesehen, sodass einer der Trails als Vorsichtsmaßnahme geschlossen wurde. Gut, dass Guide Lee an meiner Seite ist und trotzdem mit mir den geschlossenen Trail fahren wird. Ein bisschen mulmig ist mir ja während der Fahrt schon, mein Blick geht von rechts nach links, hinter jeder Ecke vermute ich den wütend fauchenden „Mamagator“. Er taucht nicht auf, auch wenn ich noch so sehr in den Sumpf vor mir starre. Macht nichts, dafür fahre ich durch einen Wald, in dem lauter kleine Krebse auf den Bäumen rumkrabbeln – hat auch was!

Wenn ihr in Fort Myers oder auf Sanibel unterwegs seid und unbedingt Alligatoren sehen möchtet, könnt ihr zum Beispiel auch eine Tagestour in die Everglades machen. Verschiedene Agenturen helfen euch gerne bei der Organisation eines solchen Trips. Ausführliche Infos über die Everglades findet ihr ebenfalls in meinem Reisemagazin. Die beiden Tierschutzgebiete in Fort Myers und auf Sanibel kann ich euch natürlich trotzdem empfehlen, denn hier könnt ihr eine Menge über die einheimischen Tiere erfahren und mit einer kleinen Spende etwas Gutes für diese einmaligen Ökosysteme tun!

Shoppen in Fort Myers

Für viele Reisende gehört es zu einem Floridaurlaub genau so dazu wie die weitläufigen Strände und das locker leichte Lebensgefühl: Shopping! Trotz des momentan eher schlechten Wechselkurses lohnt sich das Einkaufen in den USA für deutsche Urlauber immer noch, kaum jemand kommt deshalb auch ohne eine neue Garderobe aus dem USA-Urlaub zurück. Deswegen habe ich mich zum Abschluss meiner Floridareise umgeschaut und ein Shoppingparadies für euch gefunden: Das Open-Air Shoppingcenter Mirrormar Outlets in Estero. Von Fort Myers erreicht ihr nach einer 30-minütigen Autofahrt das Outletcenter mit rund 140 Geschäften von Marken wie Converse, Abercrombie & Fitch, Guess, Tommy Hilfiger und Michael Kors und 18 verschiedenen Restaurants und Cafés wie Fords Garage und Starbucks. Hier könnt ihr die Kreditkarte an 7 Tagen in der Woche zum Glühen bringen. Wer in den Mirromar Outlets nichts findet, ist selbst schuld. ;-) Positiv finde ich auch die offene Konstruktion des Shoppingcenters, denn wer möchte schon beim Shoppen auf die an 300 Tagen im Jahr scheinende Sonne Floridas verzichten?! Ihr solltet beim Shoppen in Florida immer die Reisefreimenge von 430€ aus Nicht-EU-Ländern im Hinterkopf haben. Führt ihr bei eurem Rückflug Waren ein, deren Gesamtwert 430€ übersteigen, müsst ihr am Flughafen in Deutschland damit rechnen, Steuern nachzuzahlen, falls ihr vom Zoll kontrolliert werden solltet. Doch das sollte euch natürlich nicht vom ausgiebigen Shoppen abhalten!

Fort Myers, du hast mein Herz mit deinen Stränden, deiner vielfältigen Natur und deinem karibischen Flair im Sturm erobert! Ob bei einem Strandurlaub mit der Familie, einem abenteuerlichen Roadtrip durchs Land, einem entspannten Pärchenurlaub oder einem Shoppingtrip mit der besten Freundin – du bietest Abwechslung und Erholung für jeden Urlaubstyp! Macht euch am besten selbst ein Bild!

 

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In meinem Reisemagazin findet ihr weitere Florida Tipps: