Auf in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten – auf nach Washington DC. Mara macht im Rahmen ihres Praktikums die Streetfood Märkte der Stadt unsicher und erkundet die Straßen. Hier lest ihr, was sie erlebt.

Meine große USA-Reise habe ich in Orlando gestartet, dort die Universal Studios und den Islands of Adventure Park besucht und anschließend bin ich mit dem Mietwagen nach Miami Beach gefahren. Von dort kam ich nach einem zweieinhalbstündigen Flug in Washington DC an.

Das Baron Hotel, in dem ich unterkam, gehört definitiv zum älteren Schlag. Der Aufzug beispielsweise erinnerte mich an einen dieser typischen uralten ratternden Aufzüge aus den 70er-Jahre-Filmen. Da die Zimmer aber teilweise schön renoviert sind, habe ich mich trotzdem wohl gefühlt!

The Baron Hotel Washington

Washington DC – überraschend anders

Dass Washington die Hauptstadt der Vereinigten Staaten mit dem Regierungssitz ist, war so ziemlich alles, was ich bis dato darüber wusste. Das Bild von Hochhäusern, Bürogebäuden und Wolkenkratzern, das ich im Vorfeld im Kopf hatte, traf natürlich auch größtenteils zu. Schnell habe ich aber auf einer meiner Streunertouren festgestellt, dass Washington auch andere Seiten hat – kleinere Häuschen, teils bunt, teils aus rotem Backstein, so dass ich in manchen Straßen nahezu das Gefühl hatte, mich in England zu befinden.

Founding Farmers

Was wäre ein Tag ohne ein ordentliches Frühstück? Nichts! Den perfekten Start in den Tag hat man meiner Meinung nach bei Founding Farmers. Founding Farmers ist eines von drei Restaurants in Maryland, deren Zutaten größtenteils von lokalen Bauernfamilien geliefert werden. Hier wird Wert auf nachhaltige, frische Bio-Zutaten gelegt und im Restaurant ist sogar eine hauseigene Bäckerei integriert, so dass sämtliche Backwaren, die man zum Frühstück genießen kann, alle von dort stammen.

founding Farmers Da Founding Farmers sehr beliebt ist in Washington, empfiehlt es sich, ab drei Personen im Vorfeld einen Tisch zu reservieren. Wenn man zu zweit oder alleine ist, wie ich es war, kann man auch nach kürzester Wartezeit einen Platz an der Bar ergattern, wo es sich genauso gut frühstücken lässt.

Am Weißen Haus – Guru-Pose ruft Polizei auf den Plan

Wer meine Artikel aufmerksam verfolgt, weiß vermutlich inzwischen, dass ich grundsätzlich nicht unbedingt ein Fan von den klassischen Sehenswürdigkeiten bin. Aber da ich nun schon einmal in Washington war, habe ich schließlich auch dem Weißen Haus einen Besuch abgestattet, um dort ein Foto mit der berühmten Guru-Pose zu machen. Hierfür hatte ich gerade meine Weltkugel in Form eines Wasserballs aufgepustet, als auf einmal wie aus dem Nichts ein Polizist hinter mir stand und mich fragte ‚You’re not planning an attack young lady?‘. Ich konnte ihn aber lachend davon überzeugen, dass ich den Ball definitiv NICHT über den Zaun werfen, sondern nur ein Foto damit schießen wollte.

Guru am Weißen Haus

Eastern Market

Ein Besuch auf dem Eastern Market sollte bei einem Aufenthalt in der Hauptstadt der USA auf keinen Fall fehlen! Hier findet man eine äußerst angenehme Alternative zu dem ganzen Junkfood, das dem ein oder anderen nach mehreren Wochen USA vermutlich zum Hals raushängen wird. Frisches Obst und Gemüse, zahlreiche Käsesorten, Fleisch, Fisch, mediterrane Snacks und leckeres Gebäck gibt es hier in Hülle und Fülle. Am Wochenende findet rund um die große Markthalle außerdem ein kleiner Flohmarkt statt, bei dem überwiegend handgefertigte Produkte, Schmuck, Kleidung, Kunst, aber auch einiges Antikes angeboten wird. Auf dem Eastern Market sollte man auch unbedingt einen Stopp beim Market Lunch einlegen, der sich gleich nach dem Eingang zur Markthalle links befindet. Hier gibt es die köstlichen Crab Cakes, für die Maryland so berühmt ist.

Crab Burger

Der Market Lunch, habe ich mir unabhängig von ein paar Einheimischen sagen lassen, ist hier mit einer der heißen Anwärter für den Platz, wo es die besten Crab Cakes gibt. Aber auch alle anderen Gerichte auf dem Menü, wie zum Beispiel die legendären Blueberry Pancakes, sind definitiv eine Versuchung wert.

Tipp: Nicht nach 14.30 Uhr kommen, da dann die ersten Stände schon zu schließen beginnen.

Fischmarkt – riesige Krabben auf dem Teller

Alle Fischliebhaber müssen unbedingt dem Fischmarkt an der Maine Avenue einen Besuch abstatten! Der Trubel, der beißende Fischgeruch und die verworrenen Rufe der Verkäufer, die ihre Waren anpreisen – all das ist allein schon ein Erlebnis. Viele Einheimische und Touristen sind sich darüber einig, dass es den besten Fisch bei Captain White Seafood City gibt!

Crab Cakes in Wahington

Dort ist auch die einzige Möglichkeit, wo man den gekauften Fisch gemütlich sitzend gleich verzehren kann! Ansonsten gibt es sämtliche Fischgerichte immer direkt in einer Box auf die Hand – zum Mitnehmen oder sofort im Stehen zu essen. Schnäppchenfans aufgepasst: Am allergünstigsten kommt ihr weg, wenn ihr euch den Fisch oder die Krabben roh am Stand kauft und sie euch anschließend kochen lasst. Den Tipp, dass die Zubereitung der gekauften Waren gratis ist, habe ich von einem Local bekommen. So habe ich meine King Crab Legs, die wirklich vorzüglich geschmeckt haben, deutlich günstiger bekommen.

Krebse in Washington

Meine Empfehlung: King Crab Legs kaufen und direkt am Stand zubereiten lassen. Fein gekocht, mit etwas Salz, anderen Gewürzen und einem ordentlichen Spritzer Zitrone – perfekt!

Washington hat tatsächlich weitaus mehr zu bieten als nur das verhältnismäßig eher unspektakuläre Weiße Haus und all die anderen Denkmäler und Gebäude! Ich selbst steige nun ins Flugzeug – ab nach Chicago! Bin schon gespannt, was mich dort erwartet!