Wer kennt es nicht? Man schleppt so viel mit in den Urlaub, was man gar nicht benutzt. Hier erfahrt ihr, was nicht in den Koffer gehört!

Fast jeder kennt es! Man fährt in den Urlaub, und Tage vorher überlegt man sich: „Was zum Henker soll ich bloß einpacken?“ Entweder oder? Quatsch! Alles rein in den armen Koffer – 25 kg für eine Woche ist doch wohl völlig normal. Nervös wiegt man den Koffer dutzende Male, um zu sehen, ob das Gewicht nicht schon das erlaubte Maximalgewicht der Airline überschreitet. Aber Leeeute… entspannt euch mal! Wer will schon unnötig viele Dinge mitschleppen, die man vor Ort gar nicht braucht, und die dann auch noch nach zwei Wochen schön nach Koffer oder Hotelschrank müffeln!?! Da ich als euer Urlaubsguru ja ständig in der Welt unterwegs bin, habe ich meine „Was-brauche-ich-im-Urlaub“-Strategie perfektioniert und kann euch vergewissern, welche Dinge man im Urlaub wirklich nicht braucht – entweder, weil man es überhaupt nicht benutzt, oder vielleicht nur ein einziges Mal. Kondome, zickige Begleitung… seid gespannt, worauf ihr im Urlaub besten Gewissens verzichten könnt. ;-)

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1. Die falsche Begleitung direkt zu Hause lassen

Den Urlaub, die schönste Zeit des Jahres, mit der falschen Begleitung zu verbringen, kann einem gut und gerne mal die Urlaubsstimmung kaputt machen. Überlegt euch also gut, wen ihr auf eure Reisen mitnehmt oder ob ihr nicht lieber doch alleine reisen wollt. Man lernt sowieso immer sehr nette Menschen unterwegs kennen. Als ich meine Freunde gefragt habe, was sie auf Reisen immer dabei haben, aber nie brauchen, sagte wirklich jemand: „Meine Ex-Freundin, die hat mich eigentlich immer nur genervt.“ Natürlich will ich damit nicht sagen, dass das immer so sein muss… aber ich will euch nur schonmal gewarnt haben. ;-)

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2. Kleine, große Wehwechen – Medikamente für jeden nur möglichen Zwischenfall

Gesunde Menschen brauchen an 10 Tagen normalerweise nicht wirklich viele Medikamente. Warum zum Henker packt ihr dann bitte 100 Ibuprofen, 50 Imodium akut gegen Durchfall, Halsschmerztabletten, Wund- und Brandsalbe und Voltaren Schmerzgel ein? Außer ihr fahrt jetzt irgendwo nach Kambodscha in das kleinste Kaff des Landes, lasst euch gesagt sein, nahezu überall gibt es Apotheken, in denen ihr alles kaufen könnt, falls ihr es braucht. Richtig: Falls ihr es braucht! Und dann zumeist auch viel günstiger und wirksamer gegen landestypische Viren. Nehmt also nur mit, was ihr wirklich benötigt. Okay… eine Ausnahme mache ich: Verhütungsmittel wie die Pille und eine Handvoll Kondome! Wer möchte schon den heißen Urlaubsflirt abblitzen lassen, weil man keine Verhütungsmittel dabei hat?!

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3. Die Winnie Pooh Handtücher müssen unbedingt mit… Nicht!

Falls ihr tatsächlich zum ersten Mal in den Urlaub fahrt, oder es womöglich schon wieder vergessen habt: In fast jedem Hotel gibt es Handtücher, die euch zur Verfügung gestellt werden. Oftmals dürft ihr sie sogar, manchmal gegen Kaution, mit zum Pool oder zum Meer nehmen. Wer nimmt schon gerne diese riesigen Strandhandtücher mit, die viel zu viel Platz im Koffer wegnehmen? Also ich jedenfalls nicht. Gut, ich kann natürlich verstehen, wenn ihr gerade euer liebstes Winnie Pooh Handtuch unbedingt im Urlaub zeigen wollt – da müsst ihr halt Prioritäten setzen. Generell empfehle ich euch, auch aus hygienischen Gründen, am besten ein Mikrofaserhandtuch – die wenige hundert Gramm schweren Tücher kann man ganz klein zusammenfalten und sie nehmen somit kaum Platz weg.

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4. Der Föhn für die garantiert perfekte Frisur bei 90% Luftfeuchtigkeit

Sorry Ladies, aber bei 35° und einer Luftfeuchtigkeit von 90% hilft selbst der beste Schaumfestiger und Föhn nicht mehr. Und selbst wenn ihr versuchen wollt, die Frise herzurichten – in den meisten Hotelzimmern gibt es einen Föhn im Badezimmer. Falls nicht, könnt ihr immer noch an der Rezeption nachfragen, dort gibt es immer Haartrockner zum Ausleihen. Aber lasst es euch vom Guru gesagt sein, in warmer Sommerluft trocknet das Haar ganz schnell von selbst und es ist garantiert auch wesentlich gesünder für eure Haarpracht als die heiße Föhnluft. Selbst wenn es nur so ein kleiner knubbeliger Reiseföhn ist… lasst ihn am besten zu Hause und spart das zusätzliche Gewicht für schöne neue Souvenirs und Klamotten. Womit wir direkt bei Punkt 5 wären…

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5. Schwarz, gelb, kurz, lang, eng, locker, sexy, leger… Viel zu viiiiiiele Klamotten

Meine lieben weiblichen Leser! Es ist kein großes Geheimnis, und ihr braucht euch auch nicht schlecht fühlen… das liegt in euren Genen. Aber wie viele von euch nehmen in jeden Urlaub einfach viel zu viele Klamotten mit? Ich kann das ja verstehen, mal ist einem nach etwas Lockerem, dann will man wieder sexy sein – und wer weiß, ob vielleicht doch eine Schneefront über die Kanaren zieht? :-) Es kann aber auch viel einfacher sein: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Sucht euch vor dem Urlaub einfach eure absolute Lieblingskleidung heraus, also Klamotten, die ihr erfahrungsgemäß wirklich und gerne tragt. Behaltet auch im Hinterköpfchen, dass man einige Stücke ja auch guten Gewissens einfach mehrmals anziehen kann, wenn sie nicht dreckig geworden sind – wir sind ja schließlich nicht bei den Oscars, oder?

Meine Empfehlung:

  • 2-3 Bikinis reichen! Länger als vier Wochen werdet ihr ja wohl nicht weg sein, deswegen reichen 2 bis 3 Bikinis absolut aus. 15 Bikinis für 10 Tage? Nimmt nur unnötig viel Platz weg und ihr habt doch sowieso eure Favoriten! Die benutzten Bikinis nach dem Strand einfach unter der Dusche abschrubben und schon sind sie vom Salzwasser und Chlor befreit.
  • Schmuck in Maßen! Da habe ich direkt mehrere Gründe für euch: 1. Wertvoller Schmuck ist leichtes Diebesgut. 2. Es ist heiß, man schwitzt und die dicke Statement-Kette klebt schön ungemütlich auf der Haut. 3. Weniger ist mehr – zu leichten Sommeroutfits passt kein fetter auffälliger Schmuck, ein paar süße Armbändchen, eine kleine Halskette – sieht süß und nicht überladen aus.
  • Lange Kleidung bleibt zu Hause! Ich gehe jetzt mal schwer davon aus, dass es euch in eurem wohlverdienten Urlaub irgendwo in die Sonne treiben wird. Deswegen reicht es dicke aus, wenn ihr eine längere, luftige Hose und eine Strick- oder Sweatshirtjacke mitnehmt, die ihr gewichtsbewusst am An- und Abreisetag tragt. So müsst ihr im Flugzeug nicht frieren, und sollte es tatsächlich im Urlaub etwas kälter werden, habt ihr etwas Kuscheliges mit dabei.

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6. Zwei Füße brauchen im Urlaub keine 30 Paar Schuhe – glaubt mir!

FlipFlops, Sandalen, HighHeels, Wedges, Wanderschuhe, Laufschuhe – ja wer weiß, was man im Urlaub so spontan unternehmen wird! Sorry Leute, aber das Argument zieht bei mir nicht mehr. Im Endeffekt werdet ihr doch sowieso nur am Strand oder am Pool chillen und mit FlipFlops unerlaubterweise zum Abendbüffet marschieren. Vor allem an alle Frauen mein gut gemeinter Rat: Wollt ihr wirklich mit aufgequollenen, schwitzigen Füßen in 15cm hohen Hacken rumlaufen? Schnappt euch ein Paar schöne Sandalen, ein Paar FlipFlops und ein Paar schöne Ausgehschuhe, am besten in schwarz oder einer anderen ruhigen Farbe, die ihr zu vielen Outfits kombinieren könnt. Außerdem: Im Urlaub gibt es immer noch so viele schöne Shops, da wollt ihr ja wohl auch noch ein Paar neue Schühchen einkaufen gehen.

Was die Männer angeht: Bitte nehmt nicht nur ein einziges Paar Schuhe mit. Nach kurzer Zeit müffeln diese nämlich ganz schöne doll und das muss doch echt nicht sein. Ein Paar FlipFlops und dann noch ein bis zwei Paar normale Ausgehschuhe, das wird ja wohl drin sein, oder? ;-)

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6. Reichlich Pflege- und Kosmetikprodukte für ein zerlaufenes Make-up

Frauen kennen es wohl am besten: Man rennt vor dem Urlaub nochmal schnell in eine Drogerie und kauft alles Mögliche, was nur ansatzweise praktisch aussieht. Kein Wunder, schließlich haben Drogerien auch echt für alle Fälle etwas. Das kann jedoch auch schnell mal zum Verhängnis werden, vor allem, wenn man sich eigentlich vorgenommen hat, nicht so viel mitzunehmen. Die Creme für nachts, die für tagsüber, Bodylotion, drei verschiedene Shampoos, Spülungen, Haarkuren. Ja, die Sonne mag Haut und Haar attackieren, aber wir wollen es doch wirklich nicht übertreiben! Beschränkt euch einfach auf das Nötigste! Ihr schmiert sowieso schon tonnenweise Sonnencreme, Sonnenöl und After Sun auf eure Haut… warum dann noch mehr? Gönnt eurer Haut ruhig mal eine Pause von schweren Cremes und Ölen und lasst sie frei und luftig atmen. Ein Shampoo und eine Spülung bzw. Haarkur sollte für eure Haare völlig ausreichen.

Noch so ein wehleidiges Thema, was offensichtlich nicht viele Damen berücksichtigen: Make-up im Urlaub! Generell immer, aber vor allem im Urlaub zählt: Weniger ist mehr! Man schwitzt, man schwimmt, man bräunt sich. Durch die Sonne hat euer Gesicht sowieso schon einen super Teint, also muss nicht noch mehr oben drauf. Und gönnt eurer Haut im Urlaub auch mal eine kleine Auszeit – allein das Durchatmen der Poren wird euch den Urlaub in das Gesicht zaubern. Räumt vor dem Urlaub alles aus eurem Make-up-Täschchen heraus, was ihr nicht mindestens drei Mal die Woche benutzt. Wer weiß, was man sich da alles an Gewicht und Ballast sparen kann.

Ein Tipp vom Make-up-Experten: Wenn euer Make-up-Töpfchen nur noch zu einem Drittel voll ist, dann fangt zu Hause ein neues an und bewahrt euch das noch nicht ganz leere für den Urlaub auf. So ist die Chance größer, dass ihr das Make-up im Urlaub aufbraucht und das leere Töpfchen dort direkt in den Müll werfen könnt und somit für den Rückweg schonmal mehr Platz habt. Zwar nicht nur wegen eines kleinen Töpfchens, aber wenn man diesen Trick auch für Shampoos, Bodylotions etc. anwendet, kann schon so einiges zusammen kommen.

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8. Bücher, Kabelei, Täschchen – das Krimskrams-Chaos

Es gibt nichts Schöneres, als am Pool zu liegen, mit einem Cocktail in der einen und einem mega guten Buch in der anderen Hand. Ich gehöre auch dazu… in zwei Wochen Urlaub habe ich manchmal locker zwei bis drei komplette Bücher durch – das geht ruckizucki. Aber bleibt bitte realistisch, liebe Urlaubsfreunde! Fünf Bücher für zwei Wochen Urlaub sind etwas zu viel des Guten – ihr kennt euren Leseappetit am besten. Nehmt nicht mehr mit, als ihr schafft – Bücher sind nur schwer und nehmen viel Platz weg. Eine super Alternative, umweltschonend, platz- und gewichtssparend, sind etwa E-Reader, wie zum Beispiel das Kindle Paperwhite. So könnt ihr euch bereits vor dem Urlaub eine Auswahl an coolen Romanen runterladen und im Urlaub einen nach dem anderen verschlingen.

Die Urlauber, die weniger am Pool chillen, dafür aber mehr die Gegend erkunden wollen, bringen zumeist jedoch die gleiche Menge an Büchermaterial mit. Reiseführer wiegen auch so einiges, und vor allem wenn man mehrere Städte abklappert, können da locker drei bis vier Kilo zusammen kommen. Auch hier gilt wieder: Am besten als E-Book für den E-Reader runterladen, oder ein Tablet mitnehmen, wo ihr alle Infos gespeichert habt, oder – ganz oldschool – ihr schreibt euch vorher schon alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auf ein Blättchen Papier auf. Leicht und luftig und auf’s Wesentliche begrenzt.

Wer gerne professionell fotografiert, neigt doch häufig mal dazu, extrem viel und vor allem schweres Fotoequipment, sprich Objektive, Stativ, Akkus, Speicherkarten usw. mitzuschleppen. Muss das wirklich sein? Für ein geniales Foto töten ja manche Leute, aber im Urlaub will man doch auch einige Erlebnisse mit den eigenen Augen aufsaugen, oder? Dieser ganze Foto-Krimskrams nimmt zum einen extrem viel Platz weg und zum anderen seid ihr ständig dabei, das richtige Equipment herauszusuchen. Die Entscheidung liegt bei euch… nur beschwert euch bitte nicht, wenn kein Platz mehr für Unterhosen ist.

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Ab jetzt eure neue Faustregel: „Für den Fall, dass..“- Dinge kommen nicht in den Koffer! Nein, ihr braucht keine drei verschiedenen Nagellacke, keine vier Boxen für den besten Sound und auch keine 30 Paar Schuhe! Eine dicke fette Ausnahme möchte ich übrigens hinzufügen: Dein ein und alles, dein Weggefährte seit jeher, darf immer und zu jeden Urlaub dringend mitkommen: Der Teddy! Gegebenenfalls auch ein kleines Schmusekissen – je nach Dringlichkeitsgrad ;-) Und solltet ihr doch mal Angst haben, irgendetwas Wichtiges für euren nächsten Standurlaub zu vergessen, dann werft doch mal einen Blick auf meine persönliche Urlaubsguru-Checkliste! Doch bitte beachtet: Das sind nur Dinge, die man brauchen könnte, nicht alles davon ist unbedingt notwendig.

Ich hoffe, ich konnte euch für eure nächste Reise ein bisschen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Oder habt ihr etwa schon eure eigene Strategie entwickelt? Was muss bei euch in wirklich jeden Urlaub mitkommen, und was darf getrost zuhause bleiben? Ich freu mich auf eure Ideen!