Wer einmal im Südwesten der USA unterwegs ist, der muss ihn einfach besucht haben: den Bryce Canyon Nationalpark. Hier erwartet euch eine nahezu märchenhafte Kulisse, die ihresgleichen sucht. Bunte Felspyramiden ragen aus dem Boden und formen ein sehr ungewöhnliches und zugleich einzigartiges Naturdenkmal, zahlreiche Aussichtsplattformen und spannende Aktivitäten sorgen für eines der schönsten Erlebnisse eurer USA-Reise. Versprochen!

Fragt man die Amerikaner nach der wohl schönsten Sehenswürdigkeit im Südwesten ihres Landes, so fällt neben dem berühmten Grand Canyon unweigerlich auch der Name Bryce Canyon. Immer wieder sieht man die eindrucksvollen Bilder des Nationalparks – die spektakulären Sonnenuntergänge und die von Natur geformten Felsnadeln und Brücken sind dabei zweifelsohne die beliebtesten Fotomotive. Ich habe mir diesen fantastischen Nationalpark für euch mal genauer angesehen und kann euch jetzt schon versprechen: Nachdem ihr einen Blick in diesen Artikel geworfen habt, wird der Bryce Canyon gewiss ganz weit oben auf eurer Bucketlist landen!

Bryce Canyon Nationalpark

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Die Entstehung eines von Mutter Natur geschaffenen Amphitheaters

Der Bryce Canyon ist im eigentlichen Sinne kein klassischer Canyon, da er nicht wie üblich durch einen Fluss geformt wurde, sondern durch Erosionen. Somit ist seine Existenz auf das Zusammenwirken von Wind, Wasser und Eis zurückzuführen, das auch für die einzigartig geformten, bunten Felsnadeln verantwortlich ist. Diese Felsnadeln, auch „Hoodoos“ genannt, ragen teilweise bis zu 60 Meter in die Höhe und formen den wohl attraktivsten Teil des Bryce Canyon – ein Amphitheater, das über einen Zeitraum von mehr als 10 Millionen Jahren entstanden sein soll. Noch heute sollen die Kräfte der Erosionen regelmäßig das Äußere des Bryce Canyon verändern.

An besonders sonnigen Tagen hat das Amphitheater etwas Märchenhaftes an sich.

An besonders sonnigen Tagen, wenn die Farben der einzelnen Säulen, die durch Eisenoxid und Mangan zustande kommen, in verschiedenen Schattierungen leuchten, hat dieses von Mutter Natur geschaffene Amphitheater etwas Märchenhaftes an sich. Der Anblick ist eigentlich kaum in Worte zu fassen, man muss es einfach mit eigenen Augen gesehen haben.

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Fantastische Aussichtspunkte

Direkt am Amphitheater liegen auch schon die vier beliebtesten der insgesamt 14 Aussichtspunkte im Bryce Canyon Nationalpark. Verbunden über den sogenannten Rim Trail, der unmittelbar am Plateaurand verläuft, findet ihr hier die Sunrise, Sunset, Inspiration und Bryce Points vor. Von jedem dieser Punkte genießt ihr einen fantastischen Blick auf das farbige Amphitheater mit seinen unzähligen Säulen. Ich kann euch nur wärmstens empfehlen, eine kleine Wanderung entlang des Rim Trails zu unternehmen, die – je nachdem, an wie vielen Aussichtspunkten ihr einen Halt einlegt – zwischen zwei und drei Stunden dauert. Wer nicht genügend Zeit dafür mitbringt, kann einen Teil des Rim Trails auch mit dem Shuttle Bus zurücklegen, wobei ich die erste Variante definitiv bevorzugen würde, denn die Panoramen unterwegs sind einfach unbezahlbar! Es heißt, dass man vom Bryce Point und, wie der Name es bereits verrät, Sunrise Point den schönsten Sonnenaufgang erleben kann, den Sonnenuntergang hingegen sollte man am besten vom Sunset Point aus beobachten.

Ausflugstipp:
Auch einen Besuch wert ist der knapp 4 Stunden entfernte Arches Nationalpark, der im Nordosten Utahs liegt und in dem ihr ähnliche Steinbögen wie die Natural Bridge bewundern könnt.

Doch auch die anderen Aussichtspunkte sind nicht weniger beeindruckend. So könnt ihr vom Fairyland Point aus, der übrigens am schönen Wanderweg Fairyland Loop Trail liegt, einen tollen Blick in den Fairyland Canyon genießen. Mindestens genauso beliebt ist der Agua Canyon, der vor allem für seine starken Farbkontraste bekannt ist. Auf den Hoodoos findet man hier meist kleine Bäume, die gerne auch The Hunters, also Jäger, genannt werden. Ein wundervoller Anblick!

Habt ihr immer noch nicht genug gesehen und noch genügend Zeit, dann solltet ihr auch die Natural Bridge besuchen, ein natürlich geformter Felsbogen ganz im Süden des Nationalpark. Auch hier war kein fließendes Wasser für die eindrucksvolle Formation verantwortlich, sondern wieder die erodierenden Kräfte von Frost und Regen.

 

 

Mein persönlicher Tipp: Um die schönsten Anblicke eures Ausflugs auf der Kamera festzuhalten, solltet ihr euch übrigens am besten früh morgens auf den Weg machen. Am frühen Morgen bzw. Vormittag habt ihr nämlich das beste Licht zum Fotografieren und mit etwas Glück ist der Park dann auch noch nicht ganz so überlaufen, da die meisten Touristen, die einen Ausflug gebucht haben, erst gegen Mittag ankommen.

Beliebte Aktivitäten im Bryce Canyon

Wie ihr es euch wahrscheinlich schon denken könnt, kann man im Bryce Canyon Nationalpark nicht nur jede Menge sehen, sondern auch unternehmen. Man sollte sich hier definitiv nicht nur auf die Aussichtspunkte konzentrieren, sondern auch das gesamte Drumherum wahrnehmen. Eine der begehrtesten und auch eindrucksvollsten Art und Weisen, den Park zu besichtigen, ist gewiss eine Wanderung durch die Canyons. Gut ausgeschilderte Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsstufen weisen euch hier nämlich den Weg und führen vorbei an imposanten Kalksteinskulpturen, die wirken, als wären sie einem Märchenbuch entsprungen.

Besonders empfehlen kann ich euch den Queens Navajo Combination Loop – dieser führt euch vom berühmten Sunset Point über den Navajo Loop runter und über den Queens Garden Trail wieder hoch zum Sunrise Point und ist vor allem für Einsteiger gut geeignet. Etwas anspruchsvoller hingegen ist der etwas mehr als 10 Kilometer lange Fairyland Loop, der durch den Fairyland und Campbell Canyon und um das Boat Mesa herumführt. Generell können im Bryce Canyon verschiedene Wege gut miteinander kombiniert werden, sodass man auch schön während einer drei- bis vier-stündigen Wanderung jede Menge sehen kann. Am besten holt ihr euch vorher am Visitor Center eine entsprechende Karte oder bucht gleich eine geführte Wanderung, das bleibt ganz euch überlassen.

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Neben den zahlreichen Wanderungen gibt es noch einige weitere Aktivitäten, für die Touristen aus aller Welt hierherkommen. Da wäre zum Beispiel die Sternbeobachtung im Sommer, bei der man nachts mit geschulten Rangern auf eine unvergessliche Entdeckungsreise geht und durch ein Teleskop spektakuläre Sternencluster, Galaxien und Planeten bewundern kann. Bei Natur- und Wildtiertouren kann man außerdem eine Menge der großartigen Flora und Fauna des Bryce Canyon bestaunen. Mehr als 200 Vogelarten, 70 Säugetiere und 13 Reptilien haben hier mittlerweile ihr Zuhause gefunden – eine tolle Tour für Groß und Klein! Eine mindestens genauso gute Idee: ein geführter Reitausflug, bei dem man sich fühlen kann wie die Indianer vor rund 12.000 Jahren.

Ja, ein Tagesausflug hierher reicht eigentlich kaum aus, um all die Facetten des Bryce Canyon kennenzulernen. Wer aus diesem Grund überlegt, sich gleich mehrere Tage Zeit zu nehmen, um den gesamten Nationalpark von Nord nach Süd zu durchwandern und nicht unbedingt im Park selbst campen möchte, dem empfehle ich eine der drei Unterkünfte, die sich direkt am Bryce Canyon befinden:

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