Die skandinavischen Länder erwecken in mir immer ein wohliges, abenteuerliches Gefühl. Das Gras scheint dort grüner zu wachsen, die Menschen sind liebenswert und die Natur ist einzigartig. Vor allem Stockholm, die Stadt auf 14 Inseln, muss man irgendwann einmal bereisen.

Zahlreiche Berühmtheiten hat die Stadt Stockholm bereits hervorgebracht, etwa den Chemiker und Erfinder Alfred Nobel oder den aktuell erfolgreichen DJ, Remixer und Musikproduzenten Avicii. Seit 1643 ist Stockholm die Residenz des Königs und auch das schwedische Parlament sowie die Regierung hat hier ihren Sitz. Vor allem das Klima macht die größte Stadt Skandinaviens ganzjährig attraktiv. Stockholm befindet sich in der gemäßigten Klimazone – heißt, dass es dort nie unangenehm heiß oder frostig kalt wird. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 6,6°C. Also, ob im Sommer oder Winter, ein Städtetrip in die schwedische Hauptstadt lohnt sich immer. Damit ihr für eure Stockholm-Reise gut gerüstet seid, habe ich hier eine kleine Übersicht, welche Sehenswürdigkeiten ihr auf keinen Fall verpassen dürft, wie ihr beim Sightseeing sparen könnt und vor allem in welcher Ecke Stockholms sich der Abend am besten ausklingen lässt.

Mit diesen Stockholm Tipps seid ihr bestens gerüstet

Anreise nach Stockholm | Stockholm Card | Museen und ArchitekturWunderschöne Schlösser

ABBA Museum | Freilichtmuseum Skansen | Astrid Lindgren Museum | Die besten Aussichten

Die schönsten Viertel der Hauptstadt | Essen und Trinken | Legendäres Nachtleben

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Die Anreise nach Stockholm – Viele Wege führen nach Schweden

Die Anreise nach Stockholm lässt sich sehr flexibel und problemlos planen, sogar für einen kurzen Wochenendtrip eignet sich ein Abstecher in die schwedische Hauptstadt. Dabei könnt ihr frei entscheiden, ob ihr die Fahrt mit dem Auto, der Bahn, dem Bus oder doch lieber den Luftweg bevorzugt. Der Stockholmer Flughafen wird von zahlreichen deutschen Flughäfen angeflogen, von Billigfluggesellschaften sowie renommierten internationalen Airlines – schaut einfach mal nach günstigen Flügen. Vom Flughafen nehmt ihr dann einfach den DirektbusFlygbuss“, der euch innerhalb von 40 Minuten ins Stadtzentrum bringt. Eine andere Möglichkeit ist der Arlanda Express. Der Expresszug ist mit 20 Minuten die schnellste und komfortabelste Variante, kostet jedoch 260 Kronen pro Fahrt (ungefähr 28 Euro), also fast dreimal so viel wie der Bus. Auch an Taxis und Mietwagenständen mangelt es am Flughafen nicht.

Etwas mühseliger, doch mit tollen Aussichtsmöglichkeiten könnt ihr auch mit der Deutschen Bahn nach Stockholm reisen. Eine Reisezeit um die 18 Stunden und mehrfaches Umsteigen müsst ihr aber je nach Verbindung einplanen. Eine sehr günstige Möglichkeit bieten die Fernbuslinien. Aus mehreren Städten Deutschlands, Zum Beispiel aus Köln, Hannover oder Hamburg kommt ihr schon für unter 100 Euro mit dem Bus nach Stockholm. Das einzige Manko: schlappe 25 Stunden Fahrzeit.

Wer jede Menge Zeit hat, dem empfehle ich eine Anreise mit dem Auto. Die Nase aus dem Fenster halten, in einigen Städten und Dörfern zwischendurch anhalten, herumschauen – die Route würde euch durch wunderschöne Gegenden bis zur Nordsee führen, an den Küsten Dänemarks vorbei und durch die malerische schwedische Landschaft. Gut 16 Stunden fahrt ihr von Frankfurt nach Stockholm, Mautgebühren fallen an und eine Fähre muss euch einige Male über das Wasser bringen. Ganz günstig wäre diese Variante nicht, aber wie gesagt: die Freiheit macht’s. Für so eine lange Strecke eignet es sich auch immer, einen Mietwagen zu nehmen. Parken solltet ihr definitiv außerhalb des Zentrums, bei rund 1,5 Millionen Einwohnern ist tägliches Verkehrschaos vorprogrammiert. Dann nehmt ihr einfach einen Bus oder die U-Bahn ins Zentrum.

Sparen mit dem Stockholm Pass

Ich will euch nicht anschwindeln, Stockholm ist teuer. Alle skandinavischen Ländern sind generell ziemlich kostspielig aufgrund von hohen Steuern, hohen Lebenshaltungskosten etc. Dennoch sollte euch das nicht abschrecken, gute Deals für Hotels zum Beispiel suche ich euch ja immer gerne in meinen Reiseanfragen raus. Aber falls ihr plant, und das solltet ihr, einige Museen, Schlösser oder Themenparks zu besuchen, habe ich einen anderen guten Tipp für euch: Besorgt euch den Stockholm Pass.

Wahlweise für 1, 2, 3 oder 5 Tage und einmaligen Kosten zwischen 710 und 1755 SEK (75– 185€) genießt ihr freien Eintritt in bis zu 60 Museen und Sehenswürdigkeiten sowie die kostenlose, unbegrenzte Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel für den Großraum Stockholm. Da die Highlights der Stadt in allen Himmelsrichtungen verteilt und nicht immer gut zu Fuß zu erreichen sind, ist die Karte super, um mit U-Bahn, Straßenbahn, Schiff oder Fahrrad durch Stockholm zu cruisen. Und mit einzelnen Eintrittspreisen um die 2 € lohnt sich die Vergünstigungskarte für nahezu jeden Stockholm-Besucher.

Stockholm Tipps Fahrrad
Foto: Carolina Romare/imagebank.sweden.se

Museen mit Architektur und Geschichte wohin das Auge reicht

Stockholm hat eine besondere Geschichte und repräsentiert zugleich die Geschichte eines ganzen Landes. Zahlreiche Museen laden ein, die Vergangenheit Schwedens zu erleben und die Kultur besser zu verstehen. Ein tolles Highlight für Kopf und Auge ist das Vasa-Museum. Im Herzen Stockholms auf der Insel Djurgården gelegen, zeigt das Museum das weltweit einzige verbliebene Schiff aus dem 17. Jahrhundert. Das auf seiner Jungfernfahrt 1628 gesunkene Kriegsschiff Vasa ist fast vollständig erhalten – mit 95% erhaltenen Originalteilen und einer Verzierung aus Hunderten von geschnitzten Skulpturen ein einzigartiger Kunstschatz. Sobald ihr das Museum betretet, ragt es bereits in anmutiger Größe vor euch. Der Besuch vermittelt euch einen wahnsinnig realistischen Eindruck eines historischen Schiffes, aber auch des Lebens auf dem Schiff im 17. Jahrhundert. Detailliert wird über die beim Kentern gestorbenen Seemänner informiert sowie über die Bergung des Schiffes. An der Kasse habt ihr die Möglichkeit, eine persönliche Führung zu wählen oder ihr nehmt einen Audio-Guide, der euch zusätzliche Informationen gibt. Ein kleiner Tipp: Im Museum wird auch ein 20-minütiger Film gezeigt – schaut ihn euch direkt zu Beginn an. Er gibt euch einen Überblick über Schweden und Stockholm im 17. Jahrhundert und zeigt Aufnahmen der Schiffsbergung in den 1960er Jahren – so seid ihr direkt gut auf euren Zeitsprung eingestimmt. Der Eintritt kostet knapp 15 Euro.

Im Westen Stockholms, einen kurzen Spaziergang von der Innenstadt entfernt, befindet sich das Rathaus, von den Schweden Stadshuset genannt. Durch seine Architektur und Größe ist es bereits von außen beeindruckend, doch auch die Räumlichkeiten glänzen durch Dekoration und Geschichte. Hier im Rathaus findet jährlich das Bankett nach der Nobelpreisverleihung statt, dementsprechend gibt es interessante Informationen über die Geschichte der Verleihung. Lediglich mit einer Führung könnt ihr die Räumlichkeiten besuchen, doch die lohnt sich wirklich – jeder Raum wird euch auf unterschiedliche Weise präsentiert. Ihr habt sogar die Möglichkeit, den Turm des Anwesens zu besteigen. Die Aussicht über Stockholm ist von hier sensationell, die verschiedenen Inseln und Stadtteile könnt ihr genau erkennen. Um euren Ausblick nicht im Gedränge erleben zu müssen, rate ich euch, schon morgens um kurz nach 9 Uhr den Besuch zu planen – so sind nur wenige Touristen hier und ihr müsst nicht so lange warten. Wer einen knappen Zeitplan hat, kann auch vorher eine Tour reservieren.

Stockholm Tipps Nobel
Foto: Ola Ericson/imagebank.sweden.se

Nicht nur bei Sonnenschein lohnt sich ein Besuch des Millesgården. Das Kunstmuseum bietet einen Skulpturenpark und war bis 1931 das Heim und Atelier des schwedischen Künstlerpaares Olga und Carl Milles. Aus dem Zentrum fahrt ihr mit der U13 bis zur Endstation, nehmt von da einen Bus Richtung Millesgården und schlendert von der Haltestelle noch knapp zehn Minuten zu dem Anwesen – die 30 Minuten Anfahrt lohnt sich aber auf jeden Fall. Direkt am Meer gelegen, bietet Millesgården eine kleine ruhige Oase außerhalb der Stadt. Im Künstlerhaus könnt ihr euch verschiedene Gemälde und Figuren des bekannten Künstlers Carl Mille anschauen. Die Kunsthalle zeigt unterdessen wechselnde Ausstellungen schwedischer und internationaler Künstler, hier befindet sich auch ein kleiner Museumsladen. Auf der Terrasse spürt ihr direkt die Meeresbrise. Nur wenige Meter vom Meer erwarten euch beeindruckende Skulpturen und Gartenelemente, arrangiert um einen wunderschönen Brunnen. Neun Euro kostet ein Besuch des Anwesens – ein fairer Preis.

Stockholm Tipps Millesgarden

Wer eher zeitgenössische Kunst in Form von Augenblickaufnahmen präferiert, sollte das Fotomuseum Fotografiska im Stadtbezirk Södermalm nicht verpassen. In einer alten Fabrikhalle werden hier auf mehreren Stockwerken Fotostrecken aus verschiedenen Ecken der Erde ausgestellt. Informiert euch am besten vorher, welche Ausstellung aktuell gezeigt wird – alle Projekte beziehen sich aber auf zeitgenössische Fotokunst. Im obersten Stock gibt es zusätzlich ein Café bzw. Restaurant, das euch einen atemberaubenden Panoramablick auf das Wasser und die Stockholmer Altstadt bietet. Die Preise für Salate, Kuchen etc. sind zwar relativ hoch, aber wirklich zu empfehlen.

Stockholms Schlösser sind einen Besuch wert

Auch in Stockholm müssen die Prinzen und Prinzessinnen unter euch nicht auf ein Bilderbuch-Schloss verzichten. In dem kleinen Ort Mariefred gibt es das Schloss Gripsholm. Entweder, ihr mietet euch ein Auto und fahrt über die E4, oder ihr nehmt den Zug ab dem Stockholmer Hauptbahnhof bis „Läggesta“, von dort den Bus 303 und seid in knapp 40 Minuten am Schlosseingang. Eine etwas andere und sehr coole Anreise bietet aber die Fahrt mit dem alten Kohledampfer „M/S Mariefred“, der im Zentrum von Stockholm startet. Dreieinhalb Stunden dauert eine Strecke, auf der ihr tolle Eindrücke der schwedischen Hauptstadt sammeln könnt. Schon aus der Ferne werdet ihr das Schloss erkennen, dass sich in malerischer Lage über das klare Wasser des Mälarsees erhebt. Schloss Gripsholm ist der Inbegriff der schwedischen Romantik – auch in Deutschland ist das Schloss spätestens durch die gleichnamige Liebesgeschichte Kurt Tucholskys berühmt geworden. Das Schloss wurde 1537 erbaut und konnte durch viele Restaurierungen und Umbauten noch bis heute sehr gut erhalten bleiben. Bei einem Besuch könnt ihr rund 60 Räume entdecken, die mit kostbaren Kunsthandwerken und prachtvollen Möbeln dekoriert sind. Durch die detailgetreue Einrichtung kann man sich sehr gut vorstellen, wie die Menschen damals gelebt haben.

Stockholm Tipps Schloss Gripsholm

Mit viel Glück wird euch hier Kronprinzessin Victoria mit ihrem Daniel über den Weg laufen: Schloss Drottningholm. Ursprünglich ein königliches Lustschloss, ist es seit 1982 Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. Rund zehn Kilometer entfernt von der Hauptstadt Stockholm könnt ihr Drottningholm ausgezeichnet mit dem Auto oder mit der Grünen Linie von Stockholm erreichen. Ab der Endstation „Brommaplan“ nehmt ihr den Bus 176, 177, 323 oder 338 nach Drottningholm. Für die Royals unter euch gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Dampfer ab Stadshusbron am Stadshuset zum königlichen Schloss zu fahren. Vor Ort könnt ihr den Großteil des Schlosses und den Park besichtigen – im Südflügel residiert die Königsfamilie, da dürft ihr leider nicht rein. Zum Anwesen gehört ein kleines exotisches „China-Schlösschen“ und das original erhaltene und noch heute bespielte Schlosstheater mit einer raffinierten Bühnentechnik. Der Eintritt ist mit knapp 20 Euro nicht besonders preiswert. Eine Führung könnt ihr ebenfalls buchen – diese lohnt sich vor allem, wenn ihr mehr über die Geschichte und Architektur vom Schloss, Theater und China-Pavilion wissen möchtet. Mein Tipp: Täglich um 12:15 Uhr ist Wachwechsel vor dem Schloss. Ähnlich beeindruckend wie in London lassen sich auch hier die Wachmänner im Marschschritt beobachten.

Stockholm Tipps Schloss Drottningholm
Foto: istock.com/Remus Eserblom

Eins der bedeutendsten architektonischen Wahrzeichen Stockholms ist die Stadtbibliothek. Entworfen vom berühmten Architekten Gunnar Asplund eröffnete die Bücherei im Jahr 1928. Alle Wände der Bibliothek sind rund. Die Bücherregale verlaufen im Kreis bis hoch an die Decke. Spaziert hier eine große Runde entlang der jahrhundertealten Literatur. Selbstverständlich könnt ihr euch einfach ein Buch schnappen und etwas lesen – es gibt hier eine wirklich gute Auswahl an deutscher und englischer Dichtung und vielsprachigen Sachbüchern. Der Eintritt ist kostenlos, also ab mit euch!

ABBA – The Museum

Glitzerleggins. Wellige Mähne. Dancing Queen. Ja, auch ich, euer Urlaubsguru, habe in den 1970er Jahren die Welt in Schlaghose erobert und lautstark die Lieder von Abba mitgesungen. Umso mehr habe ich mich über das Museum gefreut, das die großartige Geschichte der Band erzählt.

Stockholm Tipps ABBA
Foto: Lasse Ansaharju/Shutterstock.com

Abba The Museum findet ihr unweit des Vasa-Museums auf der Insel Djurgården. Der Eintrittspreis liegt bei 22 Euro, dafür gibt es nicht nur jede Menge Anschauungsmaterial und Musikeinlagen, man kann auch selbst sein Showtalent unter Beweis stellen. Aber ganz klar: Wer kein Fan von der Band ist, für den ist das Museum definitiv kein Muss! An der Kasse könnt ihr euch für knapp fünf Euro einen Audio-Guide mieten, der euch an diversen Ständen interessante Anekdoten erzählt. Auch ohne extra Guide verrät euch das Museum viel über die Geschichte von Abba – hunderte von Memorabilien zeigen sie von ihren Anfängen als Solostars bis zur Trennung. Die Ausstellungsräume wurden wie Tonstudios und Bühnen originalgetreu nachgestellt und zahlreiche Preise und Kostüme erinnern an die Glanzzeiten der Band. Auch die Abba-Mitglieder wirkten an der Entstehung mit und erzählen in vielen Stellen über Video von besonderen Geschichten und Erinnerungen. Eine richtig coole Idee ist das 3D-Hologramm. Via atemberaubender Projektion taucht die Band auf einer großen Bühne auf, ihr stellt euch daneben, ein Song wird eingelegt und ihr singt und performt mit der Band im Playback. An einigen anderen Stellen im Museum habt ihr auch die Möglichkeit, Textsicherheit und Gesangstalent zu präsentieren. Zwei Stunden solltet ihr schon für den Besuch einplanen – und vergesst nicht die Glitzerhose! :-)

Traditionelles Leben im Freilichtmuseum Skansen

Nachdem ihr euch im Abba-Museum musikalisch gesättigt habt, solltet ihr einen Ausflug ins Museum Skansen machen. Nur wenige Minuten von Abba-Mania entfernt, befindet sich dieses weltweit erste Freilichtmuseum, eröffnet im Jahre 1891. Das ganze Dorf bietet einen Rückblick auf Schweden im 18. und 19. Jahrhundert. In den urigen Häusern tragen Mitarbeiter traditionelle Trachten und stellen Backwaren und Gerichte aus der längst vergangen Zeit her.

Stockholm Tipps Skansen

Neben dem kleinen Dorf gibt es ebenfalls einen schönen Tierpark mit typisch skandinavischen Tieren, etwa Elchen, Rentieren aber auch Bären und Robben. Das Freilichtmuseum ist liebevoll hergerichtet und bietet eine schöne Alternative nach stundenlangem Sightseeing.

Junibacken – Pipi und Michel im Astrid Lindgren Museum

Auf der Insel Djurgården gibt es wirklich sehr viel Entertainment, so befindet sich auch mein nächster Tipp nur Minuten entfernt vom Abba-Museum und der Freilichtbühne. Ob Groß oder Klein, im Junibacken geht das immer währende Kinderherz auf. Das Museum ist den Helden der schwedischen Kinderliteratur, vor allem den Figuren aus den weltberühmten Büchern Astrid Lindgrens gewidmet: Karlsson vom Dach, Ronja Räubertochter, Michel aus Lönneberga, die Brüder Löwenherz und meiner absoluten Queen Pippi Langstrumpf. Mit dem „Sagotåget“, dem Märchenzug, könnt ihr euch quer durch das Museum fahren lassen und taucht in eine Fantasiewelt nach der anderen ein. Zudem beherbergt das Museum ebenfalls eine der größten schwedischen Kindertheaterbühnen, wo täglich mehrere Vorstellungen stattfinden. Obwohl die Märchenwelt auch für größere Kinder spannend ist, bietet das restliche Junibacken hauptsächlich Abwechslung für ganz kleine Kinder bis etwa 6 Jahre mit jeder Menge Kinderschminken, Basteln und Aufführungen.

Stockholm Tipps Lindgren
Foto: Tina Stafrén/ imagebank.sweden.se

Die schönsten Ausblicke auf Stockholm

Nicht nur wegen seiner Geschichte und den bezaubernden Menschen ist Stockholm sehr attraktiv, vor allem seine geographische Zusammensetzung ist besonders. Stockholm ist zum einen Festland, zum anderen besteht es aber auch aus Inseln. Ein Blick von oben ist dementsprechend heiß begehrt. Zwei Anlaufstellen gibt es da, die euch einen spektakulären Blick auf Stockholm ermöglichen.
Einen besonderen Ausblick habe ich euch ja schon versprochen, aber die Globe Arena bietet euch zusätzlich ein weltweit einmaliges Bauwerk. Kugelrund mit einem Durchmesser von 110 Metern und einer Höhe von 85 Metern ist der Ericsson Globe das Wahrzeichen der schwedischen Hauptstadt, aber viel besser noch: es ist das größte sphärische Gebäude der Welt. Etwas außerhalb der Stadt finden hier täglich Konzerte oder Sportevents statt – bei den gigantischen Ausmaßen, könnt ihr euch vorstellen, wird jede Veranstaltung hier zu einem Erlebnis.

Die große Kugel soll aber nicht nur Besucher beeindrucken, sondern gehört zu einem großartigen Projekt. Der Stockholmer Globe ist Teil des weltweit größten, maßstabsgetreuen Modells des Sonnensystems, das „Sweden Solar System“ , indem er die Sonne darstellt. Die Planeten und viele andere Objekte sind hierbei über ganz Schweden verteilt, von Kiruna im Norden bis Karlshamn im Süden. Seit Februar 2010 lockt der Globe zudem mit einer Aussichtsplattform. Der SkyView ist eine Art gläserner Fahrstuhl, der auf Schienen langsam entlang der Außenfassade bis ganz oben auf den Globe fährt. Hier könnt ihr einen spektakulären Blick auf Stockholm aus 120 Metern Höhe werfen. Es gibt zwei Gondeln, die alle zehn Minuten abfahren. Der Besuch dauert ungefähr 30 Minuten. Vor der Fahrt werdet ihr in ein kleines Kino gebracht, wo es einen kurzen Film über die Entstehung des Globe und den Bau des SkyView zu sehen gibt. Vor allem an schönen Tagen lohnt es sich, im Voraus Tickets online zu buchen, sonst müsst ihr mit langen Wartezeiten rechnen.

Stockholm Tipps Globe Arena

Ohne in schwindeliger Höhe umher zu baumeln, bietet euch der Monteliusvagen einen wunderschönen Ausblick auf Stockholm – und das absolut kostenlos. Nur wenige Meter von der Stockholmer Altstadt befindet sich der 500 Meter lange Fußweg, der durch seine hohe Lage einen atemberaubenden, wenn nicht sogar den besten Blick auf Schwedens Hauptstadt liefert. Entlang der Promenade befinden sich zahlreiche süße Häuschen und auch die Konditori Chic, wo ihr unbedingt einen leckeren Kaffee und ein Stück Kuchen genießen solltet. Ansonsten könnt ihr aber auch einfach ein paar Snacks mitbringen und hier ein kleines Picknick machen – schön außerhalb des Zentrums lässt sich die Ruhe wunderbar genießen. Absolut empfehlenswert ist ein Besuch kurz vor dem Sonnenuntergang, dann ist ganz Stockholm golden beleuchtet und sieht fast aus wie eine Spielzeugstadt.

Gamla Stan, Djurgården und mehr: die schönsten Ecken Stockholms

Eine der hinreißendsten Ecken Stockholms ist seine bildschöne Altstadt Gamla stan. Bunte Häuser wie aus dem Bilderbuch, urige Geschäfte, tolle Restaurants und Cafés machen die Altstadt zu einem Erlebnis. Nehmt euch Zeit, hier gemütlich durchzuschlendern. Haltet die Ohren auf für das originelle Kirchengeläut, verlauft euch in den verwinkelten Gassen und lasst euch von den gastronomischen Angeboten verführen. Täglich, auch sonntags, sind die Geschäfte von 11 bis 16 Uhr geöffnet, die vielen Pubs bieten fast jeden Tag Live-Musik. Ihr habt auch die Möglichkeit, eine Altstadtführung zu buchen, so erfahrt ihr noch mehr über die Geschichte und die geheimen Ecken der Gamla stan.

Stockholm Tipps Altstadt

Djurgården ist eine Insel, ein Stadtteil und Parkgebiet im Osten von Stockholm. Wer mal raus aus der Stadt und die Seele baumeln lassen möchte, kann das hier mit herrlicher Sicht auf die Stadt tun. Djurgården ist ein Naturgebiet, die Hälfte der Insel ist bewaldet und wird von einem 10.200 Meter langen Strand umrahmt. Tolle Rosengärten, schöne Wege und Promenaden kann man hier entdecken. Ihr habt auch die Möglichkeit, für ungefähr 270 Kronen, also knapp 30€, ein Fahrrad zu mieten und über die Insel zu radeln.

Dass Stockholm durch seine vielen Seen, Inseln und der Nähe zum Meer eine ganz besondere Lage hat, wusstet ihr bestimmt, doch gerade einmal zwei Stunden östlich der schwedischen Hauptstadt könnt ihr die Schönheit der Natur in ganz besonderem Ausmaße erleben. An der Grenze Schwedens, wo das Baltische Meer zwischen Skandinavien und Baltikum liegt, gibt es über 30.000 Inseln und Felsen, die aus dem Wasser ragen – das Archipelago. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Zug, Bus und Fähre könnt ihr auf die Insel Vaxholm fahren und einen tollen Ausblick auf die Insellandschaft genießen, oder ihr bucht eine dreistündige Bootsfahrt von Stockholm aus. Oder die coolste Variante: ein Segeltörn um das Stockholm-Archipel. So könnt ihr die vielen Inseln und Landschaften aus unmittelbarer Nähe beobachten, doch auch mit dem öffentlichen Linienschiff seht ihr jede Menge und es kostet um einiges weniger. In Vaxholm gibt es auch eine kleine Stadt mit süßen Häuschen und Bootshäusern, die ihr in einem kleinen Spaziergang erkunden solltet, bevor es zurück nach Stockholm geht.

Essen auf schwedisch: Mehr als nur Hotdog und Köttbullar

Generell setzt die schwedische Küche auf erstklassige heimische Zutaten. Traditionell essen die Schweden gerne Hausmannskost, Kartoffeln, Wildfleisch und Fisch sowie Hering und Lachs in allen Variationen. Aber auch die Vielfalt internationaler Gerichte – vor allem die französische, italienische und amerikanische Küche übten in den letzten Jahrzehnten einen Einfluss auf die Essgewohnheiten aus. Die 1500 Restaurants in Stockholm bieten euch Gerichte für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.

Spartipp: Gutes Essen versüßt jede Reise und gerade landestypische Gerichte muss man bei einem Städtetrip unbedingt probieren. Damit das nicht ein tiefes Loch in die Reisekasse reißt, hat Nils John, Schweden-Experte von VisitSweden einen sehr guten Tipp für euch: „In Stockholm gibt es unendlich viele, sehr gute Restaurants. Viele davon bieten mittags Lunch an. Die etwas kleinere Mittagskarte bietet dann vielleicht nicht alle Spezialitäten des Dinners am Abend an, doch die Preise machen den Verlust locker wett. Bis zu 50% kann man im Vergleich zum Abendessen in vielen Restaurants sparen. Das lohnt sich auf alle Fälle.

Beliebt sind in ganz Schweden die Markthallen, denen ihr auf jeden Fall einen Besuch abstatten müsst. Hier gibt es nicht nur frisches Obst und Gemüse, sondern auch typisch schwedische Delikatessen. Blutwurst, Schokolade, Lakritz, Krabben und vieles mehr. Probiert euch durch das tolle Angebot – diese Stunden in der Saluhall Östermalm vergehen wie im Flug.

Stockholm Tipps Markthalle
Foto: Tuukka Ervasti/imagebank.sweden.se

Wem eher nach einem kleinen Snack und einem grandiosen Kaffee ist, sollte das Mean Coffee ausprobieren. Die Lokalität befindet sich sehr zentral im Zentrum Stockholms. Hier habe ich den besten Kaffee nach ganz langer Zeit getrunken. Extrawünsche werden von den Baristas gerne umgesetzt. Hier könnt ihr aber auch echt gut frühstücken oder einen Salat oder ein Sandwich essen, es gibt sogar die typisch schwedischen Zuckerteilchen namens „Bulle“. Auch das Auge kommt hier nicht zu kurz, die Inneneinrichtung ist sehr cool gewählt.

Krebsparty im August

Eines der Highlights jeden Sommers sind die traditionellen Krebspartys. Kräftsvika heißt dieses Happening auf Schwedisch. Familien und Freunde kommen zusammen und essen die frisch gefangenen Krebse, die man zu dieser Jahreszeit zu Hunderten oder gar Tausenden fängt und dann bei einem entspannten Fest verspeist. Es wird getrunken und gegessen was das Zeug hält und alle freuen sich da ganze Jahr auf die Krebsfangsaison. Traditionell werden die roten. gegarten Tiere zusammen mit Brot, Käse und anderen Köstlichkeiten serviert. Alle hoffen auf gutes Wetter, dann sitzen die Familien zusammen draußen, trinken das ein oder andere Schnäpschen und singen Lieder. Schwedenromantik pur.

Feiern bis die Schweden kommen

Das Stockholmer Nachtleben lässt wirklich nichts aus. Egal ob ihr Lust auf einen Live-Gig habt, schicke Cocktails schlürfen oder wilde Partys feiern möchtet, in Stockholm ist alles möglich. Denkt nur bitte dran, die Schweden legen Wert auf ein gepflegtes Äußeres, da sollte man sich beim Ausgehen schon etwas besser kleiden.

Habt ihr Lust auf ein gutes Bier, wird euch das Boule & Berså gefallen. Lediglich 30 Minuten Fußweg außerhalb des Zentrums gelegen, erwartet euch hier ein gemütlicher Biergarten an einem lauschigen Kanal. Auch das Kvarnen bietet eine super Lokalität für tolles Bier. Essen kann man hier aber auch wunderbar. Wenn ihr in die Bar geht, schaut euch einmal genau um, vielleicht erkennt ihr ja was… Dies war einer der Schauplätze aus Stieg Larssons Millennium-Trilogie. Wer es lieber etwas härter mag, sollte unbedingt die ABSOLUT Ice Bar im Nordic Sea Hotel besuchen. Die gesamte Bar besteht hier aus Eis – Cocktails, Longdrinks und jede Menge Vodka bekommt ihr bei -5 Grad serviert. Direkt im Zentrum Stockholms ist die Ice Bar sehr gut zu erreichen. Die Drinks sind natürlich etwas kostspieliger, aber das Ambiente kann nicht getoppt werden. Oder vielleicht doch? Leckere Cocktails inklusive atemberaubendem Ausblick bekommt ihr in der Skybar Himlen. Mit Rundumblick über das nächtliche Stockholm kann hier eine legendäre Nacht beginnen.

Nachdem ihr euch dann schön aufgewärmt habt, solltet ihr einen der vielen Clubs Stockholms austesten. Berns Salonger ist einer davon. In einem wunderschönen Gebäude aus dem Jahre 1863 gelegen, umfasst die Lokalität neben zahlreichen Bars und Bühnen den Nachtclub 2.35:1. Der „Nattklubb“ ist sehr futuristisch eingerichtet und hat viele grade Linien und rote, eckige Sofas. Es gibt eine große Tanzfläche, auf der man nach Herzenslust abtanzen kann. Viele bekannte DJs legen hier auf. Ein anderer Club, den ich euch absolut empfehlen kann, ist das Terrassen Fredsgatan 12 – eine Bar mit Nachtclub und Blick auf Strömmen und Gamla Stan. Das ist jetzt nur eine ganz kleine Auswahl an Bars und Clubs, in Stockholm gibt es wahnsinnig viele Ausgeh-Möglichkeiten, einfach rein mit euch.

Stockholm Tipps Nachtleben
Foto: Conny Fridh/imagebank.sweden.se

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck von der schwedischen Hauptstadt ermöglichen. Ob Natur, Kultur, Nightlife oder Kulinarisches – Stockholm lässt wirklich keine Wünsche offen. Mein nächster Trip nach Skandinavien ist bereits geplant – wie schaut’s bei euch aus? Gerne könnt ihr mir jederzeit eine persönliche Reiseanfrage schicken, dann suche ich euch den garantiert besten Deal raus! Ihr könnt natürlich auch selbst nach bezahlbaren und guten Hotels, wie zum Beispiel dem beliebten Generator Hostel, schauen. Alternativ habt ihr auch in Stockholm die Möglichkeit, ein Apartment über Airbnb zu suchen. Eine tolle Alternative zum Hotel!

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