Mara macht auf ihrer Amerika-Tour einen Stop in Miami. Hier warten nicht nur tolle Restaurants, sondern auch ein Ausflug in die Everglades und vor allem das Highlight, der berühmte Miami Beach.

Diejenigen, die meinen Blog verfolgen, wissen es vermutlich bereits, für alle anderen: Mein aktueller großer Trip im Rahmen des „Praktikums meines Lebens“ hat mich in die Vereinigten Staaten geführt – meine erste Reise in das Land der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten!
Vor einigen Tagen bin ich in Orlando angekommen und habe dort als erstes die Universal Studios und den Islands of Adventure Park etwas genauer unter die Lupe genommen.

Miami Beach

Stundenlang im Stau von Orlando nach Miami

In Orlando habe ich mir schließlich einen Mietwagen genommen, mit dem ich weiter in den Süden Floridas, nach Miami Beach gefahren bin. Für die Strecke von Orlando nach Miami Beach sind normalerweise circa dreieinhalb bis maximal vier Stunden veranschlagt. Ich selbst habe stolze sechs Stunden dafür benötigt. Damit ging der ursprüngliche Plan, durch das Zurücklegen der Strecke mit dem Auto Zeit einzusparen, wohl gänzlich in die Hose. Als Amerika-Anfänger hatte ich übersehen, dass am Tag danach Thanksgiving anstand und somit gefühlt halb Florida im Auto saß, um noch rechtzeitig zu diesem besonderen Feiertag bei den Liebsten anzukommen.

Tipp: Wenn ihr vorhabt, kleinere oder auch größere Strecken mit dem Auto zurückzulegen, informiert euch im Vorfeld über Feiertage oder Ferien in den USA, um stundenlanges Staustehen zu vermeiden.

Beste Lage: Das Ocean Spray Hotel

Die Lage des Ocean Spray Hotels in dem ich zwei Nächte übernachtete, war mit ihren weniger als 500 Metern zum Strand, nahezu unschlagbar. Ich fühlte mich dort rundum wohl, wozu auch mein recht frisch renoviertes Zimmer beigetragen hat. Das Außergewöhnliche am Ocean Spray ist der Subway (der Schnellimbiss), der sich unten im Eingangsbereich gegenüber der Rezeption befindet. Dort kann man auch für einen Aufpreis von drei Dollar am Morgen schön amerikanisch ganz in Subway-Manier frühstücken.

Hotelzimmer

BEWERTUNG:
Lage ★ ★ ★ ★
Hotel & Zimmer ★ ★ ★
Sauberkeit ★ ★ ★
Service ★ ★ ★ ★
Essen ★ ★
Preisleistungsverhältnis ★ ★ ★

Sub im Hotel

Auf zum Strand – Miami Beach

Wie der Name bereits sagt, gibt es in Miami eines, das man auf keinen Fall verpassen sollte: Den legendären Miami Beach. Kilometerweit erstreckt sich dieser wunderschöne weiße Sandstrand entlang der Küste. Er ist perfekt, um zahlreichen Sportarten wie Surfen, Kitesurfing, Beach Volleyball, Fußball, Frisbee oder Beachball nachzugehen. Oder man legt sich einfach ganz entspannt in die Sonne, um so dem erstrebten Urlaubs-Teint etwas näher zu kommen. Hierbei sollte man jedoch an sehr windigen Tagen, die an der Küste Miamis häufig vorkommen, Vorsicht walten lassen. Dann kann es nämlich schnell dazu kommen, dass man kurz nach dem Eincremen wie ein paniertes Schnitzel auf seinem Handtuch liegt. Auch das habe ich selbstverständlich für euch getestet! ;)

miami Beach Mara

Wichtig: Tax + Service Charge im Restaurant einkalkulieren

Alte Amerika-Hasen werden darüber wohl nur schmunzeln können, für mich jedoch war es neu, dass bei jeder Bestellung in einem Restaurant oder Café automatisch noch die Umsatz- oder Mehrwertsteuer (= Tax; auch Sales Tax genannt) und in Miami selbst sogar noch das Trinkgeld (= Service Charge) auf die Endsumme gerechnet wird.

So werden aus den für die USA vermeintlich verhältnismäßig günstigen 14 US Dollar für eine Zwischenmahlzeit ganz schnell etwas mehr als 18 US Dollar. Die Steuer, die hier jeweils dazukommt, beträgt abhängig vom jeweiligen Bundesstaat bis zu 15 Prozent des Gesamtbetrages. Das Trinkgeld mit bis zu 20 Prozent wird nur in Miami bereits automatisch dazugerechnet, in den restlichen Teilen der USA kann man dies frei bestimmen. Hierbei sollte man in der Regel zwischen 10 und 20 Prozent geben.

Die Everglades – Alligatoren, Zwergsultanhühner und vieles mehr

Eines der Highlights bei meinem Aufenthalt in Miami war für mich auf jeden Fall der Ausflug in die Everglades. Der Everglades Nationalpark ist ein tropisches Schwemmland, auch Grasfluss genannt, und erstreckt sich im Süden Floridas. Nach circa einer Dreiviertelstunde Fahrt von Miami Beach aus erreichten wir den Everglades Holidaypark, von wo aus die Everglades Holidaypark Airboat Tour starten würde. Ich hatte spontan noch Gilles und Rose, ein französisches Pärchen aus meinem Hotel mitgenommen, da die beiden kein eigenes Auto hatten.

Impressionen aus Miami und den Everglades

Der Everglades Holidaypark bietet mit die günstigsten Touren mit moderneren Booten an. In so ein Boot passen im Normalfall bis zu 25 Leute, wir hatten jedoch Glück, da dank Thanksgiving deutlich weniger los war und wir so nur knapp 10 Leute auf dem Boot waren. Eine sehr energische, etwas burschikose und sehr markant geschminkte Lady namens Crystal stellte sich uns als Guide vor. Gleich zu Beginn war klar, dass dies eine typisch amerikanische Tour war. Crystal, die selbst hinten am Steuer des Airboats saß, weigerte sich loszufahren, bevor wir nicht alle im Chor ein überschwängliches „Yiha“ anstimmten. Sei’s drum, einmal aus voller Kehle „Yiha“ gegrölt und schon preschten wir übers Wasser. Nach wenigen Minuten hielten wir an und Crystal begann mit ihrer schrillen Stimme „Come on dragon“ zu kreischen. Nach kurzer Verwunderung meinerseits erfuhren wir, dass die Alligatoren „Dragons“ genannt wurden und das Schreien notwendig sei, um diese überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Nur wenige Minuten später sichteten wir dann auch tatsächlich den ersten Alligator, der sich nicht einmal eineinhalb Meter entfernt vom Boot gemächlich seinen Weg durchs Schilf bahnte. Beeindruckend!

Als Crystal eine halbe Stunde später wieder zu schreien begann: „Jamie, Britanny, Chasey come out“, wunderte mich bereits gar nichts mehr. Anscheinend hatte sie den Zwergsultanhühnern, die in den Everglades lebten, jeweils Namen gegeben. Aha. Schließlich begann sie Brotkrümel ins Wasser zu werfen, um die Hühner anzulocken, und fragte uns noch nach Snackresten. Spätestens hier konnte ich mir das Lachen kaum noch verkneifen. Während mir sonst in sämtlichen Nationalparks, die ich bisher besucht hatte, strikt untersagt wurde, Lärm zu machen, Tiere mit Essensresten anzulocken oder zu füttern, wurden wir hier ausdrücklich dazu aufgefordert. Welcome to America!   

Wer auf der Suche nach einer günstigen Bootstour durch die Everglades ist und etwaige schräge Guides wie Crystal mit Humor nehmen kann, dem würde ich Everglades Holidaypark Airboat Tour empfehlen, da das Preisleistungsverhältnis ziemlich unschlagbar ist.

Wer aber bereit ist, für eine private Tour der besonderen Art etwas mehr zu bezahlen, dem kann ich Down South Airboat Tours ans Herz legen. Von Freunden hatte ich diesen Anbieter empfohlen bekommen, der allerdings aufgrund von Thanksgiving an diesem Tag geschlossen hatte.

Under the Mango Tree – Das beste Frühstück in Miami Beach

Neben all der Pizza und den Burgern, die ein Aufenthalt in  Amerika automatisch mit sich bringt, bin ich stets auf der Suche nach einigermaßen gesunden, aber leckeren Alternativen. In Miami Beach habe ich mit der Entdeckung des kleinen süßen Cafés „Under the Mango Tree“ absolut ins Schwarze getroffen: Hier konnte ich das wohl beste Frühstück seit langem genießen! Aber auch für leckere Smoothies, frisch gepresste Fruchtsäfte oder  köstliche Sandwichs ist das Café ideal, ganz zu schweigen von den fantastischen Coffee Blends und dem hausgemachten Kuchen.

Tipp: Zum Frühstück hatte ich die Choclate Acai Bowl mit einer Tumeric Milk Latte. Köstlich!

Bowl

Full Bloom – ein veganes Restaurant der Extraklasse

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein absoluter Käseliebhaber bin und auch  gerne Fisch esse und vegane Ernährung somit auf Dauer nichts für mich wäre. Das macht die vegane Küche für mich jedoch nicht uninteressanter. In Miami Beach habe ich das vegane Restaurant „Full Bloom“ getestet und muss sagen: Hier könnt ihr ohne Bedenken jeden Fleischliebhaber herschleifen, er wird das Restaurant unter Garantie satt und glücklich verlassen.

Das ist eines dieser Restaurants, in denen man blind jedes der Gerichte auswählen könnte und alles würde hervorragend schmecken. Auch der Service war außergewöhnlich gut hier. Immer wieder kam einer der ausgesprochen freundlichen und sympathischen Kellner zu mir und erkundigte sich nach meinem Wohlbefinden. Ich hatte den Eindruck, dass das in diesem Fall nichts mit der sonst oftmals etwas oberflächlichen amerikanischen Freundlichkeit zu tun hatte, sondern schlicht und ergreifend damit, dass das gesamte Personal es sich auf die Fahnen geschrieben hatte, jedem einzelnen Gast einen unvergesslichen Restaurantbesuch zu bereiten.

Miami Beach – die perfekte Stadt für Strandliebhaber, die aber den Trubel einer Großstadt nicht missen wollen. Für mich geht es jetzt weiter in den Norden nach Maryland, nach Washington DC.