Paradiesische Karibikstrände, saftig grüne Landschaften und eine bunte Unterwasserwelt erwarten euch auf Grenada. Das ist aber längst nicht alles, was die Karibikinsel für euch bereithält: Freut euch auf Rumverkostungen, Bioschokolade und eine lebhafte Kultur.

Grenada ist ein karibischer Inselstaat, der zu den Kleinen Antillen gehört und nördlich von Trinidad und Tobago im Karibischen Meer liegt. Wer schon immer mal die Karibik abseits der bekannten Touristenziele besuchen wollte, der ist auf Grenada genau richtig. Besonders Aktivurlauber werden hier glücklich: Ob Stand-up-Paddling am Grand Anse Beach, Wandern im Grand Etang Nationalpark oder Tauchen am Grenada Underwater Sculpture Park – für Outdoorsport ist die Karibikinsel wie gemacht. In meinem Artikel zeige ich euch die schönsten Grenada Sehenswürdigkeiten.

Top 10 Grenada Sehenswürdigkeiten

Karte | Anreise

1. St. George’s | 2. Grand Anse Beach

3. Grenadas Rum | 4. Grenada Chocolate Company

5. Belmont Estate6. Grand Etang Nationalpark

7. Annandale Falls8. Morne Rouge Beach

9. Underwater Sculptures10. Mount St. Catherine

Grenada Angebote

Grenada Karte mit allen Sehenswürdigkeiten

Damit ihr euch erstmal einen Überblick verschaffen könnt und wisst, was euch auf Grenada erwartet, habe ich euch in dieser Karte alle Grenada Sehenswürdigkeiten übersichtlich dargestellt.

Eure Anreise nach Grenada

Die Anreise auf die Karibikinsel Grenada gestaltet sich unkompliziert: Ab Frankfurt am Main könnt ihr via Direktflug ab 685€ nach St. George auf Grenada fliegen. Mit Zwischenstopp bieten sich sogar viele weitere Optionen an: Ab Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf und anderen deutschen Flughäfen könnt ihr mit ein bis zwei Stopps schon ab 500€ nach Grenada fliegen.

Beste Reisezeit

Holt euch in meinem Reisekalender wertvolle Infos zur besten Reisezeit für die Karibik.

Mit deutschem Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach eurem Aufenthalt gültig ist, könnt ihr euch bis zu einem Jahr ohne Visum auf Grenada aufhalten. Von A nach B kommt ihr am besten mit dem Mietwagen, doch dieser ist auf der Insel etwas teurer. Zudem müsst ihr euch vor Ort einen lokalen Führerschein holen, den ihr mit Vorzeigen eures deutschen Führerscheins bekommt. Alternativ empfehle ich euch mit öffentlichen Bussen zu fahren und die eine oder andere kleine Wanderung einzuplanen.

1. St. George’s Grenada

Die Hauptstadt von Grenada ist St. George’s. Der hübsche Naturhafen Carenage prägt das Bild der Stadt, denn er ist das Zentrum der hufeisenförmigen Bucht, um die sich St. George’s zieht. Die Stadt bietet mit einer spannenden Geschichte, dem beliebten Markt, authentischen Restaurants und einem malerischen Strand den perfekten Einstieg für eure Reise.

Über den Dächern der Stadt findet ihr das Fort Frederick. Die einstige Befestigungsanlage aus dem 18. Jahrhundert diente den Briten als Schutz vor den Franzosen, die das Fort selbst erbaut hatten. Heute könnt ihr die Ruinen bestaunen. Besucht unbedingt auch den Markt von St. George’s. Hier könnt ihr frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch sowie Gewürze kaufen und euch damit köstliche Mahlzeiten zubereiten. Sehr beliebt sind auch die hausgemachten Liköre und leckeren Aufstriche, die es hier so gut wie an jeder Ecke gibt. Probiert euch ein wenig durch die Spezialitäten Grenadas, plaudert mit den Locals und lasst euch von der fröhlichen Stimmung anstecken. Braucht ihr anschließend eine Erfrischung, so bietet euch St. George’s auch einen Strand, an dem ihr Liegen und Schirme mieten könnt, um in der Sonne zu entspannen.

2. Grand Anse Beach

Der wohl schönste und zugleich auch beliebteste Strand Grenadas ist der Grand Anse Beach im äußersten Südwesten der Insel. Von St. George sind es gerade mal sieben Kilometer entlang der Küste bis zum paradiesischen Sandstrand. Vor Ort erwartet euch ein Karibikparadies. Die Sandkörner leuchten hell und heben sich vom türkisblauen Meer ab. Gesäumt ist der Strand mit Palmen und kleinen Bungalows. Ihr könnt euch hier also auch direkt einmieten und jeden Tag nach dem Aufstehen als erstes ins erfrischende Meer springen.

Genießt die Ruhe und lasst die Seele baumeln

Der Strand gilt als touristisches Zentrum der Insel, von Menschenmassen und Müll bleibt ihr dennoch glücklicherweise verschont – Grenada ist eben noch ein echter Geheimtipp. Seid ihr gern sportlich im Wasser unterwegs, könnt ihr euch am Grand Anse Beach beim Tauchen, Schnorcheln oder Stand-up-Paddling austoben. Oder ihr genießt die Ruhe, schnappt euch ein Buch und lasst die Seele baumeln.

Grand Anse Beach auf Grenada
Foto: Pawel Kazmierczak/Shutterstock

3. River Antoine Estate Rum Distillery

Ein absolutes Highlight auf Grenada ist die River Antoine Estate Rum Distillery. Wer einen Einblick in die Kultur bekommen will, der darf sich Grenadas Rum keinesfalls entgehen lassen.

Infos und Tipps:

  • Lage: River Antoine, Grenada
  • Kosten: 5 EC$ (Ostkaribische Dollar) = ca. 1,70€
  • Zeiten: täglich 9-17 Uhr, sonntags geschlossen

Macht unbedingt eine Führung mit, sie dauert nur 20 Minuten und kostet umgerechnet nicht mal 2€. Die Guides erzählen euch einiges über die mehr als 200-jährige Geschichte des Anwesens und der Destillerie. Wer mag, darf natürlich auch probieren – und das lege ich euch sehr ans Herz! Flaniert ein bisschen über das Gelände, beobachtet die Schnapsbrenner bei der Arbeit und lasst euch mit den spannenden Geschichten des Guides in die Vergangenheit entführen.

River Antoine Rum Distillery auf Grenada

4. Grenada Chocolate Company

Liebt ihr Schokolade so sehr wie ich? Dann seid ihr auf Grenada absolut richtig. Neben der Rum Distillery findet ihr im Nordosten der Insel die Grenada Chocolate Company.

Nachhaltige Schokolade

Nicht nur am Bioanbau zeigt sich, wie wichtig der Grenada Chocolate Company Nachhaltigkeit ist – die Fabrik nutzt darüber hinaus auch Solarenergie, um die Maschinen zu betreiben.

Dank der unberührten Natur Grenadas wachsen Kakaobäume in rauen Mengen und produzieren vielversprechende Biokakaobohnen. In der Schokoladenfabrik werden sie weiterverarbeitet und dank erstklassiger Rezepte in ein unglaublich leckeres Endprodukt verwandelt. Die hauseigene Zartbitterschokolade aus Bioanbau ist preisgekrönt. Man könnte sogar sagen, sie ist gesund, denn mit wenig Biorohrzucker und Vanilleschoten aus Bioanbau entsteht hier ein schokoladiges Meisterwerk. Besucht ihr die Fabrik auf Grenada, könnt ihr vor Ort im Bonbon-Laden jegliche Variationen an Schokolade verkosten und natürlich auch kaufen. Wie wäre es mit einem Mitbringsel für eure Liebsten?

Kakaobohne auf Grenada

5. Belmont Estate

Wollt ihr etwas über den Agritourismus Grenadas erfahren, dann macht euch auf den Weg zum Belmont Estate. Die Plantage aus dem 17. Jahrhundert lehrt euch einiges über den Bioanbau und die Kakaoverarbeitung und bringt euch zudem die Geschichte der Insel näher.

Infos und Tipps:

  • Lage: St Patrick’s, Grenada
  • Kosten: 10 EC$ (Ostkaribische Dollar) = ca. 3,30€
  • Zeiten: täglich 8-16 Uhr, samstags geschlossen
  • Anfahrt ab St. George: Bus 6 nach Grenville, dann Bus 9 nach Hermitage, aussteigen am Belmont Estate

Werft einen Blick ins Heimatmuseum und flaniert durch die Gärten, die mit Palmen und bunten Blumen gesäumt sind. Auch Führungen werden euch hier geboten, in denen ihr alles über die Schokoladenherstellung erfahren könnt. Probiert unbedingt auch etwas von der leckeren Bioschokolade, denn sie gilt als eine der leckersten weltweit. Gewürze spielen auf der Farm ebenfalls eine große Rolle, sie werden auf der ganzen Insel an Einzelhändler weiterverkauft. Wusstet ihr, dass man Grenada auch die Gewürzinsel nennt? Knurrt euch irgendwann der Magen, könnt ihr im Restaurant der Plantage die typisch grenadische Küche kosten und euch mit Ziegenkäse- oder Papayasalat, Callaloo Eintopf, verschiedenen Fleischgerichten und selbstgemachtem Eis verwöhnen lassen.

Guru Tipp: Verbindet euren Ausflug zum Belmont Estate am besten mit einem Tagesausflug in den Nordosten Grenadas. Hier könnt ihr auch die Rum Distillery und die Grenada Chocolate Company besuchen.

Kakaoplantage auf Grenada

6. Grand Etang Nationalpark

Schon bei eurem Anflug auf die Karibikinsel werdet ihr feststellen, dass die Natur der Insel einen Großteil der Fläche ausmacht. Es gibt einiges zu entdecken.

Infos und Tipps:

  • Lage: Grand Etang Nationalpark, Grenada
  • Eintritt: 5 EC$ (Ostkaribische Dollar) = ca. 1,70€
  • Zeiten Besucher Informationszentrum: täglich 8.30-16.00 Uhr
  • Anfahrt ab St. George: Bus 6 nach Grenville

Packt also eure Wanderschuhe ein und erkundet die wundervollen Landschaften im Grand Etang Nationalpark. Er liegt im Zentrum der Insel und bildet einen Kontrast zu den Karibikstränden an der Küste. Weite grüne Waldlandschaften, magische Wasserfälle und kleine Gewässer prägen das Naturpanorama. Das Wald- und Wasserschutzgebiet wurde bereits 1897 gegründet und hält zahlreiche Wanderwege für euch bereit. Um den Kratersee herum führt ein Trail, für den ihr etwa zwei Stunden einplanen solltet. Von Mai bis November, wenn Regenzeit herrscht, ist dieser allerdings nicht zugänglich. Eine längere und anspruchsvollere Route erwartet euch am Mount Qua Qua Wanderweg, der mit einer Abzweigung auf eine weitere Wanderung zu den beeindruckenden Concord Falls führt. Plant etwa vier bis fünf Stunden für die gesamte Wanderung ein und zieht euch lange Kleidung an, um unbeschadet durch das hohe, scharfe Gras zu wandern. Ihr werdet mit märchenhaften Ausblicken belohnt, versprochen!

Guru Tipp: Neben euren Wanderschuhen solltet ihr auch Regenkleidung einpacken. Etwa 3.750 mm Regen fallen hier im Jahresdurchschnitt – die Landschaft ist schließlich nicht ohne Grund so leuchtend grün. Und natürlich: Kamera nicht vergessen!

7. Annandale Falls

Die Concord Falls sind nicht die einzigen Wasserfälle, die sich auf Grenada verstecken.

Infos und Tipps:

  • Lage: Annandale Falls, Grenada
  • Eintritt: 5 EC$ (Ostkaribische Dollar) = ca. 1,70€
  • Zeiten Besucher Informationszentrum: täglich 8-17.00 Uhr

Zwischen dem Grand Etang Nationalpark und der Hauptstadt St. George’s liegen die Annandale Falls. Spaziert durch die hübschen Gärten aus Kakaobäumen, bunten Blumen und einer artenreichen Fauna bis zu den Wasserfällen und gönnt euch ein erfrischendes Bad. Der euch umgebende Regenwald gibt euch das Gefühl, mitten im Dschungel zu sein und sorgt für eine magische Atmosphäre. Zwar punkten die Annandale Falls nicht mit ihrer Größe, dafür aber mit einem einzigartig tropischen Ambiente.

Ihr wollt mehr Wasserfälle entdecken? Die Royal Mount Carmel Falls sind die höchsten Wasserfälle Grenadas, die Seven Sisters Falls erfordern eine anspruchsvolle Wanderung und die Honeymoon Falls entzücken durch Idylle mitten im Grünen.

Annandale Falls auf Grenada

8. Morne Rouge Beach

Nicht weit vom beliebten Grand Anse Beach entfernt liegt der Morne Rouge Beach im Südwesten Grenadas, der mit absoluter Einsamkeit überzeugt. Nicht selten kommt es vor, dass ihr den Strand ganz für euch alleine habt. Seid ihr gut zu Fuß unterwegs, empfehle ich euch von Grand Anse Beach knapp zwei Kilometer zum Morne Rouge Beach zu wandern und den Ausblick von dem kleinen Hügel, den ihr dabei überwinden müsst, zu genießen. Von hier überblickt ihr die gesamte Grand Anse Bay. Am besten ihr packt euch ein paar Snacks für ein kleines Picknick ein und verbringt die Abendstunden am Morne Rouge Beach, denn hier könnt ihr einen unvergesslichen Sonnenuntergang genießen.

Morne Rouge Beach auf Grenada

9. Underwater Sculpture Park

Auch Tauchfans kommen auf Grenada voll und ganz auf ihre Kosten. An der Grand Mal Bay westlich der Insel befindet sich der Underwater Sculpture Park. Wie in einem Kunstmuseum reihen sich eindrucksvolle Skulpturen aneinander, die mittlerweile in die Unterwasserwelt integriert sind. Korallen und Meeresbewohner haben sie in ihrer Umwelt akzeptiert und saugen sich an ihnen fest. Eine große Auswahl an Kunstwerken in Form verschiedener steinerner Figuren zeigt sich euch hier und bereichert euren Tauchgang. Unterschiedliche Tauchanbieter auf Grenada, aber auch die zu Grenada gehörigen Inseln Carriacou und Petite Martinique ermöglichen euch die atemberaubende Unterwasserwelt des Karibischen Meeres zu erkunden. Wer also Lust auf einen Ausflug auf die paradiesischen Nachbarinseln hat, wird auch hier mit unglaublicher Natur im Wasser und an Land verzaubert.

10. Mount St. Catherine

Das letzte Highlight meiner Grenada Sehenswürdigkeiten ist der mit 840 Höhenmetern höchste Gipfel der Insel: Mount St. Catherine. Die Abenteurer unter euch werden sich freuen, denn wer ein bisschen Ausdauer und Ehrgeiz mitbringt, wird mit bezaubernden Ausblicken belohnt.

Guru Tipp:

Bucht am besten eine Tour oder einen Guide, um den Mount St. Catherine zu besteigen. Steuert hierfür die Grenada Tourism Authority in St. George’s an.

Der Mount St. Catherine ist ein Vulkan und von einem Krater in Hufeisenform geprägt. Er ist seit der Eiszeit nicht mehr ausgebrochen, so vermutet man, und daher nicht explosiv. Wollt ihr den Gipfel erreichen, habt ihr drei anspruchsvolle Trails zur Auswahl. Ihr wandert durch das Waldreservat, vorbei am Tufton Hall Waterfall, genießt Ausblicke auf die endlos grüne Landschaft, die tropischen Früchte und bunten Blüten. Mit etwas Glück erblickt ihr eine Monameerkatze, Südopossums oder Leguane, die hier überall durch die Natur streunen. Der Weg hoch zum Gipfel ist zeitweise herausfordernd, manchmal auch matschig und nass. Genießt vor allem die Wanderung selbst, denn nicht immer habt ihr vom höchsten Punkt freie Sicht, da sich hier oft Wolken am Gipfel festsetzen. Für das Erlebnis lohnt sich die Anstrengung allemal, denn einen schöneren Einblick in die Wildnis der Insel bekommt ihr nicht. Für die gesamte Route solltet ihr etwa fünf Stunden einplanen.

Natur auf Grenada

Karibikflair auf Grenada

Packt eure Wanderschuhe, Badekleidung und Sonnenbrille ein und los geht’s: Grenada hat ihren ganz eigenen Charme und kann mit anderen Karibikinseln locker mithalten. Entspannt an paradiesischen Stränden, wandert durch die grüne Natur und probiert besten Rum und Bioschokolade. In meinen Angeboten ist vielleicht schon die passende Reise für euch dabei:

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