Christiania

Freie Hippiestadt in Kopenhagen

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Urlaubsguru Redaktion

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Ein rotes Fahrrad mit schwarzem Korb steht an einem grünen Holzzaun, umgeben von Pflanzen und roten Fahrradständern.
Rotes Fahrrad vor grünem Holzzaun in Kopenhagen.

Die Hippiestadt Christiania ist wirklich mehr als nur ein Mythos einer freien Kommune! Auch wenn sich seit dem April 2024 einiges in diesem Bezirk Kopenhagens geändert hat, könnt ihr den Freigeist der Bewohner hautnah erleben. Deswegen ist ein Besuch während eures Kopenhagen Urlaubs ein Muss!

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Die Freistadt Christiania in Dänemark ist ein echtes Phänomen. Mitten in Kopenhagen existiert eine autonome und von staatlicher Seite durchaus geduldete Gemeinde, die es so in keinem anderen europäischen Land gibt. Im Jahr 1971 gründeten die Bewohner auf dem rund 34 Hektar großen ehemaligen Militärgelände im Stadtkern von Kopenhagen die selbstverwaltete Freistadt Christiania; seitdem hat die Gemeinde eine Menge Charakter gewonnen. Eine rote Flagge mit drei gelben Punkten begrüßt alle, die den Weg zu dem ehemaligen Militärgelände finden, das seit 1971 fest in der Hand von Alternativen, Hippies und Aussteigern ist. Damals wollten die Anwohner in erster Linie neue Flächen erobern, auf denen ihre Kinder spielen konnten, denn in Kopenhagen herrschte Platzmangel. Immer mehr Leute verschlug es in den letzten Jahren hierher und viele sind bis heute geblieben.

Christiania - Dänemarks Hippiestadt

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Christiania in Kopenhagen

Die Kommune Christiania ist von der Innenstadt aus schnell und einfach zu erreichen. Mit dem Fahrrad sind es nur ein paar Minuten in Richtung des Stadtviertels Christianshavn, falls ihr aber lieber mit der Metro fahrt, steigt an der Station Christianshavn aus. Hier findet ihr die bunte, unabhängige Gemeinde am Ufer des sogenannten Stadsgraven.

Christiania ist ein Stück persönliche Freiheit

Ein kleines Stück persönliche Freiheit: Das ist es, was die meisten Bewohner von Christiania reizt. Eingeschworene Gemeinschaften haben sich gebildet, in denen die Kinder miteinander spielen können und die Erwachsenen die Bürden des Alltags miteinander teilen.

Ein kleines Stück persönliche Freiheit

Auch in Christiania gilt dänisches Recht. Die Bewohner haben zusätzlich eigene Regeln für ihre Gemeinschaft aufgestellt. Der Kauf und Besitz von Marihuana sind illegal; auch harte Drogen, Gewalt und Waffen sind verboten. Dass dieses Verbot nicht immer geachtet wird, zeigen schon die vielen Drogentoten und diverse bewaffnete Übergriffe in den vergangenen Jahrzehnten, die das perfekte Bild der Stadt immer wieder stören.

Ein Fenster mit schwarzem Rahmen in einer bemalten Mauer, die gelb und blau gefärbt ist, mit sieben grünen Blättern oberhalb des Fensters und grünen Ästen im Vordergrund.
Fenster mit bunter Wandmalerei in Christiania, Kopenhagen.

Pusher Street - Die wilden Zeiten sind vorbei

Besonders berüchtigt ist seit vielen Jahren die Pusher Street. Das ist jene Straße, in der Drogendealer früher ihre Ware anboten - lange wurde empfohlen, die Pusher Street zu vermeiden. Auch wenn es im Viertel friedlich zugehen soll und Freigeister unabhängig leben möchten, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Gewalt zwischen Drogenbanden. Am 6. April 2024 beendeten die Bewohner den offenen Drogenmarkt in der Pusher Street. Schon ein Ereignis im Spätsommer 2016 hatte das Leben der Bewohner auf den Kopf gestellt.

Festnahmen und Gewalt

Am 31. August 2016 kommt es bei der Kontrolle eines Drogendealers zu einem Schusswechsel - zwei dänische Polizisten und ein Passant werden verletzt. Die friedlichen Bewohner von Christiania haben genug der Gewalt und beschließen kurz darauf, die Dealer samt ihrer Verkaufsstände aus ihrem Zentrum zu verbannen. Weitere Aktionen gegen Dealer und Kriminelle folgen auch in den Jahren 2017 und 2018, doch der offene Drogenmarkt verschwindet damals noch nicht dauerhaft. Seit seinem Ende im April 2024 prägen Cafés, Kunst und neue kreative Projekte die Pusher Street.

Kulturelle Schätze in Christiania

Im Mittelpunkt der Freistadt Christiania findet ihr Restaurants, Cafés und Kunststätten. Wenn ihr durch die Gassen schlendert, kommt ihr an vielen Graffiti-Kunstwerken vorbei und werdet begeistert sein vom alternativen Flair der dänischen Freistadt.

Zur Weihnachtszeit veranstalten die Bewohner beispielsweise einen Weihnachtsmarkt in der Grå Hal mit allerlei Selbstgemachtem wie Laternen, Filzmänteln und dänischen Leckereien. Im Sommer ist Christiania der perfekte Ort, um kleine Konzerte zu besuchen und unter freiem Himmel die entspannte Stimmung zu genießen.

Diese Cafés und Restaurants in Christiania könnten euch gefallen:

  • Morgenstedet: Vegane/Vegetarische Gerichte, größtenteils in Bio-Qualität (Fabriksomraadet 134, Kopenhagen)

  • Spiseloppen: Moderne, dänische Küche - hier ist für jeden Geschmack etwas dabei (43 Bådsmandsstræde, Kopenhagen)

  • Grønsagen: Vegetarisches Mittagsbuffet (Fabriksområdet 54, Kopenhagen)

  • Café Nemoland: Livemusik, tolles Essen und Bier (Fabriksomraadet 52, Kopenhagen)

Ein rotes Fahrrad mit schwarzem Korb steht an einem grünen Holzzaun, umgeben von Pflanzen und roten Fahrradständern.
Rotes Fahrrad vor grünem Holzzaun in Kopenhagen.

Einheimische führen Touristen herum

Einige der zentralen Straßen sind immer von vielen Touristen bevölkert, doch wer sich ein paar Stunden Zeit nimmt, kann das Herz von Christiania erkunden und die Hippiegemeinde genauer kennenlernen. Wer einen detaillierten Einblick in Geschichte und Wesen der Stadt bekommen will, sollte sich unbedingt einer der Führungen anschließen, die Einheimische sonntags um 12 und 16 Uhr ohne Voranmeldung anbieten. Weitere Touren können vorab gebucht werden.

#KeineWerbung

Eines fällt in Christiania sofort ins Auge: Es gibt keine Werbung auf den Straßen. Das ist nämlich verboten. Erst, wenn man nach einem Besuch der Freistadt wieder auf den Straßen von Kopenhagen unterwegs ist, fällt auf, wie viel Werbung es in der Hauptstadt eigentlich gibt.

Auf mit euch nach Kopenhagen!

Der Besuch der kleinen Gemeinde ist wie eine Zeitreise und ein Besuch im Freilichtmuseum zugleich. Wer Kopenhagen besucht, sollte dringend einen Abstecher hierher wagen. Es lohnt sich! Schaut euch am besten mal unsere Kopenhagen Tipps an, damit ihr wisst, was euch neben Christiania sonst noch in der dänischen Hauptstadt erwartet!

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