Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Egal ob schon einmal betreten oder hundert mal gegoogelt: die Insel, dessen weiße Häuser mit der Sonne und dessen blaue Kuppeln mit dem Meer um die Wette strahlen, ist in aller Munde. Deshalb braucht ihr vor eurer Reise bestimmt auch ein paar Santorin Tipps – und genau diese habe ich für euch.

Santorin ist Griechenlands Perle, seine Vorzeigedame, ein wilder Vulkan voller romantischer Bauten und so einzigartig wie keine andere Insel auf unserer Erde. Aus diesem Grund ist dieses Fleckchen Erde längst kein Geheimnis mehr – zahlreiche ineinander oder in die Insel verliebte Menschen strömen hierher. Aus diesem Grund habe ich ein paar Santorin Tipps für euch, damit ihr euren Aufenthalt in vollen Zügen genießen könnt.

Mein zehn Santorin Tipps für euch

Orientierung | Transport | Entdecken | Schlafen | Genießen

Erste Orientierung auf Santorin

Santorin ist ein Archipel, also eine kleine Inselgruppe samt Gewässer. Von den Griechen wird sie auch Thira genannt, die Hauptstadt ist Firá (manchmal auch Thera genannt).

Tipp 1: 

Wer das klassische Postkartenmotiv mit den blauen Dächern sucht, ist in Firá falsch! Der Ausblick ist wunderschön, zweifelsohne, aber das was ihr sucht, findet ihr im Norden der Insel im Ort Oia. Dort sind außerdem zwar auch viele Touristen unterwegs, aber trotzdem schon mal viel viel weniger als in den Hauptstraßen von Firá, wo früh morgens im Hafen, am Fuße der halbmondförmigen Insel, tagtäglich unzählige Kreuzfahrtschiffe ankommen.

Tipp 2:

Wollt ihr Oia oder Firá am besten in Ruhe erkunden, solltet ihr euch mittags fernhalten, denn am Vormittag kommen alle von ihren Schiffen runter und nehmen die Stadt nahezu ein – nachmittags sind aber alle schon wieder weg und sitzen beim Captain’s Dinner, während in eurer Taverne wieder Ruhe einkehrt. Entdeckt die Straßen also am Morgen, da ist es außerdem viel kühler, oder abends bei einem Glas Wein mit dem Ausblick auf die wegfahrenden Schiffe, wissend, dass ihr auf einer der schönsten Insel bleiben könnt.

So kommt ihr auf Santorin von A nach B

Tipp 3: 

Kommt man im Hafen von Firá an, hat man zwei Optionen: Entweder ihr fahrt mit einer Gondel, die einen über die steilen Klippen nach oben bringt oder ihr reitet auf einem Esel. Ja, genau. Ein treuer Vierbeiner, der euch unzählige Stufen in der prallen Sonne bis auf den höchsten Punkt der Stadt bringt. Und jetzt überlegt bitte haarscharf, ob es wirklich notwendig ist, sich die vielen rutschigen Stufen von einem Esel tragen zu lassen, während man entweder selbst Beinarbeit leisten könnte oder einfach die Gondel nimmt. Ich empfehle euch, gute Karma-Punkte zu sammeln und das arme Tier mit euren Kilos des nicht genutzten Fitnessstudio-Abos zu verschonen.

Santorini’s donkeys

Tipp 4: 

Oben in Firá angekommen, solltet ihr erstmal den wunderschönen Ausblick genießen und die sich an euch vorbeischiebenden Touristen ignorieren. Biegt in eine Seitenstraße ab, sucht euch ein schattiges Plätzchen und genießt dieses spektakuläre Panorama. Überall findet ihr kleine enge Gassen, verzierte Türen, kleine Balkone mit Blick aufs Meer, Blumen, die Eingänge schmücken, und kleine Läden, die den schönsten Schmuck verkaufen.

Tipp 5:

Ihr könnt euch auch mit einem der vielen Boote um die Insel fahren lassen oder wenn ihr im Hafen ankommt, gleich direkt nach Oia bringen lassen. Das finde ich persönlich eine sehr schöne Option, da ihr einerseits am Meer seid und andererseits die wunderschöne Insel von unten betrachten könnt, wie sie mit ihren dunklen, steilen Klippen aus dem Wasser ragt. Dieser Blick ist wirklich beeindruckend. Ansonsten gibt es noch zahlreiche Busse, die zwischen den Hauptorten hin und her fahren, da diese aber oftmals sehr voll sein können oder das Manöver durch die engen Straßen etwas dauert, solltet ihr es nicht eilig haben. Dafür ist der Preis unschlagbar: ca. 1,80€ zwischen Firá und Oia. Oder aber ihr wählt die Komfort-Variante und bucht euch einen Mietwagen, dann seid ihr flexibel und könnt die ganze Insel entdecken.

Erkundet die Santorin auf eigene Faust

Tipp 6: 

Nachdem Santorin der einzige aktive bewohnte Vulkan auf der Welt ist, dürft ihr natürlich auf keinen Fall die vereinzelten Kraterlandschaften verpassen. Die Caldera – ein kesselförmiger Krater – hat sich auf Santorin mit Wasser gefüllt, wodurch es so scheint, als sei man eigentlich auf einer Insel anstatt auf einem Kraterrand. Vereinzelt findet man auch heiße Quellen, in denen man baden kann.

Wer zudem nicht nur faul in der Sonne liegen, sondern auch ein wenig in die griechische Geschichte und Kultur eintauchen will, sollte sich das „alte Thira“ anschauen.

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Blick auf die Caldera

Tipp 7:

Zurück zum Faul auf der Haut liegen – das gehört schließlich zu einem griechischen Urlaub dazu. Und Strände gibt es natürlich zahlreiche auf Santorin. Was ihr aber natürlich nicht erwarten dürft, sind weiße Sandstrände und Karibik-Feeling, denn ihr seid schließlich auf einem Vulkan. Aber das macht diese tolle Insel ja so spannend. Doch aufgepasst: Schwarzer Sand ist heiß – verdammt heiß sogar, also vergesst eure Flip-Flops nicht. Der Kamari Beach, der Perivolos Beach und der Red Beach sind besonders schön.

View of the seacoast and the beautiful Red beach at sunset
Red Beach

Bucht ein Cave Home auf Santorin

Tipp 8:

Bucht euch eine vernünftige Unterkunft. Falls es euch in der Stadt zu voll wird oder am Strand zu heiß, gibt es nichts schöneres, als sich in ein ruhiges Hotel oder privates Häuschen zurück zu ziehen, um sich im privaten Pool abzukühlen oder auf einer Liege im Schatten die Augen zu schließen. In Oia und Firá gibt es die berühmten „Cave Homes“, wo man die typischen weißen Häuschen direkt in den Fels geschlagen hat. Natürlich gibt es hier preislich gesehen keine Grenze nach oben, aber ich habe für euch auch eine günstige Option gefunden – seht selbst:

Zu den schönsten Höhlenwohnungen

Wer mit größerem Budget anreist, kann es sich natürlich auch so richtig gut gehen lassen und entweder in eine private Villa oder aber in ein Hotel einchecken. Die Auswahl scheint so grenzenlos wie der Horizont vor eurem Balkon.

Genießt das leichte Leben

Tipp 9:

Zu meinen Santorin Tipps gehört natürlich auch die hervorragende griechische Küche, die jedes noch so kalte Fastfood-Herz höher schlagen lässt. Hunderte Tavernen bieten euch Schatten, gefüllte Weinblätter und allerlei Speisen der schönsten Insel im Süden Europas. Versucht etwas von den Hauptstraßen abzuweichen, geht ein paar Stufen, blickt hinter Ecken und entdeckt euren eigenen Geheimtipp. Partyfüchse sind in Firá bestens augehoben: Ein Hotspot ist die PK Cocktail Bar mit unbezahlbaren Ausblick. Für Fans des guten Tropfen gibt es auf Santorin auch zahlreiche Wein-Touren, inklusive Verkostung.

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Essen mit Aussicht

Tipp 10:

Die Sonnenuntergänge der Insel sind meiner Meinung nach die exklusivsten der Welt. Sie kosten nichts als eure Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Legt eure Smartphone beiseite, nehmt die Hände eurer Liebsten, vielleicht eine Flasche Wein, setzt euch auf euren Balkon oder eine Steinmauer der Stadt, vergesst die Welt um euch und blickt einfach nur aufs Meer, das die Sonne zu verschlingen scheint. Dieser Moment sollte nur euch gehören und euch ein Leben lang an diese wunderschöne Insel erinnern.

Santorin ist ein Traum, den jeder auch fernab von Postkarten einmal gelebt haben muss! Taucht ein in Griechenlands einzigartige Insel, verliebt euch in die Aussicht, die in azurblau getauchten Kuppeln, die schroffen Felsen und das euch zu Füßen legende Meer. Einmal hier gewesen, werdet ihr euch ein Leben lang daran erinnern. Ein unbezahlbares Erlebnis und ich hoffe, meine Santorin Tipps konnten euch helfen.