Mailand ist eine Stadt der Extraklasse. Hier treffen Stil, Charme und Leidenschaft aufeinander und vollenden la dolce vita in bella italia. Wollt auch ihr euch verführen lassen, dann lest schnell weiter…

„Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien“. Ja, Andreas Möller hat mit diesem, nennen wir es mal Versprecher, wahrhaftig Geschichte geschrieben. Schande über sein Haupt, mag der eine von uns denken, denn auch, wenn Mailand und Madrid beides großartige Städte sind, sind die Lebensstile doch von Grund auf verschieden. Und diese persönliche Note, die Italien so beliebt macht, will ich euch heute einmal genauer vorstellen: Kommt mit mir in die Modemetropole Mailand und nehmt einen tiefen Atemzug des exquisiten Lifestyles.

Genuss pur

Flair | Kultur | Mode | Küche | Nightlife

Mailand – Im Herzen Italiens

Auch wenn Mailand weiß Gott nicht die Hauptstadt Italiens ist, so ist sie dennoch eine Stadt voller Genuss und Leidenschaft. Wer hier lebt, lebt mit Leib und Seele nach italienischem Rezept und führt einen Lifestyle der Extraklasse. Während Mode in Mailand ein Gesicht bekommt und stets allgegenwärtig ist, ist es die italienische Küche, die alle Sinne verführt. Ja, man kann mit gutem Gewissen sagen, dass Mailand, die Hauptstadt der Region Lombardei, mit Abstand die Kultur- und vor allem Modemetropole Italiens ist. La bella Italia liegt förmlich in der Luft und sorgt mit ihrem einzigartigen Charme für Lebensfreude und einen noblen Umgangston.

Mailand

Bevor ich euch nun aber die Pforten zum Herzen Italiens öffne, habe ich einen kleinen Spar-Tipp für euch, mit dem ihr den einen oder anderen Euro sparen könnt. Denn glaubt mir – in Italien gibt es genügend Möglichkeiten, sein Geld loszuwerden. Und zwar wird sich die MilanoCard als wahres Wunder erweisen, wenn eure To-Do-List vor allem aus Sightseeing besteht. Wie auch in anderen Städten, bietet diese Karte Rabatte auf Eintrittsgelder in Museen sowie auf Buchungen von Führungen, bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie Vergünstigungen in manchen Restaurants. Kauft ihr die MilanoCard online, könnt ihr euch aussuchen, ob ihr eine Tageskarte im Wert von 6,50€ oder eine Drei-Tageskarte für 13€ erwerben möchtet. Der Kauf im Internet hat nicht nur den Vorteil, dass ihr die Karte an einem beliebigen Ort (je nachdem wie ihr anreist) abholen könnt, sondern auch, dass ihr zwischen diesen beiden Varianten wählen könnt – vor Ort können Touristen die MilanoCard nämlich ausschließlich für 3 Tage erwerben. Gültig ist eure Sparkarte ab der ersten Nutzung, beispielsweise ab der Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel. Welche Ermäßigungen und Rabatte euch von fortan zur Verfügung stehen, könnt ihr auf der Website mailand.com nachlesen – dort könnt ihr die Karte auch kaufen.

Architektur und Kultur zum Verlieben

Mailänder Dom 
Als Wahrzeichen von Mailand bezieht der Mailänder Dom natürlich als erstes Stellung in meinem Artikel. Ein Postkartenmotiv der Superlative, das jeder von uns bestimmt schon einmal irgendwo in abgedruckter Form gesehen hat. Doch erst, wenn man leibhaftig vor diesem beeindruckenden Konstrukt steht, kann man seine unglaubliche Macht, die er auf die Besucher auswirkt, spüren. Was relativ untypisch für die italienische Architektur ist, ist der gotische Stil, in dem der Dom gebaut wurde. Die aus hellem Marmor errichtete Kirche zählt weltweit zu den größten ihrer Art und die Turmspitze ziert eine Madonnenstatue, die „la Madunina“. Insgesamt beherbergt der Mailänder Dom knapp 4000 Statuen und ist meist die erste Anlaufstelle bei Touristen, die es zum Sightseeing in die Metropole zieht. Vor allem das Dach des Doms zeugt von großer Beliebtheit, denn von hier aus habt ihr einen unglaublichen Blick über die gesamte Stadt.

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Santa Maria Delle Grazie 
Fast genauso berühmt ist die Klosterkirche Santa Maria Delle Grazie. In dieser wundervollen Kirche steht nämlich Leonardo Da Vincis Werk „Das Abendmahl“, welches natürlich ein absoluter Besuchermagnet ist. Was mindestens genauso erstaunenswert ist, ist die Geschichte hinter diesem Gemälde: Bei einem Bombenangriff im zweiten Weltkrieg wurde die Südwand des Speisesaals komplett zerstört – das Gemälde aber hing an der Nordwand und blieb somit unversehrt.

Castello Sforzesco 
Bewegt ihr euch in der Altstadt fort, solltet ihr euch unbedingt das im Nordwesten gelegene Castello Sforzesco anschauen. Das Schloss befindet sich an der Piazza Castello und ist ein absolutes Muss für Kunst- und Kulturfans. Unter anderem findet ihr hier das Museum für antike Kunst sowie ein archäologisches Museum. Auch eine Pinakothek weiß ihre Besucher zu verzaubern, indem sie eine Bildergalerie der Maler Canaletto, Mantegna und Cesare da Sesto zur Schau stellt. Zum krönenden Abschluss bietet sich bei gutem Wetter noch ein herrlicher Spaziergang durch die großzügige Parkanlage an, die mit ihrer farbenfrohen Blumenpracht einem jeden ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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Mailänder Scala
Eines der bekanntesten Opernhäuser weltweit ist das Teatro alla Scala, auch gerne nur Scala genannt. So, wie das Gebäude heute in Mailand steht, blickt es auf eine lange Geschichte zurück. Während es im Jahr 1776 erstmalig erbaut wurde, zerstörten die Angriffe des 2. Weltkrieges das Gebäude komplett, sodass es von Grund auf neu gebaut werden musste. Da dieser Neubau aber zu viele Baumängel aufwies, wurde es bereits 1946 bis auf die Außenmauern, das Foyer und den Zuschauerraum abgerissen. Und nun ratet mal, was dort einst die teuerste Eintrittskarte kostete? Stolze 2.400€!

Museen 
Die Vielfalt an Museen ist in Mailand kaum zu übertreffen. Selbst jene, die sich bisher eher gescheut haben, ein solches Gebäude zu betreten, werden hier mit Sicherheit gerne ein paar Stündchen verweilen. Während es die einen vielleicht eher in das Museo del Risorgimento oder die Pinakothek Abrosiana zieht, können andere wiederum eventuell eher etwas mit dem Fußballmuseum Inter und Milan oder dem Museum für Wissenschaft und Technik anfangen. Nur, um mal ein paar Namen in den Raum zu werfen…

Exklusive Modemetropole

Mode und Mailand gehören einfach zusammen, das muss ich euch wahrscheinlich gar nicht groß erklären. Designer arbeiten hier auf Hochtouren, um uns für die jeweils nächste Saison mit den neusten Trends zu versorgen, mit denen wir das Beste aus unserer Figur herausholen können (so sollte es zumindest sein). Zwei mal im Jahr finden dann die Modenschauen Mi Milano Pret a Porter Show und Modaprima 69 statt, in der die Designer ihre Stücke zur Schau stellen. Daher ist es vermutlich auch kein Wunder, dass Mailand für seine exklusiven Designerläden (Versace, Prada, Valentino und Co.) berühmt ist und die ganze Welt am liebsten eines der entworfenen Prachtstücke im Kleiderschrank hängen haben möchte. Ein jeder weiß: Italienische Mode wird aus edlen Materialien gefertigt und verkörpert eine lässige Eleganz. Wo ihr auch hinschaut, werdet ihr überwiegend gut gekleidete Menschen sehen, denn Mode ist in Mailand definitiv allgegenwärtig. Doch keine Sorge, auch, wenn diese Modemetropole für ihre Designerläden bekannt ist, gibt es ebenfalls wunderschöne Kollektionen zu humanen Preisen. Zudem gibt es, ähnlich wie in Deutschland, auch den allseits beliebten Schlussverkauf: Sowohl Anfang Januar als auch Anfang Juli purzeln die Preise was das Zeug hält – selbst die edlen Designer-Teilchen werden so durchaus bezahlbar.

Mailand
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Je nachdem, wie euer Budget aussieht, verrate ich euch nun, wo ihr am besten shoppen gehen könnt. Legt ihr zum Beispiel viel Wert auf Mode, wollt dafür aber nicht euer halbes Einkommen auf den Kopf hauen, findet ihr in der Einkaufsstraße Corso Vitttorio Emanuele Läden, die euch bereits aus Deutschland bekannt vorkommen: H&M, Zara und Sisley machen sich nämlich auch in Mailand breit. Was Preise und Stil angeht, so verhält es sich ähnlich in der Via Torino und in der Via Mazzini. Eine gesunde Mischung der mittleren Preisklasse, abgesehen von wenigen Ausnahmen, die euch etwas mehr Geld aus der Tasche leiern wollen, findet ihr sowohl in der Corso Venezia als auch in der Corso Buenos Aires. Nicht weit davon entfernt, könnt ihr schon bald die typisch mailändische Shopping-Luft schnuppern: Die Via Monte Napoleone und die Via della Spiga sind in ihrer Exklusivität kaum zu übertreffen: Cartier und Yves Saint Laurent sind nur einige Designer, die sich hier niedergelassen haben und die Mailänder mit ihrer fantastischen Mode ausstatten. Einen kleinen Tipp habe ich allerdings auch hier wieder für euch: Schaut doch mal in der Via Rossini 72 vorbei, dort findet ihr nämlich ein Dolce & Gabbana Outlet. Auch Gucci und andere namenhafte Designer führen inzwischen ihre eigenen Outlets, um Platz in ihren Geschäften für die neusten Kollektionen zu schaffen.

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Foto: istockphoto.com/anouchka

Ich bin mir sicher, dass ich vielen aus der Seele spreche, wenn ich sage: Wenn man erstmal im Shopping-Rausch ist, dann dürfen auch gerne Errungenschaften außerhalb der Modeläden in unserem Besitz landen. Kunstliebhaber sollten daher unbedingt einmal in dem Galerienviertel Brera vorbeischauen. Antiquitätenhändler und Kunstgalerien teilen sich diesen Platz mit speziellen Modeboutiqen für den etwas ausgefalleneren Geschmack. Apropos Geschmack: Freunde des guten Geschmacks machen selbstverständlich auch einen Abstecher in die Via Spadari 9. Glaubt mir, wenn ihr einmal in das Delikatessengeschäft Peck hineingeht, lockt es euch nur schwer wieder nach draußen. Qualitätsweine der allerfeinsten Sorte und regionale Spezialitäten verführen hier nämlich eure Sinne – gesetzt den Fall, ihr habt das nötige Kleingeld.

Italienische Küche vom Feinsten

Die Leidenschaft für gutes Essen teilen sich die Italiener bekanntlich mit ihrer Vorliebe für Mode. Und wie ihr wisst, ist die italienische Küche eine der beliebtesten – und das nicht ohne Grund. Guter Wein und Prosecco stehen hier nahezu auf der Tageskarte, Pizza und Pasta dürfen in keiner italienischen Küche fehlen. Spezialitäten wie der luftgetrocknete Prosciutto di Parma, der Crudo di San Daniele, die Salumis und der Parmigiano Reggiano lassen einem jeden Gourmetfreund das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch bevor in Mailand deftig zu Abend gegessen wird, geht es erst einmal in eine Bar oder in ein Café, um den Feierabend bei einem Aperitif und Antipasti einzuläuten. Erst gegen 21 Uhr füllen sich die meisten Restaurants mit hungrigen Mäulern.

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Kunterbuntes Nightlife

Genau aus diesem Grund beginnt die Happy Hour in den Cocktailbars auch bereits um 18 Uhr und endet, ihr könnt es euch wahrscheinlich denken, um 21 Uhr. Was dann gerne getrunken wird, ist zum Beispiel der typische Zucca, bestehend aus Rhabarber, Crusheis, Soda und einer Orangenscheibe. In der gleichnamigen Bar kommt ihr nicht nur in den Genuss dieses Aperitifs, sondern werdet auch vom Anblick eines Art-Deco Designs verwöhnt. Das komplette Gegenteil davon ist die Dolce & Gabbana Martini Bar. In dieser exklusiven Location treffen sich die Reichen und Schönen, die Modepüppchen und Models. Gemütliche Ledersofas laden zum Verweilen ein, das Interieur ist komplett in schwarz und rot getaucht. Optisches Highlight ist ein Kronleuchter aus Muranoglas.

Die Nacht zum Tage machen könnt ihr übrigens von Mittwoch bis Sonntag. Um euch nur mal einen kleinen Vorgeschmack zu geben, dass in dieser Stadt wirklich für jeden die richtige Partylocation dabei sein dürfte, habe ich mir drei Clubs rausgesucht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während zum Beispiel im Loolapaloosa die etwas jüngeren Gäste ausgelassen auf den häufig stattfindenden Motto-Partys feiern, zieht es die Prominenz in den edlen Shocking Club. Schwimmt ihr gerne am anderen Ufer, könnt ihr euch im Club After Line gut aufgehoben fühlen. Als angesagter Treffpunkt für Homosexuelle wird hier gerne zu speziellen Themenabenden der ein oder andere Cocktail getrunken.

Ihr merkt, „Hauptsache Italien“ ist in Mailand nicht! Als eine Stadt der Extraklasse weht hier ein ganz spezieller Wind. Ein Wind voller Charme, Klasse und Exklusivität!

 

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