Ihr seid gespannt, wie Jojos Roadtrip durch Kanada weitergeht? In Teil 2 geht es für ihn nach Canmore, in den weltbekannten Banff Nationalpark und zum Lake Louise. Was er dort erlebt, lest ihr hier.

Ihr erinnert euch an Jojo, der es sich zum Ziel gemacht hat, mit dem Camper durch Kanada zu reisen? Richtig, der junge Bursche aus der beschaulichen Kleinstadt im Sauerland, den es in die Ferne zog. Vor einigen Wochen konntet ihr in meinem Reisemagazin einen Blick hinter die Kulissen werfen, wie sich das Leben auf einmal verändert, wenn man tatsächlich den Mut fasst, seine sieben Sachen zu packen und auf unbestimmte Zeit in ein anderes Land reist, um den Roadtrip seines Lebens zu machen. Wie es nach dem Umbau des Vans weiter ging und was sich alles nach den ersten Tagen vor Ort ereignet hat, erfahrt ihr jetzt.

Auf der Suche nach Abenteuern

First stop: Canmore | Nationalpark Banff | Jasper, Kamloops und Vernon | USA

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Das Abenteuer beginnt in Canmore

Die erste Nacht im Van ist überstanden, der Sonnenaufgang am nächsten Morgen ein Vorgeschmack auf die Highlights, die sich den beiden in der kommenden Zeit offenbaren. Um keine Zeit zu verlieren, machen sich Jojo und Robin auf in Richtung Banff. Doch bevor es in den dortigen Nationalpark geht, steht ein Stopp in Canmore auf dem Plan, genauer gesagt eine Wanderung auf den rund 2.400 Meter hohen Gipfel Ha Ling Peak. Dass dieser Berg ganzjährig zu besteigen ist, kommt den beiden wie gerufen und so machen sie auch keinen Halt vor Wind und Wetter. Trotz eisigem Wind und schneebedeckten Wanderpfaden haben sie das Abenteuer auf sich genommen und gemeistert. Jojo verrät mir, dass Canmore ein Geheimtipp ist, da es hier im Vergleich zu dem touristisch überlaufenen Ort Banff viel günstiger ist. Nicht wenige Berufspendler leben in Canmore und arbeiten in Banff. Wer klug ist, übernachtet also während eines Roadtrips in Canmore und spart somit nicht nur Kosten, sondern auch die Suche nach einem geeigneten Stellplatz.

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Zu Besuch im ältesten Nationalpark Kanadas: Banff

Nichts desto trotz steht Banff natürlich auch auf der Route der beiden, schließlich gehen die traumhaften Bilder vom Banff Nationalpark um die Welt. Als ältester Nationalpark Kanadas zieht er Jahr für Jahr unzählige Touristen an, die sich an über 6641 Quadratkilometern der Natur erfreuen. Nadelwälder, Bergketten, steile Gletscher und schimmernde Seen geben ein unglaubliches Panorama ab. Jojo und Robin zieht es in erster Linie an die Seen, an denen man herrlich zur Ruhe kommen kann. Vor allem der smaragdgrüne Moraine Lake, dessen Wasseroberfläche ein Spiegelbild der mit Schnee bedeckten Gipfel projiziert, brennt sich als ein unglaublich schönes Bild ins Gedächtnis, das man so schnell nicht wieder vergisst.

Lake Louise

Ich höre heraus, dass es aber einen weiteren See gibt, der die beiden noch mehr in den Bann gezogen hat. Die märchenhafte Kulisse am Lake Louise verzaubert Jojo und Robin ganz besonders. Während an einem Tag strahlender Sonnenschein über dem Nationalpark herrscht, überrascht am nächsten Tag ein plötzlicher Wintereinbruch. Der sonst so türkis schimmernde See ist auf einmal gefroren, statt um den Lake Louise herum, können die beiden Abenteurer plötzlich auf einer dicken Eisschicht spazieren gehen.

Kanada wie es gefällt

Ob die beiden Abenteurer lange an einem Ort bleiben, entscheiden sie meist spontan. Gefällt es ihnen, spricht nichts gegen einen längeren Aufenthalt, ist es ihnen vor Ort jedoch zu langweilig oder zu unspektakulär, ziehen sie direkt weiter. So kann ich euch verraten, dass auf ihrer Route von Banff nach Kelowna unter anderem Stopps in Jasper, Kamloops und Vernon stehen. Letzter Ort liegt direkt am Okanagan Lake, an dem die beiden viel Zeit verbringen. Fahrradtouren, Spaziergänge, Basketballspielen, chillen im Citypark – wo sonst könnte man all das besser tun als an einem See? Doch das absolute Highlight ist wahrscheinlich der Moment, als sie urplötzlich in einen Videodreh für eine Proteinriegel-Werbung hineinplatzen. Wer weiß, vielleicht sind Jojo und Robin ja sogar in der finalen Version zu sehen…?

Zwischen Banff und Kelowna

Als wäre das nicht schon verrückt genug, sind Jojo und Robin ein weiteres Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wie es der Zufall nämlich will, treffen die beiden zwei ehemalige Arbeitskollegen, die sie zu Beginn ihrer Kanada Tour in Fernie kennen gelernt haben. Ein großes Glück, denn ihre Freunde lebten zuvor in Kelowna und kennen sich vor Ort somit bestens aus. Jojo verrät mir nicht nur, dass man von Mount Knox im Knox Mountain Park eine grandiose Aussicht über die Stadt hat, sondern auch, wo man am besten essen kann. Esst ihr gerne Curry, solltet ihr daher seiner Empfehlung nachgehen und im Mad Mango Café Platz nehmen. Leckere Gerichte zu erschwinglichen Preisen, was will man mehr?

Tschüss Kanada, hallo USA!

Nachdem die Jungs nun schon einige Orte in Kanada besucht haben, machen sie sich auf den Weg in die Staaten. Doch schon die Einreise in die USA wartet mit einigen unerfreulichen Überraschungen auf die beiden. Woran sie nämlich vorher nicht gedacht haben, sind die Öffnungszeiten des Grenzübergangs. Und so kommt es, dass Jojo und Robin im wahrsten Sinne des Wortes vor verschlossenen Toren stehen. Also müssen sie weitere Kilometer fahren, um ihr Glück am nächsten Grenzübergang zu versuchen. Rund 30 Kilometer entfernt können sie dann über Grand Forks in die USA einreisen und verbringen kurzerhand die erste Nacht in Kettle Falls. Ob ihre Pechsträhne anhält und wie ihre Tour durch die USA aussieht, das erfahrt ihr im nächsten Teil!

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