Nachdem Praktikantin Mara Südostasien unsicher gemacht hat, lautet ihr nächster Stopp Österreich, genauer gesagt Wien, wo sie zum ersten Mal unterwegs ist. Zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal – da ist sich Mara sicher.

Nach meinem ersten großen Trip im Rahmen des Praktikums meines Lebens nach Südostasien (hier findest du weitere Artikel zu den vorherigen Zielen), ging es nach wenigen Tagen in Dortmund schon bald wieder weiter, und zwar nach Wien, was im Vergleich zu den vorherigen Destinationen doch recht nah war.

4 Sterne Austria Trend Parkhotel Schönbrunn

In der österreichischen Hauptstadt war ich zwei Nächte in dem schicken 4 Sterne Austria Trend Parkhotel Schönbrunn untergebracht, in dem vor Jahrzehnten einst die Gäste des Kaisers logierten. Heute ist es natürlich renoviert und schön hergerichtet, die Einflüsse des alten Stils sind jedoch noch klar erkennbar. Das Hotel selbst kann ich nur positiv bewerten: Das Zimmer war schön und sauber, das Personal äußerst freundlich und zuvorkommend. Auch an der Lage des Hotels gibt es nichts auszusetzen, da man in nur wenigen Minuten mit der S-Bahn direkt ins Zentrum Wiens kommt.

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Frühstücksbuffet der Extraklasse

Ganz besonders hat mir das Frühstücksbuffet gefallen, das den 4 Sternen definitiv gerecht wird. Selbst das größte Leckermaul würde bei dieser reichhaltigen Auswahl auf seine Kosten kommen. Ich brauche nicht aufzuzählen, was es alles gab – es ist eher schwer etwas zu finden, das es nicht gab. Sämtliche Zutaten waren total frisch und bestanden weitgehend aus regionalen Bio-Produkten. Auch als externer Gast kann man für 19 € in den Genuss des Frühstücksbuffets kommen, die bei dieser Auswahl durchaus gerechtfertigt sind. (Kleiner Hinweis: Wer Wert auf Ruhe beim Frühstücken legt, sollte nicht erst 20 Minuten vor Schluss aufkreuzen, da in dem Frühstücksraum circa 10 Minuten nach dem offiziellen Frühstücksende bereits gesaugt wurde.)

  • BEWERTUNG:
    Lage ★ ★ ★
    Hotel & Zimmer ★ ★ ★ ★
    Sauberkeit ★ ★ ★ ★ ★
    Service ★ ★ ★ ★ ★
    Essen ★ ★ ★ ★ ★
    Preisleistung ★ ★ ★

Erste Eindrücke zu Wien

Naschmarkt

Der legendäre Naschmarkt in Wien ist natürlich kein Geheimtipp, dennoch will ich ihn in meinem Blogeintrag nicht unerwähnt lassen. Meiner Meinung nach sollte ein Besuch auf dem Naschmarkt bei einem Aufenthalt in Wien nicht fehlen! Wie der Name unschwer erahnen lässt, kann man hier fantastisch naschen. Es gibt eine Vielzahl von kleineren Läden und Verkaufsständen, an denen überwiegend kulinarische Köstlichkeiten angeboten werden. Man findet unzählige süße Delikatessen von Gebäck, Pralinen, Nougat, speziellen Süßspeisen aus aller Welt bis hin zu Nüssen und getrockneten Früchten. Aber auch an salzigen Snacks mangelt es nicht: Man hat die Qual der Wahl zwischen Angeboten wie Falafel, eingelegtem Gemüse, Hummus, zahlreichen Käse- und Wurstvariationen und vielem mehr. Tipp für Schnäppchenjäger: Gegen Abend kurz vor Schließung des Naschmarkts sind zwar einige Stände bereits abgebaut, aber man hat den Vorteil, die ein oder andere Leckerei deutlich günstiger zu bekommen oder sogar umsonst probieren zu dürfen, da die Verkäufer die frischen Waren loswerden möchten.

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Der Wiener Deewan

Na, wer von euch hat schon mal pakistanisch gegessen? – Dann müsst ihr bei eurem Aufenthalt in Wien unbedingt dem Restaurant „Der Wiener Deewan“ einen Besuch abstatten. Dort gibt es jeden Tag verschiedene pakistanische Gerichte, sowohl fleischhaltig als auch vegetarisch, in Form eines Buffets, bei dem man sich nach Belieben bedienen kann. Das Besondere hierbei ist, dass es keine festgesetzten Preise gibt und es jedem selbst überlassen bleibt, welchen Betrag er am Ende zahlen will.
„Und das funktioniert?“ werden viele vermutlich denken – ja, das tut es! Viele Menschen neigen sogar dazu, sobald es ihnen freisteht, einen beliebigen Betrag zu bezahlen, tendenziell eher ein bisschen mehr zu geben.

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Ich selbst habe dort zum ersten Mal pakistanisches Essen (Curry, ein Linsengericht, Reis, Salat und einen traditionellen pakistanischen Nachtisch) probiert und muss sagen, es hat vorzüglich geschmeckt! „Deewan“ ist naheliegenderweise vor allem bei Studenten beliebt – das Preisleistungsverhältnis ist hier besonders toll! Als ich mich dort bei den Gästen etwas umgehört habe, habe ich herausgefunden, dass die meisten im Schnitt circa fünf Euro bezahlen. Gerade mal fünf Euro für ein leckeres All You Can Eat Mittag- oder Abendessen (Salat, Hauptspeise und Nachtisch) – da kann man sich wirklich nicht beklagen.

Café Vollpension

Schon beim Eintreten in das Café Vollpension war es um mich geschehen. Mir stieg sofort ein unwiderstehlicher Duft von frischgebackenem Kuchen in die Nase und ich konnte zwei ältere Damen vergnügt Kuchen backen sehen. Das Besondere an der „Vollpension“ ist, dass dort überwiegend Frauen arbeiten, die eigentlich bereits im Ruhestand sind – unser aller „Omas“ sozusagen. So haben diese die Möglichkeit, ihre oftmals sehr schmale Rente aufzubessern, sind dabei in netter Gesellschaft und verbreiten gleichzeitig so gute Laune, dass eine wirklich nette Atmosphäre zustande kommt. In der „Vollpension“ gibt es eine kleine, aber feine Auswahl an Gerichten nach Omas guten alten Rezepten und natürlich die leckersten Kuchen und Torten, die man sich überhaupt vorstellen kann.

Vollpension

Das Café ist mit total viel Liebe eingerichtet, sodass sich hier jeder pudelwohl fühlen kann. Das Mobiliar besteht aus bequemen, bunt zusammengewürfelten Sesseln, Tischchen und Stehlampen aus den 50er-, bis geschätzt 70er-Jahren. In das Café ist eine Art offene Showküche mit vier verschiedenen Öfen integriert, welche alle in unterschiedlichen Farben leuchten. So kann man während des Kaffee- und Kuchengenusses den „Omas“ gemütlich beim Backen zuschauen. Rückblickend kann ich sagen, dass dieses reizende Café es tatsächlich geschafft hat, sich während meines zweistündigen Aufenthaltes zu meinem absoluten Lieblingscafé zu mausern.

Goodbye Wien

Die Tage in Wien waren schön, aber natürlich viel zu kurz. Ich habe sicher nur einen Bruchteil dessen gesehen, was Wien zu bieten hat, und werde definitiv wiederkommen. Nun geht es weiter nach Bayern, dort werde ich die Landeshauptstadt München unsicher machen und die Therme in Erding besuchen, worauf ich mich natürlich schon riesig freue.